Jahrelang haben alle die Kompaktkamera totgesagt – das Smartphone hat sie ja angeblich überflüssig gemacht. Und jetzt? 2025 wurden weltweit rund 30 Prozent mehr Kompaktkameras verkauft als im Jahr davor, die Canon G7X Mark III ist ständig ausverkauft, und für gebrauchte Digicams werden Preise aufgerufen, bei denen ich nur mit dem Kopf schütteln kann. Mittendrin: Sonys RX100-Serie – sieben Modelle, über sieben Jahre gebaut, und plötzlich wieder heiß begehrt.

Die Frage ist 2026 nur eine andere als früher: Es geht nicht mehr darum, welche RX100 du kaufen solltest – sondern welche du überhaupt noch bekommst. Deshalb habe ich diesen Vergleich komplett überarbeitet.

Die 5-Sekunden-Antwort: Neu gibt es nur noch die RX100 VII – sie zählt für mich neben der Canon G5X Mark II zu den besten Kompaktkameras überhaupt. Alle anderen RX100 sind reine Gebrauchtware. Dort ist die RX100 III mein Preis-Leistungs-Tipp für alle, die nur fotografieren. Die Details stehen in der Kaufberatung, worauf du beim Gebrauchtkauf achten musst, hier.

Meine RX100 Geschichte als Einleitung

Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich dazu durchringen konnte soo viel Geld für solch eine kleine Kamera auszugeben. Anfang 2015 war es aber so weit, ich kaufte mir eine RX100 III und war schnell erstaunt, was aus diesem kleinen Teil herauskommt. Nicht nur, dass das Bildrauschen bei höheren ISO-Empfindlichkeiten geringer war als bei meiner damals aktuellen „großen“ Kamera, einer Sony a65, nein auch das kleine Objektiv überzeugte mich sofort, sowohl von der Lichtstärke her, als auch von der Schärfe. Kurz: Die Sony RX100-Serie hatte einen neuen Fan: Mich!

Leider beendete ich das Leben der Kamera nach über 12.000 Fotos und unzähligen tollen Erlebnissen abrupt auf einer Rutsche im Freizeitpark Ruhpolding – auf dieser Höllenrutsche habe ich sie ans Geländer geschlagen, und selbst eine Reparatur hat sie danach nicht mehr zurückgeholt. Der Park ist empfehlenswert, rutschen mit einer RX100 sollte man aber sein lassen.

Wie auch immer, danach probierte ich viele Kompaktkameras von Canon und von Panasonic aus. Schlussendlich kaufte ich mir nach langem Zögern Anfang 2022 aber doch wieder eine Sony RX100 und zwar die RX100 VII.
Und es ist wieder wie damals, als ich die Sony RX100 III neu hatte. Mich haut es jedes Mal wieder aufs Neue um, was aus diesem kleinen Teil herauskommt, vor allem bei Videos hat sich viel getan und das obwohl die RX100 VII im Jahr 2022 auch nicht mehr das aller frischeste Modell ist. Aber Sony RX100-Kameras sind eben zeitlos gut.

Und heute, gut vier Jahre später? Ehrlicherweise ist aus der Begeisterung eine Hassliebe geworden. In Lightroom liegen gerade einmal rund 3.500 Fotos aus der VII – zum Vergleich: Die III hat in ihrem viel kürzeren Leben über 12.000 geschafft. Das liegt aber weniger an der Kamera als an ihrer Rolle: Die VII nutze ich viel für Video, was ich mit der III praktisch nie gemacht habe. Und wenn ich einfach nur fotografieren will, greife ich meistens zur Canon G5X Mark II, die mir schlicht besser in der Hand liegt. Sobald es aber um Video oder einen schnellen, zuverlässigen Autofokus geht, spielt die Sony in einer ganz anderen Liga – und genau dafür bleibt sie bei mir unersetzt.

Grund genug, mit einem Überblick aller RX100-Modelle anzufangen.

Stand 2026: Neu gibt es nur noch eine einzige RX100

Bevor wir in die Technik einsteigen, das Wichtigste zur Marktlage – denn die hat sich seit der letzten großen Überarbeitung dieses Artikels komplett gedreht.

Sony verkauft von der ganzen Serie nur noch die RX100 VII neu. Die kostet aktuell um die 1.050 € (Stand August 2026) – und ja, das ist viel Geld für eine Kamera von 2019. Die Modelle I bis VI hat Sony still und leise auslaufen lassen: keine Ankündigung, kein Abverkauf, sie sind einfach nach und nach aus den Shops verschwunden. Wer eine davon will, kauft gebraucht.

Und genau da wird es spannend, denn der Gebrauchtmarkt spielt verrückt. Kompaktkameras erleben gerade ein echtes Comeback – getrieben von einer jungen Generation, die den unperfekten Digicam-Look als Gegenentwurf zum glattgebügelten Smartphone-Foto entdeckt hat. Die Suchanfragen nach „Digicam“ stehen so hoch wie seit zehn Jahren nicht, und die Verkaufszahlen ziehen kräftig an. Folge: Gebrauchte RX100 werden eher teurer statt billiger. Eine Kamera, die vor drei Jahren als Auslaufmodell verramscht wurde, kostet heute wieder richtig Geld.

Und weil die halbe Debatte ja lautet „reicht nicht auch das Smartphone?“: Wie nah iPhone und Edel-Kompakte heute wirklich beieinander liegen, habe ich im Blindvergleich getestet – iPhone 16 Pro gegen meine RX100 VII und G5X Mark II. Wie oft du richtig rätst, hat mich selbst überrascht:

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Und die RX100 VIII? Die Gerüchteküche brodelt: Sony hat im Frühjahr 2026 eine neue Kamera registriert, die von der Einordnung her eine Kompakte mit festem Objektiv sein könnte. Offiziell angekündigt ist – Stand August 2026 – nichts. Mein Rat: Kauf die Kamera, die es gibt, nicht die, über die spekuliert wird. Auf Gerüchte habe ich schon zu oft vergeblich gewartet.

Alle Sony RX100-Modelle im Überblick

Ich will mit einer tabellarischen Gegenüberstellung anfangen in der ich dir die wichtigsten technischen Daten und Unterschiede der RX100 I, II, III, IV, V, VI, VII aufgelistet habe.

Gegenüberstellung Sony RX100-Modellreihe
RX100 VII RX100 VI RX100 V(A) RX100 IV RX100 III RX100 II RX100 I
Abmessungen (BxHxT) 101.6 x 58.1 x 42.8 mm 101.6 x 58.1 x 41.0 mm 101.6 x 58.1 x 35.9 mm
Gewicht inkl. Akku und Speicherkarte 302g 301g 299g 298g 290g 281g 240g
Sensor Exmor RS 1" mit Phasen-AF Exmor RS 1" EXMOR R 1" BSI EXMOR R 1"
Autofokus Hybrid 357 Phasendetektions-Punkte Hybrid 315 Phasendetektions-Punkte Kontrastmessung
max. Serienbild Bilder/Sek. 90 24 24 16 10 10 10
Brennweite (KB) 24-200mm 24-70mm 28-100mm
Optischer Zoom 8fach 2.9fach 3.6fach
Belichtungszeit 1/32000s – 30s 1/2000s – 30s
LCD Schwenkbar 180°/90° 180/°45° 90°/40° nein
Touchscreen ja nein nein nein nein nein
Sucher (elektronisch) ja optional nein
Bildprozessor BIONZ X BIONZ
Zubehörschuh nein ja nein
Video Bitrate 4k 100MBps (XAVC S) Full HD 50MBps (XAVC S) Full HD 28MBps (AVCHD)
ND Filter nein ja nein
Wi-Fi & NFC ja nein
Bluetooth ja ja nein nein nein nein
Mikrofoneingang ja nein nein nein nein nein
Akkulaufzeit 260 Bilder 240 Bilder 220 Bilder 280 Bilder 320 Bilder 350 Bilder 330 Bilder
Neu erhältlich (Stand 8/2026) ja nur gebraucht
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Die vollständigen technischen Daten kannst du auf der Webseite von Sony finden:

Hinweis zur RX100 V und RX100 VA:
Die RX100VA ist der Nachfolger der RX100 V. Gehäuse, Sensor und Objektiv sind identisch. Bildprozessor und Software stammen jedoch aus der RX100 VI.

Meine Kauftipps der RX100-Serie als Video

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Meine Kauftipps im Video:

  • Sony RX100 III*: Wenn du nur „normal“ fotografierst.
  • Sony RX100 V(a): Wenn du auch Videos drehen möchtest und wenn du für Fotos einen besseren Autofokus brauchst. Das ist hauptsächlich dann der Fall, wenn du sich schnell bewegende Objekte fotografieren möchtest.
  • Sony RX100 VII: Wenn du Videos drehen möchtest und dir die Brennweite der RX100 V zu kurz ist.

Ich sage im Video zwar, dass ich mir eine RX100 V(a) kaufen würde, habe mich schlussendlich aber doch für die Sony RX100 VII entschieden. Der Grund: Ich besitze eine Canon G5X Mark II, diese Kamera liegt von der Leistung her irgendwo zwischen der RX100 III und RX100 VI. Für die RX100 VII hat die längere Brennweite und der Mikrofoneingang gesprochen.

Sonderfall Sony ZV-1 und ZV-1 M2

Die Sony ZV-1 ist eine Mischung aus Sony RX100 V(a) und Sony RX100 VII mit dem Fokus auf Videoaufnahmen. Trotzdem kannst du mit der ZV-1 genauso fotografieren wie mit einer RX100 V(a).
Unterschied: es fehlt das Moduswahlrad, der Drehring ums Objektiv und der Sucher. Dafür hat die ZV-1 ein schwenkbares Display, ein großes, internes Mikrofon mit Windschutz, einen Zubehörschuh und ein 3,5 mm Klinkenbuchse für ein Mikrofon.

Außerdem hat die ZV-1 einen gummierten Griff und liegt daher etwas besser in der Hand als eine RX100, dafür ist das Gehäuse komplett aus Kunststoff und wirkt entsprechend „billiger“. Billiger bzw. günstiger ist die ZV-1 aber tatsächlich und somit ein handfester Konkurrent für die Sony RX100 Va.

Hier findest du das aktuelle Angebot der ZV-1 bei Amazon.de.*

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Anders sieht es mit dem Nachfolger, der Sony ZV-1 Mark II aus. Diese sieht auf den ersten Blick zwar wie der Vorgänger aus, tatsächlich hat sie aber ein anderes Objektiv, nämlich 18-50 mm (umgerechnet aufs Kleinbildformat). Damit ist die ZV-1 II die einzige Kompaktkamera mit Superweitwinkel auf dem Markt. Allein das war für mich ein Kaufgrund.

Auch wenn sie sich beim Preis leider deutlich vom Vorgänger abhebt 🙁

In diesem Beitrag soll es aber um die RX100-Serie gehen. Da die ZV-1 (M2) eng verwandt ist, wollte ich sie hier nicht unerwähnt lassen.

Die Unterschiede: Sony Cyber-Shot RX100 Kompaktkamera-Serie

Der minimale Größenunterschied der einzelnen Modelle fällt kaum auf. Auffällig ist das Gewicht, und zwar negativ. Alle 7 Kameras sind keine Fliegengewichte, aber die 50g Unterschied zwischen der Mark I und Mark III/IV/V/VI/VII merkst du sofort. Mir kam die III sogar so schwer vor, dass meine Begeisterung für die Kamera einen kleinen Knick bekommen hat.
Klar passt sie in die Hosentasche, aber vom Gewicht her hast du einen ordentlichen Klotz da drin! Und die RX100 VII ist nochmals etwas schwerer, zwar nur minimal, aber es macht die Sache nicht besser.

Und falls du dich fragst, wie kompakt so eine RX100 VII im Vergleich zu „richtigen“ Kameras wirklich ist – hier mein Größenvergleich mit der Sony RX1R III, der Lumix S9, meiner EOS R8 und der G5X Mark II:

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Das Objektiv

Das Objektiv der ersten 2 Sony RX100 Modelle war schon gut. Mit einer Brennweite von 28-100mm (KB-Format) und einer maximalen Blendenöffnung von f/1.8 im Weitwinkel und passablen f/4.9 im Telebereich ist es universell genug.
Bei 70mm ist die maximale Blendenöffnung übrigens f/4.0.

Ab der RX100 III hat Sony ein neues Objektiv verbaut. Die Kleinbildbrennweite beträgt jetzt 24mm-70mm. Also mehr Weitwinkel, dafür weniger Tele.
Der Hammer ist die maximale Blendenöffnung:
Diese ist im Weitwinkelbereich nach wie vor f/1.8, bei 70mm ist diese aber f/2.8. Also eine ganz andere Nummer als beim Objektiv der Vorgänger.

Beide Objektive kommen übrigens mit dem Carl Zeiss Emblem.

Mit der RX100 VI verlässt Sony den Pfad der lichtstarken Objektive und tauscht diese gegen Brennweite. Du bekommst jetzt äquivalente 24 mm  bis 200 mm Brennweite, musst dafür aber mit einer Offenblende von f/2.8 im Weitwinkel und mit f/4.5 ab ca. 109 mm leben. Das gilt auch für die RX100 VII.

Sony RX100 Objektive
Links meine Sony RX100 VII (in einer Hülle) mit dem 9.0 – 72 mm (KB 24-200 mm) und f/2.8 – f/4.5 Objektiv. Rechts meine alte RX100 III mit dem 8.8 – 25,7 mm (KB (24 – 70 mm) und f/1.8 – f/2.8.

Der Sensor

Die Größe des Sensors beträgt bei allen RX100-Modellen 13,2 mm x 8,8 mm (1 Zoll Sensor), das entspricht einem Crop Faktor von 2.72.
Die Modelle II und III kommen mit dem bewährten EXMOR R CMOS Sensor mit 20,1 Megapixeln und Hintergrundbeleuchtung (BSI = Back Side Illumination). Ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zur 1. Generation. Vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen.

Die RX100 IV hat die neuere Generation, den Stacked EXMOR RS CMOS Sensor mit 20,1 Megapixeln. Größter Unterschied: Die Geschwindigkeit.
Du siehst das an der minimalen Belichtungszeit von 1/32.000 und am Anti-Distortion Shutter, welcher den Rolling-Shutter-Effekt vermeiden soll.

Bei der RX100 V, VI und VII wurde nochmals eine Schippe draufgelegt. Die Basis bildet weiterhin der Stacked EXMOR RS CMOS Sensor der RX100 IV. Neu sind allerdings die 315 Phasenvergleichs-Autofokuspunkte auf dem Sensor.
Diese sorgen für einen schnelleren Autofokus und eine präzisere Objektverfolgung.

Übrigens hat die RX100 VII mit 358 AF-Punkten sogar noch mehr, in der Praxis fällt das allerdings nicht auf.

Der Autofokus

Ich hatte es eben schon angesprochen. Ein großer Unterschied zwischen der RX100 V, VI bzw. VII und den anderen RX100-Modellen ist der Autofokus.
Während die Generation 1 – 4 ausschließlich mit Kontrast-AF arbeiten, bekommst du ab der 5. Generation Sensoren mit Phasenvergleichs-AF.

Zum einen kannst du damit schneller fokussieren, zum anderen kann die Kamera besser Objekte verfolgen, die sich schnell bewegen.
Das ist vor allem bei Videos ein großer Vorteil, weil sich der Fokus so automatisch nachführen lässt und die Kamera nicht erst „probieren“ muss, in welcher Richtung es schärfer wird.

Aber Phasenvergleich allein ist nicht alles, deshalb hat die RX100 VII noch eine gehörige Portion KI spendiert bekommen, um Objekte noch besser zu verfolgen. Sie ist die einzige Sony RX100-Kamera, die das Sony Realtime Tracking beherrscht. Außerdem ist die Bedienung des Trackings bei dieser Kamera einfacher als bei den Vorgängern.

Für „normale“ Fotos ist der Autofokus aller RX100-Modelle vollkommen ausreichend. Willst du aber Action fotografieren oder Videos drehen, solltest du dich ab der RX100 V umsehen. Ab der RX100 VII gibt es sogar Tiererkennung!

Tiererkennung RX100 VII
Tiererkennung kann nur die Sony RX100 VII

Der Bildprozessor

Die Sony RX100 III/IV/V kommt mit dem Bionz X Prozessor.
Dieser hat mehrere Vorteile (die wichtigsten):

  • Weniger Rauschen, sowohl bei JPEG als auch bei RAW
  • Bietet die Möglichkeit direkt in der Kamera PlayMemories Camera Apps zu installieren

Klar, die Apps sind primär Spielerei. Aber solche Spielereien bieten oft ungeahnte Möglichkeiten.
Das bessere Rauschverhalten ist auf jeden Fall ein großer Pluspunkt.

Bei der RX100 V kam zudem ein größerer Buffer dazu (Sony spricht von einem »front-end LSI«). Dieser ermöglicht 24 Bilder / Sekunde in Raw zu schießen und davon insgesamt 150 Stück auf einmal.
Außerdem wird dadurch die Lesegeschwindigkeit vom Sensor nochmals beschleunigt.

Die RX100 Va, VI und VII kommt mit einem schnelleren Bionz X Prozessor. Die Möglichkeit PlayMemories Apps zu installieren gibt es zwar nicht, dafür darfst du dich über einen größeren Puffer und ein neues Menü inkl. einem selbst definierbaren MyMenu freuen.

Achtung: Es wird auch eine RX100 VA angeboten, diese arbeitet mit dem gleichen Prozessor und der gleichen Software, wie die RX100 VI, sodass du auch dort keine Apps installieren kannst, aber ebenfalls den größeren Buffer und das neue Menü nutzen kannst.

Der Sucher

Hätte die RX100 III/IV/V/VI/VII keinen Sucher, dann wäre das auch kein Beinbruch. Aber sie hat einen – einen elektronischen, zum Ausfahren – und das ist wie das Tüpfelchen auf dem i.
Der elektronische Sucher der RX100-Serie ist super.
Warum?

  • Du kannst auch bei grellem Licht dein Motiv optimal erkennen.
  • Fotografieren mit dem Sucher ist »direkter« als mit dem Display. Du siehst dein Motiv, die Infos der Kamera und sonst nichts.
  • Du kannst die Kamera ruhiger halten.
  • Du kannst das Bild hinterher kontrollieren ohne störende Reflexionen.

Die RX100 verleitet – dank ihrer Größe – zum Fotografieren ohne Sucher. Geht ja auch, aber wenn du in eine Situation kommst, in der du einen Sucher brauchst, bist du froh, ihn zu haben.

Unterschiede beim Sucher:
RX100 III: 1.44 Millionen Pixel
RX100 IV/V/VI/VII: 2.35 Millionen Pixel

Du hast Recht, für die RX100 II gibt es auch einen Sucher – aber den muss man extra kaufen und oben in den Zubehörschuh stecken. Was der Kompaktheit der Kamera einfach viel zu sehr schadet.

Sony RX100 VII Sucher
Meine Sony RX100 VII mit ausgefahrenem Sucher

Video

Willst du Videos drehen, führt über kurz oder lang kein Weg an der RX100 V(a), VI oder VII vorbei.
4k ist das eine, eine Super-Zeitlupe mit bis zu 1000 Bilder/Sek. das andere.
Da kann kein Vorgänger mithalten.

Filmst du mit der RX100 V/VI/VII in 4k, liest die Kamera einen Bereich von 5028 x 2828 Pixeln aus und erstellt daraus das 4k Video. Das soll zu mehr Details im Vergleich zur RX100 IV führen.
Außerdem wird der Fokus – dank dem Phasenvergleichs-AF – besser nachgeführt und auch bei Videos wurde der Rolling-Shutter-Effekt nochmals reduziert.

Im HFR-Modus kannst du Zeitlupen mit bis zu 1000 Bilder / Sekunde aufnehmen. Die RX100 V/VI/VII kann das doppelt so lange als die  RX100 IV. (Also 8, statt 4 Sekunden im Modus Aufnahmezeit-Priorität).

Den HFR-Modus in Aktion, siehst du in diesem Video. Aufgenommen habe ich das mit einer Sony RX10 II und einer Sony RX100 V:

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Ab der Generation 4 kannst du mit Pictureprofiles arbeiten und so flache Videos mit S-LOG2 für anschließendes Colorgrading aufzeichnen.
Neu ab der RX100 VI ist die Möglichkeit HDR Videos in Hybrid Log Gamma aufzunehmen.

Besonders für Videografen wichtig ist der eingebaute ND-Filter der RX100 III, IV und V. Die RX100 VI/VII hat leider keinen eingebauten ND-Filter.

Einen Mikrofoneingang bietet nur die RX100 VII.

Achtung: Bist du primär an Videoaufnahmen mit einer kompakten Kamera interessiert, ist die Sony ZV-1 für dich vielleicht die bessere Wahl.

Natürlich darf der eingebaute ND-Filter auch für Fotos genutzt werden.

Klappdisplay und Touchscreen

Um es kurz zu machen, einen Touchscreen gibt es nur bei der RX100 VI und VII. Du kannst damit den Fokuspunkt setzen. Weitere Funktionen der Kamera lassen sich damit nicht steuern.

Am universellsten lässt sich das Display der Sony RX100 Mark 6 und 7 klappen. Dort kannst du das Display um 180° nach oben (Selfiemodus) und um 90° nach unten klappen. In den Generationen 3 – 5 waren die 180° auch schon möglich, wolltest du das Display aber nach unten klappen, war bei 45° Schluss.

Bei der RX100 I kannst du das Display überhaupt nicht klappen und bei der Mark 2 sind immerhin 90° nach oben und 40° nach unten drin.

Wi-Fi, NFC, Bluetooth und GPS

Bis auf die RX100 Mark 1 kommen alle Sony RX100-Modelle mit einem Wi-Fi Modul und lassen sich schnell über NFC koppeln.
GPS hat keine der Kameras, dafür lässt sich die RX100 VI/VII aber dauerhaft über Bluetooth mit dem Smartphone verbinden. Von dort können die Positionsdaten direkt in die Bilder geschrieben werden.

RX100 gebraucht kaufen: worauf ich achten würde

Da sechs von sieben Modellen nur noch gebraucht zu bekommen sind, gehört dieser Abschnitt 2026 zwingend in den Vergleich. Meine eigene RX100 III ist übrigens das beste Beispiel dafür, dass man einer Kamera ihre Geschichte nicht ansieht – meine hat eine Freizeitpark-Rutsche auf dem Gewissen – ans Geländer geschlagen, und selbst die Reparatur hat nicht mehr geholfen. Von außen sieht sie fast normal aus.

Darauf würde ich beim Gebrauchtkauf achten:

  • Objektiv beim Ausfahren beobachten. Einschalten, mehrmals ein- und auszoomen. Wenn der Zoom hakt, klackert oder die Kamera einen Objektivfehler meldet: Finger weg. Das ist der Klassiker bei alten Kompakten und wirtschaftlich nicht zu reparieren.
  • Gegen eine helle Fläche fotografieren. Blende weit zu (f/8 oder f/11), Himmel oder weiße Wand ablichten, ins Bild zoomen: Dunkle Flecken sind Staub auf dem Sensor – bei einer Kompakten kommst du da nicht ran.
  • Sucher und Blitz ausfahren. Ab der RX100 III ist der Sucher ein Ausfahr-Mechanismus mit Federn und kleinen Schienen. Ein paar Mal rauf und runter – das muss satt einrasten.
  • Klappdisplay bewegen. Scharniere leiern aus. Einmal komplett nach oben (Selfie-Stellung) und unten klappen.
  • Akku-Thema entspannt sehen. Alle RX100 nutzen denselben Akku NP-BX1 – und den gibt es weiterhin neu zu kaufen. Alte Akkus sind oft platt, das ist aber kein Drama: Ersatzakku einplanen und gut. Geladen wird per USB direkt in der Kamera (Micro-USB, Kabel liegt selten bei).
  • Testfotos machen, nicht nur gucken. Offenblende im Weitwinkel, einmal voll ins Tele, ein Foto mit Blitz. Danach die Bilder am großen Bildschirm ansehen, nicht auf dem Kameradisplay.

Und wo kaufen? Beim Händler mit Gewährleistung (MPB, Calumet und Co.) zahlst du spürbar mehr als auf Kleinanzeigen – bekommst dafür aber Rückgaberecht und meist eine ehrliche Zustandsbeschreibung. Für eine Kamera mit so viel beweglicher Mechanik ist mir das den Aufpreis ehrlich gesagt wert. Kleinanzeigen lohnt sich, wenn du die Kamera vor Ort in die Hand nehmen und die Punkte oben selbst durchgehen kannst.

Zur Preis-Orientierung, Stand August 2026 und mit aller Vorsicht, weil der Markt gerade in Bewegung ist: Eine RX100 III liegt je nach Zustand und Quelle grob zwischen 250 € von privat und 500 € beim Händler. Bei der RX100 VII ist der Gebrauchtpreis oft so nah am Neupreis, dass ich gleich neu mit Garantie kaufen würde.

Kaufberatung – die richtige Kamera für dich und ihre Alternativen

Wichtig, bevor du weiterliest: Neu kaufen kannst du 2026 nur noch die RX100 VII. Bei allen anderen Modellen – und auch bei den meisten Alternativen in diesem Abschnitt – reden wir über den Gebrauchtmarkt.
Willst du dir eine RX100 kaufen, kannst du die Generation 2, 4 und 6 direkt von der Liste streichen.
Die RX100 II punktet zwar mit ihrem Zubehörschuh, ich sehe aber nicht so recht den Grund dafür. Wenn du eh Zubehör mit dir herumschleppst, kannst du gleich eine andere Kamera kaufen. Sollte sie doch so kompakt wie eine RX100 sein, wäre die ZV-1 mit ihrem Zubehörschuh vielleicht interessant für dich.

Die RX100 IV unterscheidet sich hauptsächlich durch ihre Videofeatures von der RX100 III. Legst du aber Wert auf Videos, würde ich dir zur Generation 5 raten, da du dort den besseren Autofokus bekommst. Sind dir Videos nicht so wichtig, kannst du hingegen zur günstigeren RX100 III greifen.

Und die RX100 VII macht eigentlich alles besser als die RX100 VI. Wenn du schon so viel Geld für eine Kompaktkamera ausgeben willst, dann würde ich das möglichst ohne Kompromisse machen. Und die wenigsten Kompromisse machst du eben bei der RX100 VII.

Die Kleinste

Da wir bei der RX100 von einer Kompaktkamera reden, spielt die Größe ganz sicher eine Rolle bei deiner Kaufentscheidung.
Kleiner als die RX100 Mark 1 geht es auf jeden Fall nicht. Die Kamera ist gut und bei der RX100 I hast du definitiv das Meiste für dein Geld (bei Amazon.de kaufen), empfehlen kann ich sie dir aber nicht.

Ist dir die Größe der Kamera am wichtigsten, rate ich dir zur Canon G9X Mark I oder Mark II – auch die gibt es nur noch gebraucht.
Hier findest du meine Testberichte dazu:

Wenn du nicht auf 100 mm Brennweite verzichten willst, führt bei der Größe jedoch kaum ein Weg an der RX100 I vorbei. Einzig die S120 von Canon würde mir noch einfallen. Da hast du allerdings ein lichtschwächeres Objektiv und einen kleineren Sensor. Dafür bekommst du 24 mm im Weitwinkel und 120 mm im Tele.

Der Mittelweg

Die RX100 MK3 (bei Amazon.de ansehen) stellt für mich den optimalen Mittelweg dar. Von der Qualität und der Möglichkeiten bei Fotos steht sie den Nachfolgern in nichts nach. Außer beim Tracking, bei der Serienbildgeschwindigkeit und bei extrem kurzen Verschlusszeiten.
Dafür ist der Preis attraktiv.

Felsenstadt Tschechien
Eines meiner Lieblingsfotos habe ich mit der Sony RX100 III aufgenommen. Das ist in der Adelsbach-Weckelsdorfer Felsenstadt aufgenommen.

Natürlich musst du bei der RX100 III bei den Videoeigenschaften zurückstecken. Es gibt kein 4K, keine Log-Profile und auch keine Superzeitlupe.
Full HD in 50 Mbps in XAVC S sind aber auch nicht schlecht!

Mit der Canon G7X Mark II/III, der Canon G5X Mark II und der Panasonic Lumix LX15 (bei Amazon.de ansehen) gibt es sehr gute Alternativen zur RX100 III – wobei du inzwischen alle drei nur noch gebraucht bekommst. Welche Kompakten es 2026 tatsächlich neu gibt, habe ich dir weiter unten zusammengestellt.

Mein Favorit in diesem Preissegment ist die G7X Mark II (bei Amazon.de ansehen). Sie ist für mich die universellste Kamera und liefert unter Strich das Meiste fürs Geld.

Einen Vergleich der drei Kameras findest du hier:

Darf es etwas teurer und größer als die Sony RX100 III sein, ist die Canon G5X Mark II eine sehr gute – deutlich bessere – Alternative. Canon hat sie leider eingestellt, auch hier heißt es also: Gebrauchtmarkt. Ich besitze die G5X II selbst und zähle sie zusammen mit der RX100 VII zu den besten Kompaktkameras überhaupt – wenn du eine in gutem Zustand findest, zuschlagen (bei Amazon.de ansehen).
Die G5X II hat mehr Brennweite und über den Zoombereich verteilt mehr Lichtstärke, ein handlicheres Gehäuse und 4K Video. Aber der Preis ist eben deutlich höher.

Für Videografen

Geht es dir primär um Videos und dir ist der fehlende Mikrofoneingang egal, bist du bei der RX100 MK5(a) oder 7 (mit Mikrofoneingang) am besten aufgehoben.

Dort bekommst du 4K über die gesamte Sensorbreite, S-Log und Phasenvergleichs-AF, um Gesichter und Objekte optimal zu tracken.

Die RX100 VII punktet zudem mit einem Mikrofoneingang für einen besseren Ton und der allerneusten Autofokus-Technologie von Sony. Nachteil: Obwohl du mehr Brennweite hast, fehlt es an Lichtstärke und leider auch am ND-Filter. Beides hätte die RX100 V im Gepäck.

Hier musst du dich also entscheiden, Brennweite ohne ND-Filter und weniger Lichtstärke oder mehr Lichtstärke, weniger Brennweite dafür aber ein ND-Filter.

Entscheidest du dich für weniger Brennweite und ND-Filter, ist die Sony ZV-1 vermutlich die bessere und günstigere Alternative zur RX100 V(a), da diese speziell für Videografen entwickelt wurde.

Die Reisezoomkamera

Willst du mehr Brennweite als die 100 mm der RX100 I und II oder die 70 mm der anderen RX100-Modelle und trotzdem eine kompakte Bauweise, bist du bei der RX100 VI bzw. VII gut aufgehoben.

Das Plus an Brennweite bezahlst du jedoch mit weniger Lichtstärke im Vergleich zu den anderen RX100-Kameras und mit einem fehlenden ND-Filter.

Im Vergleich zur RX100 VI punktet die RX100 VII mit der moderneren Technik beim Autofokus und bietet zudem einen Mikrofoneingang. Bessere Fotos machst du deshalb nicht unbedingt, aber beide Kameras sind so teuer, dass ich dir in dem Fall definitiv zur RX100 VII rate.

Bewertungen und den aktuellen Preis der RX100 VII findest du bei Amazon.de.

Lichtschwächere Alternativen mit noch mehr Brennweite könnten – gebraucht – die Panasonic Lumix TZ101 (bei Amazon.de) bzw. TZ202 (bei Amazon.de) sein.

Lichtstärker, dafür aber „nur“ maximal 120mm Brennweite und etwas Größer ist die Canon G5X Mark II (bei Amazon.de).

Welche Alternativen kannst du 2026 wirklich neu kaufen?

Die halbe Kaufberatung oben verweist auf Kameras, die inzwischen eingestellt sind – G5X Mark II, G7X Mark II, LX15, die TZ-Reihe: alles Gebrauchtmarkt. Damit du nicht lange suchen musst, hier der Stand August 2026: Das sind die Kompaktkameras mit großem Sensor, die du tatsächlich neu bestellen kannst.

Kompaktkameras, die es 2026 neu zu kaufen gibt
Kamera Sensor Brennweite (KB) Preis (Stand 8/2026) Für wen
Sony RX100 VII 1 Zoll 24-200mm ca. 1.050 € der Allrounder – meine Wahl
Sony ZV-1 II 1 Zoll 18-50mm ca. 570 € Vlogger und Weitwinkel-Fans
Canon PowerShot V1 1.4 Zoll 16-50mm ca. 750 € Video-Kompakte mit ND-Filter
Panasonic Lumix TZ300 1 Zoll 24-360mm ca. 1.000 € Reisezoom – endlich wieder mit 1 Zoll
Panasonic Lumix L10 Micro Four Thirds 24-75mm ca. 1.500 € LX100-Erbin mit Sucher
Leica D-Lux 8 Micro Four Thirds 24-75mm ca. 1.500-1.650 € mein heimlicher Liebling – Test unten
Canon G7X Mark III 1 Zoll 24-100mm ca. 950 € – wenn lieferbar Foto und Video klassisch
Ricoh GR IV APS-C 28mm fest ca. 1.350 € Street- und Alltagsfotografen
Fujifilm X100VI APS-C 35mm fest ca. 1.800 € Festbrennweiten-Fans mit Budget

Sony ZV-1 II – die hatte ich selbst gut ein Jahr lang und habe sie dann wieder verkauft: Für mich war sie nichts Halbes und nichts Ganzes. Aber ich bleibe fair: Ihr 18-50mm-Superweitwinkel ist einzigartig in der Klasse, und wer primär vloggt statt fotografiert, bekommt hier fürs Geld am meisten. Meine komplette Langzeit-Erfahrung mit allen Höhen und Tiefen steht im ZV-1-II-Test (bei Amazon ansehen*).

Canon PowerShot V1 – die habe ich Ende 2025 ausführlich getestet, unterwegs in Berlin: größerer Sensor als die 1-Zöller (ungefähr Micro-Four-Thirds-Klasse), 16-50mm-Superweitwinkel, eingebauter ND-Filter – und erschreckend gut auch für Fotos, nicht nur für Video. Der Preis ist für Canon-Verhältnisse fair. Mein ehrliches Fazit trotzdem: empfehlen ja, behalten nein. Mich stören der fehlende Sucher und der früh schlappmachende Akku – und für mein Geld schlägt in dem Preisbereich eine EOS R50 mit Sigma-Weitwinkel das Gesamtpaket, auch wenn die Kombi nicht mehr in die Hosentasche passt. Wer aber genau diese Kompaktheit mit viel Weitwinkel sucht, macht mit der V1 nichts falsch (bei Amazon ansehen*). Der komplette Test als Video:

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Canon G7X Mark III – der Sonderfall, und für mich der kurioseste: Ich habe sie 2019 getestet, und mein Fazit hieß damals wörtlich „nicht gut genug und zu teuer“. Ausgerechnet diese Kamera ist heute DER Hype: Offiziell baut Canon sie weiter, praktisch ist sie seit dem Kompakt-Boom chronisch ausverkauft und taucht immer wieder zu Mondpreisen von Drittanbietern auf. Mein Rat ist derselbe wie damals, nur dringlicher: nie über der UVP kaufen – lieber auf den nächsten Schwung warten oder gleich zur RX100 VII greifen (Verfügbarkeit bei Amazon prüfen*).

Ricoh GR IV – eine ganz andere Philosophie: APS-C-Sensor in der Hosentasche, dafür feste 28mm-Brennweite, kein Zoom, kein Sucher. Ich habe sie nicht selbst getestet, aber wer hauptsächlich Street und Alltag fotografiert und keinen Zoom vermisst, findet hier die kompromissloseste Bildqualität pro Gramm (bei Amazon ansehen*).

Fujifilm X100VI – DIE Hype-Kamera der letzten Jahre, ebenfalls nicht von mir getestet. Mit fester 35mm-Brennweite, Hybridsucher und 1.800 € spielt sie aber eher gegen Systemkameras als gegen eine RX100 – und in die Hosentasche passt sie definitiv nicht mehr (bei Amazon ansehen*).

Panasonic Lumix TZ300 – die vielleicht wichtigste Neuheit für Leser dieses Blogs: Panasonic hat den klassischen Reisezoom wiederbelebt, und zwar richtig. 1-Zoll-Sensor, 24-360mm – also nochmal deutlich mehr Brennweite als die RX100 VII – und USB-C, für 999 € UVP, seit Mai 2026 im Handel. Getestet habe ich sie noch nicht, aber auf dem Papier ist das die Kamera, auf die alle TZ202-Besitzer jahrelang gewartet haben (bei Amazon ansehen*). Die günstigere TZ99 würde ich dagegen links liegen lassen – deren kleiner 1/2,3-Zoll-Sensor spielt eine Klasse tiefer.

Leica D-Lux 8 – die hatte ich im Frühjahr 2025 als Testmodell da und habe sie auf einer verregneten Fototour ausgeführt. Ehrlich gesagt: Ich habe mich ein bisschen verliebt. Kompakt, herrlich schlicht zu bedienen, und das lichtstarke 24-75mm f/1.7-2.8 vor dem Four-Thirds-Sensor liefert richtig was ab – das ist die Objektiv-Philosophie der RX100 III mit deutlich größerem Sensor dahinter. Ich musste mich zusammenreißen, das Testmodell nach dem Zurückschicken nicht selbst zu kaufen; bei ca. 1.500-1.650 € hat die Vernunft gewonnen. Wer ernsthaft fotografieren will und es klein und edel mag, dem lege ich sie trotzdem definitiv ans Herz (bei Amazon ansehen*). Mein Video von der Regentour:

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Panasonic Lumix L10 – Panasonics brandneue Erbin derselben Reihe (1.499 €, seit Juni 2026): der Micro-Four-Thirds-Sensor aus der GH7, Phasen-Autofokus, Sucher – und dasselbe Objektiv-Konzept wie bei der D-Lux 8. Getestet habe ich sie noch nicht, aber auf dem Papier ist sie die modernere Schwester (bei Amazon ansehen*).

Häufige Fragen zur Sony RX100-Serie

Welche RX100 kann man 2026 noch neu kaufen?

Nur die RX100 VII, für rund 1.050 € (Stand August 2026). Die Modelle I bis VI hat Sony ohne Ankündigung auslaufen lassen – sie sind nur noch gebraucht zu bekommen.

Welche RX100 lohnt sich gebraucht am meisten?

Für reine Fotografen die RX100 III: lichtstarkes 24-70mm-Objektiv, Sucher, kompakt – und beim Preis der vernünftigste Einstieg in die Serie. Willst du auch ernsthaft filmen oder schnelle Motive fotografieren, nimm die RX100 V(a) mit Phasen-Autofokus und 4K.

Kommt noch eine RX100 VIII?

Offiziell angekündigt ist nichts. Sony hat Anfang 2026 eine neue Kamera registriert, die eine Kompakte mit festem Objektiv sein könnte – mehr als Gerüchte gibt es dazu aber nicht. Mein Rat: Kauf nach dem, was es gibt, nicht nach Spekulationen.

Lohnt sich eine RX100 überhaupt noch neben dem Smartphone?

Ehrliche Antwort: Für Schnappschüsse bei gutem Licht ist das Smartphone bequemer. Die RX100 spielt ihre Stärken aus, sobald du echten Zoom brauchst, bei wenig Licht fotografierst, in RAW arbeiten willst oder einen Sucher bei grellem Sonnenlicht zu schätzen weißt. Dazu kommt der 1-Zoll-Sensor, der Motive echt freistellen kann statt per Software. Wie knapp das Rennen inzwischen ist, siehst du in meinem Blindvergleich iPhone gegen Edel-Kompakte weiter oben im Artikel.

Was kostet eine gebrauchte RX100?

Der Markt ist durch den Kompaktkamera-Boom in Bewegung – eher nach oben. Als grobe Orientierung, Stand August 2026: RX100 III zwischen 250 € (privat) und 500 € (Händler mit Gewährleistung). Bei jüngeren Modellen liegt gebraucht oft nur wenig unter neu.

Welche Kompaktkamera-Alternativen gibt es 2026 noch neu?

Neben der RX100 VII vor allem: Sony ZV-1 II (Vlogging, Superweitwinkel), Canon PowerShot V1 (großer Sensor, ND-Filter), Canon G7X Mark III (offiziell im Programm, aber chronisch ausverkauft), Ricoh GR IV (APS-C, Festbrennweite), Fujifilm X100VI (APS-C, deutlich größer und teurer), Panasonic Lumix TZ300 (1 Zoll, 24-360mm Reisezoom, neu seit Mai 2026) sowie Lumix L10 und Leica D-Lux 8 (beide Micro Four Thirds mit lichtstarkem Zoom). Details stehen im Alternativen-Abschnitt.

Welchen Akku brauchen die RX100-Kameras?

Alle Generationen nutzen denselben Akku: Sony NP-BX1. Den gibt es nach wie vor neu zu kaufen – ein gebrauchtes Gehäuse ist also auch langfristig mit frischen Akkus versorgbar.

Was ist der Unterschied zwischen RX100 V und RX100 VA?

Gehäuse, Sensor und Objektiv sind identisch. Die VA hat den Bildprozessor und die Software der RX100 VI bekommen – dadurch größerer Puffer und neues Menü, dafür lassen sich keine PlayMemories-Apps mehr installieren.

Update History

  • Juli 2015: RX100 IV hinzugefügt
  • Oktober 2016: RX100 V hinzugefügt
  • Januar 2017: Panasonic Lumix LX15 als mögliche Alternative eingefügt
  • September 2018: RX100 VI hinzugefügt
  • September 2019: RX100 VII hinzugefügt
  • April 2022: ZV-1 hinzugefügt, meine RX100 Geschichte ergänzt, viele Details und Fotos ergänzt
  • Juli 2023: ZV-1 Mark II hinzugefügt
  • August 2026: Komplett überarbeitet – Marktlage 2026 (nur die RX100 VII ist noch neu erhältlich), Gebraucht-Kauf-Checkliste, FAQ und ein Überblick über alle 2026 noch neu erhältlichen Alternativen ergänzt

Was ich heute kaufen würde (Stand August 2026)

Die RX100 VII habe ich tatsächlich selbst – und auch wenn sie inzwischen ein paar Jahre auf dem Buckel hat: Zusammen mit meiner Canon G5X Mark II zählt sie für mich zu den besten Kompaktkameras überhaupt. Dass Sony sie als einziges Modell der Serie weiterbaut, sagt eigentlich alles. Ganz ehrlich bin ich aber nur mit dem Zusatz: Zum reinen Fotografieren greife ich meistens zuerst zur G5X II, weil die mir besser liegt – die Sony ist meine Wahl, sobald Video oder schneller Autofokus zählen. Die ZV-1 II hatte ich ebenfalls, habe sie aber wieder verkauft – für mich war das nichts Halbes und nichts Ganzes. Die Canon PowerShot V1 habe ich inzwischen auch getestet – richtig gute Weitwinkel-Kompakte, aber am Ende ging es mir wie bei der ZV-1 II: empfehlen ja, selbst behalten nein. Mein Test-Video dazu findest du im Alternativen-Abschnitt weiter oben.