Update Juli 2026: Dieser Beitrag ist 2017 als skeptische Ersteinschätzung gestartet. Inzwischen ist einiges passiert: Ich habe mir die RX10 IV 2022 tatsächlich gekauft, nutze sie bis heute – und Sony hat gerade die RX10 V vorgestellt. Der Artikel erzählt die ganze Geschichte.

2017: Meine erste Einschätzung – Begeisterung mit Fragezeichen

Scheiß die Wand an! Als die RX10 III vorgestellt wurde, war ich schon ganz aus dem Häuschen, bei meinem Test dann aber doch etwas enttäuscht – hauptsächlich wegen des schwächelnden Autofokus und des fehlenden Touchscreens.

Die RX10 IV räumte genau das ab: der 1″-Sensor der RX100 V mit 315 Phasenvergleichs-AF-Punkten, dazu High-density Tracking AF und endlich ein Touchscreen. Meine Kritikpunkte von damals: kein ND-Filter, kein GPS, kein 4K60 – und ein stolzer Preis. Mein Fazit 2017 war ehrlich hin- und hergerissen: „Auch wenn die M4 nicht perfekt ist, ich will sie trotzdem.“

2022: Ich habe es getan

Fünf Jahre später war es so weit – ich habe mir die RX10 IV gekauft. Warum, und ob ich den Kauf gleich wieder bereut habe, erzähle ich in diesem Video:

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Die RX10 IV auf meinen Touren

Seitdem ist die RX10 IV immer wieder mit dabei, wenn maximale Brennweite in einem Gehäuse gefragt ist – 24 bis 600 Millimeter, ohne Objektivwechsel, ohne Rucksack voller Gläser. Hier zwei Touren mit ihr:

Im Briesetal – inklusive Spider Holster als Tragelösung:

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Und auf dem Weg nach Bernau, im Doppel mit der Canon G5X Mark II:

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Lohnt sich die RX10 IV heute noch?

2024 habe ich genau diese Frage in einem eigenen Video durchgespielt – inklusive eines Denkfehlers, den viele beim Superzoom-Vergleich machen:

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Kurzfassung: Ja – als Eine-für-alles-Kamera für Reise, Zoo, Flugplatz und Tierbeobachtung ist sie auch Jahre nach Marktstart konkurrenzlos geblieben. Genau deshalb ist sie bei mir geblieben.

Neu: Die Sony RX10 V ist da

Neun Jahre nach der RX10 IV hat Sony im Juli 2026 endlich den Nachfolger vorgestellt. Das bewährte Zeiss 24-600mm F2.4-4.0 bleibt – drumherum ist fast alles neu:

  • BIONZ-XR-Prozessor mit KI-Chip: Real-time Recognition AF erkennt Menschen, Tiere, Vögel, Insekten, Autos, Züge und Flugzeuge – Fokusberechnung bis zu 60-mal pro Sekunde
  • Video: 4K60p ohne Crop in 10 Bit 4:2:2, dazu 4K120p für bis zu 5-fache Zeitlupe, S-Cinetone und S-Log3
  • Serienbild: 30 Bilder/Sekunde ohne Blackout
  • Sucher: größerer 0,5″-OLED mit 3,68 Mio. Bildpunkten
  • Akku: endlich der große NP-FZ100 – über 50 % mehr Laufzeit (bis 630 Aufnahmen)
  • Preis: 2.499 € UVP, lieferbar ab August 2026

Und meine ehrliche Einordnung: Wahrscheinlich würde ich die RX10 V kaufen, wenn ich die IV nicht schon hätte. Der KI-Autofokus und der große Akku adressieren genau die Punkte, die im Alltag zählen – das Objektiv war ohnehin nie das Problem.

Die technischen Daten der RX10-Reihe im Vergleich

Gegenüberstellung Sony RX10-Modellreihe
RX10 Mark I RX10 Mark II RX10 Mark III RX10 Mark IV
Abmessungen (BxHxT) 129 x 88.1 x 102.2 mm 132.5 x 94.0 x 127.4mm
Gewicht inkl. Akku und Speicherkarte 813 g 1095 g
Sensor EXMOR R 1" BSI Exmor RS 1"
Auflösung 20.2 Megapixel 20.1 Megapixel
Bildprozessor BIONZ X
ISO-Empfindlichkeit 125-25600 100-12800 (Erweitert 64 – 25600)
Brennweite (KB) 24-200mm 24-600mm
Brennweite (nativ) 8.8 – 73.3 mm 8.8 – 220 mm
Optischer Zoom 8.3fach 25fach
max. Blende f/2.8 f/2.4 – f/4
Naheinstellgrenze Weitwinkel 3cm
Naheinstellgrenze Tele 30 cm (200 mm) 72 cm (600 mm)
Belichtungszeit 1/3200 Sek. – 30 Sek.; bei f/2.8 max. 1/1600 Sek1/2000s – 30s 1/32000s – 30s
Serienaufnahme 10 Bilder / Sek. 14 Bilder / Sek. 24 Bilder / Sek.
Video Bitrate 1920 x 1080 Full-HD AVCHD (MPEG-4 AVC/H.264) 4k 100MBps (XAVC S)
Super-Slowmotion nein ja
ND Filter ja nein
Wi-Fi & NFC ja
Bluetooth nein ja
Zubehörschuh ja
LCD Schwenkbar 90° hoch / 45° runter 107° hoch / 42° runter
Internter Bildstabilisator ja
abgedichtetes Gehäuse ja
Akkulaufzeit 340 Bilder 400 Bilder 420 Bilder 420 Bilder
Preis** * * *

Die vollständigen technischen Daten findest du bei Sony; einen ausführlichen Modell-Vergleich in meinem Vergleich aller Sony RX10-Modelle.

Mein Fazit nach all den Jahren

2017 schrieb ich: „Es fehlt das letzte Quäntchen, um begeistert durch den Garten zu hüpfen.“ Heute weiß ich: Die Quäntchen-Rechnung war zu streng. Kein ND-Filter und kein Klappdisplay nerven bis heute – aber kein anderes Gehäuse liefert 24-600mm mit diesem Autofokus. Deshalb ist die RX10 IV geblieben. Und wer jetzt neu einsteigt, bekommt mit der RX10 V die Antwort auf fast alle meine alten Kritikpunkte.

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