Canon listet inzwischen Dutzende RF- und RF-S-Objektive – und die Frage unter meinen Videos lautet trotzdem meistens: „Welches soll ich nehmen?“ Genau dafür ist dieser Beitrag da. Ich teste mich seit Jahren durch das Sortiment, auf Wanderungen und Reisen statt im Labor. Hier sammle ich meine Tests, Vergleiche und ehrlichen Einschätzungen an einem Ort.

Im Mittelpunkt stehen Objektive von Canon. Fremdhersteller wie Sigma und Tamron bieten inzwischen ebenfalls RF-S-Objektive mit Autofokus an; dazu kommen zahlreiche manuelle RF-Objektive. Bei Fremdobjektiven musst du deshalb genau prüfen, ob sie für RF oder RF-S gerechnet sind, Autofokus unterstützen und mit deiner Kamera kompatibel sind.

Wichtig:
Objektive mit Canon RF-Anschluss kannst du nur an Kameras des EOS-R-Systems verwenden. Es gibt keinen Adapter, mit dem ein RF-Objektiv sinnvoll an einer EF-, EF-S- oder EF-M-Kamera funktioniert. Umgekehrt lassen sich EF- und EF-S-Objektive mit einem EF-EOS-R-Adapter an EOS-R-Kameras nutzen. EF-S-Objektive verwenden an einer Vollformat-EOS-R allerdings nur den APS-C-Ausschnitt. In diesem Video erkläre ich dir, wie bei Canon alles zusammenpasst.

Die einfache Regel lautet: Steht an der Kamera „EOS R“, hat sie den passenden Anschluss. Dazu gehören Vollformatmodelle wie EOS R8, R6 Mark II, R6 Mark III, R5 Mark II und R1 ebenso wie APS-C-Modelle wie R7, R10, R50, R50 V und R100. RF-Objektive funktionieren an beiden Sensorformaten. Bei einer APS-C-Kamera wirkt der Bildausschnitt durch den Canon-Cropfaktor 1,6 enger: Aus 100 mm ergibt sich also derselbe Bildwinkel wie bei 160 mm an Vollformat.

RF-S-Objektive sind für APS-C gerechnet. Sie lassen sich zwar auch an kompatiblen Vollformatkameras ansetzen, die Kamera schaltet dann aber in den beschnittenen APS-C-Modus. Du nutzt also nicht mehr den ganzen Sensor. Für eine Vollformatkamera würde ich sie deshalb nur als Notlösung betrachten.

Falls du noch zwischen APS-C und Vollformat schwankst: In meinem Beitrag über die Wahrheit über Vollformat ordne ich die praktischen Unterschiede ohne Sensor-Marketing ein.

Da es hier hauptsächlich um Objektive geht, nur ein kurzer Hinweis zu meiner EOS-R-Playlist bei YouTube. Dort findest du neben Objektivtests auch Videos und Tipps zu einzelnen Kameras des Systems.

Hier findest du eine Übersicht aller Kameras des Canon EOS-R-Systems.

Meine Canon-EOS-R-Ausrüstung

Ich nutze eine Canon EOS R6 mit diesen drei Objektiven:

  • Canon RF 50mm F1.8 STM
  • Canon RF 15-35mm F2.8L IS USM
  • Canon RF 24-240mm F4-6.3 IS USM

Das 50mm ist günstig, klein, leicht und macht aus der R6 eine handliche Kamera für unterwegs. Tatsächlich zählt es deshalb zu meinen absoluten Favoriten, auch wenn ich selten Porträts fotografiere.

Für das 15-35 f/2.8 habe ich mich entschieden, weil ich Weitwinkel super finde und ich generell viel Landschaften fotografiere. Die 2.8er Blende müsste dafür zwar nicht unbedingt sein, aber so spare ich mir das 35mm 1.8. Wenn ich mit der R6 Videos drehe, dann meist mit diesem Objektiv.
Auch wenn das Objektiv super ist – das steht außer Frage – Gewicht und Größe sind schon eine Hausnummer und der Preis auch.

Wenn du dir den Namen meines Blogs anschaust, sollte klar sein, warum ich mir das RF24-240mm gekauft habe. Von der Brennweite her ist dieses Objektiv unschlagbar universell, vor allem weil es im Weitwinkel schon 24mm bietet. Bei Lichtstärke, Schärfe und (vor allem im Weitwinkel) Verzeichnung, gehe ich mit diesem Objektiv zwar einen Kompromiss ein. Aber das ist mir egal. Ich finde das Objektiv genial. Tatsächlich war das Objektiv sogar der Grund für mich ins R-System einzusteigen, weil ich damit wirklich viel abdecken kann und unterm Strich sogar Platz spare.

In diesem Video erzähle ich dir von meinen Erfahrungen nach 2 Jahren mit dem Objektiv:

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Meine Canon RF Objektiv-Tests

Mein Plan ist, nach und nach weitere Canon-RF-Objektive zu testen. Deshalb wächst dieser Beitrag mit jedem Test. Der neueste steht jeweils oben; meistens handelt es sich um einen Vergleich.
Es gibt zu jedem Test von mir ein ausführliches Video mit vielen Informationen, deshalb halte ich mich im Text hier eher kurz.

Übersicht meiner RF-Objektiv-Tests:

Canon RF 15-30mm F4.5-6.3 IS STM

Tatsächlich wusste ich lange nicht, was Canon mit diesem Objektiv bezwecken will. Soll es ein Kit-Objektiv für die APS-C Modelle (dafür ist es zu teuer) und gleichzeitig ein günstiges Weitwinkelobjektiv für die Kleinbildkameras sein?

Nach meinem Test bin ich mir sicher, es soll letzteres sein. Klar funktioniert das Objektiv auch an den APS-C-Modellen wie der EOS R7, aber für den kurzen Brennweitenbereich ist es einfach zu groß, um es dort sinnvoll zu nutzen.

Als Weitwinkel für die Vollformat-EOS R-Kameras macht das Objektiv aber eine sehr gute Figur. Ich selbst besitze das RF15-35 f/2.8, das ist super aber eben auch super teuer. Und sooo viel besser als das „billige“ 15-30 ist es auch nicht, außer du brauchst natürlich die Lichtstärke.

Canon RF 24-70mm vs 24-105 F4L

Für mich sind die beiden Objektive die Hauptrivalen unter den RF-Standardzooms. Das 24-70 zählt mit seiner Offenblende von f/2.8 zur Trinity-Reihe. Die durchgehend große Blende bringt allerdings auch mehr Gewicht, ein größeres Gehäuse und einen stattlichen Preis mit sich.

Brauchst du die f/2.8 nicht unbedingt, kannst du gerade beim Standardzoom auch zur f/4-Variante greifen und bekommst sogar etwas mehr Brennweite. Trotzdem ist das Objektiv kleiner, leichter und preiswerter. Witterungsbeständig sind beide Objektive.

Mehr Spielraum bei der Blende schadet nicht, aber das gilt genauso für zusätzliche Brennweite. Dank des niedrigeren Preises kannst du das 24-105 f/4 bei Bedarf durch eine lichtstarke Festbrennweite ergänzen. Tatsächlich mache ich das ähnlich – allerdings mit dem 24-240.
Mein Favorit in diesem Vergleich ist deshalb das 24-105L.

Trotzdem muss ich zur Ehrenrettung des 24-70 f/2.8 sagen, dass es zwischen 24 und 70mm das bessere Objektiv ist. Es ist bei f/4 einen Ticken schärfer und hat vor allem mehr Kontraste als das 24-105L.

Hier das passende Video:

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Das beste Immer-drauf

Das ideale Immerdrauf-Objektiv ist am besten klein, leicht, lichtstark und hat eine universelle Brennweite. Leider gibt es das nicht, da Lichtstärke und universelle Brennweite sich nicht klein und leicht bauen lassen. Klein, leicht und lichtstark sind dafür Festbrennweiten …kurz, irgendwas ist immer und unterm Strich kommt es darauf an, was du hauptsächlich fotografieren willst.

Um herauszufinden, welches das beste RF Immerdrauf-Objektiv für das Canon EOS R – System für unterwegs ist, bin ich mit insgesamt sieben Objektiven in sieben Etappen einmal um Berlin gewandert.

Diese Objektive hatte ich dabei:

  • Canon RF 24-70mm 2.8 L IS USM (Amazon.de*)
  • Canon RF 24-240mm 4.0-6.3 IS USM
  • Canon RF 24-105mm 4-7.1 IS STM
  • Canon RF 24-105mm 4.0L IS USM
  • Canon RF 35mm 1.8 IS Macro STM
  • Canon RF 15-35mm 2.8 L IS USM

Hier das passende Video dazu:

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Das Fazit könnte kurz sein:
Ich habe mir nach dieser Tour das 50mm gekauft! 🙂 Das Objektiv hat mich im Zusammenspiel mit dem großen Griff der EOS R6 überzeugt.

Ansonsten finde ich unterwegs oder auf Reisen nach wie vor das 24-240mm super, evtl. ergänzt mit dem 15-35mm. Also exakt die Kombination, für die ich mich entschieden habe.

Eine gute Alternative zum 24-240mm könnte das 24-105 F4L in Kombination mit dem 70-200 F4L sein. Damit bekommst du über den gesamten Bereich die Qualität der L-Serie und eine Offenblende von f/4. Nachteil: Du musst das Objektiv wechseln, und die Kombination ist größer, schwerer und teurer als das 24-240mm.

Willst du noch mehr Tele könntest du statt des 70-200 F4 auch das 100-500mm mit in Betracht ziehen. Aber klar, das ist noch teurer, noch größer und noch schwerer. Dafür deckst du aber eine enorme Brennweite ab.

Die 2.8er-Versionen kann ich für unterwegs nur bedingt empfehlen. Klar hast du mit einer größeren Blende mehr kreativen Spielraum, aber auch immer mehr Gewicht. Stattdessen rate ich dir für große Blenden unterwegs eher zu einer Festbrennweite.

Du siehst, es ist immer ein Kompromiss, den du eingehen musst und gerade wenn du viel unterwegs bist, ist die Größe ggf. auch das Gewicht nicht zu unterschätzen. Je kleiner, desto einfacher kannst du die Kamera verstauen und wieder herauskramen. Das macht schon viel aus!

Hier siehst du meine Canon EOS R6 mit den sieben Objektiven der Tour im Größenvergleich. Die Gewichtsangabe bezieht sich nur auf das Objektiv ohne Kamera:

Größenvergleich von sieben Canon RF-Objektiven an der EOS R6 mit Gewichtsangaben

Canon RF 24-240 vs 24-105 F4 L

Tatsächlich habe ich mich für das R-System wegen des 24-240 entschieden. Dieses Objektiv hat mich einfach umgehauen. Trotzdem stelle ich mir immer wieder die Frage, ob das 24-105L nicht die bessere Wahl gewesen wäre. Ich weiß es bis heute nicht und kann dir deshalb auch keinen Tipp geben.

Klar, im Bereich 24-105mm hat das F4 die Nase vorn … aber halt nur da. Kurz: Es kommt darauf an, was du machen möchtest.
Ich bin nach wie vor mit meinem 24-240mm zufrieden. Das 24-105 würde ich mir dann kaufen, wenn ich als Ergänzung noch ein Teleobjektiv dabei hätte (RF70-200 F4 oder sogar RF100-500).

Mein Vergleich als Video:

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Canon RF600 & RF800 im Praxis-Test

Ohne Frage, die beiden Teleobjektive sind mit einer fixen Blende von F11 irgendwie speziell. Dadurch werden sie aber relativ (relativ ist hier ein wirklich wichtiges Wort!) klein, leicht und bezahlbar.
Tatsächlich hatte ich vor meinem Test keine großartigen Erwartungen an die beiden Objektive. Unterm Strich bin ich aber total überrascht, wie gut sie sind und wie gut man sie „einfach so“ mitnehmen kann, weil das Gewicht wirklich erträglich ist.
Trotzdem schränkt solch eine lange Festbrennweite natürlich ein, was auch der Hauptgrund ist, warum ich mich bis jetzt nicht zu einem Kauf durchringen konnte, obwohl ich während meines Tests vor allem vom 800mm total geflasht wurde. Tatsächlich denke ich aber, dass ein RF100-500 für mich die bessere Variante wäre. Ggf. mit einem Telekonverter bzw. im Canon-Sprech mit einem Extender.

Müsste ich mich für eines der beiden Objektive entscheiden, würde ich das 800er nehmen. Wenn schon, denn schon! Logisch, dass 800er punktet mit seiner Brennweite. Dafür punktet das 600er mit seiner geringen Größe und ist besser für die Reise.

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Meike Adapter EF-EOS R im Test (EF auf RF)

Ich hatte es oben schon erwähnt: An einer Kamera des Canon-EOS-R-Systems kannst du mit einem Adapter auch Objektive mit Canon-EF- und EF-S-Anschluss nutzen. EF-S-Objektive lösen an Vollformatkameras allerdings den APS-C-Crop aus; bei sehr alten oder fremden EF-Objektiven solltest du die Kompatibilität im Einzelfall prüfen.
Adapter gibt es verschiedene, allein von Canon gibt es 3 Stück (nur Adapter, mit Steuerring, mit Filter). Da der Adapter von Canon lange nicht lieferbar war und ich beim EOS M-System schon gute Erfahrungen mit dem Adapter von Meike gemacht habe, habe ich mir kurzerhand auch den EOS R Adapter von Meike gekauft. Der macht, was er soll.

Der Meike-Adapter bei Amazon.de*

Das Video dazu:

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Canon RF 24-105 STM und Canon RF 24-240mm im Praxis-Test

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es nicht immer das beste und teuerste Objektiv sein muss. Oft sieht man die Unterschiede nämlich nur, wenn man stark vergrößert. Deshalb habe ich bei meinen Überlegungen, ins EOS R-System einzusteigen auch das 24-105 STM auf dem Schirm gehabt. Das Objektiv ist relativ leicht, klein, universell und bezahlbar. Das wars dann aber auch schon, im Vergleich mit dem noch universelleren (aber auch größeren, schwereren und teureren 24-240) musste es Federn lassen, sodass meine Entscheidung klar zugunsten des 24-240 ausgefallen ist.

Mein Vergleich als Video:

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Unterwegs mit dem RF100-400

Zum 24-240 sage ich, dass ich der Meinung sei, dass es nicht unbedingt das beste und teuerste Objektiv sein muss. Beim Canon RF 100-400mm F5.6-8 IS USM frage ich mich, was man überhaupt besser machen könnte. Klar, lichtstärker, länger, Fokuslimiter … aber wir reden hier von einem super kompakten und leichten Teleobjektiv, zu einem fairen Preis. Wenn man all das in Betracht zieht, ist das Objektiv super, es sogar so gut, dass mir absolut nichts einfällt, was man besser machen könnte.

Schärfe? Super!
Bildstabilisator? Super!
Autofokus-Geschwindigkeit? Super!
Größe und Gewicht? Super!

usw. …

Du siehst, das Objektiv begeistert mich.

Das Gewicht liegt übrigens bei schlanken 635g und balanciert somit super mit meiner EOS R6 (680g). Im eingefahrenen Zustand ist das Teleobjektiv auch nur 164,7 mm lang, sodass es für ein Teleobjektiv mit dieser Brennweite wirklich klein ist!

RF100-400 an der Canon EOS R6
Das RF 100-400mm F5.6-8 IS USM an meiner EOS R6. Ein und ausgefahren.

Während meines Tests des Canon RF100-400 sind sogar zwei Videos entstanden. Einmal im Berliner Zoo:

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Der Vollständigkeit halber noch 2 Fotos:

Vogel-Nahaufnahme im Berliner Zoo mit dem Canon RF 100-400mm bei 400mm
Diese Schärfe!!! Canon EOS R6 | Canon RF 100-400mm F5.6-8 IS USM @ 400mm – ISO 2500 – f/8 – 1/400 Sek.
Vogel im Flug, aufgenommen mit dem Canon RF 100-400mm an der EOS R6
Und der AF sitzt pfeilschnell. Canon EOS R6 | Canon RF 100-400mm F5.6-8 IS USM @ 400mm – ISO 2000 – f/8 – 1/2500 Sek.

In diesem Video nehme ich dich mit zu den Havelwiesen bei Hennigsdorf, wo ich bei bestem Aprilwetter (hahaha) das Objektiv testen durfte:

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Auch Nahaufnahmen sind mit dem 100-400er möglich. Der minimale Fokusabstand beträgt bei 400 mm 1,05 m. Bei 200 mm sind es sogar nur 88 cm.

Schmetterling mit dem Canon RF 100-400mm
Canon EOS R6 | Canon RF 100-400mm F5.6-8 IS USM @ 400mm – ISO 640 – f/8 – 1/400 Sek.

Canon RF- und RF-S-Objektive im Überblick

Die folgende Liste ist auf dem Stand von Juli 2026 und beschränkt sich auf Foto-, Hybrid- und VR-Objektive von Canon. Cinema-Objektive führe ich nicht mit auf. Weil Canon das Sortiment laufend erweitert und Verfügbarkeit je nach Land schwankt, findest du den jeweils aktuellen Bestand zusätzlich im offiziellen Canon-Katalog.

Ich selbst fotografiere hauptsächlich beim Wandern, auf Reisen und bei Familienausflügen: Landschaften, Tiere, die Kinder – eigentlich alles, was unterwegs passiert. Ich sehe mich dabei weniger als Fotograf und mehr als Beobachter, der das Gesehene dokumentieren will. Entsprechend praxisnah fallen meine Empfehlungen aus.

RF-Festbrennweiten für Vollformat und APS-C

RF-Zoomobjektive für Vollformat und APS-C

RF-S-Objektive für APS-C

  • RF-S 10-18mm F4.5-6.3 IS STM
  • RF-S 14-30mm F4-6.3 IS STM PZ
  • RF-S 18-45mm F4.5-6.3 IS STM
  • RF-S 18-150mm F3.5-6.3 IS STM
  • RF-S 55-210mm F5-7.1 IS STM
  • RF-S 3.9mm F3.5 STM Dual Fisheye für 180°-VR
  • RF-S 7.8mm F4 STM Dual für stereoskopische 3D-Aufnahmen

Spezialobjektiv für Vollformat-VR

  • RF 5.2mm F2.8L Dual Fisheye

Meine schnelle Kaufhilfe

  • Ein Objektiv für fast alles an Vollformat: RF 24-240mm F4-6.3 IS USM.
  • Kompakt und lichtstark: RF 50mm F1.8 STM; wenn dir 50 mm zu eng sind, das RF 35mm F1.8 Macro IS STM.
  • Leichtes Reisezoom an APS-C: RF-S 18-150mm F3.5-6.3 IS STM.
  • Weitwinkel für Landschaft und Architektur: günstig das RF 15-30mm, hochwertiger das RF 14-35mm F4L oder RF 15-35mm F2.8L.
  • Bezahlbares Tele für Tiere: RF 100-400mm F5.6-8 IS USM; an APS-C wirkt der Bildwinkel besonders lang.
  • Porträts ohne Kilopreis: RF 85mm F2 Macro IS STM oder das kleine RF 50mm F1.8 STM.

Meine Einschätzungen und Empfehlungen

Canon RF 35mm F1.8 MACRO IS STM

Zu diesem Objektiv fällt mir wenig Schlechtes ein. Es ist gut, klein, leicht, hat einen Bildstabilisator und ist obendrein bezahlbar. Die Brennweite von 35 mm bietet eine gute Mischung für ein Immerdrauf-, Reise- oder Reportageobjektiv. Mit f/1.8 kannst du freistellen und auch bei wenig Licht fotografieren. Wird die Belichtungszeit länger, hilft der Bildstabilisator gegen Verwackeln – Bewegungen des Motivs kann er natürlich nicht ausgleichen.

Kurz: Wirklich gut … ABER, ich wurde mit dem Objektiv einfach nicht warm. Bei mir liegt es daran, dass ich mit dem 15-35 f/2.8 mit 35mm schon gut versorgt bin und mir das 35mm für die Größe und den Preis zu wenig Nutzen bringt.

Abhörstation Teufelsberg
Die alte Abhörstation auf dem Berliner Teufelsberg | Canon EOS R6 – ISO 50 – 35mm – f/18 – 15 Sek.
Canon RF35 mm Makro
Dank der Makrofunktion des RF35mm kommst du an Objekte sehr nah ran. | Canon EOS R6 – ISO 100 – 35mm – f/5 – 1/160 Sek.

Canon RF 50mm F1.2L USM

  • Kurztest bei der Vorstellung der EOS R im September 2018 und auf der Photokina.
  • Weitere Informationen zum Objektiv bei canon.de

Das Objektiv ist der Hammer, kann mit seinem Gewicht von 950g aber auch als solcher benutzt werden. Solch ein Brummer als 50mm Festbrennweite ist sicher nicht jedermanns Sache. Aber mit einer Offenblende von f/1.2 steht die Welt des kreativen Bokehfeuerwerks weit offen.
Ich finde leider die Bilder von damals nicht mehr, weiß aber noch sehr gut, dass mich das Objektiv nachhaltig beeindruckt hat, auch wenn ich solche Brummer eigentlich nicht mag.

Canon RF 50mm F1.8 STM

  • Das Objektiv ist in meinem Besitz.
  • Video mit diesem Objektiv: Berlin-Umrundung (oben eingebettet)
  • Weitere Informationen zum Objektiv bei canon.de

Irgendwo habe ich das Wort „Schockverliebt“ aufgeschnappt. Ganz so war es mit dem 50mm bei mir nicht. Tatsächlich habe ich schon länger die EF-Version, die ist ok, schmückt aber bei mir doch eher das Regal als die Kamera. Das RF50mm F1.8 konnte mich hingegen schnell begeistern. Die Qualität ist gut, eine Offenblende von 1.8 bei 50mm genial und der Preis absolut heiß! Der größte Vorteil dieses Objektivs ist aber seine geringe Größe. In Kombination mit dem großen Griff meiner R6 (gilt auch für R und R5) wird die Kamera damit zu einem wahren Handschmeichler und kann stunden- oder fast schon tagelang getragen werden. Klar, je nach Einsatzgebiet fehlt manchmal ein bisschen Weitwinkel oder eben Brennweite … aber man kann eben nicht alles haben. Ich kann das Objektiv wärmstens empfehlen.

Aber Achtung: Das Objektiv hat keinen Bildstabilisator!

Porträt mit RF50mm f/1.8 STM
Meine allerliebste (und einzige) Ehefrau und 1.8er Blende | Canon EOS R6 – ISO 100 – 50mm – f/1.8 – 1/1600 Sek.

Canon RF 85mm F1.2L USM (DS)

  • Noch nicht von mir getestet.
  • Weitere Informationen zum Objektiv zur nicht DS-Version bei canon.de
  • Weitere Informationen zum Objektiv zur DS-Version bei canon.de

Dieses Objektiv gibt es in zwei Versionen. Die DS-Version hat eine spezielle Beschichtung für ein weicheres Bokeh (DS = Defocus Smoothing). Über den oben verlinkten Canon-Beitrag kannst du die Unterschiede zwischen DS und Nicht-DS vergleichen. Ohne Frage, beide Objektive sind der Knaller für Porträts und selbst ich als Nicht-Porträtfotograf hätte gern eins.
Ob DS oder nicht DS muss jeder für sich selber wissen, tatsächlich ist es situationsabhängig und mal das eine, mal das andere besser. Genau deshalb bietet Canon auch beide Varianten an.

Canon RF 85mm F2 Macro IS STM

  • Noch nicht von mir getestet.
  • Weitere Informationen zum Objektiv bei canon.de

Grob gesagt ist die F2-Version die günstigere und leichtere Alternative zu den beiden f/1.2er-85mm-Objektiven. Und f/2 macht bei 85 mm schon einiges her. Einen Bildstabilisator und eine 0,5-fache Makrofunktion bekommst du ebenfalls.
Für alle, die nicht hauptsächlich Porträts fotografieren und trotzdem ein 85er haben wollen, ist dieses Objektiv die vernünftigere Wahl.

Canon RF 100mm F2.8L Macro IS USM

  • Noch nicht von mir getestet.
  • Weitere Informationen zum Objektiv bei canon.de

Makros machen immer Spaß und 100mm sind eine gute Brennweite, da man bei Insekten nicht ganz so dicht ran muss. Stichwort: Fluchtdistanz.
Mit einer 1,4-fachen Vergrößerung spielt dieses Objektiv in einer anderen Liga als etwa das 85mm F2, das ebenfalls „Macro“ im Namen trägt, aber maximal 0,5-fach vergrößert. Als L-Objektiv bringt das 100er einen zusätzlichen Steuerring und ein gegen Staub und Spritzwasser abgedichtetes Gehäuse mit.

Aber das ist noch nicht alles. Mit einem dritten Steuerring kannst du die sphärischen Abberationen und damit das Bokeh beeinflussen. Die Brennweite und die 2.8er Blende machen das Objektiv auch für Porträtfotografen interessant.

Trotz allem bleibt es ein Makro und derzeit das beste Makroobjektiv im gesamten RF-System.

Canon RF 100-400mm F5.6-8 IS USM

Nachdem ich viel gutes über das Objektiv gehört hatte, habe ich es im April 2022 in die Hand genommen, um mir selbst ein Bild von dem eher günstigeren Teleobjektiv im RF-Sortiment zu machen.
Und was soll ich sagen? Gemessen an Preis, Größe und Gewicht finde ich wenig zu bemängeln. Wenn du mit f/5.6 bei 100 mm und f/8 im längeren Telebereich zurechtkommst, bist du hier goldrichtig.

Wenn es nicht ums starke Freistellen geht und genug Licht vorhanden ist, komme ich mit der Lichtstärke gut zurecht. Bei schlechtem Licht steigen ISO-Wert und Verwacklungsrisiko jedoch schneller als bei einem lichtstärkeren Tele. Bildrauschen lässt sich heute gut reduzieren; ausführliche Informationen findest du in meinem Beitrag über das Entfernen von Bildrauschen.

Kurz und gut, wer ein gutes und bezahlbares Canon RF-Tele sucht, wird mit diesem Objektiv glücklich. Kaufempfehlung!

Affe Zoo Berlin
ISO 40.000 mit der EOS R6. Na und? Die Kamera selber rauscht schon sehr wenig und den Rest habe ich mit Topaz DeNoise AI gemacht. | Canon EOS R6 – ISO 40.000 – 174mm – f/7.1 – 1/1250 Sek.
Canon RF100-400 Seehund
Natürlich schaden geringere ISO-Empfindlichkeiten nicht, da kannst du dir bei der EOS R6 dann auch das Entrauschen sparen.| Canon EOS R6 – ISO 640 – 400 mm – f/8 – 1/1250 Sek.

Canon RF 400mm F2.8L IS USM

  • Noch nicht von mir getestet.
  • Weitere Informationen zum Objektiv bei canon.de

Das 400er f/2.8 ist das Arbeitstier von Sport- und Wildlife-Fotografen. Durch die große Blende lässt sich die Brennweite gut mit dem 1,4-fach- und sogar dem 2-fach-Extender verlängern. Auch weiter entfernte Motive lassen sich noch gut freistellen.

Aber klar, solch ein Objektiv ist ein Spezialwerkzeug und nicht für jedermann geeignet. Bei einem Gewicht von fast 3 kg juckt es mich nicht einmal in den Fingern.

Canon RF 600mm F4L IS USM

  • Noch nicht von mir getestet.
  • Weitere Informationen zum Objektiv bei canon.de

Im Prinzip kann ich beim 600er alles wiederholen, was ich auch für das 400er gesagt habe. Es ist ein spezielles Objektiv für Wildlife- und Sportfotografen. Auch hier gilt, dass sich die Brennweite mit einem Telekonverter sogar noch erweitern lässt und es gilt auch, dass es mit knapp über 3kg schon eine Hausnummer ist und deshalb ganz sicher nicht für jeden geeignet ist.

Canon RF 600mm F11 IS STM

  • Das Objektiv bei Amazon.de*
  • Getestet habe ich das Objektiv bei meinem ersten Kontakt mit der R6 zusammen mit Akki Moto und während eines 4-wöchigen Testzeitraums, in dem mir das Objektiv von Canon zur Verfügung gestellt wurde.
  • Mein Video zum Objektiv
  • Weitere Informationen zum Objektiv bei canon.de

Das 600er F11 ist nicht mit der F4L-Version zu vergleichen. Es ist viel kleiner und leichter; mit 930 g ist es für diese Brennweite fast schon ein Fliegengewicht. Die feste Blende f/11 verlangt aber gutes Licht oder höhere ISO-Werte, und Freistellung sowie Autofokus haben weniger Reserven als bei einem lichtstarken Tele.
Das Objektiv eignet sich dank seiner Abmessungen gut als Reise-Tele. Ich mag es, bin aber ein noch größerer Fan der Version mit 800mm.

Hirsch mit dem Canon RF600mm f/11
Ein Hirsch in der Schönower Heide | Canon EOS R6 – ISO 1250 – 600mm – f/11 – 1/1000 Sek.

Canon RF 800mm F11 IS STM

  • Das Objektiv bei Amazon.de*
  • Getestet habe ich das Objektiv während eines 4-wöchigen Testzeitraums, in dem mir das Objektiv von Canon zur Verfügung gestellt wurde.
  • Mein Video zum Objektiv ist oben eingebettet.
  • Weitere Informationen zum Objektiv bei canon.de

Wäre das Objektiv nicht so groß, hätte ich es schon gekauft. Tatsächlich hat mich das Objektiv total umgehauen und tatsächlich ist es für das, was es kann überhaupt nicht groß, überhaupt nicht schwer und sogar der Preis ist absolut im Rahmen.
Trotzdem sind 800mm natürlich etwas ganz spezielles und das in Kombination mit einer 11er Blende erst recht. Für mich ist es ein Schönwetter-Wildlife-Objektiv. Dort spielt es aber seine volle Stärke aus und ist dank seines relativ geringen Gewichts sogar für größere Fototouren geeignet.

Kraniche Canon RF800mm F11
Kraniche bei einer Winterwanderung | Canon EOS R6 – ISO1250 – 800mm – f/11 – 1/1000 Sek.

Canon RF 14-35mm F4L IS USM

  • Noch nicht von mir getestet.
  • Weitere Informationen zum Objektiv bei canon.de

Das Objektiv ist eine günstigere – wenn auch nicht günstige – und leichtere Alternative zum 15-35mm. Die Offenblende f/4 reicht im Weitwinkel meistens aus, erst recht bei Landschaftsaufnahmen. Außerdem gibt es einen Millimeter mehr Weitwinkel.

Canon RF 15-30mm F4.5-6.3 IS STM

Canon RF 15-35mm F2.8L IS USM

Das 15-35 f/2.8 habe ich zusammen mit meiner EOS R6 gekauft. Der Grund dafür: Weitwinkel fand ich schon immer toll, außerdem konnte ich mir damit das 35mm f/1.8 sparen, da 35mm die Brennweite für Video in meinem Studio ist.
Bereut habe ich den Kauf nie, das Objektiv ist super. Den extremen Weitwinkel benutze ich allerdings seltener als gedacht, und groß sowie schwer ist das Objektiv auch. Ich würde es trotzdem wieder kaufen. Für Landschaft, Lost Places, Städtetrips und Astrofotografie macht es eine gute Figur.

Mühlensee Vehelfanz mit dem Canon RF15-35mm
Das ist der Mühlensee bei Vehlefanz | Canon EOS R6 – ISO 200 – 15mm – f/9 – 1/125 Sek.
Schwan mit dem Canon RF 15-35mm F2.8L
Ein Schwan in Berlin-Spandau | Canon EOS R6 – ISO 100 – 35 mm – f/2.8 – 1/1000 Sek.

Canon RF 24-70mm F2.8L IS USM

  • Getestet bei meiner Berlin-Umrundung.
  • Video mit diesem Objektiv: Berlin-Umrundung (oben eingebettet)
  • Video mit diesem Objektiv: 24-70 vs. 24-105L (oben eingebettet)
  • Weitere Informationen zum Objektiv bei canon.de

Das 24-70mm f2.8 ist das Immerdrauf-Objektiv der Trinity Serie. Ganz egal ob Reise, Reportage, Landschaft, Architektur oder People-Fotografie. Das Objektiv macht fast überall eine gute Figur. Es ist super scharf, kontrastreich, abgedichtet … aber leider auch schwer und sehr teuer.

Ich kann das Objektiv durchaus empfehlen. Ich persönlich finde das 24-105 F4L aber passender für meine Einsatzzwecke. Fotografierst du aber oft Menschen und willst gut freistellen aber trotzdem nicht auf eine universelle Brennweite verzichten, bist du hier richtig. Ggf. wäre dann sogar das 28-70 f/2 etwas für dich.

Freistellen Canon RF24-70 2.8
Dank 2.8er Blende, kannst du wunderbar freistellen | Canon EOS R6 -ISO 200 – 70 mm – f/2.8 – 1/1600 Sek.
Hermsdorfer See mit Canon RF24-70 f2.8
Auch bei Landschaftsaufnahmen macht das Objektiv eine gute Figur | Canon EOS R6 – ISO 125 – 30 mm – f/9.0 – 1/250 Sek.

Canon RF 24-105mm F4L IS USM

  • Das Objektiv bei Amazon.de*
  • Getestet bei meinem Test der EOS R und bei meiner Berlin-Umrundung.
  • Video: Mit der EOS R auf der Teufelsmauer
  • Video: 24-70 vs. 24-105L (oben eingebettet)
  • Video: 24-105L vs. 24-240 (oben eingebettet)
  • Video mit diesem Objektiv: Berlin-Umrundung (oben eingebettet)
  • Weitere Informationen zum Objektiv bei canon.de

Das 24-105 F4L ist der Klassiker unter den Immerdrauf-Objektiven. Die Brennweite ist universell, die Lichtstärke in Ordnung, und als L-Objektiv bietet es einen separaten Steuerring, Bildstabilisator sowie Schutz gegen Staub und Spritzwasser. Ich kann gut verstehen, dass viele dieses Objektiv nutzen, zumal auch Größe und Gewicht im Rahmen bleiben. Ich sehe es als Konkurrenz zum 24-70, aber auch als Alternative zum 24-240 – dann am besten in Kombination mit einem 70-200 F4.

Ich habe mich aber für das 24-240 entschieden.

Hamburger Wappen mit Canon Rf24-105 F4 L
Das ist das Hamburger Wappen im Harz. Fotografiert während meiner Tour über die Teufelsmauer. | Canon EOS R – ISO 100 – 72mm – f/4 – 1/800 Sek.

Canon RF 24-105mm F4-7.1 IS STM

  • Das Objektiv bei Amazon.de*
  • Getestet bei meinem Test der EOS RP (Video) und bei meiner Berlin Umrundung.
  • Video mit diesem Objektiv: Berlin-Umrundung (oben eingebettet)
  • Video: Canon RF 24-105 STM vs. Canon RF 24-240mm (oben eingebettet)
  • Weitere Informationen zum Objektiv bei canon.de

Die Vorteile dieses Objektivs liegen eindeutig beim Preis, bei der geringen Größe und beim niedrigen Gewicht. Dem 24-105 F4L kann es in meinem Vergleich nicht das Wasser reichen: Das STM ist in weiten Teilen lichtschwächer, weniger scharf und zeigt im Weitwinkel starke Verzeichnungen. Die Kamera korrigiert Letztere allerdings gut.

Empfehlen kann ich das Objektiv nicht. Wenn es nicht ganz so teuer wie das 24-105L werden soll, kann ich das 24-240 als gute Alternative empfehlen. Das oben eingebettete Vergleichsvideo zeigt die beiden Objektive direkt nebeneinander.

Schrammsteine mit Canon RF24-105STM
Das sind die Schrammsteine bei einer Tour durch die Sächsische Schweiz | Canon EOS RP – ISO 100 – 32 mm – f/8.0 – 1/320 Sek.

Canon RF 24-240mm F4-6.3 IS USM

Meinen ausführlichen Testbericht über das RF 24-240mm habe ich weiter oben bereits verlinkt.

Auch wenn ich mir immer wieder die Frage stelle, ob eine Kombination aus 24-105 F4L und 70-200 F4 nicht besser wäre als das 24-240, bin ich doch froh über den Kauf des Objektivs. Ja, es ist nicht ganz so scharf wie das 24-105L Ja, es hat starke (aber gut korrigierbare) Verzeichnungen im Weitwinkel und ja, das Gehäuse des Objektivs ist nicht abgedichtet.
Das sind alles Dinge, über die man meckern könnte, unterm Strich liefert das Objektiv aber eine solide Leistung bei der universellsten Brennweite im gesamten RF-Lineup.

Für mich ist es das optimale Immerdrauf-Objektiv für Familienausflüge. Aber auch bei meinen Wanderungen ist das 24-240 oft mit dabei.

Alpakawanderung mit RF24-240
Familienausflug 1: Wandern mit Alpakas und das Objektiv macht eine gute Figur. | Canon EOS R6 – ISO 200 – 222 mm – f/6.3 – 1/1250 Sek.
Kind und Schwan mit Canon RF24-240
Familienausflug 2: Schwanensee im Briesetal | Canon EOS R6 – ISO 100 – 183 mm – f/6.3 – 1/500 Sek.

Canon RF 28-70mm F2L USM

  • Noch nicht von mir getestet, nur bei der Vorstellungsveranstaltung der EOS R in der Hand gehabt.
  • Weitere Informationen zum Objektiv bei canon.de

Dieses Zoomobjektiv ersetzt fast 3 Festbrennweiten … 35mm 1.8 kannst du dir sparen. 50mm 1.8 kannst du dir auch sparen und 85mm f2 … kannst du dir mit ein bisschen gutem Willen auch sparen. Trotzdem ist das 28-70 F2 teurer und schwerer als die drei Objektive zusammen und trotzdem hat es seine Daseinsberechtigung. Mit dem Objektiv bist du viel flexibler als mit Festbrennweiten.
Wäre ich Hochzeitsfotograf, wäre dieses Objektiv bei mir auf der Kamera. Aber auch für Reportagen bei schlechten Lichtbedingungen kann ich mir diese Linse gut vorstellen.

Wichtig: Im Vergleich zum 24-70 f/2.8 hat das 28-70 keinen internen Bildstabilisator.

Canon RF 70-200mm F2.8L IS USM

  • Kurz getestet bei meinem ersten Kontakt mit der EOS R6 mit Akki Moto.
  • Weitere Informationen zum Objektiv bei canon.de

Das Objektiv ist ein Klassiker und eignet sich für Sport – speziell Indoorsport – ebenso wie für Porträts. Gemessen an seiner Leistung ist es erstaunlich klein und leicht.
Da ich mit dem 24-240 diese Brennweite schon abdecke und auch nicht ganz so viel Lichtstärke brauche, juckt es mich bei diesem Objektiv nicht besonders in den Fingern. Die Alternative – das 70-200 F4 finde ich aufgrund seiner geringeren Größe aber super sexy.

Und klar, es ist ein L Objektiv, also kommt es in einem abgedichteten und robustem Gehäuse.

Flugzeug mit Canon RF70-200 F2.8
Ein Flieger halt … | Canon EOS R6 – ISO 100 – 200 mm – f/5.6 – 1/250 Sek.

Canon RF 70-200mm F4L IS USM

  • Noch nicht von mir getestet.
  • Weitere Informationen zum Objektiv bei canon.de

Ich sagte es bei der 2.8er-Version schon: Mir persönlich reicht f/4, und ich denke, dass es vielen so geht. Das Objektiv ist kleiner, leichter und günstiger als das 70-200 F2.8.
Fotografierst du also weniger Porträts und auch nicht unbedingt Indoorsport (wobei das mit dem Ding natürlich auch geht), willst auf ein gutes und immer noch lichtstarkes Tele aber nicht verzichten, machst du hier definitiv nichts falsch.

Canon RF 100-500mm F4.5-7.1 L IS USM

  • Noch nicht von mir getestet.
  • Weitere Informationen zum Objektiv bei canon.de

Das 100-500er ist die Königin unter den RF Telezoom-Objektiven und in Gedanken von mir eigentlich schon gekauft … wäre es nicht so teuer, wäre es nicht so groß und wäre es nicht so schwer. All das ist relativ. Für das, was es kann, ist es nicht groß und nicht schwer (aber teuer), aber halt doch so unhandlich, dass ich befürchte, dass es für den stattlichen Preis zu oft zu Hause bleibt.

Aber du siehst schon, ich halte große Stücke auf dieses Objektiv und denke, dass es gerade für „Wildlife unterwegs“ oder auch in Zoos der Hammer ist. Reicht die Brennweite nicht aus, kann sie mit einem Extender erweitert werden und die Lichtstärke bleibt immer noch im Rahmen, wenn man sie mit den F11er Festbrennweiten vergleicht.

Häufige Fragen zu Canon RF-Objektiven

Welches Canon RF-Objektiv ist das beste für Reisen und Wandern?

Für mich klar das RF 24-240mm F4-6.3 – die universellste Brennweite im RF-Lineup, ein Objektiv für fast alles. Es war sogar der Grund, warum ich ins R-System eingestiegen bin. Als leichte Ergänzung fürs Freistellen: das RF 50mm F1.8.

Welche RF-Objektive nutzt du selbst?

Drei Stück: das RF 24-240mm als Immerdrauf, das RF 15-35mm F2.8L für Landschaften und Videos und das RF 50mm F1.8 als kleine, günstige Festbrennweite.

Kann ich RF-Objektive an EF-Kameras nutzen?

Nein – RF-Objektive passen nur an Kameras des EOS-R-Systems. Umgekehrt lassen sich EF- und EF-S-Objektive mit einem EF-EOS-R-Adapter an EOS-R-Kameras nutzen. Bei EF-S schaltet eine Vollformatkamera in den APS-C-Crop; bei sehr alten oder fremden EF-Objektiven solltest du die Kompatibilität prüfen.

Was ist der Unterschied zwischen RF und RF-S?

RF-Objektive sind für Vollformat gerechnet und passen auch an APS-C-Kameras des R-Systems. RF-S-Objektive sind für APS-C-Modelle wie R7, R10 und R50 gebaut. An einer kompatiblen Vollformatkamera funktionieren sie nur im beschnittenen APS-C-Modus.

Lohnen sich die günstigen F11-Teleobjektive (RF 600mm/800mm)?

Bei gutem Licht ja – vor allem das 800mm hat mich überrascht. Die feste Blende f/11 bedeutet höhere ISO-Werte, weniger Freistellung und weniger Reserven für kurze Belichtungszeiten. Als vergleichsweise leichtes Schönwetter-Wildlife-Tele sind beide trotzdem spannend.

Mein Fazit: erst den Einsatzzweck, dann das Objektiv wählen

Das RF-System ist inzwischen groß genug, dass nicht mehr die Auswahl das Problem ist. Schwieriger ist es, sich nicht von technischen Daten oder einer großen Offenblende verführen zu lassen. Für unterwegs zählen für mich Brennweitenbereich, Gewicht und die Frage, ob ich das Objektiv wirklich aus der Tasche hole.

Deshalb bleibt das RF 24-240mm mein Immerdrauf. Es ist weder das lichtstärkste noch das schärfste RF-Objektiv, deckt aber auf Reisen fast alles ab. Das kleine RF 50mm F1.8 ergänzt es für wenig Licht und Freistellung. Wer andere Motive fotografiert, kann zu einem ganz anderen Ergebnis kommen – und genau dafür findest du oben meine Einzeltests und Alternativen.

Auf eine Gerüchte-Roadmap verzichte ich bewusst. Solche Listen altern schneller als ein Objektivtest und vermischen angekündigte Produkte mit Spekulationen. Den aktuellen Bestand gleiche ich stattdessen mit dem offiziellen Canon-Katalog ab.

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