Wandertagebuch 12/21: Neue Schuhe ein Mammut und das ganze Jahr

| Lesezeit ca. vier Minuten

Das Jahr und der Dezember sind um. Zeit für mein letztes Wandertagebuch 2021.

Hallo! Ich bin übrigens Marc!

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101 km sagt mir komoot. So viel habe ich im Dezember mitgetrackt. Das wundert mich, habe ich selbst doch das Gefühl, überhaupt nicht wandern gewesen zu sein und wenn, dann waren es für meine aktuellen Verhältnisse nur Spaziergänge, bei denen ich komoot und das Tracking überhaupt nicht nutzte.

Strecke machen ist nämlich unwichtig geworden, draußen sein, bewegen, schöne Landschaft, frische Luft, Leerlauf im Kopf. Darum geht es mir. Und so kommt es auch, dass ich a) nicht all meine Aktivitäten an komoot übermittelt habe, sondern auch, dass ich b) bei komoot Touren ohne Fotos habe (die Landschaft ist im Winter auch selten fotogen). Diese Touren behalte ich dann für mich.

Neue Schuhe

Nach etwas hin und her, bin ich Anfang Dezember endlich zu meinen Winterwanderschuhen gekommen. Es sind Altra Lone Peak All Weather*. In der Praxis nicht ganz wasserdicht, für mich aber gut genug.

Ausprobiert habe ich die Schuhe das erste Mal bei einer 20 km Runde bei mir zu Hause, beweisen mussten sie sich allerdings bei einer Lost Places Tour, wo ich stundenlang bei Regen durch hohes, nasses Gras gestapft bin. Dort haben sie leider versagt. Wer komplett dichte Schuhe will, ist bei den Altras also falsch. Wer aber bequeme Schuhe für weite Strecken sucht, die im großen und ganze die Füße trocken halten, liegt hier richtig.

Einen Lost Place habe ich im Dezember auch erkundet.

Bei meiner letzten Tour des Jahres um den Blankensee und über die Glauer Berge, hat es auch geregnet und ich musste viel durch Matsch waten. Das haben die Schuhe gut mitgemacht.

Unterm Strich kann ich nach etwas experimentieren aber verkünden, dass ich meine perfekten Wanderschuhe gefunden habe, es sind die Altra Lone Peak*.

Das Mammut

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Meine längste und zugleich langweiligste Tour des Jahres, führte mich über 40 km durch Berlin. Dabei ging es nicht um die Wanderung an sich, sondern um die Route, die im fertigen GPS-Track zu einem Mammut wird.
Das ist definitiv eine lustige Idee, die ich schon lange umsetzen wollte (die Route stammt nicht von mir). Jetzt habe ich es gemacht.

Die Wanderung an sich ist allerdings eher nervig, viele Highlights bietet sie nicht, zudem darf man die Strecke ja nicht verlassen, um das endgültige Bild nicht zu zerstören. Und gerade die langen Linien zwischen den Beinen nerven, die müssen nämlich vor und dann wieder zurückgegangen werden.

Kurz: Ich bin froh, dass ich das Mammut gemacht habe, richtig empfehlen kann ich die Wanderung allerdings nicht.

Bahnhof Potsdamer Platz

Eines der wenigen fotogenen Highlights der Mammut-Wanderung ist der Potsdamer Platz

So bearbeite ich mein Fotos:

Und sonst so …

Am Ruppiner-Land-Rundwanderweg habe ich diesen Monat überhaupt nicht gearbeitet. Es macht einfach keinen Spaß im Dunkeln zu starten, um dann zu hetzen, dass man wenigstens das Ziel noch bei Tageslicht erreicht. Deshalb waren neben dem Mammut nur zwei Touren über 20 km, aber das reicht auch.

Blankensee im Nebel

Das ist der Blankensee südlich von Berlin im Nebel

Und das ganze Jahr?

Was soll ich sagen? Das Jahr war toll!

Die Idee einer Wander-Challenge im Januar war genial. Ich habe so unfassbar viel erlebt und das meiste davon tatsächlich bei Wanderungen direkt vor der Haustür. Brandenburg ist ein tolles Wanderland. Mir war klar, dass es hier viele schöne Ecken gibt, aber trotzdem wurde ich auf meinen meisten Wanderungen immer wieder aufs Neue von der Schönheit der Landschaft überrascht.

Aber Brandenburg ist nicht nur schön, sondern auch groß! Und so werde ich auch im neuen Jahr meine Wanderungen durch Brandenburg und Berlin fortsetzen. Es gibt schließlich noch viel zu entdecken. Ich kaufte mir sogar ein Buch mit 33 Touren durch Brandenburg*.
Es wird also bestimmt nicht langweilig.

In 2021 habe ich auf komoot insgesamt 350 Stunden mitgetrackt und 1882 km in 104 Touren zurückgelegt. Ich bin gespannt, wie weit ich 2022 komme.

Aber nicht nur über Berlin und Brandenburg habe ich viel gelernt. Nein, auch bei Kameras hat sich bei mir wieder einiges getan. Mein heißgeliebtes Canon EOS M-System musste Stück für Stück weichen, sodass ich jetzt nur noch meine EOS M6 Mark II und 2 oder 3 Objektive dafür habe. Ich mag das System zwar immer noch, aber irgendwie passt es nicht mehr so richtig zu mir. Dafür war ich mehr mit meiner EOS R6 unterwegs und noch viel mehr mit meiner Canon G5X Mark II. Und das ist eigentlich DER Punkt dieses Jahr: Ich bin zurück bei den Edelkompaktkameras und glücklich.

Ja, irgendwie schließt sich da der Kreis meines YouTube-Kanals und meines Blogs. Was bei mir lange eine Sony RX100 III war (die ich irgendwann geschrottet habe und bei der ich dachte, dass ich sie durch das Smartphone ersetzen könne), war dieses Jahr (zumindest in der zweiten Jahreshälfte) die Canon G5 X Mark II (Video). Und es fühlt sich richtig gut an mit der Kamera, obwohl sie viel weniger kann, als all meine anderen Kameras. Aber wie schon in meinem letzten Blogpost gesagt: Es muss nicht immer Vollformat sein!