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Unterwegs mit Kind, Kamera und Kegel – ein bisschen Geschichte

Die Welt da draußen hat mich schon immer interessiert. Kurioserweise habe ich die Welt erst aus Büchern kennengelernt, als sie real zu entdecken.
Als Kind gab es für mich jedes Jahr eine Woche Urlaub am Gardasee. Selten mal wo anders. Noch seltener ein paar Tage in den Alpen im Winter. Das wars.

Reisen gab es bei uns nicht.

Ferne Länder, andere Kontinente? Fliegen? Niemals!

Das steckte mir lange in den Knochen. Reisen ist toll, aber das machen andere!

Nach dem Abi war ich zwar 5 Wochen in den USA, aber das war ein Sonderfall.

Anfang/Mitte 20 bin ich das erste Mal mit dem Auto nach Kroatien gefahren. Als ich ins Meer sprang, wunderte ich mich über das salzige Wasser. Ich hatte tatsächlich vergessen, dass das Meer salzig ist!
Die Fahrt habe ich 2 Jahre später wiederholt. Zwischendrin ein paar Ausflüge, mehr aber nicht.

Reisen ist toll, aber das machen andere!

Lektion 1: Salzwasser ist salzig!

Gran Canaria – das Aha-Erlebnis

Ich musste 28 Jahre alt werden, um diesen Denkfehler zu erkennen.

Im Winter 2005 flogen wir nach Gran Canaria. Ich wollte nur wissen, ob es dort tatsächlich auch im Winter warm ist: Ist es!
Wir waren in Playa del Ingles (furchtbar), wanderten durch die Dünen von Maspalomas (schön), lasen Bücher am Strand, aßen Eis und langweilten uns.
Ist zwar schön und warm … aber sonst?
Ich war absoluter Reiseanfänger! Am Strand liegen und nix tun ist nicht mein Ding, ich will etwas erleben!

Auf Gran Canaria ist es warm - und Haare habe ich auch keine

Auf Gran Canaria ist es warm – und Haare habe ich auch keine

Die erste kleine Lösung: Motivjagd mit der Kamera.
Mit im Gepäck hatten wir unsere Ixus 40 von Canon. Damit hielten wir Kurioses und Schönes fest. Wir filmten und fotografierten.

Unser Urlaub auf Gran Canaria ist damit Wegweiser für 2 wichtige Dinge in meinem Leben: Das Reisen und die Fotografie.

Lektion 2: Im Winter ist es auf den Kanaren warm!

Lektion 3: Bewusst fotografieren, zeigt dir mehr Details.

2006 Fuerteventura – ich entdecke das Entdecken

Ein Jahr später landeten wir wieder auf den Kanaren. Unser Ziel: Fuerteventura.
Dieses Mal bin ich mutiger. Ein Mietwagen muss her! Wir erkunden jeden Zentimeter der Insel. Ist das geil! Zwischendrin ins Meer springen, abkühlen ausruhen und dann: Entdecken!

Unsere Entdeckung: Fotostopps!
Anhalten, gucken, genießen und fotografieren!

Lektion 4: Mobil die Gegend erkunden ist super!

Fuerteventura wurde mit dem Mietwagen erkundet

Fuerteventura wurde mit dem Mietwagen erkundet

Und jetzt volle Pulle!

Fuerte war der Knackpunkt. Noch heute zehren wir von dieser Reise. Es war toll.
Ab dann ging es Schlag auf Schlag.
Venedig, Ägypten, Barcelona, London, Andalusien, Wien, China, Brasilien, Peru usw.
Mit Billigfliegern erkundeten wir die Welt, mehrmals im Jahr. Die Zeit dazwischen wurde mit ausgedehnten Ausflügen überbrückt.
Alles wurde festgehalten in Bild und Ton. Mit unserer Reiseerfahrung wuchs auch die Erfahrung hinter der Kamera.
Ganz am Anfang hatten wir eine analoge Canon Elph. Danach kamen die IXUS – Kompaktkameras, eine Canon G10, eine Pentax Optio und schließlich mein aktuelle Sony Alpha 65 und die RX100 III.

Zwischenzeitlich sind über 100.000 Fotos auf der Platte!

Lektion 5: Reisen & fotografieren – einfach geil!

Taiba Brasilien - Schön da

Taiba Brasilien – Schön da

Das erste Kind – und jetzt?

2011 ist unser Sohn geboren. Außerdem hatten wir ein Haus gekauft und waren mit dem Umbau beschäftigt. Aber das Fernweh saß so tief, dass wir ein paar Tage an den Bodensee gefahren bzw. geflogen sind.
Der erste Versuch mit Kind zu reisen. Siehe da: total unkompliziert.
Es folgten Aufenthalte an Nord- und Ostsee. In Dänemark, den Niederlanden, auf Mallorca und Teneriffa. Schön und spannden. Es war nie reiner Strandurlaub, wir waren immer unterwegs um die Gegend zu erkunden.

Lektion 6: Reisen mit Kind ist kein Problem.

Mit 3 Monaten am Rheinfall in Schaffhausen

Mit 3 Monaten am Rheinfall in Schaffhausen

Das 2. Kind – Reisen während der Elternzeit

Mit dem 2. Kind in der Pipeline stand fest: Jetzt erst recht!
Wir hatten große Pläne. Die Welt gehört uns!

Theorie und Praxis. Du kennst das. Das ist so eine Sache. Sicheres Fliegen mit kleinen Kindern. Sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Ist es aber nicht!
Kindersitze an Bord von Flugzeugen sind eine Seltenheit.

Aber was solls? Es muss nicht immer die Flugreise sein. Europa ist auch schön!

Die Straße von Gibraltar aus dem Flugzeug

Die Straße von Gibraltar aus dem Flugzeug

Wir sind Familien-Roadtripper

All die Erfahrung der letzten Reisejahre hat uns zu dem gemacht, was wir jetzt sind: Familien-Roadtripper!

Fliegen mit Baby und Kleinkind = Scheiße!
Nur an einem Fleck festsitzen und nichts erleben = Scheiße!

Die Lösung: Fahre mit dem Auto in Etappen. Stück für Stück immer weiter.
Mit dem Auto kannst du die Geschwindigkeit deiner Reise selbst bestimmen und Pausen machen, wann immer du willst. Ideal mit Baby und Kleinkind an Bord!

Zwischenzeitlich sind wir Profis auf der Autobahn mit Kindern.

Wir fahren immer lange Strecken zu einem Ziel. Bleiben dort ein paar Tage und erkunden alles, was im Umkreis von 2 Stunden liegt. Dann geht es weiter zum nächsten Ziel.
So erlebt die ganze Familie etwas und für jeden ist es entspannt.

Innerhalb der letzten Monaten haben wir einiges geschafft:
Amsterdam, Paris, Schweiz, Ligurien, Fränkische Schweiz, Tirol, diverse Freizeitparks und und und…

Lektion 7: Lange Autofahrten mit Kindern können entspannt sein.

Bonus: Auch für ein Foto kann angehalten werden!

Unser Viano im Zillertal

Unser Viano im Zillertal

Die Zukunft: Der Blick in die Kristallkugel

Sobald unsere Kinder größer sind, werden wir auch wieder fliegen. Das steht fest.

Aber was machen die Kinder, wenn sie groß sind? Ständig unterwegs, geplagt vom Fernweg? Oder Urlaub auf Balkonien?
Warten wir es ab.

Und du?

Was ist deine Geschichte beim Reisen? Warst du als Kind schon viel unterwegs? Bist du jetzt viel untewegs? Mit oder ohne Kinder?
Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Na dann… gehe raus und habe Spaß!

Marc

PS: Dieser Artikel ist mein Beitrag zur Blogparade: Welcher Reisetyp seid ihr? Von Melanie und Thomas.
Schau dir am besten die Liste der Teilnehmer an, es gibt viele spannende Beiträge.


Bist du zum ersten Mal auf meinem Blog? Hier erkläre ich dir, worum es bei Reisezoom.com geht.
Gefallen dir meine Fotos? Hier stelle ich dir meine aktuelle Fotoausrüstung vor.

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6 Kommentare zu “Unterwegs mit Kind, Kamera und Kegel – ein bisschen Geschichte

  1. Pingback: Blogparade Reisetypen - Wir sind Flashpacker - und Ihr?

  2. Thomas

    Moin Marc,

    vielen Dank für Deinen Beitrag zu unserer Blogparade.

    „Familien-Roadtripper“ – das gefällt mir gut und passt wunderbar zu eurer Art zu Reisen. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie ihr das mit den beiden Kleinen macht. Als kinderlose fehlt einem ja ein wenig der Bezug und der Einblick dafür. Aber, wenn man euch mal auf der Reise erlebt hat, wie gelassen cool ihr das macht, dann kann man davor nur den Hut ziehen.

    Also, dann mal viele schöne Reisen in der Zukunft. WIr Leser hier haben ja auch eine Menge davon.

    LG Thomas

    1. Marc

      Danke. Das mit dem Familien-Roadtripper wurde mir erst beim Schreiben klar 🙂
      Und ja, es wundern sich viele, was wir alles mit den Kleinen machen… kriegen wir auch immer wieder unterwegs mit. Aber ich bin der Meinung, dass unterwegssein und etwas erleben viel besser ist und auch entspannter als nur zu Hause zu sitzen.

      Liebe Grüße,
      Marc

  3. Inka Chall

    Sag mal, das Bild da ganz oben, das Titelbild – wo ist das gemacht? Sieht irgendwie spannend aus und erinnert mich an Wolfsburg. 😉
    Wir waren jedes Jahr in Dänemark. Ausnahme: Die USA mit meinen Eltern (uuuh, Calfornien, das war toll) und ein Jahr Austausch-Schülerin in den USA (uuuuh, West Virginia, das war scheiße!). Anschließend: Flaute, ich hatte überhaupt kein Geld. Dan einmal Afrika, Tanzania, Zanzibar (oorrrr) und dann war das Reisefieber geweckt, aber bis ich mir Reisen auch leisten konnte, vergingen noch ein paar Jahre. Deshalb sage ich auch immer, dass ich vermutlich jetzt die ersten 30 Jahre nachholen muss. 😉
    Schöne Geschichte, habe ich gerne gelesen und vor allen: Schön, dass es so gut mit den Kiddies klappt!
    LG /inka

    1. Marc

      Hi Inka,
      das Bild zeigt den Parkplatz vom Disneyland Paris. Weiß nicht, ob in Wolfsburg die Einzelnen Reihen auch mit Disney-Figuren markiert sind – wäre aber komisch 🙂
      Immerhin haben deine Eltern dich auf einen Schüleraustausch geschickt! Unser Englischlehrer hatte mal einen ehemaligen Schüler von sich eingeladen, damit er uns von seinem Jahr in den USA erzählt und uns nahegelegt, dass wir das auch machen sollen. Selbst da war für mich im Kopf klar: „Geile Sache, aber das machen andere.“ Echt komisch.
      Der Spruch mit den ersten 30 Jahren ist gut. Muss ich mir merken.
      Liebe Grüße,
      Marc

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