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Canon PowerShot G5x im Test – eine Kamera (fast) nach meinem Geschmack

Die Canon PowerShot G5 X bietet alles, was ich von einer guten und trotzdem kompakten Kamera erwarte. Ich konnte die Kamera in der Praxis testen – eigentlich bin ich begeistert, aber mehr Brennweite wäre nett.

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Ich freue mich total, dass Canon die G5 X ins Rennen der Edel-Kompakten schickt. Die Kamera hat Vieles von dem, was ich mir von einer Kamera wünsche:

  • Sucher
  • klappbares Display
  • jede Menge Knöpfe und Drehräder
  • guter Sensor
  • gutes Objektiv

Warum kein neues Objektiv?

Sagte ich gutes Objektiv? Stimmt, es ist ein sehr gutes Objektiv, das Objektiv kenne wir schon von der G7 x und genau hier liegt das Problem.

Die PowerShot G5 x ist genau genommen eine G7 x in einem größeren Gehäuse!
Die inneren Werte der beiden Kameras unterscheiden sich kaum.

Klar kannst du jetzt argumentieren, dass diese Praxis ganz normal sei. Bspw. bei den großen EOS Kameras oder auch bei meiner Sony a65 bzw a68 im Vergleich zur a77/a77II.
Der große Unterschied dabei ist, dass die EOS oder die großen Alphas von Sony von der Größe her in ähnlichen Regionen bewegen. Es sind DSLRs – Punkt.

Aber was ist die G5 x? Ist es eine Kompaktkamera? Für meinen Geschmack ist sie dafür zu groß!
Soll die G5 x eine edle Bridgekamera sein? Wo sind dann die Vorzüge gegenüber der Konkurrenz wie bspw. einer Sony RX10 / RX10 II oder auch einer Canon G3 x?

Verstehst du, was ich meine? Will ich eine Kompaktkamera, dann kaufe ich die G7 x – da bekomme ich dieselbe Leistung aber kompakter.
Will ich eine Bridgekamera, dann kann die Bauform ruhig etwas größer sein – dann greife ich zur RX10 oder zur G3 x.

Wie siehst du das?

Die wichtigsten Daten der Canon PowerShot G5 x

Da die G5 x sehr viele Gemeinsamkeiten mit der G7 x teilt, vergleiche ich in der Tabelle diese beiden Kameras.

Gegenüberstellung Canon PowerShot G5 x vs. G7 x
G5XG7X
Abmessungen (BxHxT)112.4 x 76.4 x 44.2 mm103 x 60.4 x 40.4 mm
Gewicht inkl. Akku und Speicherkarte377g304g
Sensor1.0-Zoll-Typ Back Illuminated CMOS
Brennweite (KB)24-100mm
max. Blende f/1.8-2.8
Optischer Zoom 4.2fach
LCD schwenkbarausklappbar und frei beweglich180°
Optischer Sucherjanein
BildprozessorDIGIC 6 mit iSAPS-Technologie
Zubehörschuhjanein
Video1.920 x 1.080 60 B/s MPEG4-AVC (H.264)
Serienaufnahme5.9 Bilder/sek6.5 Bilder/sek
ND FilterJa automatischJa
Wi-Fi & NFCJa
Akkulaufzeit210 Bilder
Preis*644,00 €-

* Stand der Preise: 03.01.2017

Hier findest du die vollständigen technischen Daten der G5 x.

canon-g5x

Canon G9 x & Canon G5 x von oben

Die wichtigsten Vorteile der Canon PowerShot G5 x

Das Gewicht

Auch wenn ich gern über die Größe meckere, beim Gewicht kann ich nichts Schlechtes sagen. Für das, was geboten wird, ist das Gewicht der Kamera super.

Der Sensor

Ein alter Bekannter, der bei Canon seit der G7 x bewährt und gut ist.

Der Sucher

Endlich ist sie da, die erste Kamera mit integriertem elektronischem Sucher von Canon. Wurde auch Zeit!

Der Sucher löst mit 2.360.000 Pixeln auf und ist spitze, selbst ein eingefleischter „Analogsucher“-Kumpel musste das zugeben.

Mir bereitete das Fotografieren damit Freude. Die prominente Platzierung in der Mitte des Gehäuses animiert dazu, den Sucher statt des Displays zu nutzen. So soll das sein!

Der Touchscreen

Wie bei den Brüdern und Schwestern der G5 x bekommst du auch hier einen Touchscreen. Das Beste am Touchscreen ist Touch to Focus. Dabei tippst du auf die Stelle, auf die die Kamera fokussieren soll. Genial!

Klappbares Display

Ich bin bequem und kann mir Kameras ohne Klappdisplay kaum noch vorstellen. Universeller als das Display der G5 x geht es kaum. Bravo!

Sehr gut finde ich, dass du das Display „zuklappen“ kannst. So ist es beim Transport geschützt.

Gewöhnungsbedürftig ist, dass du das Display nur neben der Kamera nach oben und unten schwenken kannst. Hätte ich selbst nicht gedacht, aber bei Motiven, die genau ausgerichtet werden müssen, ist es gar nicht so einfach, wenn du nicht auf die Kamera guckst, sondern daneben.

canon-powershot-g5x-ausgeklapptes-display

Laden per USB

Endlich kann man auch Kameras von Canon per USB laden. Ich kenne das von meiner RX100 III und will nichts anders mehr.
Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ein Ladegerät für das Smartphone habe ich auf Reisen eh dabei. Im Auto habe ich einen Adapter für den Zigarettenanzünder und zur Not tut es auch eine externe Powerbank. (ich habe die hier)

Im Netz fand ich Berichte, dass das Laden per USB nicht richtig funktioniert. Ich kann das nicht bestätigen. Bei mir lief es einwandfrei.

canon-g5x-laden-usb-powerbank

Viele haptische Bedienelemente

Dieser Punkt wurde mir erst diesen Sommer richtig bewusst, als ich mit der Sony RX10 II und RX100 IV gleichzeitig unterwegs war. Viele Knöpfe an einer Kamera erleichtern das Leben ungemein. Die G5 x muss sich in dieser Hinsicht nicht verstecken.

Das Drehrad an der Vorderseite ist zwar schön und gut, die Drehrichtung finde ich jedoch nicht intuitiv. Besser wäre es, dass Rad ins Gehäuse zu integrieren, so dass man horizontal drehen kann.
Trotzdem ist es gut, dass es da ist!

Den Objektivring kannst du ohne Umgreifen nicht vollständig drehen, da ist der Blitz im Weg.

Integrierter ND-Filter

Die PowerShot G5x kommt mit einem integrierten ND-Filter (3 Blendenstufen). Diesen kannst du entweder manuell aktivieren/deaktivieren oder es der Kamerautomatik überlassen.

Die wichtigsten Nachteile der Canon PowerShot G5 x

Kein GPS

Warum werden Kameras in kleine Gehäuse gebaut?
Richtig, damit du sie mitnehmen kannst, raus in die Natur, in die Stadt oder sonst wohin.
GPS wäre für die Katalogisierung der Bilder ideal. Der angebotene Umweg über das Smartphone ist nicht ausreichend.

Die Größe

Ich erwähnte es schon, mit der G7 x erhälst du die gleiche Leistung aber kompakter.
Würde es die G7 x nicht geben, wäre mein Urteil sicher anders, aber es gibt sie.
Und nein, das Sucher-Argument zieht nicht, hier verweise ich auf die Sony RX100 III (bei Amazon.de).

Das Objektiv

Das Objektiv ist spitze – lichtstark, produziert scharfe Bilder und hat viel Brennweite für seine Größe. Mein Problem ist, dass es das Objektiv der G7x/G7x Mark II ist.

Wenn ich mir schon eine Kamera kaufe, die nicht mehr in die Hosentasche passt, dann hätte ich bei der Optik gerne Vorteile: mehr Brennweite oder lichtstärker. Es sollte Irgendwas haben, dass nur die G5x hat und nicht auch die G7x.

Selbst ein Filtergewinde fehlt.

Kein Serienbild in RAW

Sobald du im RAW-Fromat fotografierst, kannst du die Serienbildfunktion der G5x vergessen. Unabhängig von der Geschwindigkeit der Speicherkarte dauert es nach jeder Aufnahme einen Moment, bis das nächste Bild geschossen wird.
Das finde ich nicht nur schade, sondern fast schon inakzeptabel. Fotografierst du nur in JPEG, flutscht alles problemlos.

Keine Panoramafunktion

Klar, du kannst ein Panorama aus mehreren Einzelbildern erstellen, aber wozu? Moderne Kameras machen das doch von selbst. Öhm … manche moderne Kameras machen das von selbst. Die G5 x bietet dir keine Panoramafunktion. Es fehlt sogar ein Assistent, der dich dabei unterstützt, einzelne Aufnahmen zu machen, die du später am Rechner zusammensetzen lässt.
Das ist mir unverständlich, zum einen hatte solch einen Stitch-Assistent meine 10 Jahre alte IXUS und die war auch von Canon, zum anderen haben alle meine Kameras von Sony eine Funktion für Schwenkpanoramas und die Ergebnisse sind sehr gut.

Also Canon: Bitte einbauen!

Die Canon PowerShot G5x im Praxistest

Um die Kamera in der Praxis zu testen, machte ich eine Fototour durch Nauen. Neben einer schönen Altstadt steht in Nauen auch die älteste noch bestehende Sendeanlage der Welt.
Die Anlage ist leider weiträumig eingezäunt, so dass ich nur an einen Funkmast richtig herangekommen bin, auch der im Zentrum stehende Muthesiusbau war nur schwer zu erkennen.

Aber das ist nicht so wild, schließlich geht es hier um die Kamera.

Haptik

Die Kamera liegt super in der Hand und lässt sich wunderbar mit Sucher nutzen. Wenn du dabei das Display aufklappst, hat die Nase sogar richtig Platz! 🙂
Moduswahlrad, Steuerrad an der Vorderseite und die Belichtungskorrektur lassen sich super bedienen. Die Steuerelemente auf der Rückseite sind mir jedoch zu dicht platziert. Etwas kleinere Knöpfe oder alles ein, zwei Millimeter bereiter, würde schon helfen. Mein Sony RX100 III macht das schön vor.

sony.rx100m3-vs-canona-g5x-rückseite

Sony RX100 III vorne, Canon G5 X hinten

Individualisierung

  • Objektivring und die Steuerräder an der Vorder- und Rückseite kannst du frei mit Funktionen belegen.
  • Die AEL-Taste (*) kannst du auch als Backbutton-Fokus nutzen.
  • Bei der Movie-Taste und bei der Taste zur Wahl des Fokuspunktes kannst du aus einer Vielzahl von Funktionen wählen.

Die Belegung der Tasten wird grafisch unterstützt, so dass du genau weißt, welche Taste bzw. welches Steuerrad du bearbeitest.

Gut zu wissen:
Die Tastenbelegung machst du für die einzelnen Modi des Moduswahlrades individuell.

Die Tasten belegst du unter Menü → Kamera → 2 → Funktionszuweisung

tastenbelegung-canon-powershot-g5x

Blöd finde ich, dass du in den Automatik-Modi ein eingeschränktes Menü zu sehen kriegst und dementsprechend weniger konfigurieren kannst. Das führt leider auch dazu, dass du im Automatik-Modus keine RAWs schießen kannst.

Fotografieren mit der G5x und was mir dabei aufgefallen ist

Fotografieren macht richtig Spaß. Ich fotografiere ausschließlich im RAW-Format und bin in der Regel im Av-Modus unterwegs. Dort bestimme ich ISO, Blende, Belichtungskorrektur und Fokuspunkt selbst. All das geht mit der Canon PowerShot G5 x leicht von der Hand.
Auch das Setzen des Fokuspunktes ohne Touchscreen geht schnell und einfach. Ich wünschte mir manchmal allerdings ein kleineres Fokusfeld.
Generell hatte ich mit dem Autofokus ab und an Probleme. Manche Szenen konnten trotz klarer Kontraste nicht scharfgestellt werden. Nachdem ich die Kamera dann leicht verschoben hatte, klappte es.
Das sind aber Ausnahmen.

Da ich selten bewegte Objekte fotografiere, arbeite ich in der Regel mit »One Shot- Autofokus«. Aber die Objektverfolgung im »Servo-AF« funktionierte in allen getesteten Situationen sehr gut, dasselbe gilt für die Gesichtserkennung und -verfolgung.

Wie die meisten Kameras, verfügt auch die G5 x über unzählige Kreativmodi und Szenenprogramme, die kein Mensch braucht (meine Meinung). Ein paar Funktionen sind aber ganz nett. So gibt es z.B. eine Funktion um Sternspuren zu fotografieren oder um einen Zeitrafferfilm der Sterne zu erstellen.
Das geht total einfach und die Ergebnisse können sich sehen lassen.

Leider hatte ich während meines 4-wöchigen Testzeitraums nur eine klare Nacht (armes Deutschland), deshalb stammt das Timelaps-Video aus der G9 X, die ich gleichzeitig testete.

sternespuren-canon-g5x

Alle Kreativ- und Szenenmodi findest du in der Anleitung. Viele davon stelle ich auch in meinem Test der Canon G3 X vor.

Die Kamera liegt sehr gut in der Hand und ich fotografierte meistens mit Sucher. Allerdings würde ich mir einen Kartenslot an der Seite des Gehäuses wünschen. Dort würde er nicht von der Schnellwechselplatte des Stativs verdeckt. Schließlich ist die Kamera so groß, dass du die Platte ständig angeschraubt lassen kannst.

canona-g5x-schnellwechselplatte-im-weg

Schnellwechselplatte im Weg

Zur Not lassen sich die Bilder aber auch per WLAN übertragen. Zusätzlich kannst du die Kamera auch per WLAN über das Smartphone steuern und die Bilder mit GPS-Daten versehen.
Bei mir lief die WLAN-Verbindung etwas instabil, ich vermute aber, dass es an meinem Handy lag.

Die Bildqualität der G5 X

In dieser Preisklasse sollte die Bildqualität stimmen und das tut sie auch.
Die Fotos sind in der Mitte gestochen scharf, bieten einen hohen Dynamikumfang und machen richtig Spaß. Richtung Bildrand leidet die Schärfe zwar etwas, aber das fällt in der Praxis nur selten auf.

All das ist aber keine Überraschung, schließlich kennen wir die Technik schon aus der G7 X, auch dort konnten die Fotos überzeugen.

Hier ein RAW einer Sendeanlage in Nauen. Das Bild wurde mit den Standardeinstellungen von Lightroom exportiert.

canon-powershot-g5x-schärfe

ISO 125; f/5.0 1/400 Sek; Brennweite ca. 50 mm (17,671 mm)

Mit den chromatischen Aberrationen am rechten Bildrand kann ich leben, mit Lightroom kannst du diese mit wenigen Handgriffen entfernen.

Mich stört, dass die ISO Empfindlichkeit erst bei ISO 125 losgeht, schließlich kann eine Sony RX100 auch ISO 80 und eine RX10 sogar ISO 64. Aus meiner Sicht spricht nichts gegen solch niedrigen ISO-Werte, wenn die Lichtverhältnisse es zulassen.

So lange du kürzer als 1 Sek belichtest, kannst du bis ISO 12.800 gehen. Aber das ist nur für den Notfall. Rauschen kannst du schon ab ISO 800 erkennen.
Ab einer Belichtungszeit von 1 Sek kannst du maximal ISO 3200 einstellen. Die Ergebnisse sind so lala. Aber sieh selbst:
Auch hier wurden die Bilder mit den Standardeinstellungen von Lightroom exportiert, d.h. Farbrauchen 25, Details & Glättung jeweils 50.

Die Reihe ganz oben wurde aufgehellt; ganz unten siehst du einen Ausschnitt.

canon-powershot-g5x-high-iso

Filmen mit der Canon PowerShot G5 X

Die Canon bietet keine speziellen Goodies für Videografen, muss sie aber auch nicht, schließlich ist es in erster Linie eine Fotokamera.
Filmen geht einfach und intuitiv und was dabei herauskommt, ist für mich als Video-Laie vollkommen ausreichend.
Willst du aber vermehrt Videos drehen, solltest du bei Sony oder Panasonic ins Regal schauen. Dort bekommst du in Sachen Video mehr Leistung.

Beispielbilder

Unbearbeitete RAWs

Alle Bider wurden mit den Standardeinstellungen von Adobe Lightroom exportiert.

Undbearbeitete JPEGs

Vorher- / Nachhervergleich: Unbearbeitet vs. bearbeitet

Hier siehst du schön, was sich aus den Bildern herausholen lässt. (Links das RAW aus der Kamera; Rechts das fertig bearbeitete Bild.)

canon-g5x-bearbeitung-lightroom-perfecteffects canon-g5x-bearbeitung-lightroom-perfecteffects-nauen

Canon PowerShot G5 x gegen den Rest der Welt

Die G5 x liegt zwischen Bridge- und Kompaktkamera. Heißt das nun, dass sie in einer Nische sitzt, die keiner braucht, oder ist sie Konkurrent für beide Arten von Kameras?

Ich weiß darauf keine Antwort. Du vielleicht?

Konkurrent: Canon PowerShot G1 x Mark II

Die G1 x ist die in die Jahre gekommene Queen der Edel-Kompakten, nicht klein, nicht leicht, kein Sucher. Aber sie hat den mit Abstand größten Sensor von allen Kompaktkameras mit Zoom-Objektiv.
(Einen größeren Sensor, aber keinen Zoom bekommst du bei der Ricoh GR und der Sony RX1.)
Die G5 x punktet mit einem lichtstärkeren Objektiv, geringeren Abmessungen, niedrigerem Gewicht und einem Sucher.

Müsste ich mich zwischen diesen beiden Kameras entscheiden, würde ich die G5 x kaufen.

Konkurrent: Canon Powershort G7 x

Die G7 x erwähnte ich schon öfter in diesem Beitrag. Eine Entscheidung ist schwer. Beide Kameras haben ihre Vor- und Nachteile. Ich für meinen Teil würde die kompakteren Abmessungen der besseren Bedienung vorziehen und die G7 x kaufen.

Konkurrent: Sony RX100 III

Ich vergleiche die Kamera bewusst mit der RX100 III, weil die RX100 IV ihre Stärken bei Videos hat und preislich ordentlich darüber liegt.
Die RX100 III hat ähnliche Abmessungen wie die G7 x und trotzdem einen Sucher.
Allerdings fehlt ihr Brennweite am oberen Ende.
Hier habe ich mich schon entschieden. Eine RX100 III ist ständig in meiner Tasche.

Konkurrent: Sony RX10

Die RX10 ist der große Bruder der RX100 und bietet das Mehr an Brennweite – was ich bei der G5 x vermisse. Das Objektiv fängt im Weitwinkel aber schon mit f/2.8 an.
Goßer Nachteil: die RX10 ist deutlich schwerer und größer und deshalb kein 100%iger Konkurrent mehr.

Konkurrent: LUMIX DMC-LX100

Die Lumix hat einen größerer Sensor, größeres Gehäuse, ist schwerer, hat weniger Brennweite, weniger Auflösung. Ist dir der 1″-Sensor zu klein, dann ist die LX100 die universellste und kompaktestes Lösung auf dem Markt – dort bekommst du einen MicroFourThirds (MFT) Sensor und 4k Video.

Im direkten Vergleich würde ich die G5 x der Lumix vorziehen.  Ich finde den 1″-Sensor ausreichend und habe lieber mehr Brennweite. Außerdem kann ich auf 4k verzichten. Sorry Lumix.

Konkurrent LUMIX DMC-TZ101

Vor der TZ101 muss sich die G5 x warm anziehen. Sie ist kleiner, leichter, hat mehr Brennweite, 4k und identischer Sensor.
Das Manko ist die Lichtstärke. Wie schon bei der G3 x, musst du die große Brennweite mit einem Verlust an Lichtstärke bezahlen.

Irgendwas ist halt immer! 🙂

Trotzdem, die TZ101 sehe ich als heißes Eisen im Rennen der Edel-Kompaktkameras.

Was wäre für dich ein Konkurrent?

Mein Fazit und Kaufempfehlung

Die G5x ist definitiv die vollkommenste Kamera der Gx x-Serie von Canon. Wäre das Objektiv universeller und damit der Abstand zur G7 x größer – ich hätte einen neuen Allrounder gefunden.

Aber hätte, wäre, wenn … So ist es nun mal nicht. Die G5 x ist eine G7 x in einem leichter zu bedienenden Gehäuse. Viel mehr leider nicht.

Besitzt du eine große Kamera und suchst etwas Kleines für „immer dabei“? Dann ist die G5 x nichts für dich.
Suchst du jedoch einen Allrounder als einzige Kamera, die in vielen Bereichen überzeugt, dann greif zu!

Vergiss dabei aber nicht, du kannst mit der G5 x nichts machen, was du mit der G7 x nicht auch kannst. Einziger Vorteil: Mit der G5 x geht es einfacher!

Wozu also eine größere Kamera schleppen, wenn es auch kleiner geht?

Sucher? Universell klappbares Display? Alles richtig, aber auf die Qualität der Bilder haben diese Dinge nur bedingt Einfluss.

Was denkst du? Wäre die G5 x was für dich oder hast du eine?


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Offenlegung:
Die Kamera wurde mir für den Test von Canon zur Verfügung gestellt.

26 Kommentare zu “Canon PowerShot G5x im Test – eine Kamera (fast) nach meinem Geschmack

  1. Wolfgang König

    Hallo,
    finde ihre Berichte und Tests sehr hilfreich, da ich auf der Suche nach einer immer dabei Kamera bin.
    Was bei ihnen die Kinder, sind bei uns die Hunde ( Kinder sind schon aus dem Haus ).
    Bin bei unseren langen Spaziergängen oft zu faul meine Canon 450D mit zu nehmen, was auch der Grund für eine
    kleinere Kamera ist.
    Habe für mich zwei Kameras in die engere Wahl gezogen ( Sony rx100/3 vs Canon G5x ).
    Ich fotografiere viel im Automatik Modus, gestalte aber auch öfters meine Bilder manuell.
    Da sie die Sony rx 100 sehr gut kennen, wäre meine Frage, liege ich mit einer der beiden Kameras falsch, oder sollte ich mehr in Richtung Reisezoomkamera suchen.
    Über ihre Meinung würde ich mich sehr freuen.
    Besten Dank

    mfg w. könig
    suchen.

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hallo Wolfgang,

      vielen Dank!

      Eine Reisezoom Kamera sehe ich eher als Ersatz für die 450D, nicht als Ergänzung. Von der Größe her sind die Dinger zu groß und liegen am Ende wieder zu Hause.

      Wenn ich es richtig verstehe, soll die Kompakte die 450D „nur“ ergänzen, also sollte sie wirklich klein sein. Die G5 x wäre mir persönlich auch schon zu groß.

      D.h. ja, die RX100 oder auch die G7 x kämen in Frage.

      Ich hoffe ich konnte helfen.

      Viele Grüße,
      Marc

      1. Wolfgang König

        Hallo Marc,

        danke für die Info. Die Sony konnte ich schon bei meinem Fotohändler begutachten und händeln. Nur die Canon hatte ich noch nicht in der Hand gehabt. Bei der Sony reizt mich das Zeiss Objektiv aber auch der Rest ist der Hammer. Bei der Canon sehe ich den festen Sucher und die etwas mehr Brennweite als plus.

        Viele Grüße

        wolfgang

        1. Marc Autor des Beitrags

          Die G7 x hat auch das mehr an Brennweite (= gleiches Objektiv wie die G5 x), nur der Sucher fehlt halt.
          Wenn es eine Ergänzug zur 450D sein soll würde ich den Sucher aber eh nicht so hoch bewerten. Ich nutze den bei meiner RX100 III auch viel zu selten. Meistens tatsächlich um das Bild hinterher auf Schärfe zu kontrollieren.

  2. Wolfgang König

    Hallo Marc,

    die Würfel sind gefallen. Hatte gestern die Möglichkeit beide Kameras ( rx100/3 vs g5x) in aller Ruhe zu testen.
    Habe mich dann für die Canon entschieden. Drei wichtige Grüne für mich, der Sucher, Display und die Handhabung.
    Mit der Größe kann man leben. Die ersten Bilder sind ne Wucht.
    Es gibt noch viel zu testen. Die Kamera macht richtig Spaß.

    mfg wolfgang

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hey super! Glückwunsch!
      Jetzt bin ich nur gespannt ob die 450D in Zukunft überhaupt noch zum Einsatz kommt 🙂

      Ich kenne das ja von meiner RX100 III, mit der mache ich wahrscheinlich 85% aller Bilder, die Leistung dieser kleinen Biester ist einfach unglaublich!

      1. Wolfgang König

        14 Tage ist das Biest nun in Gebrauch, und jeden Tag steigt die Begeisterung weiter.
        Fazit zur Technik. Der elektronische Sucher ist jeden Cent wert, auch das klappbare Display macht
        riesen Spaß, und der Touchscreen erleichtert das schnelle ein oder verstellen. Finde auch das Handling und die Griffigkeit der Kamera als perfekt. Die Qualität der Bilder entschädigt den hohen Anschaffungspreis.

  3. Sven

    Danke für den Test (bzw. konntest du sie schon testen – s. deinen Hinweis oben)?

    Ich finde die G5X ebenfalls schick… kannst du – abgesehen vom Gehäuse – etwas zur Bildqualität im Vergleich zu deiner RX100 m3 sagen?

    Und was mich noch interessieren würde: Kann man bei der Canon G5x manuell über das Objektiv „zoomen“? … das geht ja bspw. bei der G3x nicht….

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hi Sven,

      nein tut mir leid. Ich konnte bis jetzt immer noch kein Testgerät ergattern. Aber ich bin da nach wie vor dran!
      Da die Innereien aber fast 1:1 mit der G7x übereinstimmen wird die Bildqualität identisch sein.

      Sobald ich das Ding in der habe, kann ich all deine Fragen beantworten.

      Viele Grüße,
      Marc

  4. Michael Benthin

    Vielen Dank für das Review zur Canon G5 x.

    Ich habe mir heute einmal alle Alternativen zu der Kamera angesehen und in der Hand gehabt.Die Sony RX100 IV
    hatte ich sogar zuhause.
    Es mag ja sein, dass andere Kompakte mehr Ausstattung und 4k haben, aber:
    Entscheidend ist doch dass die G5x – lassen wir die G1 mal ausser Acht – die einzige Kompaktkamera ist, die einwandfrei
    in der Hand liegt.
    Die Größe wird hier zu einem unschätzbaren Vorteil!

    Sie ist sicher nicht Hosentaschentauglich aber eben doch eine Kamera für immer dabei!
    Die Sony RX Serie und auch alle anderen Konkurrenten fühlen sich wie kleine Spielzeuge an.
    Auch mit Zusatz Griffpolster.Wie soll man damit ernsthaft arbeiten wollen.Aussderdem haben die Sony RX Modelle keine Dioptrieneinstellung für den Sucher.
    Ein No Go.
    Wenn ich mich gegen die G5x entscheide lande ich automatisch schon bei den Bridge Kameras und dann kann ich auch
    mit meiner Sony Alpha 7 losziehen.
    Würde mich interessieren, was ihr über das Handling von Kpmpaktkameras denkt.Merkwürdigerweise ist das nie ein Thema bei den Beurteilungen….Nervt euch das Rumgefummel an den meisten Kompakten nicht?

    Grüsse

    MichaelMichael Benthin

    1. Sven

      Hm, das Handling bei Kompaktkameras…. stellt für mich idR einen Kompromiss dar. Hinzu kommt, dass manche große Hände eine Bridge besser packen als eine Kompakte.

      Ich habe eher kleine Hände. Dennoch ist eine RX100 in der Bedienung irgendwie fummelig. Dafür ist sie aber verhältnismäßig klein und bietet mir meine gewünschte/n Bildqualität/Features.
      Ich habe die RX100m3 seit drei Wochen…. bin zufrieden. Nach etwas größerem mit Wechselobjektiven suche ich gerade. Dann ist aber auch klar: Soll es klein sein, kommt die RX mit, ansonsten die größere, die dann auch besser in der Hand liegt.

      Die G3x hatte ich nicht in der Hand. Bei mir standen Größe ud Leistung an erster Stelle, da fand ich kaum eine besserer als die RX. Das Handling stand weiter hinten. Wenn die G5x für dich passt, hast du deine Kamera ja gefunden.

      P.S. Meine RX hat eine Dioptrieneinstellung!

        1. Marc Autor des Beitrags

          Michael hat schon recht. Ein G5 X liegt um Längen besser in der Hand als eine RX100 oder eine G7 X oder eine G9 X.
          Ich für meinen Teil musste aber feststellen, dass ich die Kamera nicht mehr mitnehme, wenn sie größer als ein RX100 ist, selbst die ist mir fast schon zu groß um sie wirklich IMMER dabei zu haben.

          In der kalten Jahreszeit mit großen Jackentaschen mag es noch funktionieren, aber sobald die wegfallen braucht man für eine G5 X immer eine extra Tasche und dann wird sie auch nicht mehr immer dabei sein. Außerdem bin ich sehr viel mit meinen Kindern unterwegs und stecke die Kamera zwischendrin schnell in die Hosentasche. Auch das ist mit einer G5 X nicht möglich.

          Klar, man muss Abwägen was man will. Größe und dafür einfacheres Handling oder so kompakt wie möglich mit möglichst wenig Einbußen bei der Qualität.
          Irgendwo muss man halt immer einen Kompromiss eingehen.

          Ich habe für mich entschieden, dass das Leben mit 2 Kameras viel einfacher ist. Einer großen (das ist bei mir immer noch eine alte Sony a65) und einer möglichst kleinen, das ist dir RX100 III.

          Oben auf dem Sucher ist übrigens ein kleiner „Hebel“ Für die Dioptrieneinstellung.

          Viele Grüße,
          Marc

  5. Volker Linger

    Hallo,
    mich stört total die „Movie-Taste“, welche man bei’m einhändigen halten ständig
    ungewollt mit dem Daumen auslöst. Weiss jemand wie man das abstellen kann?

    Volker

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hallo Volker,

      leider habe ich die Kamera nicht mehr hier, um es selbst zu testen. Aber ich bin mir zu 90% sicher, dass du die Taste mit einer anderen Funktion belegen kannst oder sie sogar abschalten kannst.
      Guck mal hier: Menü → Kamera → 2 → Funktionszuweisung

      Viel Erfolg,
      Marc

  6. Stefan

    Wie ist dass denn mit dem Zeitraffer. Hat die G5x auch solche Kamera-Apps wie es die bei Sony gibt? Ist die Funktion eingebaut, kostet das extra und kann man diese Funktionen erweitern?

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hi Stefan,

      nein, die Canon hat keine In-Camera-Apps. Du musst also mit dem leben was da ist. Aber es ist viel da 🙂
      Die Zeitrafferfunktion für die Sterne ist tatsächlich schon drin und das Video kommt so, wie du es hier siehst, direkt aus der Kamera.

      Viele Grüße,
      Marc

  7. Jürgen Warschun

    >> „mit der G7 x erhälst du die gleiche Leistung aber kompakter“

    Jein. „Leistung“ ist ja nicht nur die Zahl der Megapixel, sondern auch die Zahl der Knöpfe, Regler und Rädchen, mit denen man die Kamera bedient. Ein Viertürer oder Kombi kostet auch immer etwas mehr als ein Zweitürer, auch wenn die „Leistung“ in PS und Newtonmeter identisch ist.

    >> „Die G1 x … hat den mit Abstand größten Sensor von allen Kompaktkameras“

    Falsch, die Sony RX1 hat einen 36×24 mm Sensor. Deutlich größer!

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hi Jürgen,

      du hast 2x recht. Neben der RX1 gibt es auch noch die Ricoh GR mit APS-C Sensor 🙂

      Und bei der Anzahl der Knöpfe usw. bin ich voll auf deiner Seite, aber ist es dann nicht sinnvoll etwas größeres zu kaufen? Ein RX10 bspw. oder gleich eine Systemkamera?
      Ich für meinen Teil verfolge eins Strategie mir 2 Kameras, einmal richtig klein und einmal groß, dabei ist dann auch egal wie groß.

      Viele Grüße,
      Marc

  8. Marko

    Hallo Marc,

    sehr interessanter (Vergleichs-)Test. Danke dafür. Mich würde noch interessieren, ob eine der Canons auch als alleiniger Reisebegleiter für den Urlaub taugen würde, der Zoombereich bis 100 mm ist ja nicht sehr groß. Ich bin es leid, im Urlaub immer die EOS mitzuschleppen, da ich ja keine Safari oder ähnliches vorhabe, nur einfachen Badeurlaub mit etwas Kultur. Den Alternativen, die ich mir angeschaut habe, fehlt meistens das klappbare Display, was ich schon schön finde, da man sich oft auch als Paar fotografieren kann. Oder es gibt nur die Reise-Superzoom-Kompakten mit dem Minisensor. Evtl. genügen diese ja auch? Ideal wäre die TZ101 mit Klappdisplay- aber na ja …..

    Gruß

    Marko

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hallo Makro,

      ich sage immer: Man gewöhnt sich an alles! 😀
      Ich bin sehr viel mit meiner RX100 III unterwegs, die geht sogar nur bis 70mm und selbst das reicht.
      Klar gibt es hier und da Situationen, wo 200mm oder mehr klasse wären … aber dafür ständig den dicken Klopper mitschleppen???

      Wenn es irgendwie geht nehme ich auf Reisen beide Kameras mit und entscheide morgens dann, welche in der Ferienwohnung bleibt und welche mich den Tag über begleitet. Meistens ist das tatsächlich die RX100 😀

      Und ja, ein Klappdispaly sehe ich auch als wichtig an. Hast du dich einmal daran gewöhnt, willst du nix anderes mehr!

      Viele Grüße,
      Marc

  9. Rases

    Hallo Marc,

    in der Tabelle fehlt ganz klar der grüne Balken beim Sucher der G5X und dieser ist entscheidend. Ich selbst kenne mich mittlerweise mit meiner Canon so gut aus, dass ich oft aufs Display versichte und nur den optischen Sucher benutze, das schon die Batterie. Ebenfalls sehr wichtig gerade für mich auf Reisen Wenn das Display geschützt ist (dreh und schwenkbar), daher nehme ich das etwas größere Gehäuse in Kauf. Meine Reisekamera-Historie:
    Canon G12 -> Canon G1X -> Canon G5X (aktuell)

    Beste Grüße Rases

    1. Marc Autor des Beitrags

      Uiii, das mit dem grünen Balken stimmt natürlich voll und ganz. Die G5X ist wirklich super mit Sucher zu benutzen, das stimmt.
      Die Batterie schonst du damit aber kaum, laut Canon kannst du mit Sucher 5 Bilder mehr machen als mit dem Display (Der Sucher ist ja auch nur ein Display).

  10. Peer Schulze

    Hallo Marc,

    vielen Dank für deinen tollen Artikel zur Canon PowerShot G5x! In vielen Punkten kann ich dir nur beipflichten.

    Nach meiner letzten Kompaktkamera, der G12, musste eine neue Kompakte her. Bei der Suche habe ich u. a. auch die G7x in Erwägung gezogen und mehrfach in die Hand genommen. Ich habe mich trotz des deutlichen Mehrpreises für die G5x entschieden und bin absolut sicher, für meinen Bedarf alles richtig gemacht zu haben.

    Deine Bevorzugung der G7x kann ich allerdings nicht nachvollziehen, denn du vergleichst ja fast einen Apfel mit einer Birne. Die Aussage „du kannst mit der G5 x nichts machen, was du mit der G7 x nicht auch kannst“ ist schlichtweg falsch, denn das gilt ausschließlich für die bildtechnischen Aspekte (Objektiv, Prozessor, Sensor). Die erwähnst (und lobst) ja selbst das voll flexible Display und den hervorragenden Sucher der G5x.

    Das voll schwenk- und drehbare Display ist für mich ein absolutes Muss. Eigentlich schon ein KO-Kriterium. Seit meiner ersten Digicam habe ich ein solches und möchte es nie wieder missen. Die Möglichkeiten, aus ungewöhnlicher Perspektive und Haltung fotografieren zu können (oder unauffällig, z. B. Menschen in einem Café) sind mir einfach wichtig. Zudem lässt sich das Display „geschlossen“ einklappen, was ein sehr guter Schutz ist. All das kann das 180-Grad-Selfie-Display der G7x nicht oder eben nur sehr eingeschränkt, zudem ist es weniger robust.

    Der Sucher der G5x ist kein „Nice-to-have“, sondern eine sehr großer Mehrwert. Meine alte G12 hatte nur den „Notsucher“, ein besseres Guckloch, da hätte ich gesagt: Auf den Sucher kann man verzichten. Doch der der G5x ist wirklich klasse und sehr gut nutzbar. Seit ich die Kamera habe, benutze ich wieder überwiegend den Sucher, sofern ich nicht gerade die Flexibilität des Klapp/Schwenkdisplay benötige. Auch hier muss die G7x passen.

    Übrigens war das Klapp/Schwenkdisplay auch ein Kriterium, weshalb Edelkompakte anderer Hersteller ebenfalls ausschieden. Was nützt mir die vielleicht minimal bessere Bildqualität z. B. einer DSC-RX100, die ich allenfalls bei großen Posterabzügen (wenn überhaupt) mit bloßem Auge unterscheiden kann, wenn ein mir wichtiges Bedienungselement fehlt?

    Hinzu kommt, dass die G5x besser in der Hand liegt. Ja, die G7x ist etwas kompakter, so richtig hosentaschentauglich ist sie aber auch nicht (das kommt natürlich auch auf die Hose an). Der Gewichtsunterschied von ca. 70 g ist auch nicht so gewaltig.

    Ich finde den Unterschied zwischen beiden Kameras sehr groß! Eigentlich kann man sie kaum vergleichen.

    Mit anderen Worten: Wer keinen Sucher und kein flexibles Klapp/Schwenkdisplay braucht und eine geringfügig kompaktere Bauform bevorzugt, kann sicher die günstigere G7x nehmen. Ansonsten ist die G5x meiner Meinung nach die eindeutig bessere Wahl, sie bietet einfach mehr Möglichkeiten beim Fotografieren. Daher kann man keine allgemeingültige Empfehlung abgeben, sondern muss überlegen, was einem persönlich wichtig ist.

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hi Peer,
      danke für deinen ausführlichen Kommentar. An deinen Ausführungen sieht man sehr schön, warum Canon es genau so gemacht hat und die Technik der G7 X anders bzw. besser verpackt hat.
      Geschmäcker sind eben verschieden!
      Ich für meinen Teil habe es gerne richtig Kompakt, und da ist alles, was größer als eine G7 X ist, zu groß – oder groß und universell. D.h. eine Systemkamera oder eine Bridgekamera, wie bspw. eine Sony RX10 oder eine Lumix LX100.
      Die G5 X liegt halt irgendwo dazwischen.

      Aber wir sind uns ja einige: Es ist eine klasse Kamera!

      Viele Grüße,
      Marc

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