Sony ZV-1 II: Mein Test + Tipps aus der Praxis

| Lesezeit ca. 12 Minuten

Die Sony ZV-1 II ist die ideale Kamera, wenn du unterwegs mit wenig Gepäck fotografieren und im Vlog-Style filmen willst. Ich habe sie mir sofort gekauft und bin glücklich mit ihr. In diesem Beitrag sage ich dir meine Meinung zur Sony ZV1 M2 und gebe dir Tipps, um die Kamera optimal zu nutzen.

Fair Play: Links zu den vorgestellten Produkten sind Affiliate-Links. Kaufst du darüber, bekomme ich eine kleine Provision. Meine Bewertung der Kameras ist davon aber unabhängig.


Hinweis:
Wie viele meiner ausführlichen Artikel befindet sich auch dieser Blogpost im Fluss. Je mehr ich mit der Sony ZV1 II mache, je besser ich die Kamera kennenlerne, desto umfangreicher wird er. Es lohnt sich also, immer wieder vorbeizugucken.
Beitragshistorie:

  • 20.07.2023 Ursprüngliche Version des Beitrags und erster Eindruck nach ca. 1 Woche mit der Kamera
  • 23.07.2023 Vergleichsbilder ZV-1 vs. ZV-1 II hinzugefügt; Erfahrungen 1. Vlog ergänzt
  • 27.07.2023 Kapitel über fehlenden optischen Bildstabilisator ergänzt
  • 07.09.2023 Erfahrungen aus Vlog Nr. 2 hinzugefügt.

Als Sony die ZV-1 Mark II ankündigte, wusste ich sofort: Diese Kamera brauche ich! Es ist nämlich die einzige Kompaktkamera mit Zoomobjektiv, die (umgerechnet ins Kleinbildformat) mehr bzw. weniger als 24 mm im Weitwinkel bietet.

Konkret sind es 6.9 – 17.6 mm, mit einem 1″-Sensor.
Im Kleinbildäquivalent wären das 18.63 – 47.5 mm. Sony spricht von 18 – 50 mm. Ist grob gerundet, aber lasse ich gelten.

Und da ich eh viel mit Kompaktkameras fotografiere und filme, ist die Sony ZV-1 II einfach eine optimale Ergänzung für mich.

Das ist die Sony ZV-1 M2

Die ZV-Kameras sind von Sony als Vlogging-Kameras konzipiert. Also tendenziell mehr Videokamera als Fotokamera. Das siehst du schnell an der Oberseite, statt Blitz oder Sucher, befindet sich dort ein großes Mikrofon und ein Zubehörschuh.

Trotz allem ist die Sony ZV-1 Mark II eng mit den Edelkompaktameras der Sony RX100-Serie verwandt und deshalb auch (mit ein paar Einschränkungen) für Fotos geeignet.

Während die erste Generation der ZV-1 im Prinzip eine Sony RX100 VA in einem modifizierten Gehäuse war (statt Blitz und Sucher eben Mikrofon und Zubehörschuh, Mikrofoneingang, Schwenk-, statt Klappdisplay …), hebt sich die ZV-1 Mark II mit dem neu entwickelten Objektiv deutlich von dieser ab.

18 – 50 mm bietet das Objektiv jetzt, mit einer Offenblende von f/1.8 im Weitwinkel und f4 ab cs. 35 mm.

In der Kamera werkelt ein 20 MP 1″ Sensor, der gewohnt durchweg gute Leistung liefert.
Fotos mit brauchbarem Dynamikumfang, geringem Bildrauschen im Raw oder JPEG-Format und gestochen scharfe Videos mit bis zu 4K 30. Leider nur in 8bit 4:2:0, was für eine Videokamera in dieser Preisklasse im Jahr 2023 doch ein bisschen schwach ist. Aber dafür ist die ZV1 II eben klein und leicht.

Und trotzdem überhitzt sie in 4K erst nach einer gefühlten Ewigkeit. (Ich habe es noch nicht geschafft.)

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Warum ich die ZV-1 II blind kaufte (Video)

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Die wichtigsten Unterschiede der Sony ZV-1 Mark II im Vergleich zur Sony ZV-1

Sony ZV-1 vs. Sony ZV1 M2

Links die „alte“ ZV-1 mit der Weitwinkellinse von Ulanzi daneben und dem dafür notwendigen, aufgeklebtem Stativgewinde. Rechts die ZV-1 M2 mit schickerer Frisur.

Stativgewinde

Auf den ersten Blick sehen die beiden ZV-1-Kameras fast gleich aus. Tatsächlich ist es auch so, dass viel Zubehör der ZV-1 auch an die ZV-1 Mark II passt oder passen könnte. Denn das Stativgewinde wurde verschoben. Bei der ZV-1 war der Anschluss so dicht am Akkufach, dass du mit angeschraubter Schnellwechselplatte den Akku nicht mehr wechseln konntest und auch nicht mehr an die Speicherkarte gekommen bist. Die ZV-1 M2 macht das viel besser.

Sony ZV-1 II unten

Bei der ZV-1 II hat Sony zwischen Akkufach und Stativgewinde genug Platz gelassen.

Objektiv

Neben dem Stativgewinde ist das Objektiv wohl das größte äußere Merkmal, in dem sich die Mark II von der Mark I unterscheidet.
Die Mark I hat das 24-70mm f/1.8 – f/2.8 Objektiv, welches mit der Sony RX100 III eingeführt wurde. Ein gutes Objektiv. Speziell für Vlogs sind die 24 mm im Weitwinkel aber ein bisschen eng, sodass man immer mit Weitwinkelaufsätzen von Drittherstellern hantieren musste.

Deshalb hat Sony der ZV-1 II das 18-50 f/1.8 – f/4 Objektiv spendiert. Es ist zwar lichtschwächer und hat weniger Tele, löst aber das Problem des Weitwinkels beim Vloggen. Und genau dafür wurde die Kamera positioniert.

Von der Schärfe her kann es aber nicht mit dem 24-70er Objektiv der originalen ZV-1 mithalten. Speziell im Weitwinkel und bei Offenblende werden die Ränder sehr soft. Abblenden hilft ein bisschen, löst das Problem aber nicht komplett.

Für die Darstellung hier im Blog und auch bei Videos reicht die Qualität aber locker:

Sony ZV-1 II Mauer

6,9 mm (18 mm equiv.) – ISO 125 – f/1,8 – 1/10000 Sek.

Die Unschärfe wird erst sichtbar, wenn du in die Ecken guckst:

Das ist die rechte, obere Ecke in der 1:1 Ansicht.
Du siehst aber schön, es ist wirklich nur die Ecke, je weiter nach links du gehst, desto schärfer wird es. Bei Videos ist das Problem eh egal, weil nur in 16:9 aufgenommen wird und diese Ecken so eh nicht im Bild sind.

Kein optischer Bildstabilisator

Ein weiterer Nachteil der Mark II ist der fehlende optische Bildstabilisator. Videos lassen sich zwar intern oder hinterher mit Catalyst Browse oder Gyroflow sehr gut stabilisieren. Dabei geht dann auch so viel Auflösung verloren, dass die Randunschärfe nicht mehr auffällt, aber gleichzeitig wird der Weitwinkel geringer.

Und bei Fotos muss man extrem kurz belichten, damit die Bilder nicht verwackeln. Tatsächlich sogar kürzer, als ich das sonst gewohnt bin. Wundert mich ein bisschen.

Kein mechanischer Verschluss

Vielleicht liegt es am fehlenden mechanischen Verschluss. Ich weiß es nicht.
Das ist auch so ein Punkt, der zeigt, dass die ZV1 II tendenziell mehr Video- als Fotokamera ist.

Der Sensor wird bei Fotos allerdings so schnell ausgelesen, dass ich bis jetzt keine Probleme mit Rolling Shutter hatte. Einzig Langzeitbelichtungen sind mit der ZV-1 II nicht möglich. Belichtungen sind nur bis maximal 1/4 Sekunde möglich. Und das, obwohl die Kamera einen eingebauten 3-Stufen-ND-Filter hat.

Mikrofon

Wie die ZV-1, hat die Mark II ein internes 3-Kapsel-Mikrofon. Bei der ZV-1 war das Mikrofon aber immer nach vorne gerichtet. Die Mark II macht es besser und kann entweder die gesamte Umgebung aufnehmen oder nur den Ton von vorne oder hinten. Du kannst bestimmen, wo aufgenommen werden soll oder es der Automatik überlassen.

Sony ZV-1 vs. Sony ZV-1 II von oben

Oben siehst du die „alte“ ZV-1 unten die ZV-1 M2. Die Öffnung für das interne Mikrofon ist zwar gleich groß, sieht aber anders aus.

Touchscreen

Bei der ZV-1 konntest du per Touch nur den Fokuspunkt setzen. Die ZV-1 II unterstützt endlich die komplette Touchsteuerung. So kannst du alles auch über das Display steuern, was vor alle eine Erleichterung ist, wenn das Schwenkdisplay nach vorne gedreht ist.

Sony ZV-1 II von oben

Schwenkdisplay, Buttons, große Öffnung fürs interne Mikrofon … sieht fast aus wie bei der alten ZV-1. Nur auf dem Display siehst du (wegen der Spiegelung schlecht), dass es anders aussieht und du jetzt alles auch per Touch steuern kannst.

USB-C-Port

Beitreiben und laden konntest du die alte ZV-1 schon über einen Micro-USB-Port. Aber letzteres dauerte ewig. Dank USB-C ist der Akku der ZV1 II ratz fatz voll. Finde ich super, weil ich eh immer eine Powerbank mit dabei habe und mir so Ersatzakkus sparen kann.

Eins von beidem brauchst du unterwegs definitiv. Als Akku wird nämlich weiterhin der kleine NP-BX1 genutzt.

Neue Firmware

Logischerweise kommt die ZV-1 II auch mit einer neuen Firmware, mit neuen, teils interessanten Funktionen:

  • Neues Menü
    Das alte, überladene Sony-Menü wurde neu gruppiert und hat ein neues Layout bekommen.
    Überladen ist es trotzdem noch. Ob das nun besser ist oder nicht, ist Geschmacksache. Die ZV-1 II hat ein My Menu, in das du häufig benutze Funktionen legen kannst. Einmal eingerichtet, ist der Rest des Menüs eigentlich egal.
  • Cinematic Vlog
    Mit der Cinematic Vlog-Funktion, kannst du die Kamera mit wenigen Klicks so einstellen, dass direkt „cinematische“ Videos herauskommen. Die Kamera nimmt dann in 24 fps auf, fügt oben und unten schwarze Balken hinzu und passt die Farben an.
  • Kreativmodi
    Schlussendlich ist die Cinematic Vlog-Funktion also nichts anderes als in Kreativ-Modus. Den hat die Sony ZV-1 M2 aber auch. Damit kannst du Kontrast, Spitzlichter, Schatten, Verblassen, Sättigung, Schärfe und Klarheit steuern.
  • Autofokus
    Auch der Autofokus hat ein kleines Update erhalten. So gibt es jetzt Tiererkennung auch bei Video und die multiple Gesichtserkennung aus der Sony ZV-E1. Dabei blendet die Kamera ab, wenn mehrere Gesichter erkannt werden, damit alle im scharfen Bereich sind.
  • Veränderte Modusauswahl
    Der Button, zur Wahl des Kameramodus ist zwar gleich geblieben, die Funktionalität wurde aber so verändert, sodass du mit dem Button nur noch zwischen den Modi Video/Foto/S&Q wechselst. Ob du den jeweiligen Modus dann in Blendenpriorität oder im manuellen Modus usw. nutzen willst, stellst du über das Fn-Menü ein.
    Das sieht wie eine kleine Änderung ist, macht den Wechsel zwischen Foto und Video aber tatsächlich viel einfacher.

Die Sony ZV-1 II: Die bessere (Vlogging-)Kamera

Dank des neuen Objektivs und dem größeren Weitwinkel ist die ZV-1 II definitiv die bessere Vlogging-Kamera, wenn du die Kamera viel in der Hand hältst, um dich selbst zu filmen.
Ähnliche Ergebnisse konntest du aber auch mit der „alten“ ZV-1 und einer Weitwinkellinse oder einer ZV-E10 erzielen.

Die ZV-1 inkl. Weitwinkellinse wäre sogar günstiger, aber größer und schwerer. Die ZV-E10 inkl. Weitwinkelobjektiv kostet ein bisschen mehr als die ZV-1 M2 und ist größer und schwerer.

Sprich, die Sony ZV-1 II punktet dann, wenn es klein, leicht und weitwinklig sein soll.

Im Vergleich zu einer Action-Cam, die ja auch klein, leicht und weitwinklig ist – und aus meiner Sicht die größte Konkurrenz für die ZV-1 II ist – hat die Sony noch weitere Vorteile:

  • Variable Blende, und damit Kontrolle über die Schärfentiefe
  • Variable Brennweite
  • Größerer Sensor und größere Blende und dadurch insbesondere bei schlechteren Lichtverhältnissen bessere Qualität
  • Größerer, leichter zu bedienender Body
  • Großes Schwenkdisplay
  • Vollständiger Fotomodus mit Fotos auf RX100-Niveau

Also nein, die Sony ZV-1 M2 ist nicht unbedingt die bessere Vlogging-Kamera. Sie ist es nur dann, wenn du den Weitwinkel in einem kleinen, leichten Gehäuse brauchst und gleichzeitig eine Action-Cam nichts für dich ist.

Fehlender optischer Bildstabilisator: Nicht schlimm!

Ich finde es nicht gut, dass der Mark II der optische Bildstabilisator fehlt, aber schlimm ist es eigentlich nur dann, wenn du mit langen Belichtungszeiten fotografieren möchtest. Dafür wurde die ZV-1 Mark II aber gar nicht gebaut. In erste Linie ist sie eine Videokamera und bei Video bekommst du mit einer nachträglichen, elektronischen Stabilisierung viel bessere Ergebnisse als mit einem internen optischen Stabilisator in solch einer kleinen Kamera. (GoPro und Co. stabilisieren übrigens auch nur elektronisch!).
Besser als die elektronische Stabilisierung wäre nur ein Gimbal, was das ganze System aber größer und schwerer macht. Also eh kein Fall für die ZV-1 Mark II. Die kauft man sich schließlich, wenn es klein und leicht sein soll.

In diesem Video zeige ich dir, wie gut die elektronische Stabilisierung ist, und warum es wirklich nicht schlimm ist, dass die ZV-1 M2 keinen optischen Bildstabilisator hat:

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Mein erster Vlog mit der ZV-1 M2

Im Familienurlaub in den Niederlanden hatte ich ein bisschen Zeit für eine kleine Wanderung und einen kleinen Vlog mit der Sony ZV-1 II:

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Meine Einstellungen:

  • 4K30 60 Mbit
  • Kein Photoprofil
  • Kein Kreativmodus
  • Blendenpriorität mit Offenblende bei der jeweiligen Brennweite
  • ISO-Automatik
  • Stabi aus; im Nachhinein stabilisiert mit Catalyst Browse
  • Fokusfeld: Breit
  • Weißabgleich: Auto
  • Belichtungsmessung: Multi mit Gesichts Priorität

Gerade mit der Belichtung bin ich nicht zufrieden. Die Kamera tendiert dazu überzubelichten, deshlab korrigierte ich im Laufe der Wanderung mit der Belichtungskorrektur etwas nach. Passte aber trotzdem nicht so richtig. Manchmal war es dann schon zu dunkel.
Auch die Priorisierung auf das Gesicht geht manchmal etwas langsam.

Aber das wird noch, schließlich gibt es jede Menge Einstellmöglichkeiten, um die Kamera auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Mein zweiter Vlog mit der Sony ZV-1 II

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Meine Einstellungen:

  • 4K30 60 Mbit
  • S-Log 2 mit ein paar Abweichungen vom Standard.
  • Kein Kreativmodus
  • Blendenpriorität mit Offenblende bei der jeweiligen Brennweite
  • ISO-Automatik
  • Stabi aus; im Nachhinein stabilisiert mit Catalyst Browse
  • Fokusfeld: Breit
  • Weißabgleich: Auto
  • Belichtungsmessung: Multi mit Gesichts Priorität

War ich vor der Tour noch guter Dinge, dass ich die optimale Einstellung für die ZV-1 Mark II gefunden habe – und zwar sowohl um tolle Fotos als auch im tolle Videos zu schießen – so bin ich hinterher doch etwas enttäuscht.

Meine Einstellungen mit SLog 2 sahen in vielen Tests gut aus. Im Nachhinein bin ich aber nicht mehr so zufrieden. Viele Videoschnipsel mussten einzeln noch angepasst werden, damit das Gesamtbild halbwegs stimmig ist. Und ganz ehrlich. Das ist mir für solch ein Video zu aufwendig.
Außerdem ist bei SLog 2 ISO 1000 das niedrigste, sodass du im Freien die ganze Zeit zwischen ND-Filter an und aus wechseln musst.

Da ich mit der ZV-1 II auch fotografieren wollte, speicherte ich mir im Kameramodus auf MR1 meine Einstellungen mit Slog2, wechselte ich nun zurück in den Fotomodus, war das Fotoprofil nicht mehr aktiviert. Perfekt!

Eigentlich …

Denn du siehst der Kamera kaum an, in welchem Modus sie sich befindet und so kam es, dass ich einzelne Videos aus dem Fotomodus heraus startete, also ohne SLog, andere aber aus dem Videomodus.

Also nein, so geht es nicht. Trotzdem wollte ich dich an diesem Versuch teilhaben lassen.

Ein weiterer Punkt der mir bei dieser Tour aufgefallen ist: Der Autofokus findet das Gesicht nicht immer! Eigentlich ein Unding und ein weiterer Punkt, an dem ich experimentieren muss.

Fotografieren mit der Sony ZV1 II

Aus meiner Sicht ist der größte Vorteil der Sony ZV-1 II, dass es nicht nur eine Videokamera, sondern auch eine (mit Abstrichen) vollständige Fotokamera ist. Genau dafür nutze ich sie.
Mit der ZV-1 II filme ich meine Wanderungen und fotografiere gleichzeitig mit ihr.

Da ich die Kamera ganz frisch habe, habe ich bis jetzt nur eine Wanderung mit ihr unternommen, aber da hat es genau so funktioniert, wie ich mir das vorstellte. Tolle Fotos und tolle Videos. Wobei ich bei den Videos noch ein bisschen an den Einstellungen feilen muss.

Beispielfotos

Sony ZV-1 M2: Farn

10,2 mm (27 mm equiv.) – ISO 400 – f/3.2 – 1/125 Sek.
Der Schärfeverlauf dieses Fotos zeigt schön, warum ich lieber mit Kompaktkameras, als mit Smartphones fotografiere. Vorne scharf und je weiter etwas im Hintergrund ist, desto unschärfer.

Sony ZV-1 M2 . Diestel

17,6 mm (48 mm equiv.) – ISO 800 – f/4 – 1/200 Sek.
Noch so ein Beispiel. Vorne scharf, hinten unscharf.

Gleichzeitig lassen sich mit der ZV-1 II aber auch schöne, weitwinklige Landschaftsaufnahmen machen:

Sony ZV-1 II - Wege

6,9 mm (18 mm equiv.) – ISO 125 – f/4.5 – 1/800 Sek.

Sony ZV-1 II See

6,9 mm (18 mm equiv.) – ISO 125 – f/4.5 – 1/640 Sek.

Sony ZV-1 Mark II: Mein Fazit

Wie gesagt, die Kamera habe ich noch nicht so lange. Aber sie macht genau das, was ich mir vorgestellt habe.

Der Wechsel zwischen Foto und weitwinkligem Video ist viel einfacher als mit der „alten“ ZV-1, weil ich nicht erst die Weitwinkellinse abschrauben muss. Zudem ist der wechseln zwischen den Modi einfacher und die Bedienung geht dank Touchscreen auch besser.

Perfekt!

Zumindest fast.

Denn Foto- und Videomodus sind nicht richtig getrennt. Zwar lassen sich die Tasten für die Modi unterschiedlich belegen, aber die gemachten Einstellungen gelten tendenziell für beide Modi.

So ist es mir bei meinem ersten Vlog-Versuch mit der ZV-1 II z.B. passiert, dass ich die Belichtungskorrektur für das Foto nach unten gestellt hatte, damit die Lichter nicht ausbrennen. Schließlich kann ich dank Raw-Format, die Tiefen in der Nachbearbeitung wieder herstellen.
Dummerweise filmte ich dann aber auch mit Unterbelichtung.

Umgehen lässt sich das Problem teilweise, wenn du statt eines direkten Kameramodis (wie z.B. Blendenpriorität) ein Custom-Setting nutzt. Diese sind nämlich zwischen Foto- und Videomodus getrennt.

Wechselst du jetzt zwischen Kamera – und Fotomodus, stellt sich die Kamera immer zurück auf das Custom-Setting. Ideal ist das auch nicht, aber so nutze ich es im Moment.

Also ja, für meinen Einsatzzweck ist die Sony ZV-1 Mark II super und definitiv die bessere Kamera im Vergleich zur ZV-1.

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Wer hier schreibt:

Hallo! Ich bin übrigens Marc!

Ich bin begeisterter Papa, Blogger, YouTuber, Foto- und Reisefuzzi.

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