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Serengeti Park mit Kleinkind: Erfahrungen und Tipps

Manchmal ist ein Tag um und du fragst dich, wo nur die Zeit geblieben ist. So ging es uns beim Besuch des Serengeti-Parks in Hodenhagen.
Wir waren 6 ½ Stunden im Park – mir kam es vor wie wenige Minuten.

Wahrscheinlich liegt es an der Fülle von Eindrücken. Ich war noch nie auf einer »echten« Safari und kann daher schlecht vergleichen. Im Serengeti-Park siehst du aber so viel, das schafft das Hirn gar nicht auf einmal und springt deshalb direkt zum Ende.

Nun sitze ich hier und frage mich, was wir eigentlich die ganze Zeit gemacht haben:

  • Dschungel-Safari-Tour: verpasst
  • Okavango-Wassershow: verpasst
  • Fütterung der Menschenaffen: verpasst
  • Aquasafari: verpasst
  • Die Serengeti-Show: verpasst

… und trotzdem: jede Menge erlebt!

Fangen wir aber von vorne an.

Was ist der Serengeti-Park?

In der Wikipedia steht:

Das Serengeti-Park Resort im niedersächsischen Hodenhagen ist ein Tier- und Freizeitpark in Norddeutschland.

Das ist zwar nicht falsch, kommt aber nur schwer an die Wirklichkeit heran.

Das Konzept des Serengeti-Parks ist nicht mit gewöhnlichen Zoos und Tierparks zu vergleichen. Es gibt dort weniger Gehege, stattdessen haben die Tiere weite Flächen auf denen sie sich frei bewegen können.
Der Clou: Du fährst mittendurch!

In Worten schwer zu beschreiben, deshalb gibt es Bilder:

Fototipp
Arbeite mit 2 Kameras oder mit einem Reisezoom-Objektiv, um für alle Situationen gewappnet zu sein.
Ich hatte meine Sony RX100 III* und meine Sony a65 mit dem Reisezoom SAL18135* und dem Teleobjektiv SAL55300* im Einsatz.

Los geht’s

Ein Tag im Serengeti-Park beginnt an der Kasse. Anstehen. Im Auto – Mautstation-Feeling!
Nach dem Bezahlen kannst du dich entscheiden, entweder du fährst mit dem eigenen Auto durch die Gehege oder du lässt dich mit dem Bus kutschieren.

Ich recherchierte vorher viel. Beides hat Vor- und Nachteile. Mit zwei kleinen Kindern wollte ich nicht im Bus fahren, außerdem fand ich es cooler, die Sache mit dem eigenen Auto zu machen.

Fährst du mit dem Bus, musst du dir keine Sorgen um dein Auto machen und du kriegst passende Infos vom Fahrer.

Die Sorge um dein Auto kann ich dir sofort nehmen, ich hatte keine einzige Situation, in der ich Angst ums Auto hatte.
Es gibt allerdings Geschichten von Affen, die Scheibenwischer klauen und aufs Dach hüpfen. Mit Faltdach und Cabrio darfst du deshalb nicht durch den Park fahren.

Die Geschichten des Busfahrers kannst du dir mit der Serengeti-Park-App (Google Play, App Store) ins eigene Auto holen. Bei jeder Durchfahrt in einen neuen Bereich kannst du dir die passenden Geschichten erzählen lassen.

Angeblich gibt es auch einen Radiosender, entweder funktionierte der nicht oder ich war zu blöd ihn einzustellen. (Irgendwann lese ich das Handbuch vom Mercedes Command!!!)

Die Safari beginnt

Direkt hinter der Kasse setzten sich die Kinder nach vorne und dann ging es schon los. Wir bogen in den ersten Teil ein: Die Savanne.
Begrüßt wurden wir von einer Giraffe. Abgefahrener Moment. Kommt ja nicht alle Tage vor, dass eine Giraffe zum Autofenster reinguckt.

Im Standgas tuckerten wir die Straße entlang. Hielten an, staunten, fuhren weiter … bis wir am Streichelzoo parkten und ausstiegen.

Dort kannst du Futter kaufen und die Tiere streicheln – oder kein Futter kaufen und trotzdem streicheln.
Es gibt Rehe, Schafe, Ziegen, Esel, Alpakas usw.

Der Unterschied zu einem Tierpark ist, dass es viel mehr Tiere sind und die Landschaft schöner ist. Der lichte Wald mit dem Grasboden, die weite Fläche. Ich fand es genial.

Lustig war, dass die Tiere Rote Beete zum Fressen hatten. Die roten Mäuler passten ganz gut zu Halloween: »Reh frisst Kind! Schafe fressen Busfahrer… 😀«

Nach einer gefühlten Ewigkeit setzten sich die Kinder wieder ins Auto und es ging weiter. Vorbei an weißen Tigern, Löwen, Affen, Nashörnern und und und.
Alles läuft frei herum – deshalb sollst du Fenster und Türen geschlossen halten.
Unter lautem Protest meiner Frau öffnete ich das Fenster trotzdem einen Spalt. Schließlich wollte ich fotografieren!

Mir kam alles sicher vor. Bei den »gefährlichen« Tieren stehen Ranger in Autos bereit, sollte tatsächlich irgendwas sein, ist jemand vor Ort. Spätestens wenn du hupst, werden sie aktiv.
Bei uns war aber alles ruhig.

Fototipp
Fotografierst du mit dem Teleobjektiv aus der Hand? Dann belichte möglichst kurz. Aktiviere den Bildstabilisator und erhöhe die ISO-Empfindlichkeit, damit du scharfe Bilder schießt.

Nach den Raubkatzen und Co. bogen wir in das Reich der Elefanten. Diese können nicht direkt an der Straße herumlaufen, was mir ehrlich gesagt auch ganz recht war.
Parken, aussteigen, Elefanten gucken!

Danach war Teil 1 des Parks geschafft – fast!

Es kamen noch ein paar Giraffen. Mein Fenster war offen und zwischen den Sitzen lagen unsere Brötchen.
Da stand ich nun: Mann gegen Giraffe!

Was meinst du, wie ist es ausgegangen?

Richtig! Ich kann meine Familie doch nicht verhungern lassen! Ich konnte das Tier durch gutes zureden und ein hochkomplexes mathematisches Ablenkungsmanöver zum Rückzug zwingen.
Die Situation war jedoch ein gelungener Abschluss. Ab jetzt konnte kommen, was wollte. Der Tag war schon gelungen.

 

Unterm Strich waren wir 2 1/2 bis 3h unterwegs. Kaum zu glauben, im Nachhinein kommt es mir wie eine halbe Stunde vor!

Serengeti-Park Teil 2: Der Freizeitpark

Nach der Safari fährst du um den Freizeitpark herum und suchst dir einen Parkplatz. Wo du parkst, ist egal. Der Feizeitpark ist immer neben dir.

Wir fuhren fast um den ganzen Park und betraten den Park neben einer der Hauptattraktionen: Black Mamba!
Dabei fährst du in Jetboats über den See und wirst ordentlich nass 🙂

Mein Tipp:
Setze dich beim Einsteigen auf die Seite des Wassers, nicht auf die Seite des Stegs.

Bevor wir damit fuhren mussten erst die Mägen der Kinder gefüllt werden. Also hielten wir bei der erstbesten Gelegenheit und aßen einen Leo-Burger. Beim Preis (9.20€ das Menü) fiel mir zuerst der Kiefer herunter. Als er sich aber – mit dem Burger zwischen den Zähnen – wieder schloss, war ich besänftigt. Astrein und oberlecker! Nicht zu vergleichen mit der 08/15 Fastfood-Pampe, die man in den meisten Freizeitparks bekommt. Kompliment!

Wir Erwachsenen tobten uns eine Runde mit Black Mamba aus, während Sohnemann angepisst daneben stand. Ist erst ab 7 (er ist 4).
Generell durfte er im Park eh wenig fahren, was er mit dem treffenden Satz kommentierte:

Ich wollte Spaß haben und darf hier so viel nicht fahren.

Das stimmte wirklich. Viktoria Freefall ab 8, Schiffschaukel ab 6, Achterbahn ab 6 usw. aber wir waren schließlich nicht wegen der Fahrgeschäfte im Serengeti Park. Das ist ein kleiner Bonus, ohne den der Park aber nicht schlechter wäre.

Nach 2 Runden Wildwasserbahn zogen wir weiter zur Dschungel Safari. Dort stehen mehrere begehbare Gehege mit verschiedenen Affenarten.
Eigentlich wollten wir die Dschungel-Safari-Tour noch machen, der Souvenirshop und die Affen waren jedoch so spannend, dass der Tag dort schon ausklang.

Tipp:
Passe bei den Affen auf deine Sachen auf! Alles, was lose ist, Mützen, Brillen usw. ist in Gefahr!

Mein Fazit

Was soll ich sagen? Die Zeit verging rasend schnell. Wir haben unheimlich viel erlebt. Einfach toll.

Ich kann dir den Serengeti Park wärmstens empfehlen. Ob du mit dem Bus oder dem eigenen Auto durchfährst, musst du wissen. Mir hat es mit dem eigenen Auto gefallen und ich kann mir nicht vorstellen, dass es im Bus besser ist.

Nach unserem Besuch habe ich richtig Lust auf eine Safari in Afrika, um das Original mit der »Fälschung« zu vergleichen.

In manchen Erfahrungsberichten wird der Freizeitpark-Teil ziemlich runtergemacht. Ich fand ihn nicht so schlecht. Es wirkt manchmal ein bisschen wie gewollt und nicht gekonnt. Warum braucht ein Safaripark eine Achterbahn?
Besser wäre es doch, wenn man sich voll und ganz auf das Thema Safari und Co. konzentriert. Die Black Mamba Boote passen bspw. super.

Von mir aus könnten alle Fahrgeschäfte abgeschafft werden, davon bleibt eh nix hängen.
Sohnemann erzählt nicht von der Wildwasserbahn, er erzählt von den Lemuren, die ihm auf die Schulter sprangen, von der Giraffe, die er streichelte und vom dunklen Tunnel im Bambuswald.

Nützliche Informationen

Adresse
Serengeti-Park Hodenhagen
Am Safaripark 1
29693 Hodenhagen

Der Serengeti Park liegt zwischen Hamburg, Bremen und Hannover direkt an der A7.

www.serengeti-park.de

Preise
Erwachsene 30€
Kinder von 3 – 12 Jahren: 24€

Tipp:
Auf der Webseite des Serengeti Parks kannst du dir eine Freikarte, für einen Mitfahrer ausdrucken.

Der Preis klingt erstmal hoch, wenn ich aber an all das Erlebte denke, finde ich es vollkommen in Ordnung. Und das, obwohl wir auf der Freizeitpark-Seite fast nichts machten.

Fotosafari
An manchen Tagen gibt es spezielle Fotosafaris.Das ist natürlich nichts für Familien, sondern nur für dich und deine Kamera. Klingt spannend und hätte ich gerne gemacht.
Aber man kann nicht alles haben.

Füttern der Tiere
Im Streichelzoo kannst du Futter kaufen und damit die Tiere dort füttern. Für alle anderen Tiere gilt: Füttern verboten!

Und du?

Warst du schon in einem Safaripark? Vielleicht sogar im Serengeti-Park? Wie hat es dir gefallen?

Offenlegung: Der Serengeti Park unterstützte mich mit 2 Freikarten bei meinen Recherchen. Meine Meinung bleibt davon unberührt.


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14 Kommentare zu “Serengeti Park mit Kleinkind: Erfahrungen und Tipps

  1. Michael

    Hallo Marc,

    sehr schöner Bericht und tolle Fotos! Wir waren vor vielen Jahren auch schon im Serengeti Park und ebenfalls total begeistert!

    Lg aus dem Süden,
    Michael

  2. Ines

    Wie immer, Klasse Fotos, die Giraffen sind einfach Zucker. Bevor wir nach Afrika geflogen sind, wollten wir auch in den Serengeti, zum Üben 😉 Haben die Safaris dann auch im Kaltstart hinbekommen, auch mit dem eigenen Auto. Nur die Fensterscheibe sollte man in Afrika nicht ganz so weit runterkurbeln. LG, Ines

  3. Ilona

    Ach, das ist eher was für mich 🙂 Muss ich mir mal vormerken.

    Und 9,20€ für ein Burger-Menu finde ich einen sehr normalen Preis. Normalerweise ist es in solchen Parks ja doch etwas teurer als „draußen“

    1. Marc Autor des Beitrags

      Achtung, dort gibt’s auch eine Achterbahn 😀
      Das Ganze machte auf den ersten Blick nicht unbedingt den 9,20€ Eindruck. War aber echt bombenlecker!

      Und kurioserweise stimmt es nicht, dass es in den Parks unbedingt teurer ist. Im Disney Land stimmt das (da ist teuer aber untertrieben), die deutschen Parks haben in der Regel total normale Essenspreise. Im Europa Park dacht ich zuerst sogar, dass die sich verrechnet haben. 🙂

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  6. Michael

    Hallo Herr Reisezoom,

    mit Ausdauer hab ich Deine Beiträge gelesen und da ich vor einigen Jahren (so 10 etwa…) im Heidepark Soltau war, wollte ich mir natürlich den Beitrag auch noch durch lesen, aber irgendwie sehe ich nur komische Zeichen. Bekommst das wieder hin ? Ansonsten versuche ich mich als Hobbyfotograf den einen oder anderen Tipp der „Fotografen-Kollegen“ umzusetzen. Mal erfolgreich, mal nicht so erfolgreich, aber ich geb nicht auf und versuche es beim nächsten mal besser zu machen. Ausrüstungstechnisch komme ich da schon meist an mein limit, aber momentan ist eine neue (gebrauchte Kamera) nicht im Budget vereinbar. Ich will jetzt aber nicht rummeckern, sondern versuche mit dem was ich habe mein bestes herauszuholen und da ist sicher noch einiges nach oben möglich.

    Kontrastreiche Grüße aus Dresden von Micha

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hi Micha,

      vielen Dank für den Hinweis. Ich habe mal etwas rumgestellt, so das wieder alles laufen sollte.

      Und wegen der Ausrüstung, kennst du meinen Fototipp 43: „Kaufe dir keine neue Kamera“?
      Hauptsächlich will die Werbung von uns, dass wir etwas neues kaufen. Es ist erstaunlich was man mit dem vorhandenen Equipment sonst alles hinkriegt.

      Viele Grüße
      Marc

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