Die Wahrheit über Reisekameras – oder wie sich der Kreis schließt

| Lesezeit ca. 17 Minuten

Ohne Kamera keine Fotos. Das ist klar! Doch die Wahl der richtigen Reisekamera ist gar nicht so einfach, denn größer, schneller, teurer gilt hier nicht unbedingt.

Hallo! Ich bin übrigens Marc!

Ich bin begeisterter Papa, Blogger, YouTuber, Foto- und Reisefuzzi.

Mehr über mich findest du hier. Und hier findest du meine aktuelle Fotoausrüstung.

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Inhalt

Der 16. März 2005 war ein Mittwoch, trüb, ein bisschen Regen, aber für diese Jahreszeit angenehm warm. Schlussendlich ist das aber egal. Nicht egal ist, dass ich mir an diesem Tag meine erste eigene Digitalkamera gekauft habe. Ein Canon IXUS 40. 4 Megapixel, 86 x 53 x 21 mm klein und 150 g leicht. Für heutige Verhältnisse ist das eine mickrige Auflösung, in einer mickrigen Kamera und im Vergleich zur Olympus Camedia C-830 L, die ich mir davor jahrelang mit meinem Bruder geteilt habe, ein Quantensprung!

Jetzt, im April 2022 – also 17 Jahre später – habe ich in meiner Lightroom Datenbank Fotos von insgesamt 136 verschiedenen Kameras, inkl. Smartphones. Die Zahl hat mich selbst überrascht. Noch mehr überrascht mich allerdings die Qualität mancher Fotos der Ixus 40. Die sind nämlich gar nicht so schlecht und mit Topaz Gigapixel AI* lassen diese sich sogar auf eine brauchbare Größe skalieren.

Klar hat sich mein Wissen über die Fotografie in den letzten 17 Jahren vervielfacht und ja, ich habe mit dem Thema Video angefangen und bin auch sonst anspruchsvoller geworden. Trotzdem bin ich mit den Kameras noch fast genauso unterwegs wie damals. Ich ging damals mit meiner Kamera auf Entdeckungstour durch die Stadt, durch die Natur oder auf Reisen und mache das heute auch noch.

Und noch viel krasser, ich war damals mit meinen Fotos mehr oder weniger zufrieden und bin es heute auch noch. (Meistens weniger, aber das geht wohl jedem so.) Und jetzt kommts:

Die Wahrheit über Reisekameras!

Die Wahrheit ist: Die Kamera ist scheißegal! 

Reisen, Wanderungen, Trekkingtouren sind schließlich keine Fototouren und selbst wenn, in der Zwischenzeit sind alle halbwegs modernen Kameras (inkl. Smartphones) die meiste Zeit mehr als ausreichend. Natürlich gibt es besser oder schlechter geeignete Kameras für verschiedene Einsatzgebiete, aber wenn du solch eine nicht hast, passt du dich einfach an das Gerät an, dass du dabei hast. Fertig!

Denn eins ist klar, die beste Kamera ist die, die du dabei hast!

(Und wenn es nicht 100%ig passt … mit der Nachbearbeitung lässt sich noch einiges machen!)

Canon IXUS 40

Das ist sie: Die Canon IXUS 40, meine erste komplett eigene Digitalkamera.

Tatsächlich bin ich in der Zwischenzeit sogar der Meinung, dass mich eine weniger gute Kamera unterwegs, mehr auf das Wesentliche konzentrieren lässt. Schließlich kenne ich meine Kameras und weiß um ihre Stärken und Schwächen. Bin ich z.B. nur mit meinem Smartphone (Google Pixel 4a) unterwegs, weiß ich, dass ich praktisch keinen Zoom habe und auch freistellen nur begrenzt möglich ist. Also lasse ich solche Fotos direkt bleiben und genieße stattdessen.

Bin ich aber mit meiner Sony RX10 IV unterwegs, die eine Brennweite von umgerechnete 24-600mm hat, mache ich viel zu viele Fotos. Weil ich es kann. Ich werde mit der Kamera faul und bewege mich nicht, sondern zoome und verpasse so vielleicht Blickwinkel, die ich nehmen hätte müssen, wenn mich die Kamera mehr eingeschränkt hätte.

Nicht, dass ich mit dieser Kamera nicht gern unterwegs bin, die ist super. Aber im Prinzip ist es egal, eine Wanderung, ein Ausflug, eine Reise ist nicht weniger schön, nur weil eine „schlechtere“ Kamera dabei ist und lustigerweise kommen dabei nicht unbedingt schlechtere Fotos raus, nur eben andere. Weil die Kamera eben scheißegal ist.

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Die 3 wichtigsten Tipps für die perfekte Reisekamera

Die folgenden Punkte sind alle subjektiv, deshlab will ich dir keine konkreten Kaufempfehlungen geben. Jeder Mensch ist anders und jeder will andere Dinge auf Reisen fotografieren.

1. Die Kamera muss im richtigen Moment zur Hand sein

Ganz wichtig, es geht hier um Reisen! Nicht um reine Fototouren. Fotos unterwegs sind oft Momentaufnahen oder Schnappschüssen. Diese machst du nicht, wenn du die Kamera nicht schnell zur Hand hast.
Bei mir geht es sogar so weit, dass ich die Kamera in der Hand halten muss, maximal in der Hosentasche darf sie noch stecken.

Selbst am Schultergurt ist es mir zu kompliziert und wenn die Kamera im Rucksack steckt, dann bleibt sie bei mir dort in der Regel drin. Aber ohne Kamera gibt es nun mal keine Fotos.

2. Die Kamera muss zu deinen Hauptmotiven passen

Gehst du auf Safari, brauchst du tendenziell lange Brennweiten, um die Achtitektur moderner Städte zu fotografieren, brauchst du aber Weitwinkel und um Menschen zu fotografieren schadet eine lichstarke Normalbrennweite nicht.

Du weißt, was du hauptsächlich auf der Reise fotografieren wirst, wähle die Kamera und das Objektiv entsprechend aus. Vielleicht reicht eine Kamera bzw. ein Objektiv auch nicht, es kommt darauf an.
Ich bin aktuell hauptsächlich mit 3 Kameras auf Reisen.

  1. Meinem Smartphone, ein Goolge Pixel 4a
  2. Meiner Kompaktkamera, einer Canon G5X Mark II
  3. Meiner Bridgekamera, einer Sony RX10 IV

Das ist meine aktuelle Ausrüstung für unterwegs: Canon G5X Mark II, Pixel 4a, Sony RX10 IV

Tatsächlich habe ich noch mehr Kameras und nehme die, entsprechend der Motive, auch mit. Die Ausrüstung muss eben zum Motiv passen.

3. Du musst die Kamera mögen

Das ist der wichtigste Punkt überhaupt. Wenn du unterwegs fotografieren willst, brauchst du eine Kamera, die du magst. Sonst wird das nichts. Das ist auch der Grund, warum ich die Canon G5X Mark II mitnehme, obwohl ich mit dem Spartphone und der Sony RX10 IV, fast alles abdecken könnte, was ich mit der G5X Mark II kann.
Das ist auch der Grund, warum ich hin und wieder Touren mit meiner großen EOS R6 mache, einfach weil es so viel Spaß macht mit der Kamera zu fotografieren.

Magst du deine Kamera nicht so richtig, ist es ein Werkzeug und kein Reisebegleiter. Das merkt man auch den Bildern an.

Nicht ganz so wichtige für die perfekte Reisekamera

Mögt ihr euch, du und deine Kamera, dann ist das schon die halbe Miete. Denn … wir hatten es ja schon, die Kamera ist eigentlich scheißegal.

Trotzdem gibt es ein paar Punkte, auf die ich bei der Wahl meiner Reisekamera achte. Allerdings gilt auch hier, wie bei den 3 wichtigen Punkten, all das ist subjektiv!

1. Universelles Objektiv

Ich wechsle unterwegs nicht gerne das Objetiv, deshlab bevorzuge ich Kameras bzw. Objektive mit universellen Brennweiten aber auch mit universeller, möglichst großer und variabler Blende. (Am letzten Punkt scheitern Smartphones.)

Mit einem Brennweitenbereich von ca. 24 – 100 mm (im Kleinbildäquivalent) kannst du schon viel anfangen. Die Blende sollte dabei so groß wie möglich sein, limitiert wird diese nur durch das Gewicht, die Größe und den Preis des Objektivs.

Große Blende heißt übrigens kleine Blendenzahl also bspw. f/1.8 = große Blende.

Eine große Blende möchte ich hauptsächlich deshlab, um Objekte freizustellen. D.h. den Hintergrund in Unschärfe verchwimmen zu lassen. Eine variable Blende möchte ich, um den Grad der Unschärfe selbst bestimmen zu können und um Blendensterne zu erzeugen.

Wichtig, gerade wenn es ums Freistellen geht, musst du beim Vergleich verschiedener Objektive die Sensorgröße der Kamera mit in Betracht ziehen.

2. Klappdisplay

Klappdisplay Canon G5X Mark II

Egal ob tief unten oder über Kopf. Ein Klappdisplay macht vieles einfacher.

Wenn du einmal mit einem Klappdisplay gearbeitet hast, möchtest du nichts anderes mehr. Du kannst überkopf oder von weit unten fotografieren und so ganz andere Blickwinkel nehmen, als das ohne Klappdisplay nur mit Mühe oder im Blindflug möglich wäre.

Das ist noch so ein Punkt, der gegen Smartphones spricht …

3. Detailreiches Raw-Format

Auf Reisen musst du das Licht so nehmen, wie es kommt. Leider ist es selten perfekt. Bieten dir die Fotos aber viel Speilraum bei der Nachbearbeitung, kannst du damit noch viel machen und aus einem mäßigen Foto ein tolles Foto zaubern.

Auch das spricht gegen das Smartphone und mindestens für eine Edelkompaktkamera wie ein Sony RX100 oder eine Canon GxX.

Detailreiches Raw-Format Canon EOS R6

Dieses Foto habe ich mit meiner EOS R6 aufgenommen. Links siehst du das Bild, wie es aus der Kamera kam, daneben zwei mögliche Bearbeitungen. Sowas geht nur, wenn im Raw-File der Kamera viele Informationen gespeichert sind.

So bearbeite ich meine Fotos:

4. Anbindung ans Smartphone

Wer unterwegs ist, will heutzutag seine Erlebnisse schnell mit Freunden, Bekannten oder der Welt teilen. Blöd nur, wenn du das Foto nicht von der Kamera bekommst. Eine permanten Bluetooth-Verbindung, über die schnell eine WLAN-Verbindung, zum Übertragen von Fotos hergestellt werden kann, ist da von Vorteil.

Aber nicht nur das Teilen der Fotos ist ein wichtiger Punkt. Auch die Fernsteuerung der Kamera mit dem Smartphone eröffnet ganz neue Möglichkeiten beim Fotografieren auf Reisen. Gerade für Selfies … ja, dann warst du als Fotograf auch mal dort und bist als Beweis auf den Fotos zu sehen! 🙂

5. Laden per USB

Je nach Reise, musst du vielleicht Gepäck sparen. Wenn du dann ein Ladegerät für alles nutzen kannst, ist das super. Kannst du deine Kamera über USB laden, heißt das aber nicht nur, dass du dir das Ladegerät für den Kameraakku sparen kannst und stattdessen das Ladegerät deines Smartphone nimmst, nein, du kannst auch unterwegs mit einer Powerbank nachladen und sparst dir so Ersatakkus.

Sogar über den Zigarettenanzünder im Auto lassen sich so die Kameras laden. Ich will nichts anderes mehr.

6. Sucher

Je größer die Kamera und je länger die Brennweite, desto wichtiger ist ein Sucher, weil du damit die Kamera ruhiger halten kannst. Aber auch sonst hat ein Sucher Vorteile, z.B. kannst du dich so mehr auf das Bild fokussieren oder (wenn es ein elektronischer Sucher ist) das Bild hinterher ohne Reflexionen auf dem Display kontrollieren.

17 Jahre, 17 Kameras, 17 Fotos

Um das Gesagte von oben zu veranschaulichen, zeige ich dir jetzt 17 Bilder der letzten 17 Jahre. Aufgenommen wurden diese mit 10 verschiedenen Kameras. (Die 17 Kameras stehen nur in der Überschrift, weil es schön aussieht :-))
In er Regel nutze ich Kameras mehr als ein Jahr, sodass manche Kameras mehrmals vorkommen.

Ob es jeweils das beste Foto des Jahres ist? Keine Ahnung! In manchen Jahren war es einfach, in anderen Jahren habe ich so viel fotografiert und erlebt, dass es mir unendlich schwerfiel, mich für nur ein Foto zu entscheiden. Auf jeden Fall finde ich die Fotos aussagekräftig, in Bezug auf den Spruch „Die Kamera ist scheißegal!„.

Ich bearbeite fast alle meine Bilder nach, auch diese hier. Wundere dich also nicht, wenn deine Fotos Out Of Cam nicht so aussehen wie meine. Manche Fotos waren auch schon in früheren Beiträgen zu sehen, ich habe sie trotzdem neu bearbeitet, schließlich habe ich neue Dinge dazugelernt und auch mein Geschmack hat sich hier und da geändert.
Für die Nachbearbeitung benutze ich Adobe Lightroom CC und Skylum Luminar Neo*. Außerdem habe ich gerade die älteren Bilder entrauscht und nachgeschärft. Dafür nutze ich Topaz Sharpen AI* und Topaz Denoise AI*.

Die Links zu Luminar NEO und Topaz sind Affiliate Links, d.h., wenn du darüber etwas kaufst, bekomme ich eine kleine Provision. Mit dem Gutscheincode „FRIEND15“ erhältst du bei Topaz 15% Rabatt auf deinen Einkauf.

2005 – Dunas de Maspaloms – Gran Canaria – Spanien

Dunas de Maspalomas

Mein erstes Mal Kanarische Inseln und – wenn ich mich recht erinnere – meine erste Flugreise mit einer Digitalkamera. Aufgenommen habe ich das Foto bei einer Wanderung kreuz und quer durch die Dünen von Maspalomas. Wir liefen damals von Playa del Ingles nach Meloneras und wieder zurück. Die Dünen sind wirklich toll, erst recht bei solch einem Licht. Das Drumherum … nun ja, vielleicht hat sich in den vergangenen 17 Jahren ja etwas getan. 🙂

Infos zur Aufnahme
Datum der Aufnahme: 29. Dezember 2005 19:43 Uhr
Kamera: Canon IXUS 40
EXIF: 5.8mm – f/5.6 – 1/250 Sek.
Sensorgröße: 1/2.5" (~ 5.75 x 4.32 mm)

(Die ISO Empfindlichkeit steht leider nicht mit dabei.)

2006 – Big Ben – London – Vereinigtes Königreich

Big Ben im Nebel

Und wieder wurde das Foto auf einer Insel aufgenommen, diesmal auf Großbritannien. Das Foto habe ich an einem auch für London erstaunlich warmen Wintertag aus dem London Eye heraus aufgenommen.

Infos zur Aufnahme
Datum der Aufnahme: 30. Dezember 2006 14:02 Uhr (Laut Big Ben 13:02)
Kamera: Canon IXUS 800 IS
EXIF: 14.33mm – f/4 – 1/500 Sek.
Sensorgröße: 1/2.5" (~ 5.75 x 4.32 mm)

(Die ISO Empfindlichkeit steht leider nicht mit dabei.)

2007 – Karlskirche – Wien – Österreich

Karlskirche Wien

Endlich ein Foto auf dem europäischen Festland. Es zeigt die Karlskirche in Wien. Ein grandioses Gebäude. Davor ist ein Teich, der bei Nacht geniale Spiegelungen produziert. Aber auch bei Tageslicht kann sich die Kirche sehen lassen.

Infos zur Aufnahme
Datum der Aufnahme: 13. Juli 2007 12:12 Uhr
Kamera: Canon IXUS 800 IS
EXIF: ISO 83 – 14.33mm – f/4 – 1/250 Sek.
Sensorgröße: 1/2.5" (~ 5.75 x 4.32 mm)

2008 – Ruine des alten Pegelturms – Rügen – Deutschland

Runie des alten Pegelturms Rügen

Ganz oben im Norden Rügens am Kap Arkona steht die Ruine des alten Pegelturms. Eigentlich war ich im November 2008 zum Kitesurfen auf Rügen, aber der Wind spielte nicht mit. Windstille und Nebel. Aber das hat auch was!

Infos zur Aufnahme
Datum der Aufnahme: 8. November 2008 14:18 Uhr
Kamera: Pentax Optio W30
EXIF: ISO 64 – 6.3 mm – f/3.3 – 1/400 Sek.
Sensorgröße: 1/2.5" (~ 5.75 x 4.32 mm)

2009 – Am Strand – Ilha do Guajiru – Brasilien

Sitzkissen am Strand

Und wieder Kitesurfen, dieses Mal in Brasilien. Mit Wind und ohne Nebel. Die Kamera hängt in einer selbstgebauten Halterung im Kite und nimmt alle paar Sekunden ein Foto auf. Dabei sind viel geniale Aufnahmen entstanden, unter anderem dieses hier, direkt nach dem Start.

Infos zur Aufnahme
Datum der Aufnahme: 25. Dezember 2009 13:12 Uhr
Kamera: Pentax Optio W60
EXIF: ISO 50 – 5 mm – f/4.2 – 1/400 Sek.
Sensorgröße: 1/2.3" (~ 6.16 x 4.62 mm)

2010 – Verbotene Stadt – Peking – China

Kind mit chinesischer Fahne

Ein Jahr später war ich am anderen Ende der Welt unterwegs, in China. Mit dabei meine erste etwas größere Kamera, die Canon PowerShot G10. Mit der habe ich ziemlich lange viele gute Fotos geschossen.

Infos zur Aufnahme
Datum der Aufnahme: 22. März 2010 14:11 Uhr
Kamera: Canon PowerShot G10
EXIF: ISO 80 – 30.5 mm – f/4.5 – 1/250 Sek.
Sensorgröße: 1/1.7" (~ 7.53 x 5.64 mm)

2011 – Tote Rutschen – Warnemünde – Deutschland

Tote Rutschen

Die Zeit vergeht, um Neues entstehen zu lassen, muss Altes weichen. So auch das Spaßbad Samo am Ostseestrand von Warnemünde. An dieser Stelle steht jetzt ein Hotel.
Ich bin zufällig vorbeigekommen, als das Schwimmbad abgerissen wurde und fand die beiden abgerissenen Röhrenrutschen einfach genial.

Infos zur Aufnahme
Datum der Aufnahme: 19. Juli 2011 13:06 Uhr
Kamera: Canon PowerShot G10
EXIF: ISO 80 – 25 mm – f/4.5 – 1/800 Sek.
Sensorgröße: 1/1.7" (~ 7.53 x 5.64 mm)

2012 – Möwe – Kieler Förde – Deutschland

Und wieder Ostsee. Das Foto entstand auf einer Minikreuzfahrt von Kiel nach Oslo und zurück. Das eigentlich wichtige an diesem Bild ist aber, dass es das erste Bild in dieser Reihe ist, welches mit einer Systemkamera und einem APS-C-Sensor aufgenommen wurde.

Infos zur Aufnahme
Datum der Aufnahme: 26. Juli 2012 14:19 Uhr
Kamera: Sony Alpha SLT-A57
Objektiv: Tamron AF 18-200mm F/3.5-6.3 XR Di II
EXIF: ISO 100 – 18 mm – f/3.5 – 1/4000 Sek.
Sensorgröße: APS-C (23.5 x 15.6 mm)

2013 Verbotene Stadt Wünsdorf – Brandenburg – Deutschland

Es geht weiter mit den besonderen Anlässen. Wurde das Foto aus 2013 noch mit einer geliehenen Kamera aufgenommen, so ist dieses mit meiner eigenen Systemkamera, einer Sony a65 aufgenommen. Es zeigt ein altes Trampolin in einem Theater in der verbotenen Stadt Wünsdorf. Das Foto entstand während einer Fototour mit g02know.

Infos zur Aufnahme
Datum der Aufnahme: 14. Dezember 2013 11:38 Uhr
Kamera: Sony Alpha SLT-A65
Objektiv: Sigma 8-16mm
EXIF: ISO 100 – 8 mm – f/9 – 25 Sek.
Sensorgröße: APS-C (23.5 x 15.6 mm)

2014 – Erleuchtung in der Kathedrale – Arequipa – Peru

2014 hatte ich das Glück auf einer Hochzeit in Lima, der Hauptstadt Perus eingeladen zu sein. Der Bräutigam war so nett und organisierte für uns im Anschluss an die Feierlichkeiten eine Rundreise druch Peru. Dort ist auch dieses Foto in der Kathedrahle von Arequipa entstanden. Fotografiert hat mich unser Reiseleiter – mit meiner Kamera –  der selbst Hobbyfotograf war.

Infos zur Aufnahme
Datum der Aufnahme: 19. Februar 2014 11:27 Uhr
Kamera: Sony Alpha SLT-A65
Objektiv: DT 18-135 mm F3.5–5.6 SAM
EXIF: ISO 800 – 20 mm – f/4 – 1/1000 Sek.
Sensorgröße: APS-C (23.5 x 15.6 mm)

2015 – Giraffe – Serengeti Park – Deutschland

Giraffe steckt Kopf ins Auto

Ich bin ja ein großer Freizeitpark-Fan und so musste natürlich auch mal der wohl ungewöhnlichste Park Deutschlands besucht werden. Der Serengeti Park in Hodenhagen. Dort kannst du mit dem eigenen Auto auf Safari gehen und mit etwas Glück eine Giraffe im Auto begrüßen.

Auch dieses Foto habe ich nicht selbst aufgenommen. Auf den Auslöser gedrückt hat meine Frau, während sie gleichzeitig die Giraffe streichelte. Respekt!

Vom Equipment her hat sich im Vergelich zu 2014 überhaupt nichts geändert.

Infos zur Aufnahme
Datum der Aufnahme: 20. Oktober 2015 12:20 Uhr
Kamera: Sony Alpha SLT-A65
Objektiv: DT 18-135 mm F3.5–5.6 SAM
EXIF: ISO 400 – 18 mm – f/6.3 – 1/640 Sek.
Sensorgröße: APS-C (23.5 x 15.6 mm)

2016 – Früh am See – Felsenstadt Adelsbach-Weckelsdorf – Tschechien

Felsenstadt Tschechien

Dieses Bild zählt zu meinen absoluten Lieblingsfotos, dazu tragen auch die Umstände bei, wie dieses Foto entstanden ist. Tags zuvor bin ich mit einem Kumpel kreuz und quer durch die Felsenstadt in Tschechien gewandert. Abends noch ein paar Bierchen am Feuer, im Auto übernachtet, früh aus dem Bett gefallen, zum See gelaufen und dann das!

Nach 4 Jahren Systemkamera, wurde dieses Foto wieder mit einer Kompaktkamera aufgenommen!

Infos zur Aufnahme
Datum der Aufnahme: 29. Mai 2016 05:54 Uhr
Kamera: Sony DSC-RX100M3
EXIF: ISO 100 – 13.27 mm – f/5.6 – 1/200 Sek.
Sensorgröße: 1" (13.2 x 8.8 mm)

2017 – Teufelsmauer – Harz – Deutschland

Sonnenuntergang Teufelsmauer

2017 verbrachte ich mit der Familie wunderbare Tage im Harz und besuchte das erste Mal die abgefahrenen Felsformationen der Teufelsmauer. Ideal für ein Foto bei Sonnenuntergang. Als Kamera nutze ich die Sony a5100, das war ein Versuch ein Zwischending zwischen der kompakten RX100 und der großen a65 zu finden.

Zur Entstehung dieses Fotos gibt es sogar ein Video!

Infos zur Aufnahme
Datum der Aufnahme: 25. Mai 2017 20:00 Uhr
Kamera: Sony Alpha 5100
Objektiv: Walimex Pro 12mm
EXIF: ISO 100 – 12 mm  – 1/40 Sek.
Sensorgröße: APS-C (23.5 x 15.6 mm)

2018 – Mitzieher – Hindenberg Dirt Track – Brandenburg

Mitieher Hindenberg Dirt Track

Doch zurück zur großen Kamera? Bevor ich 2018 zum Hindenberger Dirt Tack Race gefahren bin, habe ich die „alte“ Sony a65 mit dem Teleobjektiv wieder herausgekramt. Der Grund? Der Sucher! Mein damaliges Teleobjektiv hätte ich zwar auch an die kleine a5100 anschließen können, aber mit Sucher und der Kamera am Auge, lässt sich die Kamera besser stabilisieren. Für solche Aufnahmen ist das perfekt.

Infos zur Aufnahme
Datum der Aufnahme: 8. September 2018 16:33 Uhr
Kamera: Sony Alpha SLT-A65
Objektiv: DT 55-300 mm F4.5–5.6 SAM
EXIF: ISO 100 – 75 mm – f/8 – 1/50 Sek.
Sensorgröße: APS-C (23.5 x 15.6 mm)

2019 – Bourguiba Mausoleum – Monastir – Tunesien

Bourguiba-mausoleum Monastir

2019 wurde ich zu einer Bloggerreise nach Tunesien eingeladen. Klar, als Fotoblogger hatte ich den Rucksack voller Equipment. Vor Ort musste ich jedoch feststellen, dass es total unpraktisch ist. Also habe ich mich der Herausforderung gestellt und alles während der Reise mit dem Smartphone fotografiert. Das war damals ein Google Pixel 3. Das ging erstaunlich gut.

Infos zur Aufnahme
Datum der Aufnahme: 10. Juni 2019 13:18 Uhr
Kamera: Google Pixel 3
EXIF: ISO 62 – 4.4 mm – f/1.8 – 1/6000 Sek.
Sensorgröße: 1/2.55" (5.76 x 4.29 mm)

2020 – Junge Schwäne – Summter See – Brandenburg

Junge Schwäne beim Start

2020 – Pandemie Bullshit – ich reise weniger und werde vom Reise- zum Tierfotografen. Dieses Foto fotografierte ich am Summter See, nicht weit von meinem Wohnort. Als Kamera kam die EOS M6 Mark II zum Einsatz. Die benutze ich immer noch, allerdings hauptsächlich für Videos. Praktisch alle meine aktuellen Videos drehe ich damit.

Infos zur Aufnahme
Datum der Aufnahme: 14. September 2020 10:57 Uhr
Kamera: Canon EOS M6 Mark II
Objektiv: EF70-300 USM II
EXIF: ISO 125 – 267 mm – f/5.6 – 1/1000 Sek.
Sensorgröße: APS-C (22.3 x 14.9 mm)

2021 – Neustädter Binnenwasser – Neustadt in Holstein – Deutschland

Ende 2020 war es so weit, ich kaufte mir meine erste Vollformatkamera, eine Canon EOS R6. Tatsächlich ist es aber gar nicht der Sensor, was mich an der Kamera begeistert, sondern das universelle 24-240mm Objektiv und der Griff der Kamera, der ein wahrer Handschmeichler ist.

Infos zur Aufnahme
Datum der Aufnahme: 28. Juni 2021 22:12 Uhr
Kamera: Canon EOS R6
Objektiv: RF24-240 IS USM
EXIF: ISO 100 – 24 mm – f/10 – 1.3 Sek.
Sensorgröße: Vollformat (35.9 x 23.9 mm)

Die Wahrheit: Größer, teurer, besser? Ein Trugschluss!

An den Beispielen siehst du schön, dass die Kamera mehr oder weniger egal ist. Die Bilder aus meiner Anfangzeit mit kleinen Kompaktkameras und kleinen Sensoren sind fast genauso brauchbar wie das Bild der über 3000€ teuren Ausrüstung aus 2021!

Ich habe tatsächlich ein Foto gefunden, auf dem ich mit einer alten Kompaktkamera zu sehen bin. Das ist die Pentax Optio W60. Die habe ich sogar noch! Die Mütze übrigens auch. Aufgenommen wurde das Foto am 04. April 2009 mit einer Canon IXUS 800 IS (und von mir nachbearbeitet), ich glaube auf Fehmarn.

EOS R6

Zum Vergleich noch ein Foto mit der EOS R6 12 Jahre später. Aufgenommen von Akki Moto mit einer Canon EOS R.

Erst recht das Smartphone-Foto muss sich nicht verstecken und das Gerät hätte ich auch, ohne dass ich Fotos schießen wollte. Es kostet mich also kein zusätzliches Geld und dabei hätte ich es auch eh, es ist also auch kein zusätzliches Gewicht.

Die Wahrheit ist: Ich bin reingefallen! Reingefallen auf die Werbung, reingefallen auf den Trugschluss, dass größer und teurer auch besser sein muss.

Nein, ich bereue den Kauf der Canon EOS R6 nicht, es ist eine geniale Kamera und ich freue mich jedes Mal, wenn ich mit ihr fotografiere. Tatsächlich habe ich mich durch die EOS R6 sogar verkleinert, weil ich statt verschiedener Objektive fast nur noch das 24-240 mm nutze. Trotzdem finde ich sie als Reisekamera zu groß. Das gilt fast für alle Kameras.

Die Wahrheit über Reisekameras ist: In vielen Fällen reicht das Smartphone aus.

Reicht es dir nicht aus, muss es trotzdem nicht die teure Vollformat sein. Seit Mitte 2021 bin ich mit einer Canon G5X Mark II und seit Anfang 2022 zusätzlich mit einer Sony RX10 IV unterwegs.

Diese Kameras sind zusammen zwar auch nicht billig, aber sie sind zusammen kompakter als meine EOS R6 mit dem 24-240mm, wiegen ähnlich viel und sind universeller.

Die RX10 IV zusätzlich zur G5X II grenzt zwar an Overkill, aber Punkt 3 von oben „Du musst die Kamera mögen“, lässt mich doch immer wieder zur G5X II tendieren.

Mein Tipp für die perfekte Kameraausrüstung auf Reisen

Du siehst, ich habe alles durch, von klein bis groß wieder zurück auf klein.

Überlege dir genau, was du fotografieren möchtest und reduziere deine Ausrüstung dahingegend auf so wenig wie möglich. Alles andere schränkt ein. Welche Sensorgröße, welche Kamera, welche Objektive das jetzt für dich sein müssen, hängt von dir ab. Das will ich dir gar nicht vorschreiben. Kann gut sein, dass für dich eine große Vollformat passt. Wunderbar!
Ich muss nach diesen 17 Jahren jedoch feststellen, das weniger – gerade beim Reisen – einfach mehr ist. Und damit meine ich nicht weniger Reisen, sondern weniger Equipment.

Bonus: Wenn du weniger für die Kameraausrüstung ausgibst, kannst du mehr für deine Reisen investieren. Denn eins sollten wir nie vergessen: Collect Moments, not things!

Dieses Foto stammt auch aus Brasilien und wurde mit der Canon G10 aufgenommen.