Canon EOS M200 vs. M100 vs. M50 vs. M6 (Mark II) vs. M5 – Vergleich der spiegellosen Systemkameras mit EF-M-Bajonett

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Es hat eine Weile gedauert, bist ich mit dem Canon EOS M-System warm geworden bin, zwischenzeitlich bin ich aber ein großer Fan davon und ich benutze kaum noch etwas aderes.
Canon bietet aktuell (Februar 2020) sechs verschiedene Kameras für das EOS M-Systeme an. In diesem Beitrag erfährst du die Unterschiede der Kameras, außerdem gebe ich dir Tipps, welche Kamera, für welchen Einsatz am besten geeignet ist.

Was ist das EOS M-System: Eine kleine Übersicht

Im EOS M-System bietet Canon seine spiegellosen Kameras mit APS-C-Sensor an.  Beim EOS-M-System bekommst du viel Leistung, zu moderaten Preisen und – der größte Vorteil! – in kompakten und leichten Gehäusen. Das gilt für Kameras und Objektive!

[Hier findest du eine Liste von Objektiven für das EOS M-System]

Ich habe tatsächlich eine Weile gebraucht, bis ich mich mit dem EOS M-System anfreunden konnte. Die Ur-EOS M konnte mich nicht überzeugen und auch deren Nachfolger EOS M10 lockte keine Freudenschreie aus mir.

Die M5 machte zwar eine deutlich bessere Figur, richtig überzeugt hat mich aber erst die EOS M6 – eine kompakte Kamera mit vielen Bedienelementen und super Qualität bei Fotos und Videos. In der Zwischenzeit arbeite ich hauptsächlich mit der Canon EOS M6 Mark II.

Aber auch die EOS M100 konnte mich überzeugen und das, obwohl die Kamera ihren Vorgängern M und M10 sehr ähnlich sieht. Tasächlich muss man sich mit dem Bedienkonzept dieser kleinen, abgespeckten Kamera erst anfreunden, um das wahre Potential zu nutzen. Ist das aber geschafft, wird dir schnell klar, dass die M100 wahrscheinlich nicht nur die Kamera mit dem besten Preis/Leistungs-Verhältnis auf dem Markt ist, sondern die Kamera auch irre viel Leistung für ihre geringen Abmessungen bringt. Bei der Leistung hat der Nachfolger – die M200 übrigens noch einen draufgesetzt!

Mit der EOS M50 führe ich hingegen eine Hassliebe. Ich weiß, dass die Kamera sehr beliebt ist. Durch den fest integrierten Sucher ist die Kamera aber deutlich größer als die anderen Ms (außer M5), sodass ein wichtiger Vorteil verloren geht. Trotzdem bekommst du bei der M50 auch irre viel Leistung für dein Geld. Nach der M100 ist das die Kamera mit dem zweitbesten Preis/Leisungsverältnis der Serie.

Video: Vergleich Canon EOS M200 vs. M100 vs. M50

Für jeden was dabei! [Canon EOS M200 vs M50 vs M100: Kameravergleich für Foto und Video]

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Die technischen Daten

Vergleich Canon EOS M5 vs Canon EOS M6 (Mark II) vs Canon EOS M50 vs Canon EOS M200 vs. Canon EOS M010
EOS M5EOS M6 Mark IIEOS M6EOS M50EOS M200EOS M100
Abmessungen (BxHxT)115.6 x 89.2 x 60.6 mm119.6 x 70 x 49.2 mm112.0 x 68.0 x 44.5 mm116.3 x 88.1 x 58.7 mm108.2 x 67.1 x 35.1 mm108.2 x 67.1 x 35.1 mm
Gewicht inkl. Akku und Speicherkarte427 g408 g390 g387g (schwarz) 390 g (weiß)299 g302 g
SensorgrößeAPSCAPSCAPSCAPSCAPSCAPSC
Auflösung (Effektiv in Megapixel)24.232.524.224.224.224.2
BildprozessorDIGIC 7DIGIC 8DIGIC 7DIGIC 8DIGIC 8DIGIC 7
Lowlight AF-1 EV-5 EV-1 EV-2 EV-4 EV-1 EV
Augen AFneinjaneinja nur One Shot Fotojanein
ISO-Empfindlichkeit100 – 25600100 – 51.200100 – 25600100-51200100-51200100 – 25600
kürzeste Verschlusszeit1/4000 Sek.1/16.0001/4000 Sek.1/4000 Sek.1/4000 Sek.1/4000 Sek.
max. Serienaufnahme Bilder / Sek.7147106.16.1
Raw Burstneinjaneinneinneinnein
Leiser Verschlussneinjaneinja (nur Automatik)ja (nur Automatik)nein
Intervallometerneinjaneinneinneinnein
Belichtungsreihenjajajajaneinnein
Fokusstackingneinjaneinneinneinnein
Videomax. 1920 x 1080 60pmax. 3840 x 2160 30pmax. 1920 x 1080 60pmax. 3840 x 2160 25p Cropedmax. 3840 x 2160 25p Cropedmax. 1920 x 1080 60p
Dualpixel AF bei 4K-ja-neinnein-
C-Log Videoneinneinneinneinneinnein
Zeitlupenein120 fps 1080pnein120 fps 720p120 fps 720pnein
Zeitrafferneinjaneinja (nicht voll manuell)ja (nicht voll manuell)ja (nicht voll manuell / kein 4K)
Clean HDMIneinjaneinneinjanein
Mikrofoneingangjajajajaneinnein
Kopfhörerausgangneinneinneinneinneinnein
LCD schwenkbar85° oben / 180° unten180° oben / 45° unten180° oben / 45° untenfrei schwenkbar180° oben180° oben
Sucherjaoptionaloptionaljaneinnein
Wasserwaagejajajajaneinnein
Zubehörschuhjajajajaneinnein
Laden per USBneinjaneinneinneinnein
Akkulaufzeit (Bilder)295305295235315295
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Die vollständigen technischen Daten gibt es bei Canon.de:

Die Kameras am Detail

Die Canon EOS M5 – Topmodell oder Auslaufmodell?

eos-m5-reisezoom

Die EOS M5 mit dem 18-150er Reisezoom-Objektiv

Bei der Canon EOS M5 ist auf den ersten Blick klar, dass es sich hier um das spiegellose Topmodel von Canon handelt.
Sie hat einen eingebauten Sucher und jede Menge Drehräder. Eigentlich ist das gut.
Eigentlich …
Aber die EOS M5 ist das älteste Modell im Programm, sodass die Technik der M5 in der Zwischenzeit auch zu günstigeren Preisen in den anderen Modellen des Systems angekommen ist.

Einziger Vorteil der Canon EOS M5:

  • sie hat das Display mit der höchsten Auflösung
  • sie hat viele haptische Bedienelemente
  • sie hat einen eingebauten Sucher

Verstehe mich jetzt nicht falsch, die EOS M5 ist eine tolle Kamera, aber 2020 würde ich mir sie nicht mehr kaufen.
Willst du einen eingebauten Sucher, rate ich dir stattdessen zur EOS M50, kannst du darauf verzichten, greifst du besser zum tatsächlichen Topmodell, der EOS M6 Mark II und kannst du auf die Wechselobjektive verzichten, wäre eine Canon G1X Mark III vielleicht auch interessant.

Die Canon EOS M6 Mark II – das eigentliche Topmodell

Kommen wir vom auslaufenden Topmodell – der EOS M5 – zum tatsächlichen Topmodell der Serie: Der Canon EOS M6 Mark II.

Mein Test der EOS M6 Mark II als Video:

Canon EOS M6 Mark II Test + Vorstellung: Die beste Kamera für mich?

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Bei der EOS M6 Mark II hat Canon seine neuen APS-C Sensor mit 32 Megapixeln verbaut. Zusammen mit dem Digic 8 Bildprozessor liefert die Kamera so nicht nur die höchste Aufösung der gesamten M-Serie, sondern auch den besten Dynamikumfang, die beste Leistung bei schlechtem Licht und es ist die einzige Kamera mit brauchbarem Video in 4K.

Die M6 Mark II ist definitiv die beste Kamera der Serie, stößt allerdings nicht überall auf Gegenliebe. Sie hat zwar viele Bedienelemente und muss sich auch vom Funktionsumfang der Software nicht verstecken – ihr fehlt jedoch ein festverbauter Sucher. Mit dem Aufstecksucher EVF-DC2 (wird oft auch als Bundle angeboten*), lässt sich der Sucher zwar nachrüsten, dabei geht allerdings der Zubehörschuh verloren, sodass bspw. kein Blitz mehr aufgesteckt werden kann, und das Display lässt sich dann auch nicht mehr nach vorne klappen.

In diesem Video stelle ich dir den EVF-DC2 vor:
[dsgvo-youtube url=“https://youtu.be/U9kXTqXnsVA“ ][/dsgvo-youtube]

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Mir gefällt das modulare Konzept, aber wie gesagt, es kommt nicht überall gut an.
Kommst du damit klar, findest du in der M6 Mark II eine universelle Kamera, die in vielen Disziplinen eine gute Figur macht. Das gilt übrigens nicht nur für Fotos. Auch bei Videos macht die Kamera eine gute Figur. Ein Großteil meiner Videos seit Herbst 2019 wurde damit aufgenommen.

Die Canon EOS M6 – Auslaufmodell?

Canon EOS M6

Die EOS M6

Die Canon EOS M6 war lange meine Hauptkamera. Sowohl für Fotos als auch für Videos. Das änderte sich nur, weil ich den Mikrofoneingang kaputt gemacht habe.
Da es zwischenzeitlich einen Nachfolger gibt, gehe ich davon aus, dass die M6 Mark I irgndwann vom Markt genommen wird. Bis dahin gibt es aber immer wieder gute Angebote für die Kamera. Neben dem geringeren Preis ist der größte Vorteil gegenüber die Mark II die Größe. Die M6 Mark I ist nämlich ein Stück kleiner als die M6 II. Trotzdem bietet sie drei Drehräder und ausreichend viele Buttons.

Auch die EOS M6 verfolgt das Konzept mit dem aufsteckbaren Sucher. Das funktioniert zwar tadellos, allerdings fehlt der Kamera die Touch and Drag – Funktion, um den Fokuspunkt zu setzen, während du durch den Sucher guckst. M6 Mark II, M5 und M50 bieten die Funktion. Deshalb kann ich sie in Verbindung mit dem Sucher nur eingeschränkt empfehlen.

Aber sonst ist auch die M6 recht universell, speziell im Vergleich zur M6 Mark II fehlt ihr aber der Augenautofokus, Video in 4K, die möglichkeit eine Mindestverschlusszeit im Av-Modus einzustellen und der Fv-Modus.

Brauchst du all das nicht, wirst du viel Freude an der EOS M6 haben.
Die EOS M6 macht sowohl als Zweitkamera, aber auch als Hauptkamera eine gute Figur.

Canon EOS M50 – die beliebteste

Die EOS M50 war vermutlich die Kamera, die das M-Systeme aus dem Schattendasein geholt hat. Zurecht!

Im Prinzip ist die M50 eine EOS M5 mit nur einem Drehrad, dafür aber mit voll schwenkbarem Display und zu einem günstigeren Preis.
Weitere Pluspunkte im Vergleich zur M5: Schnelleres Serienbild, 4K Video, 4K Timelapse und Zeitlupe. Schade ist jedoch, dass 4K nur ohne den tollen Dualpixel-Autofokus funktioniert.

Trotzdem siehst du, die M50 hat hauptsächlich beim Thema Video zugelegt. Dank des guten Autofokus bei Full-HD, dem geringen Preis, der einfachen Bedienung und dem Mikrofoneingang, ist die Kamera sehr beliebt bei YouTubern.

Ich kann die Kamera aber nicht nur für Videos empfehlen. Auch sie ist eingeschränkt als Allrounder zu nehmen und vor allem für Einsteiger sehr gut geeignet.

In diesem Video vergleiche ich die EOS M50 mit der EOS M6 Mark II:

Canon EOS M6 Mark II vs EOS M50: Warum ich die M6 II gekauft habe

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Canon EOS M200 – der Wolf im Schafspelz

Die Canon EOS M200 ist zusammen mit der M100 die kleinste Kamera der Reihe und sie zählen wahrscheinlich auch zu den kleinsten Systemkameras auf dem Markt.
Wie schon weiter oben beschrieben, ist die Bedienung gewöhungsbedürftig. Die Kamera bietet nur ein Drehrad und kaum Knöpfe, sodass vieles über den Touchscreen gesteuert werden muss. Nach kurzer Eingewöhung ist das allerdings ganz einfach. Tatsächlich erwische ich mich oft dabei, die M6 II – trotz vieler Drehräder – wie eine M200/M100 zu bedienen. Und das abgespeckte Moduswahlrad der M200/M100 finde ich sogar viel besser als die aufgebähten Räder der anderen Kameras.

Von der Leistung her ist die M200 eine Mischung aus M6 Mark II (davon hat sie den Augenautofokus) und der EOS M50 (davon hat sie die Video-Features).

Empehlen kann ich die M200 jedem, der eine kleine Zweitkamera mit guten Video-Features sucht (Achtung Kein Mikrofoneingang!). Ideal ist die Kamera als Ergänzung zur EOS M6 Mark II oder auch zu einer DSLR von Canon.
RF-Objtektive sind mit dem dem EOS M-System leider nicht kompatibel. Deshalb kann ich sie als Ergänzung zu einer EOS R nur eingeschränt empfehlen.

Die Canon EOS M100 – klein zum Schnäppchenpreis

EOS M100

Die EOS M100

Die M100 sieht der M200 zum verwechseln ähnlich. Auch wenn hier nicht von Mark I und II gesprochen wird, so ist sie trotzdem der Vorgänger der M200 und vermutlich ein Auslaufmodell.
Das macht die Kamera aber nicht weniger interessant. Ganz im Gegenteil! Die Kamera gibt es inkl. Objektiv manchmal für unter 250€. Mehr Kamera für so wenige Geld, gibt es nirgends!

Von der Leistung her enspricht sie ungefähr einer EOS M5 bzw. M6 mit eingeschränktem Bedienkonzept. So fehlen z.B. Belichtungsreihen, eine Wasserwaage, ein Mikrofoneingang und jede Menge Bedienelemete.

Aber wie schon bei der M200 geschrieben, die Bedienung geht trotzdem erstaunlich gut von der Hand.

Machst du hauptsächlich Fotos, ist die Canon EOS M100 eine ideale Zweitkamera. Ich habe meine tatsächlich oft dabei. Mit dem kleinen 22mm-Objektiv* ist die Kamera kaum größer als eine Kompaktkamera.

Zusammengefasst: Canon EOS M200 vs. EOS M100 vs. EOS M50 vs. EOS M5 vs. EOS M6 (Mark II)

Canon EOS M Serie

Canon EOS M6 Mark II, EOS M6, EOS M50, EOS M100, EOS M200

Es hat eine Weile gedauert bist Canon und die Welt mit dem EOS M-System warm geworden sind. Mit der M6 Mark II bietet Canon jetzt aber eine ausgewachsene Kamera an, die sich hinter der Konkurenz von Sony, Fuji und Co. nicht verstecken muss.

Logisch, dass die M6 Mark II das teuerste Modell im Programm ist. Trotzdem kann ich die Kamera jedem empfehlen. Sie macht überall eine gute Figur und ist aktuell meine absolute Lieblingskamera.

Muss es ein eingebauter Sucher sein – bei gleichzeitig niedrigerem Preis – ist die M50 sicher auch eine Option. Klar wird sie in fast allen Punkten von der M6 Mark II überboten, ob du all die Features und vor allem die 32.5 Megapixel brauchst, ist aber nicht gesagt.
Bei der M50 bekommst du verdammt viel Leistung fürs Geld!

Die EOS M100 und EOS M200 kann ich nur mit Einschränkung empfehlen. Canon hat an der M200/M100 ordentlich den Rotstift angesetzt und viele nützliche Features weggestrichen, trotzdem lassen sich die Kameras mit etwas Gewöhnung gut bedienen.
M100 und M200 sind geniale Zweitkameras und spielen hauptsächlich dann ihre Stärken aus, wenn es klein sein soll.

Eine Übersicht aller Objektive für EF-M findest du hier.

Der Beitrag wurde am 27.02.2020 zuletzt aktualisiert.