Es hat eine Weile gedauert, bist ich mit dem Canon EOS M-System warm geworden bin, zwischenzeitlich bin ich aber ein großer Fan davon und ich benutze kaum noch etwas aderes.
Canon bietet aktuell (Februar 2020) sechs verschiedene Kameras für das EOS M-Systeme an. In diesem Beitrag erfährst du die Unterschiede der Kameras, außerdem gebe ich dir Tipps, welche Kamera, für welchen Einsatz am besten geeignet ist.

Was ist das EOS M-System: Eine kleine Übersicht

Im EOS M-System bietet Canon seine spiegellosen Kameras mit APS-C-Sensor an.  Beim EOS-M-System bekommst du viel Leistung, zu moderaten Preisen und -- der größte Vorteil! -- in kompakten und leichten Gehäusen. Das gilt für Kameras und Objektive!

[Hier findest du eine Liste von Objektiven für das EOS M-System]

Ich habe tatsächlich eine Weile gebraucht, bis ich mich mit dem EOS M-System anfreunden konnte. Die Ur-EOS M konnte mich nicht überzeugen und auch deren Nachfolger EOS M10 lockte keine Freudenschreie aus mir.

Die M5 machte zwar eine deutlich bessere Figur, richtig überzeugt hat mich aber erst die EOS M6 -- eine kompakte Kamera mit vielen Bedienelementen und super Qualität bei Fotos und Videos. In der Zwischenzeit arbeite ich hauptsächlich mit der Canon EOS M6 Mark II.

Aber auch die EOS M100 konnte mich überzeugen und das, obwohl die Kamera ihren Vorgängern M und M10 sehr ähnlich sieht. Tasächlich muss man sich mit dem Bedienkonzept dieser kleinen, abgespeckten Kamera erst anfreunden, um das wahre Potential zu nutzen. Ist das aber geschafft, wird dir schnell klar, dass die M100 wahrscheinlich nicht nur die Kamera mit dem besten Preis/Leistungs-Verhältnis auf dem Markt ist, sondern die Kamera auch irre viel Leistung für ihre geringen Abmessungen bringt. Bei der Leistung hat der Nachfolger -- die M200 übrigens noch einen draufgesetzt!

Mit der EOS M50 führe ich hingegen eine Hassliebe. Ich weiß, dass die Kamera sehr beliebt ist. Durch den fest integrierten Sucher ist die Kamera aber deutlich größer als die anderen Ms (außer M5), sodass ein wichtiger Vorteil verloren geht. Trotzdem bekommst du bei der M50 auch irre viel Leistung für dein Geld. Nach der M100 ist das die Kamera mit dem zweitbesten Preis/Leisungsverältnis der Serie.

Video: Vergleich Canon EOS M200 vs. M100 vs. M50

Für jeden was dabei! [Canon EOS M200 vs M50 vs M100: Kameravergleich für Foto und Video]

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Die technischen Daten

Vergleich Canon EOS M5 vs Canon EOS M6 (Mark II) vs Canon EOS M50 vs Canon EOS M200 vs. Canon EOS M010
EOS M5EOS M6 Mark IIEOS M6EOS M50EOS M200EOS M100
Abmessungen (BxHxT)115.6 x 89.2 x 60.6 mm119.6 x 70 x 49.2 mm112.0 x 68.0 x 44.5 mm116.3 x 88.1 x 58.7 mm108.2 x 67.1 x 35.1 mm108.2 x 67.1 x 35.1 mm
Gewicht inkl. Akku und Speicherkarte427 g408 g390 g387g (schwarz) 390 g (weiß)299 g302 g
SensorgrößeAPSCAPSCAPSCAPSCAPSCAPSC
Auflösung (Effektiv in Megapixel)24.232.524.224.224.224.2
BildprozessorDIGIC 7DIGIC 8DIGIC 7DIGIC 8DIGIC 8DIGIC 7
Lowlight AF-1 EV-5 EV-1 EV-2 EV-4 EV-1 EV
Augen AFneinjaneinja nur One Shot Fotojanein
ISO-Empfindlichkeit100 -- 25600100 -- 51.200100 -- 25600100-51200100-51200100 -- 25600
kürzeste Verschlusszeit1/4000 Sek.1/16.0001/4000 Sek.1/4000 Sek.1/4000 Sek.1/4000 Sek.
max. Serienaufnahme Bilder / Sek.7147106.16.1
Raw Burstneinjaneinneinneinnein
Leiser Verschlussneinjaneinja (nur Automatik)ja (nur Automatik)nein
Intervallometerneinjaneinneinneinnein
Belichtungsreihenjajajajaneinnein
Fokusstackingneinjaneinneinneinnein
Videomax. 1920 x 1080 60pmax. 3840 x 2160 30pmax. 1920 x 1080 60pmax. 3840 x 2160 25p Cropedmax. 3840 x 2160 25p Cropedmax. 1920 x 1080 60p
Dualpixel AF bei 4K-ja-neinnein-
C-Log Videoneinneinneinneinneinnein
Zeitlupenein120 fps 1080pnein120 fps 720p120 fps 720pnein
Zeitrafferneinjaneinja (nicht voll manuell)ja (nicht voll manuell)ja (nicht voll manuell / kein 4K)
Clean HDMIneinjaneinneinjanein
Mikrofoneingangjajajajaneinnein
Kopfhörerausgangneinneinneinneinneinnein
LCD schwenkbar85° oben / 180° unten180° oben / 45° unten180° oben / 45° untenfrei schwenkbar180° oben180° oben
Sucherjaoptionaloptionaljaneinnein
Wasserwaagejajajajaneinnein
Zubehörschuhjajajajaneinnein
Laden per USBneinjaneinneinneinnein
Akkulaufzeit (Bilder)295305295235315295
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Die vollständigen technischen Daten gibt es bei Canon.de:

Die Kameras am Detail

Die Canon EOS M5 -- Topmodell oder Auslaufmodell?

Die EOS M5 mit dem 18-150er Reisezoom-Objektiv

Bei der Canon EOS M5 ist auf den ersten Blick klar, dass es sich hier um das spiegellose Topmodel von Canon handelt.
Sie hat einen eingebauten Sucher und jede Menge Drehräder. Eigentlich ist das gut.
Eigentlich …
Aber die EOS M5 ist das älteste Modell im Programm, sodass die Technik der M5 in der Zwischenzeit auch zu günstigeren Preisen in den anderen Modellen des Systems angekommen ist.

Einziger Vorteil der Canon EOS M5:

  • sie hat das Display mit der höchsten Auflösung
  • sie hat viele haptische Bedienelemente
  • sie hat einen eingebauten Sucher

Verstehe mich jetzt nicht falsch, die EOS M5 ist eine tolle Kamera, aber 2020 würde ich mir sie nicht mehr kaufen.
Willst du einen eingebauten Sucher, rate ich dir stattdessen zur EOS M50, kannst du darauf verzichten, greifst du besser zum tatsächlichen Topmodell, der EOS M6 Mark II und kannst du auf die Wechselobjektive verzichten, wäre eine Canon G1X Mark III vielleicht auch interessant.

Die Canon EOS M6 Mark II -- das eigentliche Topmodell

Kommen wir vom auslaufenden Topmodell -- der EOS M5 -- zum tatsächlichen Topmodell der Serie: Der Canon EOS M6 Mark II.

Mein Test der EOS M6 Mark II als Video:

Canon EOS M6 Mark II Test + Vorstellung: Die beste Kamera für mich?

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Bei der EOS M6 Mark II hat Canon seine neuen APS-C Sensor mit 32 Megapixeln verbaut. Zusammen mit dem Digic 8 Bildprozessor liefert die Kamera so nicht nur die höchste Aufösung der gesamten M-Serie, sondern auch den besten Dynamikumfang, die beste Leistung bei schlechtem Licht und es ist die einzige Kamera mit brauchbarem Video in 4K.

Die M6 Mark II ist definitiv die beste Kamera der Serie, stößt allerdings nicht überall auf Gegenliebe. Sie hat zwar viele Bedienelemente und muss sich auch vom Funktionsumfang der Software nicht verstecken -- ihr fehlt jedoch ein festverbauter Sucher. Mit dem Aufstecksucher EVF-DC2 (wird oft auch als Bundle angeboten*), lässt sich der Sucher zwar nachrüsten, dabei geht allerdings der Zubehörschuh verloren, sodass bspw. kein Blitz mehr aufgesteckt werden kann, und das Display lässt sich dann auch nicht mehr nach vorne klappen.

In diesem Video stelle ich dir den EVF-DC2 vor:
[bei Amazon ansehen*]

 

Mir gefällt das modulare Konzept, aber wie gesagt, es kommt nicht überall gut an.
Kommst du damit klar, findest du in der M6 Mark II eine universelle Kamera, die in vielen Disziplinen eine gute Figur macht. Das gilt übrigens nicht nur für Fotos. Auch bei Videos macht die Kamera eine gute Figur. Ein Großteil meiner Videos seit Herbst 2019 wurde damit aufgenommen.

Die Canon EOS M6 -- Auslaufmodell?

Die EOS M6

Die Canon EOS M6 war lange meine Hauptkamera. Sowohl für Fotos als auch für Videos. Das änderte sich nur, weil ich den Mikrofoneingang kaputt gemacht habe.
Da es zwischenzeitlich einen Nachfolger gibt, gehe ich davon aus, dass die M6 Mark I irgndwann vom Markt genommen wird. Bis dahin gibt es aber immer wieder gute Angebote für die Kamera. Neben dem geringeren Preis ist der größte Vorteil gegenüber die Mark II die Größe. Die M6 Mark I ist nämlich ein Stück kleiner als die M6 II. Trotzdem bietet sie drei Drehräder und ausreichend viele Buttons.

Auch die EOS M6 verfolgt das Konzept mit dem aufsteckbaren Sucher. Das funktioniert zwar tadellos, allerdings fehlt der Kamera die Touch and Drag -- Funktion, um den Fokuspunkt zu setzen, während du durch den Sucher guckst. M6 Mark II, M5 und M50 bieten die Funktion. Deshalb kann ich sie in Verbindung mit dem Sucher nur eingeschränkt empfehlen.

Aber sonst ist auch die M6 recht universell, speziell im Vergleich zur M6 Mark II fehlt ihr aber der Augenautofokus, Video in 4K, die möglichkeit eine Mindestverschlusszeit im Av-Modus einzustellen und der Fv-Modus.

Brauchst du all das nicht, wirst du viel Freude an der EOS M6 haben.
Die EOS M6 macht sowohl als Zweitkamera, aber auch als Hauptkamera eine gute Figur.

Canon EOS M50 -- die beliebteste

Die EOS M50 war vermutlich die Kamera, die das M-Systeme aus dem Schattendasein geholt hat. Zurecht!

Im Prinzip ist die M50 eine EOS M5 mit nur einem Drehrad, dafür aber mit voll schwenkbarem Display und zu einem günstigeren Preis.
Weitere Pluspunkte im Vergleich zur M5: Schnelleres Serienbild, 4K Video, 4K Timelapse und Zeitlupe. Schade ist jedoch, dass 4K nur ohne den tollen Dualpixel-Autofokus funktioniert.

Trotzdem siehst du, die M50 hat hauptsächlich beim Thema Video zugelegt. Dank des guten Autofokus bei Full-HD, dem geringen Preis, der einfachen Bedienung und dem Mikrofoneingang, ist die Kamera sehr beliebt bei YouTubern.

Ich kann die Kamera aber nicht nur für Videos empfehlen. Auch sie ist eingeschränkt als Allrounder zu nehmen und vor allem für Einsteiger sehr gut geeignet.

In diesem Video vergleiche ich die EOS M50 mit der EOS M6 Mark II:

Canon EOS M6 Mark II vs EOS M50: Warum ich die M6 II gekauft habe

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Canon EOS M200 -- der Wolf im Schafspelz

Die Canon EOS M200 ist zusammen mit der M100 die kleinste Kamera der Reihe und sie zählen wahrscheinlich auch zu den kleinsten Systemkameras auf dem Markt.
Wie schon weiter oben beschrieben, ist die Bedienung gewöhungsbedürftig. Die Kamera bietet nur ein Drehrad und kaum Knöpfe, sodass vieles über den Touchscreen gesteuert werden muss. Nach kurzer Eingewöhung ist das allerdings ganz einfach. Tatsächlich erwische ich mich oft dabei, die M6 II -- trotz vieler Drehräder -- wie eine M200/M100 zu bedienen. Und das abgespeckte Moduswahlrad der M200/M100 finde ich sogar viel besser als die aufgebähten Räder der anderen Kameras.

Von der Leistung her ist die M200 eine Mischung aus M6 Mark II (davon hat sie den Augenautofokus) und der EOS M50 (davon hat sie die Video-Features).

Empehlen kann ich die M200 jedem, der eine kleine Zweitkamera mit guten Video-Features sucht (Achtung Kein Mikrofoneingang!). Ideal ist die Kamera als Ergänzung zur EOS M6 Mark II oder auch zu einer DSLR von Canon.
RF-Objtektive sind mit dem dem EOS M-System leider nicht kompatibel. Deshalb kann ich sie als Ergänzung zu einer EOS R nur eingeschränt empfehlen.

Die Canon EOS M100 -- klein zum Schnäppchenpreis

Die EOS M100

Die M100 sieht der M200 zum verwechseln ähnlich. Auch wenn hier nicht von Mark I und II gesprochen wird, so ist sie trotzdem der Vorgänger der M200 und vermutlich ein Auslaufmodell.
Das macht die Kamera aber nicht weniger interessant. Ganz im Gegenteil! Die Kamera gibt es inkl. Objektiv manchmal für unter 250€. Mehr Kamera für so wenige Geld, gibt es nirgends!

Von der Leistung her enspricht sie ungefähr einer EOS M5 bzw. M6 mit eingeschränktem Bedienkonzept. So fehlen z.B. Belichtungsreihen, eine Wasserwaage, ein Mikrofoneingang und jede Menge Bedienelemete.

Aber wie schon bei der M200 geschrieben, die Bedienung geht trotzdem erstaunlich gut von der Hand.

Machst du hauptsächlich Fotos, ist die Canon EOS M100 eine ideale Zweitkamera. Ich habe meine tatsächlich oft dabei. Mit dem kleinen 22mm-Objektiv* ist die Kamera kaum größer als eine Kompaktkamera.

Zusammengefasst: Canon EOS M200 vs. EOS M100 vs. EOS M50 vs. EOS M5 vs. EOS M6 (Mark II)

Canon EOS M6 Mark II, EOS M6, EOS M50, EOS M100, EOS M200

Es hat eine Weile gedauert bist Canon und die Welt mit dem EOS M-System warm geworden sind. Mit der M6 Mark II bietet Canon jetzt aber eine ausgewachsene Kamera an, die sich hinter der Konkurenz von Sony, Fuji und Co. nicht verstecken muss.

Logisch, dass die M6 Mark II das teuerste Modell im Programm ist. Trotzdem kann ich die Kamera jedem empfehlen. Sie macht überall eine gute Figur und ist aktuell meine absolute Lieblingskamera.

Muss es ein eingebauter Sucher sein -- bei gleichzeitig niedrigerem Preis -- ist die M50 sicher auch eine Option. Klar wird sie in fast allen Punkten von der M6 Mark II überboten, ob du all die Features und vor allem die 32.5 Megapixel brauchst, ist aber nicht gesagt.
Bei der M50 bekommst du verdammt viel Leistung fürs Geld!

Die EOS M100 und EOS M200 kann ich nur mit Einschränkung empfehlen. Canon hat an der M200/M100 ordentlich den Rotstift angesetzt und viele nützliche Features weggestrichen, trotzdem lassen sich die Kameras mit etwas Gewöhnung gut bedienen.
M100 und M200 sind geniale Zweitkameras und spielen hauptsächlich dann ihre Stärken aus, wenn es klein sein soll.

Eine Übersicht aller Objektive für EF-M findest du hier.

Der Beitrag wurde am 27.02.2020 zuletzt aktualisiert.


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16 Kommentare zu “Canon EOS M200 vs. M100 vs. M50 vs. M6 (Mark II) vs. M5 – Vergleich der spiegellosen Systemkameras mit EF-M-Bajonett

  1. Cariola

    Danke für den ausführlichen Bericht
    Habe Die Canon EOS M, liebäugle gerade mit der EOS M 3, die M5 hat zwar alles, jedoch ist sie mir einfach zu teuer! und sie wirkt viel größer und schwerer – meine EOS M ist so klein, das ist sehr angenehm für mich und man nimmt sie wirklich überall mit! Werde wohl daher eher auf die M3 gehen, ist ja ähnlich klein (auch wenn leider der Sucher fehlt!)

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hi Cariola,

      warte am besten noch einen oder zwei Monate. es ist eine M6 als Nachfolger für die M3 angekündigt.
      Das soll angeblich einen M5 in der Größe einer M3 sein.
      Auf das Ding bin ich auch schon gespannt.

      Viele Grüße
      Marc

  2. Gümter

    Hallo Marc,
    als Vielreisender, der nicht mit großen Fotogepäck unterwegs sein will nutze ich derzeit eine Canon G7X u.a. wegen der Lichtstärke in Kombination mit der Canon G3X wegen des großes Zoombereichs. Beide Kameras hast Du schon ausgiebig getestet. Nun ist die Canon EOS M6 auf dem Markt. Laut Deinem Test, klein, handlich mit halbwegs passablen Objektiven für den engegierten Hobbyfotografen. Ich bin zwar grundsätzlich mit der G3X zufrieden, aber ich denke, dass die Bildqualität der EOS M6 nicht zuletzt wegen des deutlich größeren Sensors doch deutlich besser sein könnte. Nun meine Frage: Lohnt sich ein Umstieg von der G3X auf die EOS M6? Ich denke, dass der Sucher der G3X auch auf die EOS M6 passt.

    1. Marc Autor des Beitrags

      Sorry für die späte Antwort, aber ich hatte dir ja schon per Mail geantwortet.

      Ich sehe die die M6 überhaupt nicht in Konkurrenz zur G3X. Wenn überhaupt, dann eher zu G7X. Die G3X glänzt schließlich durch ihre lange Brennweite, die bekommst du mit der M6 überhaupt nicht.

      Der große Sensor bringt dir nur bei schlechten Lichtbedingungen etwas, aber dann auch nur, wenn die Objektive mitspielen und das tun sie im Moment nicht.
      Das Objektiv der G7X ist über den gesamten Brennweitenbereich lichtstark, so dass der Nachteil des kleineren Sensors so lange ausgeglichen wird, so lange die meisten EOS M-Objektive recht lichtschwach sind.

      Ich würde an deiner Stelle nicht wechseln.

      Viele Grüße
      Marc

  3. Carmen Vicari

    Hallo Marc,

    ich habe mir im Oktober auf Empfehlung die M6 geholt und bin sehr zufrieden damit.
    Heute zog als Zweitkamera die M100 ein. Diese würde ich wirklich nur als Einsteigerkamera sehen.
    Wenn du mehr willst, dann sollte es doch schon eine M6 oder, wenn das im Budget drin ist, sogar eine M5 sein.

    Viele Grüße
    Carmen

    1. Marc Autor des Beitrags

      Sehe ich genau so, nur dass ich die statt einer M100 keine M5 kaufen würde, die ist eine ganz andere Nummer. Die M6 passt schon. 🙂

  4. Mihaela Falk

    Hi, ich stehe vor der Entscheidung mir eine neue Kamera zu kaufen. Ich fotografiere gern Street und Menschen (auf der Straße) und bin viel auf Reisen.
    Ich habe mir die alpha 6000 angesehen aber die Auswahl und die Preise der E-Mount Objektive (878€ für 16-70mm Zeiss Obj. f4-5.6) schrecken mich ab und die 6000 ist schließlich auch 4 Jahre alt.
    Ich habe bisher mit einer 20D fotografiert, allerdings ist die mit einem Reisezoom 17-70mm einfach zu schwer für mich.

    Ich bin dann von der alpha 6000 auf die Canon 77D oder M5 gekommen. Kannst Du mir zw. diesen zwei Kameras raten?
    Die M5 ist in der Digital Photo mit einer bescheidenden Bildqualität um ca 10% weniger als eine 6300 (die ich zu teuer finde den sie ist doch baugleich mit der 6000)
    Herzlichen Dank
    Mihaela

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hallo Mihaela,

      die 77D kenne ich nicht, von daher kann ich sie schlecht mit der M5 vergleichen. Der größte Unterschied ist halt, dass die 77D eine richtige Spiegelreflexkamera ist und du einen optischen Sucher hast. Die M5 hingegen hat keinen Spiegel und dafür einen elektronischen Sucher.
      Außerdem ist die 77D größer und schwerer.
      Der Sensor ist vermutlich der gleiche, von daher sollte es bei der Bildqualität keinen Unterschiede geben.
      Aus dem Bauch heraus würde ich wohl die M5 bevorzugen.

      Wenn du dich aber an der Objektivauswahl bei Sony störst, bleibt für dich eigentlich nur die 77D (oder halt die M5 mit Adapter, dann ist sie aber auch nicht mehr viel kleiner). Da hast du definitiv die größte Auswahl an Objektiven in allen Preisklassen.

      Die a6000 ist keine schlechte Kamera, nur weil sie 4 Jahre alt ist. Ganz im Gegenteil. Du bekommst damit wahnsinnig viel fürs Geld. Die a6300 ist nicht baugleich, sie sieht auf den ersten Blick nur gleich aus. In ihr werkelt ein noch besserer Autofokus im vergleich zur a6000 (der ist aber auch schon sehr gut) und sie kann 4K. Außerdem hat sie eine neuere Sensorgeneration verbaut, aber großartige Unterschiede sind nicht sichtbar.

      Wegen den 10% hin oder her bei Labortests würde ich mir nicht großartige Gedanken machen, das sind alles tolle Kameras.

      Viele Grüße
      Marc

  5. Tobi

    Danke für diese tolle Übersicht.
    Ich besitze aktuell die M10 und würde gerne einen Schritt nach vorne machen. Ich bin nach wie vor blutiger Anfänger und nutze die Kamera vorwiegend für Urlaubsbilder (Städtereisen und Natur).
    Welche Kamera würde für mich mehr Sinn machen? Die M50 oder die M6?
    Welche EF-S Objektive passen sehr gut zur EF-M Serie? Ich besitze aktuell 15-45 mm und 55-200 mm.

    1. Marc Autor des Beitrags

      Willst du selbst einen Schritt nach vorne machen, also mehr selbst einstellen, oder soll die Kamera einen Schritt nach vorne machen?
      Wenn du auf einen Sucher verzichten kannst, würde ich zur M6 greifen, da hast du viel mehr Drehräder und kannst alles leichter einstellen. Gleichzeitig hast du eine neuere Sensorgeneration und einen besseren Autofokus als bei der M10.
      Letzteres hättest du bei der M50 zwar auch (sogar noch eine Generation weiter), aber eben nur ein Drehrad.

      1. Tobi

        Danke für deine prompte Antwort.
        Zu deiner Frage: beides.
        Ich möchte etwas tiefer einsteigen in die Materie, die Kamera soll aber auch (Out of the Box) bessere Bilder liefern.
        Ein Sucher ist mir nicht wichtig, ich tendiere aufgrund der kleineren Abmessungen zur M6.
        Allerdings ist die M50 neuer und liegt preislich fast auf dem gleichen Niveau.

        Kannst du EF(-S) Objektive für die M Serie empfehlen?
        Ich wollte mir eventuell noch das EF-M 11-22 mm oder das 22 mm holen, bin allerdings neugierig welche Objektive du verwendest. Du hast ja keine besonders gute Meinung von den EF-M Objektiven.

        1. Marc Autor des Beitrags

          Ich habe leider immernoch kein Testmodell der M50, deshalb kann ich die Kameras nicht richtig miteinander vergleichen.
          Im Prinzip ist die M50 aber eine M100 mit Sucher und etwas neuerer Technik drin. Gerade auf die neue Technik würde ich aber nicht so viel Wert legen, das klingt wahrscheinlich viel besser, als es ist.
          Tatsächlich fehlen aber Drehräder und die machen die Arbeit halt viel viel einfacher, wenn du mit den halbautomatischen Modi oder sogar im manuellen Modus arbeiten möchtest.
          All das geht natürlich auch mit der M50, aber es ist eben umständlicher.

          Bei den Objektiven kommt es darauf an, was du damit machen willst. Ich hab das 22mm und liebe es. Das 11-22 ist mir zu teuer, ich hab stattdessen das 10-18mm EF-S und einen Adapter von Meike für 30€.
          Ich sollte die Seite mit meiner Ausrüstung mal wieder aktualisieren. 🙂

          Die EF-M Objektive finde ich schon gut. Vor allem sind sie schön klein, aber es fehlen eben hochwertige, lichtstarke Objektive. Das ist wirklich schade.

          1. Tobi

            Danke!
            Ich denke dann werde ich es mit der M6 versuchen. Bleibt nur die Entscheidung bzgl. der Farbe…
            Ich lebe zur Zeit in den USA, hier bekommt man die M6 ab 500 Dollar. Das ist ein guter Preis, auch wenn ich die M10 wohl behalten werde, weil sie wirklich super handlich ist und der Body an sich kaum Geld einbringen wird.
            Ich denke ich werde mir auch das 22 mm holen, da es das einzig lichtstarke EF-M Objektiv ist. Gerüchten zufolge soll dieses Jahr aber noch ein EF-M 32mm f/1.4 erscheinen.
            Eine abschließende Frage hätte ich noch an dich:
            Was hältst du persönlich von Reiseobjektiven und machen sie an EOS M Kameras aufgrund der Größe überhaupt Sinn. Hast du schon einmal eines besessen?
            Nochmals vielen Dank!

          2. Marc Autor des Beitrags

            Die sind beide schick, die schwarze sieht in echt viel besser aus als auf den Fotos. Wäre die silberne aber nicht teurer gewesen, hätte ich mir trotzdem die gekauft 🙂
            Die Seite hier heißt Reisezoom, weil ich eigentlich ein großer Fan solcher Objektive bin. Mit der Zeit habe ich aber gemerkt, dass sich praktisch nie mit Telebrennweiten fotografiere, ist einfach nicht so mein Ding. Aber auch das 18-150er ist ein gutes Objektiv, nur halt etwas wenig Weitwinkel und EF-M-typisch sehr lichtschwach und natürlich groß, aber das lässt sich halt nicht vermeiden.
            Im letzten Bild des Beitrags siehst du in der Mitte das 18-150er Objektiv an der M3. Mir wäre es als immer-drauf-Objektiv zu groß.

  6. Christine

    Hallo Marc,
    mittlerweile bin ich echt verzweifelt! Ich bin auf der Suche nach einer Kamera, die ich beim Tauchen verwenden kann. Da die Unterwassergehäuse fast soviel kosten wie die Kameras selber (manchmal sogar noch mehr), muss ich schon darauf achten, dass der Preis nicht so in die Höhe schnellt. Mein Bugdet ist schon begrenzt.
    Unterwasser hab ich halt das Problem, das ich nicht ewig lange probieren kann, bis die Einstellung passt und jeder Tauchgang ist nicht wie der vorherige. Also besteht keine Wiederholungsmöglichkeit.
    Nun habe ich eine Canon Eos M mit 18-55mm Objektiv für 290€ und das dazu passende Uw Gehäuse für 230€ gefunden. Die Kamera ist allerding gebraucht. Im Testbericht von Chip hab ich gelesen, dass sie eigentlich ganz gut ist, bis auf den Autofokus. Der wäre zu langsam. Was mit einer Sekunde auch stimmt.
    Kannst du mir eine Kamera in der oben genannten Preisklasse empfehlen oder würdsst du sagen, ich soll über den langsamen Autofokus hinwegsehen.
    An Land würde ich sie als Zweitkamera benutzen, wenn mal kein Platz für die grosse Spiegelreflex im Rucksack ist.
    Oh man, vom vielen Berichte lesen wird mir schon ganz schwindlig!

    Viele Grüsse,
    Christine

    1. Marc Autor des Beitrags

      Die M ohne irgendeine Zahl dahinter ist wirklich suuper langsam. In dem Preisbereich fällt mir aber auch nicht viel ein.
      Wie wäre es mit einer Sony a5100/a6000 (die Innereien sind gleich, die a5100 hat nur weniger Knöpfe). Die sollten gebraucht auch schon recht günstig sein und die sind schneller und haben einen besseren Autofokus. Der geht vor allem auch noch bei etwas schlechterem Licht, was Unterwasser ja durchaus vorkommen kann.
      Bei Canon bliebe ansonsten noch die M100, da ist der Autofokus deutlich besser und schneller als bei der M, aber der Preis dafür auch nicht ohne.
      Mein Tipp deshalb: a5100.

      Viele Grüße
      Marc