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12 Gründe, warum das Smartphone die beste Immer-Dabei-Kamera ist und 8 Gründe, warum nicht

Seit ich mir das Samsung Galaxy S7 geholt habe, bin ich total angefixt von der Smartphone-Fotografie. Mich fasziniert, was diese kleinen Dinger leisten und tüftle täglich an Lösungen, um das Smartphone noch ein Stück näher an eine Edel-Kompaktkamera zu schieben.
Denn eine Edel-Kompaktkamera war die letzten Jahre mein ständiger Begleiter (und ist es immer noch) … ein Smartphone habe ich aber auch immer dabei. Warum also doppelt schleppen, wenn das Smartphone ausreicht?

12 Gründe, warum das Smartphone die beste Immer-Dabei-Kamera ist

1. Immer dabei

Tatsächlich! Wer geht heutzutage noch ohne Telefon aus dem Haus? Ich habe das Ding fast immer dabei! 🙂

2. Günstig

Nein, gute Smartphones sind nicht unbedingt viel günstiger als gute Kompaktkameras, aber die Frage entweder/oder stellt sich ja gar nicht.

Höchstwahrscheinlich hast du eh ein Smartphone, es kostet also nicht extra!

2. Passt in die Hosentasche

An den Edel-Kompaktkameras nervt mich, dass sie nur bedingt in die Hosentasche passen. Ohne extra Tasche geht es eigentlich nicht. (einzige Ausnahme ist die G9X von Canon) Generell ist das kein Problem für mich, weil ich fast immer einen Rucksack, einen Kinderwagen, eine große Jackentasche oder sonst was dabei habe …
Fast immer ist aber nicht immer und oft nehme ich die Tasche nur wegen der Kamera mit, das müsste mit dem Smartphone nicht mehr sein.

3. Bildqualität reicht in vielen Fällen aus

Natürlich lassen sich Unterschiede zwischen einem Smartphone-Foto und dem einer Edel-Kompaktkamera oder einer Systemkamera finden. Aber in vielen Fällen reicht das, was die Smartphone-Kamera liefert locker aus. Die Unterschiede sind oft nur auf den zweiten Blick zu sehen.
Für eine Immer-Dabei-Kamera reicht mir die Qualität. Starte ich zu einer Fototour, kann ich ja trotzdem die große Fotoausrüstung mitnehmen.

4. Bilder lassen sich sofort bearbeiten

Für die Bearbeitung auf dem Smartphone nutze ich Snapseed und Lightroom Mobile. Beides sind mächtige Tools und um längen besser als das, was man mit manchen Kameras an »Bearbeitung« machen kann.
Natürlich funktioniert das auch mit Fotos einer größeren Kamera, dazu müssen diese aber zuerst auf das Smartphone übertragen werden.

5. Bilder lassen sich einfach teilen

Teilen kannst du auch die Bilder der Kamera, wenn du sie zuvor auf das Smartphone überträgst. Fotografierst du aber direkt mit dem Smartphone, entfällt dieser Schritt. Schnell, einfach und praktisch!

6. Bilder lassen sich automatisch in der Cloud sichern

Vielleicht kennst du meinen Beitrag über mein Datensicherungs-Setup. Fotografierst du mit dem Smartphone, kannst du die Bilder direkt und automatisiert in die Cloud laden lassen.
Eine Datensicherung an einem anderen Ort, quasi on the fly. Sicherer geht es kaum!
(Aber Achtung, die Sicherung in der Cloud sollte nicht das Backup zu Hause ersetzen!)

Als Bonus bekommst du von Google Fotos immer wieder schöne Collagen, Erinnerungen und automatisch erstellte Filmchen. Das ist manchmal ganz nett. Ob das andere Dienste auch an bieten, weiß ich nicht.

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Solche Erinnerungen sind doch schön. Das war Mallorca 2013.

7. Geotagging der Bilder

Auf Reisen fotografierte ich lange Zeit mit meiner guten alten Sony a65 weil sie einen GPS-Empfänger hat und die Geo-Koordinaten direkt in die Bilder schreibt.
Dieses Feature fehlt heute leider bei fast allen Kameras. Beim Smartphone ist es dabei!
Finde ich genial, vor allem, wenn man ständig unterwegs ist.

8. Wasserdicht

Es ist zwar nicht jedes Smartphone wasserdicht, aber es werden immer mehr. Und selbst wenn es keinen offiziellen »Wasserdicht«-Stempel hat, so sind aktuelle Smartphones schon recht robust.

Damit ersetzt das Smartphone sogar Actioncams! Du kannst damit im Regen fotografieren, schwimmen, kitesurfen, paddeln …

9. Stabil

Hahaha, bei diesem Punkt muss ich lachen. Wer kennt die gesprungenen Displays von Smartphones nicht?
Trotzdem: Ein Smartphone ist stabiler als eine Edel-Kompaktkamera. Allein schon, weil es keinen anfälligen Objektivverschluss gibt.

10. Unscheinbar

Je kleiner die Kamera und je weniger eine Kamera nach »guten« Bildern aussieht, desto unscheinbarer ist sie.
Punkt für das Smartphone!

11. Lässt sich schnell aufladen

Keine Ahnung warum, aber alle meine Smartphones laden deutlich schneller als meine Kameras.

12. Fotografieren während geladen wird

Hast du schon versucht einen Timelapse über mehrere Stunden aufzunehmen? Oder stundenlang Sternspuren zu fotografieren?
Glaub mir, irgendwann fängst du dabei an, dir Sorgen über den leeren Akku deiner Kamera zu machen.
Es gibt Kameras, die du laden kannst, während du fotografierst. Die meisten können es aber nicht.
Beim Smartphone ist das überhaupt kein Problem!

8 Gründe, warum das Smartphone NICHT die beste Immer-Dabei-Kamera ist

1. Kein Klappdisplay

Hast du dich einmal an ein Klappdisplay gewöhnt, kannst du nicht mehr ohne leben.
Fotografieren aus der Froschperspektive oder weit über Kopf … mit einem Klappdisplay kein Problem, ohne wird es zum Blindflug.
Auch Selfies gelingen mit einem 180°-Klappdisplay viel besser, denn die Frontkamera sollte nach wie vor nur im Notfall genutzt werden.

2. Keine haptischen Bedienelemente

Super an richtigen Kameras ist, dass sie haptische Knöpfe und Drehräder haben. So kannst du schnell und ohne hinzugucken die Einstellungen für die jeweilige Situation anpassen.
Beim Smartphone hast du fast nur virtuelle Bedienelemente.

3. Feste Blende

Die Blende im Smartphone ist fix und immer offen. Du kannst damit also nicht die Lichtmenge regulieren, die auf den Sensor fällt, du kannst nicht die Schärfentiefe vergrößern und du kannst auch keinen Sonnenstern damit erzeugen.

4. Schwächen bei geringer Schärfentiefe

Obwohl die Blende im Smartphone immer ganz offen ist, lassen sich damit Objekte praktisch nicht freistellen. Die einzige Ausnahme sind Nahaufnahmen und der Porträt-Mode von Dual-Kamera-Smartphones.

5. Kein oder nur wenig Zoom

Mich persönlich wurmt die feste Blende viel mehr als der fehlende Zoom. Vermutlich sieht das die Allgemeinheit aber anders.
Etwas universeller könnten Smartphones bei der Brennweite trotzdem sein. Immerhin tut sich da langsam was bei den Dual-Kamera-Smartphones. (Siehe dazu z.B. meinen Kameratest des OnePlus 5)

6. Umständliche Handhabung von Zubehör

Smartphones werden nicht gebaut, um Unmengen von Zubehör ranzubasteln. Es gibt kein Stativgewinde, kein Filtergewinde und keinen Blitzschuh.
Eine Immer-Dabei-Kamera muss das aber auch nicht haben!

7. Schwächen bei schlechtem Licht

Ein Smartphone mit 1″-Sensor passt wahrscheinlich nicht mehr in die Hostentasche. Also müssen wir damit leben, dass es unter gleichen Bedingungen niemals so viel Licht einsammeln wird wie Kameras mit großen Sensoren.
Das ist ein physikalischer Nachteil.
Aber die Sensoren in Smartphones sind die modernsten überhaupt und werden von Generation zu Generation besser. Das Problem hört sich schlimmer an, als es ist.

8. Mangelnde Auflösung

Die Auflösung von Smartphone-Kameras liegt im Schnitt zwischen 12 und 16 Megapixeln. Es gibt zwar Ausreißer nach oben, generell ist die Auflösung aber geringer als bei Edel-Kompaktkameras.
Aber auch das Problem hört sich schlimmer an, als es ist. Mehr als 8 Megapixel (= 4K) braucht man nur für ganz wenig Anwendungen. Für eine Immer-Dabei-Kamera ist die Auflösung also ausreichend und bietet sogar noch Luft, um das Bild zu beschneiden.

Meine Meinung

Achtung! Es geht hier um eine Immer-dabei-Kamera, das Smartphone wird noch lange nicht eine Systemkamera mit großem Sensor und teurem Objektiv ersetzen.
Eine herkömmliche Kompaktkamera kannst du aber getrost zu Hause lassen und stattdessen mit dem Smartphone fotografieren.

Die Edel-Kompaktkameras mit 1”-Sensor und lichtstarkem Objektiv sehe ich derzeit zwar noch vor den Smartphones, es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis dieser Rückstand aufgeholt wird.
Einzig die Bedienung: Ein Smartphone wird nie viele haptischen Knöpfe und Drehräder haben und ein Klappdisplay ist auch äußerst unwahrscheinlich.

Als Immer-Dabei-Kamera taugt ein Smartphone mit guter Kamera definitiv. Besitzt du eh schon eine große DSLR oder Systemkamera, dann würde ich zusätzlich nicht noch in eine Edel-Kompaktkamera investieren, stattdessen ist der Griff zum Smartphone tatsächlich besser.

Als Immer-Dabei-Kamera nutze ich fast nur noch das Smartphone. Wenn ich vorher schon weiß, dass ich in eine Situation komme, die sich damit nur schwer meistern lässt, nehme ich eben eine andere Kamera mit. Das ist dann aber nicht mehr der Einsatzzweck einer »Immer-Dabei-Kamera«.

Wie siehst du das? Fotografierst du auch viel mit dem Smartphone?


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7 Kommentare zu “12 Gründe, warum das Smartphone die beste Immer-Dabei-Kamera ist und 8 Gründe, warum nicht

  1. Manuela

    Huch, da sind nur 12 Gründe dafür ;o)

    Mich würde aber speziell Punkt 8 mal interssieren. Ich hab das S7 ( und eine Systemkamera *g*), aber kann man damit wirklich “im Regen fotografieren, schwimmen, kitesurfen, paddeln …”???

    LG
    Manuela

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hahah, da hätte ich wohl besser nochmal nachgezählt 😀
      Das S7 hat eine IP68 Einstufung, das heißt, wasserdicht bis zu 1.5m Tiefe und glaub bis zu 1.5h Dauer. Also ja, das kann man mit dem S7 machen.
      Das S7 habe ich bis jetzt nur bei Regen getestet, mein Moto G hatte ich aber tatsächlich mehrmals beim Schwimmen dabei. Das ging ohne Probleme. Einziger Nachteil: Der Touchscreen funktioniert nicht richtig, wenn er nass ist.

      Viele Grüße
      Marc

      1. Marc Autor des Beitrags

        Hallo Manuela,

        sie mit dem S7 doch lieber vorsichtig. Meins hat gestern ein paar Spritzer Salzwasser abbekommen und lässt sich jetzt nicht mehr laden 🙁
        Kurioserweise hatte ich das Moto G schon mehrmals im Salzwasser dabei und es geht immer noch. Hier gilt wohl: Billig schlägt teuer und bei Samsung hat man wohl mehr ins Marketing investiert als in die Technik.
        Jetzt hoffe ich mal, dass sich das Telefon wieder erholt.

        Viele Grüße
        Marc

        1. Manuela

          Hallo Marc,
          soweit ich weiß, gilt der Schutz nicht nur für eine bestimmte Zeit (wie du ja schon geschrieben hast ) sondern auch nur für Klarwasser. In einen Pool oder ins Meer würde ich das also nach wie vor nicht mitnehmen *g*
          hingegen könnte es einen kurzen Sturz ins Klo wohl eher zu überleben ;o))

          Schönen Urlaub noch!
          Manuela

          1. Marc Autor des Beitrags

            Hallo Manuela,
            kurzer Zwischenstand: Es ist kein Wasserschade, im USB-Port ist etwas abgebrochen. In der Zwischenzeit habe ich ein induktives Ladegerät, damit kann ich das Telefon problemlos laden und auch über den Rechner geht es mit einem Trick.
            Trotzdem bin ich mit dem S7 in Zukunft etwas vorsichtiger und nehme für Salzwasser lieber mein altes Moto G. Das ist schließlich schon salzwassererprobt. 😀

            Viele Grüße
            Marc

  2. Marcel

    Da waren wir letztens im Schwimmbad auch überrascht, als da ein Samsung Handy am Beckenrand lag. Aber ja, die Dinger sind inzwischen wasserdicht.
    Ich handhabe das im Urlaub auch schon länger so. DSLR für die wenigen Tage, an denen ich gehauen DIE Fotos machen will, alle Schnappschüsse zwischendurch nur noch mit dem Handy. Hab das Format übrigens an 3:2 angepasst, so stimmt das Format später mit den anderen Fotos überein zwecks Entwicklung oder Fotobuch. Die unterschiedlichen Formate nerven mich sonst.
    Viele Grüße
    Marcel

    1. Marc Autor des Beitrags

      Krass oder? Ich kann mich noch daran erinnern, wie der Professor in der Uni fragte, ob es in Zukunft ein Gerät geben wird, das alles gut kann, oder ob es viele spezialisierte Geräte gebe wird, die eine Sache richtig gut kann.
      Er war der Meinung, dass es ein Gerät sein wird … ich konnte es mir aber absolut nicht vorstellen … aber er hatte recht!
      Das war 2001 oder 2002 …

      Viele Grüße
      Marc

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