Dieser Artikel wächst weiter. Ich habe die X6 seit ein paar Wochen im Einsatz, alles hier ist selbst ausprobiert. Aber ich bin längst nicht durch: Es kommen immer wieder Firmware-Updates, und einige Dinge will ich über Monate beobachten, bevor ich ein endgültiges Urteil abgebe. Ich ergänze hier nach und nach, was dazukommt. Schau also gern nochmal rein.

Ehrlich gesagt hatte ich nicht damit gerechnet, dass da so viel geht. Die Insta360 X5 war die letzten Monate meine liebste Kamera, ich habe zu keiner anderen mehr Videos gemacht. Und rein von den technischen Daten sah die X6 für mich erstmal nach einem soliden Update aus — ungefähr so wie der Schritt von der X4 auf die X5.

Aber schon nach der ersten kleinen Vergleichsrunde, wo ich in der einen Hand die X5 und in der anderen die X6 hatte, war mir klar: Nee, die Schippe, die die X6 drauf legt, ist größer. Die Geschwindigkeit der Kamera, der Dynamikumfang, der aufgemotzte InstaFrame-Modus … und dann, ja dann stehe ich irgendwann am Strand von Madeira Beach im Familienurlaub, die Kinder üben mit dem Skimboard aus der Ferienwohnung — also genau die Situation, für die ich sonst die Ace Pro 2 auspacke, weil ich Zeitlupe will. Ich habe aber weiter mit der X6 gefilmt, weil sie im Einzelobjektiv-Modus inzwischen 4K mit 120 Bildern pro Sekunde kann — in einer Qualität, die nicht nur auf dem Papier gut aussieht.

In diesem Artikel erkläre ich dir, was die X6 ist, was sie kann und wo ihre Grenzen liegen — mit allem, was ich in den letzten Wochen selbst herausgefunden habe.

Warum genau diese Teile — und was sonst noch an die X6 passt: weiter unten im Zubehör-Kapitel.

Was ist die Insta360 X6?

Die X6 ist eine 360°-Kamera: Statt eines Objektivs, das nach vorn schaut, hat sie zwei Fischaugen-Objektive — eines vorn, eines hinten. Jedes nimmt etwas mehr als 180 Grad auf, und daraus rechnet die Kamera eine komplette 360°-Kugel. Du musst beim Filmen also nicht darauf achten, ob etwas im Bild ist, denn es ist alles im Bild. Welchen Ausschnitt du zeigst, entscheidest du erst hinterher — das nennt sich Reframing. Und als netter Nebeneffekt verschwindet der Selfiestick dabei aus dem Bild. Warum, habe ich hier erklärt: Der unsichtbare Selfiestick.

Warum ein 8K-360°-Video trotzdem nicht wie klassisches 8K aussieht — die Animation rechnet es dir vor.

In der Realität sieht Reframing dann so aus — alles aus einem einzigen 360°-Foto geschnitten, das ich mit der X6 aufgenommen habe:

Tiny-Planet-Ansicht aus einem 360°-Foto der Insta360 X6: der Strand als kleiner runder Planet
Der Klassiker: Tiny Planet. Typisch 360° eben.
Reframing-Beispiel der Insta360 X6: Marc aus der Nähe — der Selfiestick ist unsichtbar, nur sein Schatten ist im Sand zu sehen
Ich kann mich aber auch aus der Nähe zeigen. Da siehst du übrigens den Schatten des Selfiesticks. Der Stick selbst ist aber verschwunden.
Reframing-Beispiel der Insta360 X6: Blick aus Marcs Perspektive auf den Strand, aus derselben 360°-Aufnahme geschnitten
Geht aber auch in die andere Richtung. Das ist quasi meine Sicht.
Reframing-Beispiel der Insta360 X6: extremes Weitwinkel-Panorama des Strands aus dem 360°-Foto
Oder wieder in die andere Richtung, aber viel, viel mehr Weitwinkel.
Unbearbeitetes Rohbild der Insta360 X6: die Aufnahmen beider Fischaugen-Objektive als zwei Kreisbilder nebeneinander
Und hier noch das rohe Bild, wie es aus der X6 kommt. Nutzt du zur Nachbearbeitung die Tools von Insta360, hast du damit nie etwas zu tun.

In der Insta360-Familie ist die X6 das neue Spitzenmodell über der X5 und der kleinen X4 Air. Ich bin seit der X2 im X-System unterwegs, und so richtig geflasht war ich zuletzt beim Sprung von der X2 auf die X3 (gut, X3 auf X4 war auch beachtlich).

Insta360 Ace Pro 2, X6 und X5 nebeneinander im Sand am Strand — Größenvergleich der drei Kameras
Meine drei Begleiter in Florida (v. l.): Ace Pro 2, die neue X6 und die X5.

Die wichtigsten Eigenschaften der Insta360 X6

  • Sensoren: zwei quadratische 1/1,1-Zoll-Sensoren, gemeinsam mit Sony entwickelt — 33 Prozent mehr Fläche als bei der X5
  • 360°-Video: 8K mit bis zu 50 Bildern pro Sekunde, außerdem 6K60 und 4K100
  • Einzelobjektiv: 5K60, 4K120 für Zeitlupen und ein 170-Grad-Ultraweitwinkel
  • Fotos: 120 Megapixel in 360°, 42 Megapixel flach, auf Wunsch als DNG-RAW
  • Farben: erstmals 10 Bit in allen Modi, dazu I-Log und natives Dolby Vision
  • Akku: 2600 mAh, bis zu 140 Minuten bei 8K30 — die X5 schafft 93
  • Display: 2,32-Zoll-OLED mit 1200 Nits, hell genug für direkte Sonne
  • Wasserdicht: bis 20 Meter ohne Gehäuse (X5: 15 Meter)
  • Speicher: microSD plus interner Speicher als Notnagel (rund 47 GB nutzbar)
  • Zeitraffer: 16K in 360° (X5: 11K) — mehr Reserve, wenn du später hineinzoomst
  • Bullet Time: 8K mit 100 Bildern pro Sekunde, in 4K sogar 240
  • Gewicht: 196 Gramm — trotz allem leichter als die X5
  • KI-Schnitt: schneidet über Nacht am Ladekabel selbstständig ein Tagesvideo

Mein ausführlicher Praxistest als Video:

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Bildqualität und Sensor: der eigentliche Sprung

Am deutlichsten ist der Unterschied zur X5 beim Dynamikumfang. Guck dir einfach den Hintergrund in diesem Vergleich an — links die X5, rechts die X6. Bei der X5 ist alles weiß, die X6 zeigt weiterhin den Himmel.

Vergleich des Dynamikumfangs: links Aufnahme der Insta360 X5 mit ausgefressenem weißen Himmel, rechts die Insta360 X6 mit sichtbarer Himmelszeichnung
Links die X5, rechts die X6: Wo bei der X5 nur noch Weiß ist, zeigt die X6 weiterhin den Himmel.

Dahinter steckt vor allem der neue Sensor. Insta360 gibt 14,5 Blendenstufen Dynamikumfang an.

Kurz zur Sensorgröße: Du liest gerade an vielen Stellen „1-Zoll-Sensoren“. Insta360 selbst schreibt vorsichtiger von „1 Zoll äquivalent“ — verbaut sind zwei quadratische Sensoren im Format 1/1,1 Zoll. Das Quadrat ist dabei kein Zufall: Aus jedem Fischaugen-Objektiv kommt ein runder Bildkreis, und ein quadratischer Sensor fängt davon mehr ein als ein breites Rechteck. Gegenüber der X5 (1/1,28 Zoll) sind es 33 Prozent mehr Sensorfläche und doppelt so große Pixel — nach Herstellerangabe die vierfache Lichtmenge pro Pixel.
Erklärgrafik: runder Bildkreis eines Fischaugenobjektivs mit einem 16:9-Rechteck und einem Quadrat im Vergleich — das Quadrat nutzt deutlich mehr der Kreisfläche
Warum ein quadratischer Sensor bei 360°-Kameras sinnvoll ist: Er fängt mehr vom runden Bildkreis ein.

Die Farben sind außerdem anders abgestimmt als bei der X5. Nicht schlechter, aber anders. Da bin ich noch vorsichtig mit einem Urteil, weil seit ich die Kamera habe, laufend Updates kommen. Genau solche Sachen ergänze ich hier später.

10 Bit, I-Log und Dolby Vision

Die X6 ist die erste Kamera der X-Serie, die in 10 Bit aufnimmt — und zwar in allen Modi. Wie groß der Unterschied zur X5 ist, merkt man erst beim Schneiden: Die X5 filmt in Log nur mit 5,7K und 8 Bit — da macht Farbkorrektur schlicht keinen Spaß, weil das Material schnell auseinanderfällt. Die X6 macht dasselbe in 8K und 10 Bit, und das ist der Punkt, an dem Log überhaupt erst sinnvoll wird. Du kannst in I-Log filmen und die Farben hinterher selbst setzen; dafür brauchst du eine LUT, die Insta360 kostenlos bereitstellt. So sieht das aus:

I-Log-Aufnahme der Insta360 X6 ohne LUT: flaues, kontrastarmes Bild direkt aus der Kamera
So kommt I-Log aus der Kamera: flau und kontrastarm — das ist Absicht.
Dieselbe I-Log-Aufnahme der Insta360 X6 nach Anwendung der offiziellen LUT: kräftige, natürliche Farben
Dieselbe Aufnahme mit der offiziellen LUT: erst jetzt stimmen die Farben.

Wer nicht selbst graden will, nimmt den Standard-Modus oder für HDR Dolby Vision: Das sieht beides direkt aus der Kamera erstaunlich gut aus, ganz ohne Nachbearbeitung. Dolby Vision beherrscht die X6 als erste 360°-Kamera überhaupt nativ.

Die drei Aufnahmemodi der X6

Insta360 bewirbt die X6 als „drei Kameras in einer“, und ausnahmsweise ist das mehr als Marketing. Die drei Modi unterscheiden sich grundlegend darin, was hinterher auf der Speicherkarte liegt. Gemeint sind damit drei Konzepte, nicht drei Menüeinträge — im Menü stehen 16 Aufnahmemodi, die alle auf diesen dreien aufbauen. Die vollständige Liste kommt weiter unten.

Modus 1: Der 360°-Modus – die volle Kugel

Der Klassiker: Beide Objektive nehmen auf, du bekommst die komplette Kugel in bis zu 8K50 und entscheidest beim Reframing, was zu sehen ist. Fotos gehen mit bis zu 120 Megapixeln — auch da legt die X6 eine ordentliche Schippe auf die X5 drauf.

Wichtig fürs Verständnis: Die 8K gelten für die gesamte Kugel. Was du herausschneidest, hat entsprechend weniger Auflösung. Das Rohmaterial ist aber gut genug, dass du in Grenzen zoomen kannst — zu weit solltest du trotzdem nicht gehen.

Modus 2: InstaFrame 2.0 – fertiges Video und 360°-Backup in einem Rutsch

Der größte Nachteil einer 360°-Kamera ist nicht die Bildqualität, sondern die Arbeit danach. Bei einem Clip ist Reframing Spielerei, bei dreißig ist es Arbeit. Genau dafür gibt es InstaFrame, das du vielleicht von der X5 kennst: Die Kamera speichert gleichzeitig ein fertig geframtes flaches Video in 4K30 und ein 360°-Backup in bis zu 8K. Eine Datei zum sofort Verschicken oder weiterbearbeiten, eine, aus der du später noch alles herausholen kannst, falls das flache Video doch nicht passt.

Mit der Fernbedienung steuerst du dabei sogar, wohin die flache Aufnahme schaut — oder du lässt dich oder ein anderes Objekt einfach verfolgen.

Im Prinzip ist das wie ein Gimbal (bspw. die Insta360 Luna Ultra). Auch da kannst du dich verfolgen lassen. Hast aber natürlich nur das im fertigen Video, was die Kamera auch gesehen hat.

Im InstaFrame-2.0-Modus ist es genauso: Du hast eine Datei wie aus einer Gimbal-Kamera und kannst bei der Aufnahme alles machen, was du mit so einer Kamera machen kannst — gleichzeitig hast du als Backup aber auch eine komplette 360°-Kugel wie im „normalen“ 360°-Modus.

Modus 3: Der Einzelobjektiv-Modus – die Action-Cam in der 360°-Kamera

Das ist für mich die Überraschung dieser Kamera. Im Flat-Modus nimmt die X6 nur mit einem Objektiv auf — wie eine normale Action-Cam. Das gab es vorher auch schon, aber ich habe es nie benutzt.

Jetzt gehen dort 5K mit 60 Bildern pro Sekunde, 4K mit bis zu 120 und ein extremer Weitwinkel mit 170 Grad in 5K30. Den Bildwinkel verstellst du stufenlos zwischen 0,7 und 1,2 — sogar während der Aufnahme — und eine Horizontsperre gibt es auch.

Für mich ersetzt die X6 damit fast eine klassische Action-Cam wie die Ace Pro 2.

Insta360 X6 neben der Ace Pro 2 im Sand — 360°-Kamera und klassische Action-Cam im direkten Vergleich
Zwei Konzepte: die klassische Action-Cam Ace Pro 2 und die 360°-Kamera X6.

Bevor das falsch rüberkommt: Die Ace Pro 2 ist damit nicht überflüssig geworden. Sie filmt selbst in 8K und kann in 4K zweifach zoomen und sogar mit verschiedenen Objektiven arbeiten — das kann die X6 nicht. Wer also ausschließlich nach vorn filmt, ist mit ihr weiterhin bestens bedient. Mein ausführlicher Test steht hier: Insta360 Ace Pro 2 – Test & Tipps.

Insta360 Ace Pro 2*

Der eigentliche Punkt: Die 4K120 gelten für den Einzelobjektiv-Modus, nicht für 360°. Rundum aufgenommen sind es maximal 8K mit 50 Bildern. Wenn du Zeitlupe willst, filmst du bewusst flach — und verzichtest in dem Moment auf die Freiheit, den Ausschnitt hinterher zu wählen.
Oder du schraubst die Auflösung herunter: In 4K liefert der 360°-Modus immerhin 100 Bilder pro Sekunde.

PureVideo: bei wenig Licht schaltet sie selbst um

Den PureVideo-Modus für dunkle Situationen kennst du von der X5. Ich fand den dort eigentlich ganz gut. Aber … wie sollte es auch anders sein: Die X6 legt auch dort eine gewaltige Schippe drauf. Das Bild wirkt viel natürlicher, und wenn du aus Versehen bei Tageslicht im PureVideo-Modus filmst, ist das Material auch noch zu gebrauchen.

Richtig praktisch ist die Automatik: Auto PureVideo entscheidet selbst, ob es zu dunkel für den normalen Modus ist, und schaltet um.

Menü der Insta360 X6 mit aktiviertem Auto-PureVideo-Modus für schlechte Lichtverhältnisse
Macht das Leben einfacher: der Auto-PureVideo-Modus.

Wie viele Aufnahmemodi hat die Insta360 X6?

Die Insta360 X6 hat 16 Aufnahmemodi — und ich benutze davon vier. Neun davon nehmen die volle Kugel auf, fünf liefern direkt ein flaches Bild, und zwei sind Zwitter, die sich in keine der beiden Schubladen stecken lassen. Die drei Modi, um die es oben ging, sind die konzeptionell wichtigen. Hier kommt die vollständige Liste, damit du weißt, was hinter den anderen dreizehn steckt und ob dir davon etwas fehlt.

Den Modus wechselst du, indem du unten auf das Kamerasymbol tippst und durch die Liste gehst. Wie du dir das abkürzt, steht weiter unten.

Display der Insta360 X6 mit der Moduswahl zwischen 360 Grad und Flat, ausgewählt ist der 360°-Videomodus
Oben schaltest du zwischen 360°- und Flat-Bereich um, unten wählst du den Modus.

Alle 16 Modi zeige ich dir hier einmal am Stück — von 360°-Foto bis InstaFrame:

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Die neun 360°-Modi

Alle neun nehmen die komplette Kugel auf, du legst den Blickwinkel also erst hinterher beim Reframing fest.

360°-Video ist der wichtigste Modus überhaupt, alles andere baut darauf auf. Maximal 8K50, wahlweise 6K60 oder 4K100. Meine Empfehlung, wann immer es geht: 8K30 — das liefert nach meiner Erfahrung die beste Qualität. Nur wenn ich mehr Bilder pro Sekunde brauche, gehe ich auf 8K50.

360°-Foto nimmt dieselbe Kugel als Standbild auf, mit 30 oder 120 Megapixeln. Den Unterschied sieht man deutlich, und trotz der größeren Dateien nehme ich 120. HDR lasse ich an der X6 aus. Wenn du deine Bilder später bearbeiten willst, nimm RAW — daraus holst du helle und dunkle Bereiche zurück, für die du sonst HDR gebraucht hättest.

PureVideo ist der Nachtmodus für die Kugel, maximal 8K30. Mehr Auflösung oder mehr Bilder gehen hier nicht. Nur bei schlechtem Licht verwenden, sonst ist das normale 360°-Video besser.

Zeitraffer braucht ein Stativ und liefert die höchste Auflösung aller Videomodi: 16K für die gesamte Kugel. Das ist die doppelte Kantenlänge des normalen 8K-Videos und damit die vierfache Pixelzahl — ein einzelnes Zeitraffer-Bild liegt also in derselben Größenordnung wie ein 120-Megapixel-Foto. Beim Intervall nehme ich lieber zu viele Bilder als zu wenige — schneller machen kann ich es hinterher, langsamer nicht. Die Laufzeit stelle ich auf unendlich und beende selbst.

Auflösungsmenü im Zeitraffer-Modus der Insta360 X6 mit ausgewählter 16K-Option
Der Zeitraffer hat die höchste Auflösung aller Videomodi der X6: 16K für die gesamte Kugel.

TimeShift ist im Grunde ein stabilisierter Zeitraffer: ein 360°-Video, das die Kamera direkt beschleunigt abspeichert. Das spart Speicherplatz, du kannst also länger aufnehmen. Maximal 8K. Die Geschwindigkeit lasse ich auf Auto — ich weiß ehrlich gesagt nicht genau, was die Automatik da rechnet, aber das Ergebnis passt.

Loop-Aufnahme filmt durchgehend, behält aber immer nur die letzte Minute, fünf, zehn Minuten oder unbegrenzt. Der Fall, für den es das gibt: Du weißt, dass gleich etwas passieren könnte, willst aber nicht danebenstehen. Kamera hinstellen, zehn Minuten einstellen, Kaffee trinken. Wenn es passiert ist, gehst du hin und schaltest aus — die letzten zehn Minuten sind gespeichert, statt einer vollen Speicherkarte.

Straßenmodus ist der Dashcam-Modus und funktioniert wie die Loop-Aufnahme, nur dass du statt der Dauer den Speicherplatz begrenzt. Ist er voll, fängt die Kamera vorne an. Praktisch: Du kannst festlegen, dass sie automatisch aufnimmt, sobald über USB Strom anliegt — im Auto startet sie also von selbst. Ein Wasserzeichen mit Datum und Uhrzeit lässt sich einblenden, was für eine Dashcam durchaus Sinn ergibt.

Speichereinstellung im Straßenmodus der Insta360 X6 im Auto, eingestellt sind 33,4 Gigabyte für 34 Minuten
Im Straßenmodus begrenzt du nicht die Dauer, sondern den Speicherplatz — ist er voll, wird die älteste Aufnahme überschrieben.

Starlapse ist der Zeitraffer für den Sternenhimmel, mit dem du Sternspuren aufnimmst. Viel einzustellen gibt es nicht: Timer, PureShot oder PureShot plus RAW, Auflösung und die Laufzeit. Auch hier steht bei mir unendlich.

Intervallaufnahme ist im Grunde eine Serienaufnahme mit Pause dazwischen: Die Kamera löst in einem vorher festgelegten Abstand ein Foto nach dem anderen aus, etwa alle zehn, dreißig oder sechzig Sekunden. Das ist dasselbe Prinzip wie beim Starlapse, nur ohne dessen Ausrichtung auf den Nachthimmel. Am Ende liegt eine Reihe einzelner Bilder auf der Karte — kein fertiges Video, sondern Material, aus dem du selbst machst, was du willst.

Die fünf Flat-Modi

„Flat“ heißt der Bereich, weil direkt ein flaches Bild herauskommt statt einer Kugel. Der Preis dafür ist fest: Bildwinkel und Seitenverhältnis musst du vor der Aufnahme festlegen, hinterher lässt sich das nicht mehr ändern. Dafür sparst du dir das Reframing komplett.

Flat-Foto mit wählbarem Bildausschnitt — und die Auflösung ändert sich mit dem Zuschnitt, den du wählst. HDR lasse ich auch hier aus, PureShot oder RAW gibt es wie beim 360°-Foto.

Flat-Video geht bis 5K60, in 4K sogar auf 120 Bilder pro Sekunde. Seitenverhältnis wahlweise 16:9, 9:16, 4:3 oder 3:4, je nachdem ob quer oder hoch. Du wählst außerdem, welche der beiden Linsen aufnimmt.

Flat-PureVideo ist der flache Nachtmodus. 5K geht hier nicht, maximal 4K60 — und die Horizontsperre funktioniert nur bis 4K30.

FreeFrame ist der interessanteste der fünf, weil er die Flat-Regel ein Stück weit aufhebt: Die Auflösung ist bewusst hoch (ich nehme 6K), damit du das Seitenverhältnis hinterher noch ändern kannst — 16:9, 9:16 oder 4:3 — und sogar ein bisschen reframen. Nicht die ganze Linse steht zur Verfügung, aber genug, dass du Spielraum hast. Bei 4:3 werden irgendwann die Ränder sichtbar, dann ist Schluss. Trotzdem ein Modus, den ich fast nie benutze.

Flat-Loop funktioniert exakt wie die 360°-Loop-Aufnahme, nur eben flach. Die Erklärung auf der Kamera trifft es besser als jeder Satz von mir: „Nimm kontinuierlich auf und speichere nur das letzte Segment mit fester Länge.“

Die zwei Zwitter

InstaFrame 2.0 steht im Flat-Bereich, gehört aber in beide Welten — ausführlich steht das oben. Der Punkt, den ich hier nachtragen will: Die zwei gleichzeitigen Dateien kosten Qualität. Die 8K-Kugel als Backup ist nicht ganz so gut wie eine Aufnahme im reinen 360°-Modus, und das flache 4K-Video nicht so gut wie ein reines Flat-Video. Lässt du das Backup weg, bekommst du auch im InstaFrame-Modus die volle 4K-Qualität. Ich nehme das Backup trotzdem mit, weil die automatische Bildführung eben nicht immer trifft.

Bullet Time steht unter den 360°-Modi, ist aber eigentlich keiner: 8K, 6K mit 120 Bildern oder 4K mit 240 Bildern pro Sekunde. Diese Bildraten gibt es nur, weil die Kamera dafür nicht die volle 360°-Auflösung nutzt — streng genommen müsste der Modus in den Flat-Bereich. Die hohen Bildraten brauchst du, weil du die Kamera dabei schnell um dich herumschleuderst. Cooler Effekt, den ich selbst nie benutze.

Wie wechselst du schnell zwischen den Modi der X6?

Über die Modusliste zu scrollen ist der langsamste Weg, und bei 16 Modi wird das schnell lästig. Die X6 kennt drei Abkürzungen — die dritte ist die, die ich am häufigsten nutze.

Die Rücktaste mit eigener Schnellauswahl. Jeder Druck auf die Taste an der Rückseite schaltet einen Modus weiter — und zwar nur die, die du vorher in der Modusauswahl angehakt hast. Genau darin liegt der Nutzen: Je kürzer du die Liste hältst, desto weniger Tastendrücke liegen zwischen dir und dem Modus, den du wirklich brauchst. Bei mir sind es genau vier: 360°-Video, 360°-Foto, Flat-Video und InstaFrame. PureVideo brauche ich nicht in der Auswahl, weil Auto-PureVideo ohnehin selbst umschaltet. Den Zeitraffer nutze ich gelegentlich, aber nicht oft genug. Bullet Time, Loop und Straßenmodus benutze ich nie, Starlapse zu selten, Flat-Fotos gar nicht.

Menü Modusauswahl der Insta360 X6, in dem einzelne Aufnahmemodi für die Schnellauswahl angehakt werden
In der Modusauswahl legst du fest, welche Modi die Taste auf der Rückseite durchschaltet. Angehakte bekommen eine Nummer in der Reihenfolge.

Voreinstellungen speichern eine Kombination aus Modus und Einstellungen — also etwa „360°-Video in 8K30″ als ein Knopf. Ein paar sind ab Werk hinterlegt, du kannst sie bearbeiten oder über das Plus eigene anlegen, mit eigenem Symbol. Erreichbar auch über das Herunterziehen von oben.

QuickCapture ist die schnellste Methode überhaupt und die, die ich empfehle: Du legst einmal fest, in welchem Modus die Kamera starten soll — entweder im zuletzt genutzten oder in einem festen. Dann drückst du bei ausgeschalteter Kamera einfach die Aufnahmetaste. Sie fährt hoch und filmt sofort im gewählten Modus los. Kein Menü, kein Wischen.

Schnelleinstellungen der Insta360 X6 mit aktiviertem QuickCapture für 360-Grad-Video
Unten steht, womit QuickCapture startet — hier 360°/Video. Aufnahmetaste drücken genügt, die Kamera ist aus.

KI-Regisseur, Auto Edit 2.0 und Moments Pro: Schneiden, während du schläfst

Das ist die Funktion, über die ich am meisten nachgedacht habe. Wir waren einen ganzen Tag im Kennedy Space Center, ich hatte durchgefilmt — und exakt null Lust, abends noch zu reframen und zu schneiden. Also habe ich die Kamera ans Ladekabel gehängt und bin schlafen gegangen. Am nächsten Morgen lag ein fertiges Video vor mir: geschnitten, gereframt, mit Musik.

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Damit das anspringt, muss der Akku beim Laden über 80 Prozent kommen — erst dann fängt die Kamera an zu rechnen. Als grober Anhaltspunkt: Bei etwa 20 Minuten 8K-Material ist sie rund zehn Minuten nach Erreichen der 80 Prozent fertig.

Wie gut das Ergebnis ist, hängt natürlich vom Material ab. Bei mir war z.B. deutlich zu viel Anfahrt drin, weil ich auf der Fahrt eben auch viel gefilmt hatte. Der KI-Regisseur ordnet dein Material chronologisch von morgens nach abends. Er sucht Höhepunkte, gewichtet aber nicht danach, was der interessantere Teil des Tages war. Mein Tipp daraus: Filme unterwegs bewusst weniger, dann wird das Tagesvideo automatisch besser. Aber dafür, dass ich außer Einstecken nichts gemacht habe, ziehe ich den Hut.

Was du wissen solltest, bevor du dich darauf verlässt:

  • Das fertige Video ist bis jetzt auf etwa eine Minute begrenzt.
  • Er braucht Futter: mindestens drei Clips vom selben Tag oder insgesamt 30 Sekunden, jeder Clip länger als drei Sekunden. Sinnvoll wird es ab Clips von zehn Sekunden aufwärts und zehn bis sechzig Minuten Material am Tag.
  • Er verarbeitet nur Material, das diese Kamera aufgenommen hat — eine Speicherkarte aus einer anderen Kamera bringt nichts.
  • In den Einstellungen wählst du, ob er nur im Ruhezustand am Ladekabel arbeitet oder sofort loslegt. Über Nacht reicht die schonende Variante völlig.

Ein Punkt ist mir wichtig, weil er selten erwähnt wird: Das läuft alles lokal. Die Analyse passiert auf der Kamera. Dein Rohmaterial, der Ton und biometrische Daten wie Gesichter gehen dafür nicht auf einen Server. Bei einer Kamera, die permanent die ganze Familie mitfilmt, ist das kein Nebendetail.

Wenn du mehr Kontrolle willst, gibt es Auto Edit 2.0 in der Insta360 App: Dort wählst du die Clips selbst aus, wirfst einzelne raus oder framst im Nachhinein neu. Kleiner Stolperstein, den ich auf die harte Tour gelernt habe: Clips unter vier Sekunden nimmt er gar nicht erst mit. Auch das läuft lokal auf dem Smartphone oder Tablet.

Auto Edit gibt es schon länger, wurde mit Erscheinen der X6 aber deutlich verbessert. Natürlich kannst du diese Funktion auch mit einer X5 oder früher nutzen.

Das Gleiche gilt für Moments Pro — das läuft dann allerdings nicht mehr lokal, und du brauchst ein Insta360+-Cloud-Abo und Moments-Pro-Credits.
Auch dort wählst du einzelne Clips aus, die dann von der KI auf den Servern von Insta360 inklusive 360°-Effekten zu einem fertigen Video geschnitten werden. Die Ergebnisse sind wegen der höheren Rechenleistung natürlich besser als das, was der KI-Regisseur oder Auto Edit liefern kann.

Trotzdem: Ich bin ja ein großer Fan von KI und lasse mich schnell davon begeistern, was damit alles möglich ist. Aber mehr als kleine Clips, die auf den Beat geschnitten sind, kriegt keines der Tools hin. Meine Wanderungen und sonstigen großen Unternehmungen mit der X6 werde ich auch weiterhin von Hand schneiden.

Wer aber einen schnellen Clip zum Verschicken haben will, hat hier jetzt drei gute Werkzeuge in der Hand.

Übrigens, weil das unter meinen Videos die häufigste Frage war: Der KI-Regisseur bleibt nicht der X6 vorbehalten — die X5 bekommt ihn per Software-Update ebenfalls. Für die X4, die X4 Air und die Luna Ultra ist er dagegen nicht angekündigt.

Akku, Hitze und Wasser

Beim Akku hat sich am meisten getan, was man in Zahlen kaum glauben mag: 2600 mAh und bis zu 140 Minuten bei 8K30. Die X5 kommt an derselben Stelle auf 93 Minuten. In der Praxis heißt das: Ich habe das Ladecase mit dem zweiten Akku zwar immer dabei — bis jetzt aber kein einziges Mal gebraucht. Ein Akku hat jeden Tag durchgehalten. Geladen ist er auch schnell wieder: Mit einem 30-Watt-Netzteil sind es rund 24 Minuten bis 80 Prozent.

Zur Hitze, die unter meinen Videos mehrfach gefragt wurde: Insta360 hat der X6 eine neue Kühlkonstruktion spendiert („Star-Ridge“) und verspricht durchgehende 8K30-Aufnahmen ohne Überhitzung. Ich habe die Kamera in der prallen Florida-Sonne benutzt und hatte keine einzige Hitzeabschaltung. Lange Dauerläufe bei 8K50 beobachte ich weiter und trage die Erfahrung hier nach.

Warm wird die Kamera natürlich, aber das ist mir eigentlich egal, zumal ich das eh nicht mitkriege, weil sie sowieso auf einem Selfiestick steckt.

Wasserdicht ist die X6 bis 20 Meter ohne zusätzliches Gehäuse — die X5 schaffte 15. Fürs richtige Tauchen gibt es das neue unsichtbare Tauchgehäuse Pro, das bis 60 Meter geht und die Objektive so kapselt, dass die Naht zwischen beiden Bildern unter Wasser sauber bleibt.

Auch wenn so ein Tauchgehäuse eine ordentliche Investition ist: Ich war mit der X5 mal schnorcheln und war selbst überrascht, wie viel besser die Qualität unter Wasser mit Gehäuse wird. Das wird bei der X6 nicht anders sein.

Invisible Dive Case Pro*

Hier das passende Video dazu:

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Gehäuse, Display und die neue Bedienung

Die X6 ist kompakter geworden, dafür etwas breiter. Ich war skeptisch, aber sie liegt gut in der Hand — und ehrlich gesagt sieht die X5 dagegen mittlerweile altbacken aus.

Das Display ist ein 2,32-Zoll-OLED, das fast die ganze Vorderseite einnimmt, und die 1200 Nits Spitzenhelligkeit sind eine Hausnummer: Selbst in der prallen Sonne sieht man noch alles. Dass es breiter ist, kommt mir entgegen, weil ich sowieso im Querformat filme.

Das OLED-Display der Insta360 X6 in praller Sonne — die Anzeige bleibt dank 1200 Nits gut ablesbar
Pralle Sonne, und man sieht alles. Perfekt!

Bei der Bedienung bin ich noch nicht fertig mit meiner Meinung. Bis auf drei Tasten (Ein/Aus, Auslöser, Quick-Taste) läuft alles über den Touchscreen — gewöhnungsbedürftig. Ein Detail finde ich aber richtig gut gelöst: Du musst die Aufnahmetaste nicht genau treffen. Drückst du fest irgendwo aufs Display, startet die Aufnahme. Dabei vibriert das Display kurz, und leichtes Antippen löst nichts aus — man muss wirklich drücken, fast wie bei einer echten Taste. Mit klammen Fingern oder Handschuhen ist das Gold wert. Warum ich mich noch nicht festlege: Während meines Testzeitraums kamen mehrfach Updates, die an der Bedienung geschraubt haben. Auch das ergänze ich, wenn sich alles gesetzt hat.

Mikrofone und Ton

Die X6 hat einen neuen, erstaunlich guten Windschutz verbaut. Anscheinend soll der sogar auf dem Motorrad funktionieren — dazu kann ich aber nichts sagen. Aber am windigen Strand von Madeira Beach konnte der Wind die Aufnahme nicht stören. Ganz ohne Zubehör. Das ist gut und auch so eine Schippe, die die X6 nochmals drauf legt.

Aber: Hast du die Kamera am 3m Stick, bringt dir das beste interne Mikrofon nichts. Also verbindest du ein externes Mikrofon — das geht jetzt sogar doppelt: Du kannst zwei externe Mikrofone gleichzeitig mit der X6 verbinden. Ich nutze dafür das Insta360 Mic Pro.

Wenn dir das Mic Pro zu groß und zu teuer ist, gibt es mit dem Mic Air die kompakte Lösung von Insta360 — die habe ich mir schon an der X5 genauer angesehen.

Insta360 Mic Pro*Insta360 Mic Air*

Es muss aber nicht das Insta360-Mikro sein. Die X6 nimmt auch ganz normale Bluetooth-Mikrofone anderer Hersteller an — du koppelst sie direkt mit der Kamera, ohne Empfänger im Zubehörschuh. Ich habe es mit einem DJI Mic Mini ausprobiert, und das lief auf Anhieb: koppeln, aufnehmen, fertig.

Eine Frage kann ich aber nicht beantworten: ob sich auch zwei fremde Mikrofone gleichzeitig koppeln lassen. Mit dem Mic Pro geht das — zwei Sender an einem Empfänger, für Interviews oder zu zweit vor der Kamera. Ob die X6 auch zwei Bluetooth-Mikros parallel annimmt, konnte ich schlicht nicht testen, weil ich nur ein Mic Mini hier habe.

Falls du zwei Funkmikrofone besitzt und es ausprobierst — oder ein ganz anderes Modell an der X6 nutzt: Schreib mir kurz, ob es geklappt hat, an marc@reisezoom.com. Ich sammle die Rückmeldungen hier im Artikel, dann muss nicht jeder selbst raten.

Die Insta360 X6 mit angestecktem Mic-Pro-Empfänger für externe Funkmikrofone
Da ich meistens allein unterwegs bin, reicht mir ein Mic Pro. Aber für ein zweites wäre noch „Luft“.

Zubehör: Linsen, Sticks und der Kopftracker

Ich sage seit Jahren: Bei einer 360°-Kamera darfst du nicht nur die Kamera betrachten, sondern das Gespann aus Kamera und Selfiestick — ohne den Stick verlierst du viele der Vorteile, die dir eine 360°-Kamera bietet.

Zwei neue Selfiesticks

Der klappbare Selfiestick ist zusammengeschoben so kurz, dass er in die Hosentasche passt, und ausgezogen trotzdem brauchbar lang. Das löst ein Problem, das ich jahrelang mit mir herumgetragen habe. Er funktioniert übrigens auch an der X5 und den älteren Modellen.

Zusätzlich bekommst du damit eine kleine Fernbedienung mit Joystick, um die Kamera im InstaFrame-Modus zu steuern.

Der neue klappbare Selfiestick mit Fernbedienungs-Kit neben der Insta360 X6 — eingeklappt passt er in die Hosentasche
Geniales Zubehör: Eingeklappt passen Selfiestick und Kamera in die Hosentasche, ausgeklappt hast du immerhin einen 95 cm langen Stick.

Klappbarer Selfiestick mit Fernbedienung*

Der Power Selfie Stick geht noch weiter: Die X6 hat unten Kontakte, der Stick oben auch. Du setzt die Kamera auf — sie lädt sofort, und du steuerst sie über die Bedienelemente am Griff. Kein Koppeln über Bluetooth, kein Warten. Das haben sich viele gewünscht, mich eingeschlossen.

Power Selfie Stick*

Die anderen Sticks — und wohin damit, wenn du ihn nicht brauchst

Neben den beiden neuen gibt es die Sticks weiter, die es schon zur X5 gab. Am Gewinde hat sich nichts geändert, sie passen also mechanisch alle — bis auf einen, bei dem es an der Software hakt. Der Reihe nach.

Der 114-cm-Stick ist der Klassiker: unsichtbar im Bild, kurz genug, um ihn dauernd in der Hand zu haben. Für die meisten Aufnahmen reicht der.

Der 3-Meter-Stick ist die andere Richtung. Er holt die Kamera so weit weg, dass Landschaft und Gruppe komplett ins Bild passen — das ist die Drohnenperspektive ohne Drohne, und er ist der Grund, warum ich beim Ton ein externes Mikrofon brauche (dazu unten mehr).

Der Free-Framing-Stick ist die Ausnahme — und zwar eine wichtige: Er funktioniert aktuell noch nicht mit der X6. Die Idee dahinter zielt auf dasselbe wie InstaFrame, nur als Hardware: Laut Insta360 richtest du die Aufnahme schon während des Filmens aus und bekommst direkt teilbare flache Videos, ohne hinterher zu reframen. Genau deshalb würde er gut zur X6 passen. Ich hoffe, dass Insta360 das per Update nachreicht — bis dahin kauf ihn nicht für diese Kamera. Sobald es läuft, steht es hier.

Und das magnetische Holster löst ein Problem, das man erst unterwegs bemerkt: Wohin mit Stick und Kamera, wenn beide Hände gebraucht werden? Es klemmt an Rucksackgurt oder Gürtel, die Kamera bleibt griffbereit statt im Rucksack zu verschwinden.

Selfiestick 114 cm*Selfiestick 3 m*Magnetisches Holster*

Wechselobjektive 2.0 — und mein Kratzer

Wo gehobelt wird, fallen Späne — bei mir fällt eben auch mal eine X6 runter. Ich hatte einen Kratzer in der Linse und wollte wissen, wie einfach der Wechsel wirklich ist.

Ergebnis: Keine fünf Minuten, und davon ging die Hälfte fürs Nachlesen drauf. Objektiv abnehmen, neues drauf, einmal die Stitching-Kalibrierung laufen lassen, fertig. Bei der X5 ging das auch schon, aber die X6 macht es nochmal einfacher — und das Wechselset liegt komplett im Beutel bei, statt dass du es dir zusammensuchst.

Die neuen Linsen („Replaceable Lens 2.0″) sollen kratzfester sein als bei der X5, und der Tausch ist rund 60 Prozent günstiger geworden. Eine häufige Frage aus den Kommentaren gleich dazu: Die Ersatzlinsen der X5 passen nicht auf die X6 — es ist ein neues Stecksystem mit einer deutlich größeren Linse. Deine Halterungen und Selfiesticks kannst du dagegen weiterverwenden, das magnetische Schnellspann-System ist gleich geblieben.

Insta360 X6 beim Linsenwechsel: das Gehäuse ohne die markanten Fischaugen-Linsen, daneben die Ersatzlinse
Die X6 beim Linsenwechsel. Sieht schon komisch aus ohne die markanten Fischaugen-Linsen.

Mein Tipp: Nimm den Wechselbeutel mit in den Rucksack. Ich hatte bei der X5 immer ein Wechselkit dabei, und genau deshalb hat mir ein Kratzer nie die Tour kaputt gemacht. (Bis auf das eine Mal hatte ich aber auch nie einen — die Linsen halten ordentlich was aus.)
Wer gar nicht erst einen Kratzer riskieren will, kann die Linsen zusätzlich schützen: Die Premium Lens Guards sind laut Insta360 aus gehärtetem 10H-Glas und so lichtdurchlässig, dass die Bildqualität erhalten bleibt — die X6 erkennt selbst, wenn sie aufgesetzt sind, und rechnet das beim Stitching mit ein.

Ersatzlinsen-Set für die X6*Premium Lens Guards*

Umstieg von der X5 — was passt weiter, was nicht? Alles, was die Kamera umschließt oder in sie hineingeht, brauchst du neu: Akku, Linsen, Linsenschutz und ND-Filter der X5 passen nicht an die X6. Alles, was du unten dranschraubst oder dranklickst, kannst du weiterverwenden: die magnetische Schnellwechselplatte, deine Selfiesticks und überhaupt alles mit normalem 1/4-Zoll-Stativgewinde — Stative, Klemmen, Helm- und Lenkerhalterungen.

Magnetische Schnellwechselplatte*

Der POV-Kopftracker: die Kamera schaut, wohin du schaust

Das Zubehörteil, über das am wenigsten geredet wird — und für Wanderer und Städtebummler das interessanteste. Du trägst einen kleinen Sensor am Ohr, mit dem Clip an der Brille, mit dem Klettpad am Helm; die Kamera hängt derweil zum Beispiel an einem Nackenhalter.

Der Trick: Der Tracker erfasst deine Kopfbewegung, und InstaFrame 2.0 schwenkt den Bildausschnitt live mit. Du schaust nach links, das Bild schaut nach links — ohne Fernbedienung, ohne die Hände zu brauchen.

Auch hier muss sich aber erst in der Praxis zeigen, wie das tatsächlich funktioniert.

POV-Kopftracker*

Was brauchst du wirklich zusätzlich zur X6?

Drei Dinge, alles andere ist Kür: einen Selfiestick, genug Strom und eine große Speicherkarte. Beim Stick hängt es davon ab, was du filmst: Der klappbare passt in die Hosentasche und ist mein Standard, der 3 Meter lange holt die Kamera so weit weg, dass Landschaft und Gruppe komplett ins Bild passen. Beide stehen oben im Kasten, und weiter oben im Zubehör-Kapitel steht zu jedem Stick, wofür er taugt. Hier kommen die anderen beiden Punkte.

Strom: lieber wechseln als laden. Ich selbst habe zwar die Xtreme-Akkus — aber ganz ehrlich, die Lite-Akkus tun’s auch. Wichtiger als ein einzelner großer Akku ist ohnehin das Wechseln: zwei Akkus, das Schnelllade-Case und eine Powerbank. Weil ich zu Fuß unterwegs bin, passt das perfekt — ist einer leer, tausche ich ihn und lade den leeren im Case weiter, während ich weitergehe. Der größere Xtreme-Akku lohnt sich vor allem dann, wenn du auf Biegen und Brechen lange am Stück aufnehmen musst und weder wechseln noch nachladen kannst. Für alle anderen ist Wechseln der schnellere Weg.

Lite-Akku*Xtreme-Akku*Schnelllade-Case*

Speicherkarte: mindestens 256 GB. Die Karte kann eigentlich nicht groß genug sein — 8K-Material frisst Platz, und nichts nervt unterwegs mehr, als Clips löschen zu müssen, um weiterfilmen zu können. Ich selbst liebe den Quick Reader: Der braucht weder Speicherkarte noch Lesegerät — das ist einfach ein kleiner USB-Stick. Genau das macht meinen Workflow nochmal einfacher. Wer eine klassische Karte will, wird auch bei Insta360 fündig.

Und wenn du den Quick Reader schon hast: Mit dem All-Weather-USB-Ladedeckel passt er auch wunderbar an die X6. Das kleine Teil ersetzt die Klappe über dem USB-C-Anschluss — die ist ab Werk dicht verschlossen, weil die Kamera ohne Gehäuse wasserdicht sein soll. Mit dem Deckel bleibt der Anschluss nach außen zugänglich und trotzdem geschützt: Laut Insta360 hält er mit IPX4 Spritzwasser, Staub und Sand ab, du kannst also auch im Regen laden.

Quick Reader 512 GB*Speicherkarte*All-Weather-USB-Ladedeckel*

Alles andere — Tauchgehäuse, Kopftracker, Ersatzlinsen — steht jeweils dort im Artikel, wo ich auch darüber schreibe. Was ich nicht selbst im Einsatz habe, empfehle ich nicht, sondern sage es dazu.

Preis, Bundles und Verfügbarkeit

Die X6 ist seit dem 12. August 2026 offiziell erhältlich, in Nachtschwarz und Polarweiß. Das Standard-Bundle kostet 699 € — Kamera, ein Akku, Kabel, Tasche. Damit ist sie spürbar teurer als die X5 zum Start, und das solltest du bei der Entscheidung ehrlich einrechnen.

Aus der langen Bundle-Liste finde ich drei erwähnenswert: Das Reise-Bundle (749 €) legt den klappbaren Selfiestick mit Fernbedienung dazu — genau die Kombination, die ich unterwegs nutze. Das Ultimativ-Bundle (799 €) bringt Ladecase, zweiten Akku und den 114-cm-Stick mit. Und das POV-Bundle (842 €) enthält den Kopftracker samt Halshalterung. Fürs Tauchen gibt es ein Bundle mit dem 60-Meter-Gehäuse (942 €).

Zum Start gibt Insta360 außerdem ein Jahr lang 500 GB Cloud-Speicher dazu, und über das Trade-In-Programm gibt es für ein Altgerät zusätzlich 50 € Bonus. Wenn du über meinen Link bestellst, legt Insta360 aktuell einen Lite-Akku dazu:


Wo die Grenzen liegen

Zwei Kleinigkeiten kann die X5 sogar besser: Sie schießt im Flat-Modus auf Knopfdruck ein Foto, während ein Video läuft — in der 360°-Kugel geht auch das bei ihr nicht, die X6 kann es überhaupt nicht. Und im 360°-Modus schafft die X5 in 4K 120 Bilder pro Sekunde, die X6 nur 100. Beides sind Randfälle, aber sie gehören der Vollständigkeit halber dazu.

Ich habe beide Kameras für ein eigenes Video nebeneinander auf denselben Stick geschraubt und dieselben Szenen gefilmt — bei Straßenlaterne, im Gegenlicht und im Wind. Wo die Unterschiede wirklich sichtbar werden und wo nicht, siehst du hier:

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Eine Sache aus dem Vergleich, die ich nicht erwartet hätte: Beim reinen physischen Windschutz hält die X5 den Wind sogar besser ab als die X6. Sobald die elektronische Windunterdrückung mitläuft, nehmen sich beide nichts mehr. Dafür ist die X6 beim Funkmikrofon deutlich schneller verbunden — die X5 sucht da noch, wenn die X6 längst aufnahmebereit ist.

Den vollständigen Dreiervergleich mit der X4 Air findest du im Vergleich von X6, X5 und X4 Air.

Damit hier kein einseitiges Loblied steht — das solltest du wissen, bevor du bestellst:

  • Reframing bleibt Arbeit. InstaFrame und der KI-Regisseur nehmen dir viel ab, aber wenn du ein richtiges Video bauen willst, kommst du ums Reframen und Schneiden nicht herum. Das ist der Preis dafür, dass du erst hinterher entscheidest, wo du hinschaust.
  • Aus der Kugel schneiden kostet Auflösung. Die 8K gelten für die komplette 360°-Kugel — was du herausschneidest, hat weniger.
  • Eigener Akku, schon wieder. Der Akku der X5 passt nicht, der der Ace Pro 2 auch nicht. Wenn du aufrüstest, sind deine Ersatzakkus wertlos.
  • Die Speicherkarte frisst sie. Bei höchster Auflösung und Bitrate kommen schnell knapp 2 GB pro Minute zusammen. Der interne Speicher ist ein Notnagel — nimm die größte Karte, die du kriegen kannst.
  • Die KI will ein aktuelles Handy. Für den KI-Regisseur/Auto Edit 2.0 empfiehlt Insta360 mindestens ein iPhone 15 oder ein Android-Flaggschiff ab Snapdragon 8 Gen 2 — auf älteren Geräten läuft die App unrund.
  • Die X6 ist teuer. Ein Schnäppchen ist sie nicht, dafür bietet sie halt auch ordentlich Leistung. Wenn du gerade erst eine X5 gekauft hast und damit zufrieden bist: Bleib bei der X5.

Meine Praxis-Tipps für die X6

  • Stell die hohe Bitrate ein. Die Standardeinstellung verschenkt Qualität, die du hinterher beim Reframen brauchst.
  • Nimm Auto PureVideo mit. Es kostet nichts, und du vergisst sonst garantiert umzuschalten, wenn es dämmert.
  • Wenn du nur ein Ergebnis zum Herzeigen willst: InstaFrame mit 8K-Backup. Du hast sofort etwas Fertiges.
  • Achte bei Auto Edit darauf, dass deine Clips mindestens vier Sekunden lang sind, sonst fallen sie raus.
  • Wechselobjektiv-Beutel in den Rucksack. Schadet nicht, kann aber eine Tour oder einen ganzen Urlaub retten.

Häufige Fragen zur Insta360 X6

Lohnt sich der Umstieg von der X5 auf die X6?

Kurz: wahrscheinlich nicht. Ich teste jede neue Generation und sage ehrlich, was besser geworden ist — das heißt aber nicht, dass du kaufen sollst. Von der X3 auf die X4 war der Sprung groß, von der X4 auf die X5 eher nicht, bei der X6 ist er wieder deutlich. Wenn du schon eine X5 hast und zufrieden bist: behalt sie. Den KI-Regisseur bekommt sie per Update ohnehin nachgereicht. Ich empfehle einen Wechsel nur, wenn dich genau das stört, was das neue Modell besser macht — also schlechtes Licht, fehlende 10 Bit oder der Akku. Neu kaufen ist was anderes: Da würde ich zur X6 greifen. Wie weit die drei aktuellen Modelle auseinanderliegen, steht im Vergleich von X6, X5 und X4 Air.

Kommt der KI-Regisseur auch für die X5?

Ja. Das neue KI-Modell ist mit der X5 kompatibel und kommt dort per Software-Update an. Für die X4, die X4 Air und die Luna Ultra ist der KI-Regisseur dagegen nicht angekündigt.

Hat die X6 wirklich 1-Zoll-Sensoren?

Nicht wörtlich — Insta360 spricht selbst von „1 Zoll äquivalent“. Verbaut sind zwei quadratische Sensoren im Format 1/1,1 Zoll. Gegenüber der X5 mit 1/1,28 Zoll sind das 33 Prozent mehr Fläche und doppelt so große Pixel; der Dynamikumfang steigt von 13,5 auf 14,5 Blendenstufen.

Wie lange hält der Akku der X6?

Angegeben sind bis zu 140 Minuten bei 8K30 — die X5 kommt an derselben Stelle auf 93 Minuten. Bei mir hat ein Akku jeden Urlaubstag durchgehalten, obwohl ich viel gefilmt habe.

Wird die X6 bei 8K heiß?

Insta360 hat eine neue Kühlkonstruktion verbaut und verspricht durchgehende 8K30-Aufnahmen ohne Überhitzung. Ich habe in der prallen Florida-Sonne gefilmt und hatte keine einzige Hitzeabschaltung. Lange 8K50-Dauerläufe beobachte ich noch.
Warm wird die Kamera natürlich, das ist aber nicht schlimm, da sie eh auf dem Selfiestick sitzt.

Kann die X6 auch ganz normale Videos aufnehmen?

Ja, im Einzelobjektiv-Modus verhält sie sich wie eine gewöhnliche Action-Cam: 5K60, 4K mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde oder 170-Grad-Ultraweitwinkel. Das ist die erste X-Kamera, bei der ich diesen Modus tatsächlich benutze.

Werden meine Videos für die KI-Funktion hochgeladen?

Für den KI-Regisseur und Auto Edit nicht — die Analyse läuft auf der Kamera beziehungsweise auf dem Handy. Rohmaterial, Ton und Gesichtsdaten verlassen dein Gerät dabei nicht. Nur wenn du Moments Pro über die Insta360+ Cloud nutzt, wird tatsächlich hochgeladen.

Ist die X6 ohne Gehäuse wasserdicht?

Ja, bis 20 Meter — bei der X5 und der X4 Air sind es 15. Fürs richtige Tauchen gibt es ein neues unsichtbares Tauchgehäuse bis 60 Meter.

Passen meine X5-Ersatzlinsen auf die X6?

Nein. Die X6 nutzt ein neues Wechselsystem („Replaceable Lens 2.0″), die Linsen der X5 passen nicht. Dafür ist der Tausch einfacher und rund 60 Prozent günstiger geworden.

Passen meine alten Selfiesticks und Schnellwechselplatten an die Insta360 X6?

Ja. Das ist eine der Fragen, die mir am häufigsten gestellt werden — und die Antwort ist erfreulich: Deine vorhandenen Selfiesticks, Stative und Halterungen kannst du weiterbenutzen, das Stativgewinde ist unverändert. Auch die magnetischen Schnellwechselplatten des Schnellspann-Systems von der X5 passen weiterhin — das System ist dasselbe geblieben. Du musst dein Zubehör also nicht neu kaufen.

Nicht übernehmen kannst du dagegen: den Akku (die X6 hat einen eigenen, größeren), Linsenschutz und ND-Filter der X5 sowie den Power Selfie Stick mit den Ladekontakten — der funktioniert nur mit der X6.

Kann ich die X6 kopfüber montieren?

Ja, problemlos. Bei einer 360°-Kamera spielt die Ausrichtung keine Rolle — du drehst das Bild beim Reframing einfach richtig, oder die Horizontsperre erledigt das gleich bei der Aufnahme.

Was macht der POV-Kopftracker der X6?

Du trägst einen kleinen Sensor am Ohr, an der Brille oder am Helm. Er erfasst deine Kopfbewegung, und die Kamera schwenkt den Bildausschnitt in InstaFrame 2.0 live mit — du filmst freihändig genau das, was du ansiehst.

Kann ich ein Mikrofon von einem anderen Hersteller mit der Insta360 X6 nutzen?

Ja. Neben dem Insta360 Mic Pro, das über den Empfänger im Zubehörschuh läuft, koppelt die X6 auch gewöhnliche Bluetooth-Mikrofone anderer Hersteller direkt mit der Kamera. Mit einem DJI Mic Mini hat das bei mir sofort geklappt. Ungeklärt ist, ob sich auch zwei fremde Mikrofone gleichzeitig koppeln lassen — mit dem Mic Pro funktioniert das, für Bluetooth-Mikros konnte ich es mangels zweitem Gerät nicht ausprobieren. Rückmeldungen dazu gerne an marc@reisezoom.com.

Mein Fazit zur Insta360 X6

Ich habe lange überlegt, was ich überhaupt in die erste Version dieses Artikels packe, weil die Kamera so verdammt viel kann. Am Ende bleibt für mich der eine Satz: Die X5 war schon richtig gut, die X6 ist deutlich besser.

Für mich persönlich sind die entscheidenden Veränderungen der höhere Dynamikumfang bei 360°-Aufnahmen und — Überraschung — der Einzelobjektiv-Modus. Dass die X6 flach 4K mit 120 Bildern pro Sekunde in wirklich brauchbarer Qualität liefert, nimmt der klassischen Action-Cam ihr letztes starkes Argument. Deshalb blieb die Ace Pro 2 in Madeira Beach im Rucksack — nicht weil ich rundum filmen wollte, sondern weil die X6 das, wofür ich sie sonst geholt hätte, inzwischen selbst kann.

Auch die Fotos sind auf einem komplett neuen Level, was ich so nicht erwartet hatte.

Wenn du eine 360°-Kamera ohne Kompromisse suchst, ist die X6 aktuell die erste Wahl. Wenn du eine X5 hast, gut damit klarkommst und hauptsächlich bei Tageslicht filmst, kannst du dir den Umstieg in Ruhe überlegen — zumal die wichtigste Software-Neuerung auch bei dir ankommt.

Es wird noch einige Videos zu dieser Kamera geben, und diesen Artikel baue ich parallel weiter aus. Wenn du eine Frage hast, die hier noch nicht beantwortet ist, schreib mir gern an marc@reisezoom.com — solche Fragen landen meistens direkt im nächsten Update dieses Artikels.

Über meinen Link legt Insta360 der X6 aktuell einen Lite-Akku dazu. Und falls du lieber zum günstigeren Vorgänger greifst, steht die X5 daneben.

Insta360 X6*Insta360 X5*

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Transparenz: Ich arbeite schon lange mit Insta360 zusammen, die Kamera wurde mir zum Testen gestellt. Meine Meinung bleibt aber meine eigene — was mir nicht passt, schreibe ich auch.