PR & Media | Neu hier? | Über mich

Den Monitor kalibrieren – for free

Wenn man seine Bilder richtig beurteilen will, oder wenn man sie drucken will, oder wenn man einfach nur in Foren rumstänkern will, braucht einen kalibrierten Bildschirm.

Um den eigenen Monitor zu kalibrieren gibt es spezielle Geräte, die man auf den Bildschirm aufsetzt und die dann anhand ihrer Messungen das Farbprofil entsprechend anpassen.
Nachteil dieser Geräte: Man muss sie kaufen.

Es geht aber auch anders und zwar kostenlos mit dem Tool Monitor Calibration Wizard.
Wie das geht zeige ich dir im folgenden Artikel.

Der Unterschied zwischen Hardware-Tools und dem Monitor Calibration Wizard ist, dass beim Wizard die eigenen Augen den Sensor ersetzen.
Außerdem muss man mit manuellen Reglern selbst hin und her regulieren und Helligkeit und Kontrast sogar direkt am Monitor einstellen.
Dafür ist es umsonst! 🙂

Ich selbst besitze kein Hardware-Tool zur Kalibrierung meines Monitors und kann deshalb schlecht die Leistung des Monitor Calibration Wizard im Vergleich zu solch einem Tool beurteilen.
Trotzdem denke ich, dass es besser ist als gar nichts zu machen.
Bei mir hat sich durch die Kalibrierung übrigens sehr wenig geändert. Die Bilder wirken jetzt etwas weniger knallig und ein bisschen mehr rötlich.
Das kann beides gut sein, denn nach dem Drucken sahen meine Bilder oft nicht mehr so kontrastreich aus wie am Monitor und dass meine Bilder einen Rot-Stich haben wurde mir auch schon öfter gesagt.

Fangen wir aber an:
Eine grobe Richtung gibt dieser Farbverlauf vor. Hier solltest du jedes einzelne Segment von dem danebenliegenden unterscheiden können.
Kannst du das bei deinem Monitor nicht… dann kannst du direkt den Monitor Calibration Wizard starten. 🙂
Ich kann übrigens kalibrieren so viel ich will, die letzten beiden Blöcke bleiben bei mir immer ganz schwarz. Auf beiden meiner Monitore. 🙁

Monitor Prüfung S/W

Monitor Prüfung S/W

Monitor kalibrieren mit dem Monitor Calibration Wizard: Schritt für Schritt

1. Download und Installation

Ich glaub dazu muss ich nicht viel sagen, wer es nicht schafft das Tool herunterzuladen und zu installieren, der sollte das mit der Kalibrierung am Besten ganz sein lassen. 🙂

Den Monitor Calibration Wizard kannst du dir bei hex2bit.com herunterladen. (links unten ist der Download-Link)

2. Wizard starten

Nach dem Start des Tools kannst du erstmal nicht viel machen, weil noch keine Profile angelegt wurden.
Also einfach rechts oben auf den Button „Run Wizard“ klicken und los geht’s!

3. Helligkeit und Kontrast

Monitor Calibration Wizard - Helligkeit und Kontrast einstellen

Monitor Calibration Wizard – Helligkeit und Kontrast einstellen

Es geht los!
Zu allererst muss man am Monitor Helligkeit und Kontrast in die Mitte stellen.
Hier gab es für mich schon den 1. AHA-Effekt, denn die Helligkeit war bei meinem externen Monitor auf 100% was dazu geführt hat, dass ich zwischen dem weißen Quadrat und dem grauen Hintergrund fast keinen Unterschied gesehen habe.

Als nächstes soll man den Kontrast so lange anheben, bis man das Gefühl hat, dass das Schwarz nicht noch schwärzer (???) wird und das Weiß nicht noch weißer wird. (???) 🙂
Klingt komisch ist aber so.
In meinem Fall musste ich den Kontrast sogar reduzieren, damit ich in die Gegend komme wo weiß nicht ganz weiß ist usw.

Nach dem Kontrast widmet man sich der Helligkeit.
Die Helligkeit soll man so weit anheben, so lange das Schwarz ein wirkliches Schwarz bleibt und nicht grau wird.
Kurioserweise konnte ich mit der Helligkeit so hoch gehen wie ich wollte, Schwarz blieb Schwarz.
Aber wie oben schon angesprochen, das grau des Hintergrundes wurde zu weiß.
Schlussendlich habe ich den Wizard bei Seite geschoben und den Farbverlauf oben genommen und so lange hin und her gestellt, bis es passte.
Das passte dann auch beim Wizard.

4. Farbkanäle

Monitor Calibration Wizard - Farbkanäle einstellen

Monitor Calibration Wizard – Farbkanäle einstellen

Jetzt geht es um die einzelnen Farben. Diese Schritte musst du jeweils für Rot, Grün und Blau durchführen.

Als erstes muss man hier die Regler auf der linken Seite so weit runter oder hoch schieben, dass man keinen unterschied sieht.
Also so weit es geht verschieben, aber nur so weit, dass man noch keinen Unterschied sieht.

Der zweite Teil ist etwas kniffliger.
Hier soll man den Regler so weit hin und herschieben, bis das innere Feld zum Rand passt.
Es wird empfohlen ca. 60cm vom Bildschirm entfernt zu sein.
Ich selber habe es bei diesem Abstand kaum hingekriegt und bin weiter weggegangen. Wie weit kann ich schlecht schätzen, vielleicht 1m +/- und dann habe ich ab und zu die Augen noch etwas zusammen gekniffen.
Halt so weit, dass der Rand fast als eine Farbe wirkt. So lässt es sich dann leichter anpassen.

4. Fertig!

Monitor Calibration Wizard - Fertig mit der Kalibrierung

Monitor Calibration Wizard – Fertig mit der Kalibrierung

Da Kalibrierung ist jetzt druch. Du kannst das neue Profil jetzt testen. Nach dem Klick auf „15 Second Test“ kommt noch eine Warnung und danach wird das neue Profil für 15 Sekunden angezeigt.
Hier macht es natürlich Sinn sich ein Bild anzuschauen.

Mit einem Klick auf „Apply“ schließt man die Kalibrierung ab.

Laden des Profils mit dem Monitor Calibration Wizard

Laden des Profils mit dem Monitor Calibration Wizard

Man gelangt jetzt wieder zum Start-Bildschirm. Hier kann man das Profil speichern und dann auch zwischen verschiedenen Profilen wählen.
Außerdem kann man einstellen, dass das neue Profil beim Start von Windows geladen wird (Die Checkbox oben, wie auf dem Screenshot).

Willst du sichergehen, dass kein anderes Programm die Einstellungen überschreibt, markiere auch noch die 2. Checkbox.

Problem: 2 Monitore

Soweit so gut. Aber ich habe 2 Bildschirme.
Wie man unterschiedliche Profile laufen lässt haben ich leider noch nicht herausgefunden und ich weiß auch gar nicht ob das überhaupt geht.
Die Bildbearbeitung mache ich aber eh nur auf einem Monitor, so dass jetzt eben das entsprechende Profil am laufen ist. Auf beiden Monitoren.

Monitor Calibration Wizard: Mein Fazit

Wie gesagt, ich habe keine Hardware-Tool zur Kalibrierung, aber die minimalen Anpassungen die gemacht wurden ergeben für mich absolut Sinn!

Mit Calibrize gibt es übrigens noch ein weiteres, auch kostenloses, Tool zu Kalibrierung des Monitors.
Aber irgendwie läuft das nicht so recht auf meiner Wellenlänge. Sieht zwar schicker aus, aber ist einfach nicht meins.

Wenn du dennoch auf Hardware zur Kalibrierung zurückgreifen willst. Ich habe dazu ein paar Produkte bei Amazon.de herausgesucht:

Na dann… gehe raus und habe Spaß!

Marc

Noch eine Bitte: Wenn du ein Hardware-Tool zur Kalibrierung besitzt, würde ich mich natürlich freuen, wenn du kurz über einen Vergleich mit dem Calibration Wizard berichten könntest.


Bist du zum ersten Mal auf meinem Blog? Hier erkläre ich dir, worum es bei Reisezoom.com geht.
Gefallen dir meine Fotos? Hier stelle ich dir meine aktuelle Fotoausrüstung vor.

Abonniere meinen Newsletter und meinen RSS-Feed, damit du auf dem Laufenden bleibst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Reisezoom.com
×