Warum ein 8K‑360°‑Video nicht aussieht wie klassisches 8K

Schematische Darstellung – es geht ums Prinzip, nicht um exakte Pixel.

1. Zweimal „8K“ – aber die Pixel verteilen sich völlig anders

8K füllt genau dein Bild

Klassische Kamera: 7.680 × 4.320 Pixel – alle landen im Bild, das du siehst.

8K füllt die ganze Kugel

360°-Kamera: 7.680 × 3.840 Pixel – verteilt auf 360° × 180° rundherum.

Gleiches Etikett, andere Fläche: Dein späterer Bildausschnitt bekommt nur einen Teil davon.

2. Reframing: Aus der Kugel wird ein Ausschnitt geschnitten

180° 360° ≈ 75° Sichtfenster: ≈ 21 % der Bildbreite – der Rest der Kugel bleibt ungenutzt

Beim Reframing wählst du einen Blickwinkel von typischerweise 60–90°. Alles außerhalb des grünen Fensters siehst du im fertigen Video nicht.

3. Was vom 8K übrig bleibt – und warum es sich trotzdem lohnt

Dein fertiges Video bei 75° Blickwinkel: 1.600 × 900 Pixel – grob Full‑HD‑Niveau, nicht 8K.

5,7K roh
(5.760 × 2.880)
≈ 1.200 px breit
8K roh
(7.680 × 3.840)
≈ 1.600 px breit

Gleicher Ausschnitt, gleiche Szene – nur das Rohmaterial unterscheidet sich (schematisch, Werte gerundet).

Mehr Gesamtauflösung lohnt sich trotzdem: Derselbe Ausschnitt bekommt mit 8K rund ein Drittel mehr Pixel in der Breite.