Ich bin Marc, begeisterter Papa, Blogger, Foto- und Reisefuzzi.

Als Familie sind wir jedes Jahr zwei bis drei Monate unterwegs. Immer dabei sind verschiedene Kameras, um das Erlebte festzuhalten.

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War ich aus dem Häuschen als die Canon EOS M50 vorgestellt wurde. Jetzt stand mir die Kamera für einen Test zur Verfügung. Mal sehen, ob sie meine Erwartungen erfüllen konnte.

Die geschätzte Lesezeit liegt bei ca. 15 Minuten. Zum Kommentieren solltest du drei Minuten einplanen und zum Teilen mit deinen Freunden eine weitere Minute.

Transparenz-Hinweis:
Die EOS M50 war eine Leihgabe von Canon Deutschland. Wie bei allen Geräten, die ich von Canon bekomme, gab es auch für die M50 keine Vorgaben ,wie und ob ich darüber berichten soll.

Canon EOS M50 im Test – So schlägt sich die Kamera im Vergleich

Achtung:
Wie bei meinen anderen Kameratests auch, wachsen meine Beiträge im Laufe des Tests. Willst du nichts verpassen, abonnierst du am besten meinen Newsletter.

Die Canon EOS M50 läutet eine neue Ära ein. Sony, Fuji, Panasonic und Olympus setzen schon lange auf spiegellose Systemkameras. Canon war in diesem Marktsegment bis jetzt nur mit angezogenen Handbremse unterwegs.
Das ändert sich ab jetzt (vielleicht).

Mit der EOS M50 will Canon zur Konkurrenz aufschließen. Ob das tatsächlich gelingt, wird mein Test zeigen.

Obwohl die Kamera nur ein Einstiegsmodell ist, protzt sie – für Canon-Verhältnisse – regelrecht mit Features.

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Meine Videos zur EOS M50 auf YouTube

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Technische Daten im Vergleich

Canon EOS M50 im Vergleich
EOS M100EOS M50EOS M6
Abmessungen (BxHxT)108.2 x 67.1 x 35.1 mm116.3 x 88.1 x 58.7 mm112.0 x 68.0 x 44.5 mm
Gewicht inkl. Akku und Speicherkarte302 g 387g (schwarz) 390 g (weiß)390 g
BildprozessorDIGIC 7DIGIC 8DIGIC 7
AF-Messfelder49143/9949
Augen AFneinjanein
max. Serienaufnahme Bilder / Sek.6.1109
Videomax. 1920 x 1080 60pmax. 3840 x 2160 25pmax. 1920 x 1080 60p
Slowmotion nein 120 fps in 720pnein
Wi-Fi & NFCjajaja
Bluetoothjajaja
Zubehörschuhneinjaja
LCD schwenkbar180° obenfrei schwenkbar180° oben / 45° unten
Sucherneinjaoptional
Wasserwaageneinneinja
Laden per USBneinneinnein
Akkulaufzeit (Bilder)295235295
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Die Canon EOS M50 vs. EOS M100 vs. EOS M6/M5

Anstatt die Vor- und Nachteile der EOS M50 einzeln durchzugehen, habe ich mich dazu entschlossen, diese mit der günstigeren M100 und mit der etwas teuren M6 zu vergleichen. Die M50 passt nämlich wunderbar zwischen diese Kameras und ist eine gelungene Evolution des EOS M-Systems.

Die Canon EOS M5 ist im Prinzip eine EOS M6 mit Sucher und einem etwas gewöhnungsbedürftigen Klappdisplay (nach unten statt nach oben). Bis auf diese beiden Punkte kannst du alles von der M6 auch auf dem M5 übertragen. Deshalb spreche ich diese Kamera nicht explizit an.

Canon EOS M100 – M6 und M50

Meine Testberichte der EOS M5, M6 und EOS M100:

Gewicht, Größe & Haptik

Keine Mensch würde eine dieser Kameras als groß oder schwer bezeichnen. Vom Gewicht her gibt es überhaupt nichts zu meckern. Bei der Größe fällt aber der Sucher der M50 auf. Dieser steht nämlich nicht nur oben heraus, sondern auch nach hinten. Beides ist logisch und muss auch so sein. In der Praxis macht es die Kamera aber deutlich größer, als sie eigentlich ist.
Schnell mal in die Jackentasche stecken geht bei der M50 eben nicht so einfach, wie bei der M6 oder erst recht bei der M100.
Das ist der Preis des Suchers.

Die EOS M50 und M6 liegen beide sehr gut in der Hand, da sie beide einen gummierten Griff haben. Die M100 geht in dieser Hinsicht gar nicht, kein Gummi, kein Griff, nix!

Vom Material her fühlt sich die M6 wertiger an als die M50. Auch das Drehrad vorne fühlt sich besser an. M50 und M100 fühlen sich nach Plastik an, dadurch wirken sie nicht sehr solide. Immerhin ist der Griff und der Bereich für den Daumen auf der Rückseite der M50 gummiert.

Meine Favorit in dieser Kategorie ist die M6, das gilt aber natürlich nur, so lange du auf den Sucher verzichten kannst.

EOS M100: 0
EOS M50: 0
EOS M6: 1

Akkulaufzeit

Hier muss ich wohl nicht viel sagen, die Zahlen sprechen für sich und das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen.

Ganz klar, die M50 sieht hier richtig alt aus. Erschwerend kommt hinzu, dass sich keine der Kameras über USB laden lässt und original Akkus von Canon ein Schweinegeld kosten.

Punkt für die EOS M6.

EOS M100: 0
EOS M50: 0
EOS M6: 2

Bedienung

Die Sensoren sind in der Zwischenzeit so gut, dass es keinen großen Unterschied mehr macht, welches Modell du kaufst. Gewaltige Unterschiede gibt es aber in der Bedienung. Für mich war die Bedienung sogar der ausschlaggebende Punkt, um von Sony wieder zu Canon zu wechseln. (Falls es dich interessiert, die ganze Geschichte erkläre ich in diesem Video.)
Auch zwischen der EOS M100. M50 und M6 gibt es Unterschiede in der Bedienung.

Knöpfe & Drehräder

Ohne zu zählen, kann ich diesen Punkt direkt an die EOS M6 geben. Weder die M50, noch die M100 lässt sich so komfortabel bedienen.
Gerade bei der M100 brauchte ich eine ganze Weile, mich an den Minimalismus zu gewöhnen. Irgendwann hatte ich den Dreh aber raus und ich musste zugeben, dass sich auch diese Kamera einfach bedienen lässt. Bei der M50 ist es deutlich besser, aber all das kann haptische Knöpfe und Drehräder eben nicht ersetzen.

Also, wieder ein Punkt für die M6.

Menü & MyMenu

Die M50 bietet endlich das Menü mit Anleitung, welches ich schon aus der 200D kenne. Für ein Einsteigermodell absolut genial, für mich als Profi aber natürlich nichts. Deshalb habe ich es unter Display Level → Menüanzeige auf die klassische Version umgestellt.

Auch genial für Anfänger ist der Automatikmodus der EOS M50. Hier kannst du ganz einfach Dinge wie Hintergrundunschärfe, Helligkeit, Kontrast, Sättigung usw. einstellen. Du kannst sogar die Farben des Fotos beeinflussen.

Erweiterte Einstellungen des Automatikmodus

Generell wurde das Menü etwas logischer angeordnet. Grundlegende Einstellungen wie die Belegung der Tasten findest du jetzt im SETUP-Menü und nicht mehr im SHOOT-Menü. Eigentlich logisch!

Punkt für die M50!

EOS M100: 0
EOS M50: 1
EOS M6: 2

Einen weiteren Punkt können M50 und M6 mit dem MyMenu sammeln. Dort kannst du häufig benutze Menüpunkt zentral ablegen, um schnell darauf zuzugreifen.

Bei der M100 fehlt das MyMenu und ich vermisse es tatsächlich!

EOS M100: 0
EOS M50: 2
EOS M6: 3

Wasserwaage

Eigentlich sollte eine elektronische Wasserwaage heutzutage in jeder Kamera verbaut sein. Schließlich ist nichts hässlicher als ein schiefer Horizont.
Die M50 und die M6 haben solch eine Wasserwaage, die M100 nicht.

Aber Achtung bei der EOS M50!
Die Wasserwaage funktioniert [warum auch immer] nicht im Automatikmodus und sie funktioniert auch nicht, wenn du die AF-Methode Gesichtserkennung + Verfolgung gewählt hast.
Häää?

EOS M100: 0
EOS M50: 3
EOS M6: 4

Klappdisplay

Das Display der M100 kannst du maximal um 180° nach oben klappen. Das der M6 zusätzlich um 45° nach unten. Mehr geht mit den beiden Kameras nicht.

Der EOS M50 hat Canon ein komplettes Schwenkdisplay spendiert. D.h., du kannst aus nahezu jeder Position aufs Display gucken. Der größte Vorteil dabei ist, dass du auch bei Hochkantaufnahmen das Display herausklappen und du es zum Schutz beim Transport zuklappen kannst.

Ich persönlich mag das Klappdisplay der M6 zwar mehr, weil du auch in geklapptem Zustand quasi durchs Objektiv guckst und es bei Videos und Selfies nicht so dolle auffällt, wenn du statt ins Objektiv aufs Display guckst.
Aber das ist meine persönliche Meinung. Objektiv betrachtet ist das Schwenkdisplay der M50 besser.

EOS M100: 0
EOS M50: 4
EOS M6: 4

Sucher

Fotografieren mit Sucher ist Geschmacksache. Es schadet aber definitiv nicht, wenn du einen hast.
Bei der EOS M100 gibt es sowas nicht, bei der M6 musst du ihn nachrüsten, bei der M50 ist er fest verbaut.
Ganz klar ein Punkt für die M50!
Mit dem Aufstecksucher der M6 könntest du zwar das Größenproblem von oben umgehen, aber das Ding ist unverhältnismäßig teuer.

EOS M100: 0
EOS M50: 5
EOS M6: 4

Silent Mode (Leiser Modus)

Eigentlich mag ich das laute KLACK, beim Auslösen. Das machen nur richtige Kameras. Aber es gibt Situationen, in denen passt es einfach nicht. Z.B. wenn du irgendwo unentdeckt einen Schnappschuss machen möchtest oder wenn du in einer Kirche fotografieren willst.

Silient Mode

Als erste EOS M überhaupt, kannst du bei der M50 dafür einen Silent Mode – auf Deutsch: Leiser Modus – nutzen.
Blöd ist, dass der Silen Mode nur in einer Art Automatik-Modus funktioniert. Die AF-Methode kannst du ändern. ISO, Blende und Belichtungszeit wählt die Kamera aber selbst.
Es gibt zwar einen Helligkeits-Regler, der ähnlich wie die Belichtungskorrektur funktioniert, den musst du aber umständlich über das Q-Menü aufrufen. Aber besser als nichts!

EOS M100: 0
EOS M50: 6
EOS M6: 4

Arbeitsgeschwindigkeit & Serienbild

Zur Bedienung gehört auch wie schnell die Kamera reagiert. Bis jetzt waren die EOS M recht gechillte Kameras und brauchten manchmal ihre Zeit.

Wahnsinnig viel schneller kommt mir die M50 zwar nicht vor, aber die eine oder andere Sache geht definitiv besser. Z.B. kannst du während Bilder gespeichert werden an der Kamera weiterhin Einstellungen vornehmen und schnell weiterfotografieren. Je nach Einstellung musstest du da bei den älteren EOS M eine ganze Weile warten.

EOS M100: 0
EOS M50: 7
EOS M6: 4

Sensor und Autofokus

Am Sensor hat sich nicht direkt etwas getan, aber der eh schon gute DualPixel-Autofokus wurde nochmals verbessert.
Er soll beim Tracking besser sein … direkt gemerkt habe ich da jedoch nichts, was aber hauptsächlich daran liegt, dass die M100 und M6 in dieser Disziplin schon gut sind.

Neu ist aber, dass die Fokusfelder einen größeren Bereich abdecken und vor allem sind es mehr Felder geworden.
Die Anzahl und die abgedeckte Fläche variiert von Objektiv zu Objektiv. Mal sind es 143 mal 99. Egal wie, es sind mehr als die 49 bei der M6/M5/M100.

Den größten Vorteil sehe ich darin, dass du im Einzelfeld AF ein kleineres Feld wählen kannst und so noch genauer fokussieren kannst (geht leider nur mit ONE SHOT).
Gleichzeitig gibt es jetzt auch einen Augen AF. Das ist die nächste Stufe der Gesichtserkennung. Die Kamera fokussiert damit direkt auf die Augen.

Aktivieren kannst du den Augen-AF unter SHOOT6 → AF Augenerkennung.
Achtung: Leider funktioniert dieser nur wenn du Gesichtserkennung + Verfolgung und ONE SHOT auswählst. Der Augen-AF kann also nicht nachgeführt werden.

Der Augen-AF der EOS M50 im Einsatz.

EOS M100: 0
EOS M50: 8
EOS M6: 4

Bildstabilisator

Eine weitere Neuerung in einer EOS M ist der Dual Sensing IS.
Die Kamera nutzt Daten des Gyroskops und des Sensors um den Bildstabilisator des Objektivs zu steuern.

Angeblich …

Wenn überhaupt, dann bringt das nur gaaanz gaaanz wenig. Ich habe es bei Fotos und Videos probiert und so richtig überzeugt bin ich nicht.
Deshalb gibt es keine Punkte.
Eine sensorbasierte Stabilisierung gibt es auch bei der M50 nicht. Optisch werden die Bilder also nur dann stabilisiert, wenn du ein entsprechendes Objektiv verwendest.

Video

Auch auf Videoaufnahmen soll sich der neue Stabi auswirken, aber auch da sehe ich nicht so recht einen Unterschied.
Die Canon EOS M50 glänzt – wie auch die M100 und M6 – bei Aufnahmen in 1080p bis maximal 50 bzw. 60 Bilder/Sek.
Hier kommt der grandiose DualPixel-Autofokus zum Einsatz, dieser sitzt die meiste Zeit perfekt und liefert gutes Videomaterial.

Zusätzlich kannst du mit der M50 auch in einer Auflösung von 3840×2160, also in 4K filmen.
Das geht jedoch nur in 24 bzw. 25 Bilder/Sekunde und auf den DualPixel-AF musst du auch verzichten.
Zusätzlich kommt ein heftiger Crop dazu. Du brauchst also entweder ein Super-Weitwinkelobjektiv oder du nutzt den 4K-Modus einfach als Telekonverter. 🙂

Nur wegen des 4K-Features würde ich die Kamera nicht kaufen, schaden tut es aber natürlich nicht.
Nicht wundern, 4K kannst du nur auswählen, wenn das Moduswahlrad auf der Filmkamera steht.

Einen Timelapse kannst du mit der M50 auch in 4K aufnehmen. Außerdem hast du jetzt mehr Einfluss auf die Einstellungen, also Blende und Belichtungszeit. Leider ist die maximale Belichtungszeit 1/25 Sek im Timelapse und du kannst die Kamera maximal 1h laufen lassen. Zusätzlich gibt es auch beim Timelapse den hefitgen 4K-Crop.

Und noch eine Neuerung bietet die M50: Du kannst in 720p mit bis zu 120 Bilder/Sekunde filmen und damit mehr oder weniger schöne Zeitlupen erstellen.
Mehr oder weniger, weil 720p im Jahr 2018 wie ein Witz klingt.Ton gibt es auch keinen dazu und auf einen nachgeführten Autofokus musst du auch verzichten.
Zur Not reicht es aber aus.

Auch die Auto-ISO-Kuriosität des EOS M-Systems durchbricht die Canon EOS M50. Die Range reicht in Full HD jetzt von ISO 100 – ISO 12.800. Manuell kannst du sogar mit ISO 25.600 filmen.
In 4K ist, wie auch bei der M6 und M100 bei ISO 6.400 schluss. (Manuell kannst du bei der M100 und M6 auf ISO 12.000 gehen. Aber halt nicht mit Auto ISO.)

Unterm Strich finde ich die Video-Features der M50 gar nicht sooo toll. Die 4K ohne DualPixel-AF und mit dem heftigen Crop sehe ich nur als netten Bonus. Ständig damit arbeiten würde ich nicht. Ähnlich geht es mir mit der Zeitlupe.
Einzig die Timelapse-Funktion macht mich als Besitzer einer M6 neidisch, aber auch da bieten andere Kameras mehr.

Trotzdem geht der Punkt für Video ganz klar an die EOS M50. Für mich ist es die beste EOS M für Videos.

EOS M100: 0
EOS M50: 9
EOS M6: 4

Anschlüsse

Zubehörschuh, USB, Mikrofon-Eingang und HDMI-Ausgang bieten sowohl die EOS M50 als auch die M6. Zusätzlich dazu findet sich an der M6 noch ein Löchlein für einen Kabelfernauslöser.
Der M100 fehlen der Zubehörschuh und auch der Mikrofoneingang. Einen Kopfhörerausgang bietet keine der Kameras.

Das wäre also ein minimaler Vorsprung für die M6, ABER: Das Fach für die SD-Karte ist bei der M6 und der M50 unten beim Akku, bei der M100 ist es an der Seite. Das ist viel besser gelöst, weil du so die Karte auch wechseln kannst, wenn eine Schnellwechselplatte an die Kamera geschraubt ist.
Blöd nur, dass sich keine der Kameras über USB laden lässt und du deshalb eh oft ans Akkufach musst.

Keine Punkte!

Smartphone-Anbindung und App

Die Smartphone-App von Canon ist nicht besonders gut, das meiste aus dieser Krücke holt aber definitiv die M50 heraus.
Zum einen kannst du nur bei der M50 Filmaufnahmen über die App starten, zum anderen kannst du aufgenommene Fotos direkt auf dein Smartphone übertragen lassen.
Du kannst die Kamera auch ins WLAN hängen und damit von anderen Geräten darauf zugreifen.

Wenn du willst, kannst du auch die Standortdaten deines Smartphones direkt per Bluetooth in die EXIF-Daten der Bilder schreiben. Auch das geht mit der M6/M100 nicht. Dort musst du erst alles mitprotokollieren und kannst dann in einem Rutsch alle Daten in die Bilder schreiben.

Auch wenn ich die App nicht besonders gelungen finde, dieser Punkt geht an die M50.

EOS M100: 0
EOS M50: 10
EOS M6: 4

Lustige und nützliche Funktionen

Keine der Kameras bietet einen Panorama-Modus und auch den Sternzeitraffer-Modus aus der GxX-Serie wirst du vergebens suchen.
Das ist schade.
Dafür findest du in jeder EOS M einen Kreativassistent und ein paar mehr oder weniger nützliche Szenenmodi, Sport z.B.

Belichtungsreihen kannst du mit der M50 und der M6 aufnahmen. Mit der M100 geht das nicht automatisch. Fokusreihen kann keine der Kamera schießen.

Unterm Strich: Mein Fazit zur Canon EOS M50

Verdammt Canon, was soll denn das?
Die M50 ist definitiv eine Ansage und zeigt, dass man den Schuss gehört hat. Ich verstehe zwar nicht, warum man die Features ausgerechnet so gewählt hat (z.B. warum schießt das Einstiegsmodell EOS M50 eine schnellere Reihenaufnahme als das Profigerät EOS 5D Mark IV?), aber das ist schlussendlich auch egal.

Bei mir hat es eine ganze Weile gedauert, bis ich mit dem EOS M-System warm geworden bin, aber in der Zwischenzeit mag ich es und ich mag auch die M50. Canon verkauft hier viel Kamera für einen guten Preis.
Trotz allem bleibt die M50 aber ein Einstiegsmodell, das mit Knöpfen und Drehrädern geizt.
Die Bedienung ist dafür zwar gut und durchdacht, kommt aber natürlich nicht an eine EOS M6 oder eine M5 heran.

Die restlichen Features der M50 sind aber mindestens ebenbürtig oder sogar besser als die der großen Schwestern.

So bietet die M50

  • mehr Autofokuspunkte,
  • Augen-AF,
  • schnelleren Serienbildmodus,
  • angeblich besseren Bildstabilisator,
  • 4K Video,
  • Zeitlupe,
  • 4K Timelapse und
  • neue Möglichkeiten zur Kommunikation mit dem Smartphone

All das kann sich auf dem Papier sehen lassen. Die M5, M6 und M100 sind schon gute Kameras und die M50 legt noch eine Schippe obendrauf. Bravo!

Aber hat Canon damit zur Konkurrenz aufgeschlossen?
Jein!

Als Konkurrenz sehe ich hauptsächlich die Sony a6000 und a6300.
Panasonic und Olympus sehe ich nicht als Konkurrenz. Entweder fehlt den Kameras der Phasenvergleichs-AF oder sie spielen in einer anderen Preisklasse.
Außerdem ist der Sensor nochmals ein gutes Stück kleiner.
Fuji hätte zwar die X-E3 im Programm, ihr fehlt aber das Klappdisplay und ein Eingang für ein externes Mikrofon, sodass die Zielgruppe “Vlogger” komplett wegfällt.

Auch der Sony a6000 fehlen all diese Features. Dafür ist sie vom Preis super attraktiv und gerade als Einstiegsmodell eine gute Wahl.
Für Videos würde ich die M50 definitiv der a6000 vorziehen und auch für Fotos ist mir die Canon sympathischer.

Bei der Sony a6300 zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Gerade bei den Video-Features legt die Kamera ordentlich vor. 4K mit Phasenvergleichs AF, 120fps Zeitlupe in 1080p und SLog-Picture Profiles.
Dafür ist die Kamera deutlich teurer, bietet keinen Touchscreen und das Display lässt sich nicht schwenken.
Also ist die a6300 eigentlich auch keine richtige Konkurrenz zur M50.

Tatsächlich ist die M50 in ihrer Klasse konkurrenzlos. Wenn überhaupt, gibt es Konkurrenz im eigenen Haus.

Von mir gibt es einen Daumen hoch und eine Kaufempfehlung.

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Warum ich mir keine Canon EOS M50 kaufe

Du fragst dich vielleicht, warum ich mir keine M50 kaufe, obwohl ich die Kamera so toll finde.
Ich selbst habe eine EOS M6 und eine M100 und ich bin glücklich damit. Vor allem die M6 habe ich mit ihren vielen Drehrädern und ihre super kompakten Bauweise ins Herz geschlossen.
Es lässt sich alles schnell und direkt bedienen, ohne lange über den Touchscreen zu gehen. Das finde ich toll und darauf müsste ich bei der M50 ein Stück weit verzichten.

Die M100 ist meine B-Roll und Zweitkamera und dafür eigentlich schon zu groß. Besser wäre eine G1X Mark III, aber die ist mir zu teuer.
All die Features, die die M50 bietet, brauche ich da gar nicht und größer ist sie auch noch.
Von daher gibt es auch hier nicht unbedingt einen Grund zu wechseln.
Trotzdem: Hätte ich die M100 nicht schon, würde ich stattdessen zur EOS M50 greifen. Hauptsächlich wegen dem “Telekonverter” 4K und der erweiterten Timelapse-Funktion. Aber eigentlich brauche ich das viel zu selten und außerdem gibt es dafür in meinem Kamera-Fuhrpark auch schon eine Lösung: Die Lumix LX15 kann all das auch und sogar noch ein paar Dinge mehr.

Ich bin also auch ohne M50 gut ausgerüstet. Sollte aber bald eine EOS M6 Mark II kommen, mit den Features der M50 …. was meinst du? Würde ich mir die kaufen? 😀

Wie findest du die M50? Hast du schon eine oder kaufst du dir eine?

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14 Kommentare zu “Canon EOS M50 im Test – So schlägt sich die Kamera im Vergleich

  1. Marco

    Also das Du die Fuji x-t 10 & Olympus OMD EM 10 II im Fotobereich und eine Panasonic G70 im Videobereich nicht als Konkurrenz siehst verstehe ich nicht.
    Gerade Fuji hat einen fantastischen Bildlook (JPEG) und guten Ruf. Olympus mit seinem genialen Bildstabi und massenhaften Micro Four Thirds Objektiven ist ja gerade was für Einsteiger. Da braucht keiner einen Phasen Autofokus. Panasonic ist gerade bei Vloggern ne Hausnummer. Da reichen 16MP völlig aus. Die G70 kann auch 4k. Und alle von mir genannten Kameras kosten mit Kit-Objektiv weniger als der M50 Body.

    Es ist ein netter Versuch von Canon aber die sind bei weitem noch nicht da wo die anderen sind.

    1. Marc Autor des Beitrags

      Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber die X-t10 hat keinen Touchscreen, kein Schwenkdisplay und kein 4K. Bei der Kamera zieht also meine Argumentation der a6000. Die OMD EM 10 II hat keinen Mikrofoneingang und keinen Phasenvergleichs AF, letzteres gilt auch für die G70. Probiere den DualPixel AF einfach mal aus, dann weißt du, was ich meine.
      Ich gebe dir recht, Panasonic ist für Video eine Hausnummer und vor allem der Preis ist dort megaheiß. Der AF und die Leistung bei schwächerem Licht und der Dynamikumfang können aber nicht mit der M50 mithalten.

      1. Dennis R.

        Ich muss sagen, das die Canon-Kamera’s im DSLM-Bereich eigentlich von der Preis-/Leistung her die meisten anderen MFT und APS-C in den Schatten stellt. Die M50 kostet mit Kit-Objektiv zur Zeit um die 680 €. Mit einem Adapter für rund 110 € stehen einem ALLE Objektive von Canon für EF und EF-S zur Verfügung. Die Kompatibilität ist gegeben. Die Objektive für Canon sind momentan vom Preis her einfach besser als für die anderen Kandidaten. MFT hat bekanntlich das Problem beim Freistellen in der Portrait-Fotografie. Man benötigt ein sehr lichtstarkes Objektiv. Und diese sind nun eimal sehr teuer. Wer also lieber auf die Eigenobjektive (Olympus, Panasonic), Sigma, Tamron, Meyer Optik oder Voigtländer setzen möchte, der kommt unter 750 € für ein f1.2 nicht um die Ecke. Wer es nicht ganz so krass will, der kann natürlich auch eine 1.4er Blende nehmen (Sigma, Pana-Leica) und bekommt für ca. 320 € eines. Unter 1.2 wird es meiner Meinung nach unbezahlbar. Ein Canon 50mm 1.4 liegt aber noch unter 300 €.

        Eine weitere Schwäche ist der Weitwinkel bei MFT. Der Ausschnitt des Sensors ist extrem ungünstig. Man muss mit der Brennweite extrem weit runter (je nach dem, wie weit man den Winkel will). Ich habe es selbst noch nicht testen können. Aber ich habe mir sagen lassen, das man bei MFT für einen guten Weitwinkel auf 14 und weniger mm runter muss. Nun bleibt die Entscheidung, ob man eine Festbrennweite oder ein Zoom nimmt. Ein 14 mm Lumix G 2.5 kostet um die 300 €. Wer sich aber variabel um die Stärke des Weiwinkels kümmern will, brauch eines mit z.B. 7-14 mm. Das Lumix G 7-14 4.0 kostet dann aber mal so eben um die 690 €. Da man bei APS-C nicht ganz so extrem runter muss, reicht hier ein 11-22 mm 4.0-5.6. So eines bekommt man von Canon schon um die 325 €.Als absolute Empfehlung im MFT Bereich dafür wird ja immer das 7-14mm 2.8 Pro genannt. Kostet aber auch mal so eben 1100 €.

        Ein Telezoom von z.B. Tamron kostet da wirklich nicht die Welt. Bekommt man auch noch unter 100 € (70-300 mm mit Makro!). Wenn man den Crop-Faktor bedenkt, muss bei MFT das Objektiv nach hinten mindestens 200mm liefern. Dafür wird bei MFT ein Lumix G mit 45-200 mm fällig. Kostet aber auch mal so eben rund 360 € (ohne Makro).

        Sony-Linsen sind sowieso meist deutlich teurer und es scheint auch, das es dort auch extreme Qualitätsunterschiede gibt. Fuji kompatible Optiken sind auch nicht gerade für den schmalen Geldbeutel. Ein Objektiv, das 300 mm sicher liefert und auch zoomen kann kostet fast 2.000 €. Es geht natürlich dann auch bis 400 mm. Aber handlich ist anders.

        Auch das adaptieren von MFT auf Canon EF ist fraglich. Normale Adapter croppen einem die Optik kaputt. Ein Speed-Booster für MFT auf Canon EF kostet fast 700 €. Dafür wird Weitwinkel und Lichtstärke verstärkt.

        Es kommt wie immer auf das an, was man selbst brauch. Aber für Allrounder finde ich persönlich die M50 fast genial. Noch besser wäre sie mit etwas größerem Griff, Magnesium-Gehäuse und ein oder garr zwei weitere Drehräder würden ihr auch gut tun. Aber mehr habe ich bei der Lumix DMC-FZ1000 zur Zeit auch nicht und man lernt, damit zu leben. Bleibt nur noch Nikon, die sich dem wachsenden Trend zur DSLM stellen müssen. Denn meine Vermutung, warum sich DSLR’s von Canon und Nikon noch so gut verkaufen ist der, das die Objektive günstiger sind als für die reinen DSLM-Bajonetts. Dessen wird sich auch Canon bewusst gewesen sein und liefert günstig einen vollständig kompatiblen Adapter für die DSLR-Objektive. Man bekommt die M50 übrigens auch als Dual-Kit mit 2 Objektiven und dem Adapter und wem für Portraits die 1.8er Blende reicht, spart sich dabei dumm und dusselig. Zwar nicht zum Einzelpreis. Aber das 1.4 kostet mit rund 300 € gut 200 € mehr als das 1.8. Das spart man sich eben.

        Aber eine Frage habe ich da noch: Kann man eine Taste so belegen, das man für das Einstellrad direkt zwichen Blende, Belichtungszeit, Weißabgleich-Profil und ISO schalten kann?

        1. Marc Autor des Beitrags

          Hallo Dennis,

          definitiv, mir war das lange auch gar nicht so bewusst, dass Canon viel günstiger ist, als man auf den ersten Blick denkt.
          Ich habe übrigens eine Billig-Adapter von Meike für 30€, der macht seinen Dienst ganz genau so gut wie der originale von Canon … auch das spart!

          Zu deiner Frage:
          Nein, so kannst du einen Taste nicht belegen. Du kannst mit einer Taste aber zwischen Blende, Belichtungszeit und ISO switchen (das ist glaube ich sogar die Standardbelegung für die Taste neben dem Auslöser) und den Weißabgleich dann auf eine andere Taste legen, das geht.

          Viele Grüße
          Marc

          1. Dennis R.

            Naja man kann an so vielen Stellen sparen. Ich kaufe nach Möglichkeit immer mit bedacht. Deswegen nehme ich mir auch unheimlich viel Zeit vor einem Kauf und rechne und schiebe hin und her, bis ich da bin, wo ich hin will 😉

            Ich habe mir für den Anfang mit Absicht auch die Lumix DMC-FZ1000 gekauft. Ich habe mir von vielen anhören müssen, das die Dinger die reinste Geldverschwendung sind. Sehe ich anders. Die Kamera hat mir in den wenigen Wochen, wo ich sie jetzt habe mehr beigebracht, als ich die Jahre davor lernen konnte. So ein Universal-Objektiv wie bei der FZ, das ja von Weitwinkel bis Tele die Brennweiten bietet und auch manuell die Blende steuern lässt, macht einem sehr viel möglich, zeigt einem aber auch die Grenzen der Kamera auf und man muss dann auch lernen, das Licht, die Perspektive und die Abstände richtig zu nutzen. Ich sehe eine Systemkamera eher als ein Universalwerkzeug, das einem die Möglichkeiten erweitert. Aber nicht als notwendige Ausrüstung, um generell zu fotografieren.

            Sobald ich auf eine Systemkamera gewechselt bin, nutzen Frau und Kind die Kamera mit ihren Automatiken und ich nur noch als Zweitkamera für Video oder für Unterwegs, wenn ich weiß, das mir das festverbaute Objektiv locker reicht. Und es reicht für mehr, als nur Schnappschüsse.

            Und genauso gehe ich auch bei der Systemkamera vor. Was nützt mir ein günstiger MFT-Body (wie eine Olympus OM-D EM10 III), wenn ich für Portrait, Bokeh oder variablen Weitwinkel mich dumm und dusselig zahle? Was nützt mir eine Vollformatkamera der ersten Sonygeneration für unter 800 €, wenn ein gutes Tele oder Makro ein Vermögen kostet? Warum soll ich mir eine Fuji kaufen, die zwar haptisch und im handling erstklassig ist, aber selbst mein alter Opel billiger ist ein gutes Tele-Objektiv? Warum soll ich auf Grund der Größe auf einen Adapter verzichten, wenn ich mir die Kompaktheit für viel Geld erkaufen muss? Oder anders gefragt: Muss ich denn wirklich für technisch perfekte Bilder mein letztes Hemd geben? Sagt ein gutes Motiv nicht das gleiche aus, auch wenn der Rand etwas weniger Schärfe hat oder der Sensor ein ticken mehr rauscht?

            Ich möchte nicht fotografieren. Ich WILL fotografieren. Und wenn das Geld für das Equipment nicht im Überfluss vorhanden ist, sucht man sich den nach Möglichkeit besten Deal und gibt sich auch mit dem einen oder anderen Kompromis zufrieden. Und dann kommt eben so eine Erkenntnis dabei raus. Ich denke nicht, das ich damit unzufriedener werde. Ich schaue mir Foto’s so an, wie man sich Foto’s ansieht. Und zwar so, das man das Bild sieht und nicht den Pixel. Der Pixel weckt keine Emotionen, Erinnerungen oder ein Gefühl. Das tut nur das ganze Bild. Und wenn einen das Bild erstmal gepackt hat, dann sieht man auch Rauschen oder unauffällige Unschärfe nicht mehr.

            Ich weiß zwar nicht, warum ich jetzt so viel geschrieben habe. Ich denke das musste mal raus. 😀
            Das waren im übrigen jetzt nur Gedanken. Das war keine Kritik. Nicht das jemand das jetzt in den falschen Hals bekommt. 😉

          2. Marc Autor des Beitrags

            Hallo Dennis,

            ich finde es total schade, dass ich auf deinen langen Kommentar nur kurz antworte, aber es gibt eben nichts hinzuzufügen.
            Die FZ1000 ist eine gute Kamera, die wahrscheinlich in 80% der Fälle locker aussreicht ich war und bin ja immer noch viel mit Kompaktkameras mit dem gleichen 1″ Sensor wie in der FZ1000 unterwegs und mir fehlt selten etwas.

            Auch bei der Bildqualität bin ich voll und ganz deiner Meinung, das Zauberwort heißt Betrachtungsabstand und bei normalem Betrachtungsabstand sinkt die Auflösung, die das menschliche Auge wahrnehmen kann extrem, so dass es nicht mehr möglich ist ein Foto mit einem „billigen“ Objektiv von dem eines teuren zu Unterscheiden, wenn es um die Schärfe geht. Wenn du überhaupt ein Ausgabegerät findest, dass mit dieser Auflösung umgehen kannst 😀

            Also ja, weniger ist oft mehr und man muss wirklich nicht so viel Geld ausgeben, um sich an seinen Bildern zu erfreuen … es sei denn, man hat Freude am Pixelpeepen, was natürlich auch legitim ist.

            Viele Grüße
            Marc

  2. Christoph

    Hallo Marc, na ich denke, du wirst dann doch noch schwach werden und vielleicht die 100er verkaufen…Grins.
    Ich selber hatte bis jetzt mit Canon so gut wie nix am Hut; mal die HS 730 mit dem 40 fach Zoom (ja, ich weiß au weia) und mal kurz die Gx7X ii (nicht schlecht, aber irgendwie war´s keine richtige Liebe… wie bei dir mit der Panasonic), Bisher waren meine Kameras eher von Olympus, Sony, Fuji. Recht zufrieden damit…und doch ist das Gras in Nachbars Garten ja immer etwas grüner – sprich: mal diese, mal jene Kamera…aber nie ernsthaft Canon – da fehlte mir immer zuviel oder irgendwie war´s keine Sympathie.
    Bis jetzt. Und bis ich deine diversen Videos über den Wechsel von Sony, Panasonic zu Canon gesehen habe.
    Mir geht’s tatsächlich ähnlich: bei Sony war es schon auch ein Hype (6000er), der mich beeinflußt – aber in der Nutzung durchaus auch überzeugt hat. Und Panasonic macht mir zuviel Kompression = matschige Bilder. Das Wichtigste aber: Sonys bedienen sich weder intuitiv noch schnell oder einfach!!!
    Ich jedenfalls hab oft rum gesucht im Menü (Knipst du schon oder suchst du im Sonyuntiefenmenü?). Und irgendwann hast du davon einfach die,,, voll.
    Wie du mag ich kleine, leichte Kameras – denn die nehme ich wirklich mit.
    Ein Satz von dir ist mir hängen geblieben: „CANONS einfache Bedienung ist LEBENSQUALITÄT!“
    Stimmt!
    Jetzt bin ich total neugierig auf die M50. Video ist mir eher weniger wichtig. Aber irgendwie spüre ich da was im Bauch: Diese Canon könnte was für mich sein. Einfache Bedienung (genial der Anfängerdisplaymodus und der bunte Automatikbutton, mit dem man diverse Dinge ganz leicht anklickt.

    1. FRAGE: Welche Möglichkeiten stecken da noch drin (Kreatvfilter – welche genau S/W, Sepia, Doppelbelichtung, Dramatisch, Wasserfarben…..? Panorama ja wohl wieder nicht…
    2. FRAGE: Bei Fuji ist ja die Bedienung übr manuelle Wahlräder sehr einfach und gut (Belcihtung, ISO, Veschlusszeit etc.) – finde ich jedenfalls. Nun hat die M50 davon ja n o c h weniger, als manche andre Canon. Geht das dann nicht wieder mehr in Richtung Sonymenü/Bedienbarkeit = langsamer, mühsamer, komplizierter – oder hat Canon bei der m50 einen Weg gefunden, es besser als Sony zu machen?

    So, das wars für heute. Ohne deine Videos würde ich Canon nich mal anschauen. Und jetzt habe ich schon sowas wie eine Kauftendenz. Maa-o-Mann, bin ich beeinflußbar…LÄCHEL.
    Im Ernst: DANKE für deine praxisgerechten, humorvollen und ehrlichen Videos auf YouTube – abeseits der üblichen Kaufhypes und sündhaft teuren Superdooperkameras.
    Weniger ist mehr und nochmal: einfacher bedeutet mehr Lebensqualität. Christpoh

    1. Marc Autor des Beitrags

      Wird wohl doch Zeit, dass ich langsam Geld für die Videos bekomme, wenn ich damit Kauftendenzen wecke 😀
      Zu Frage 1:
      Für Monochrome gibt es die Möglichkeiten S/W, Sepia, Blau, Lila und Grün.
      Außerhalb des Automatikmodus kannst du das auch mit dem Bildstil machen, das ist auch ganz cool. Damit kann man sicher auch ein dramatisches Bild erzeugen … wäre eigentlich mal ein Video wert 🙂
      In der Szenenwahl gibt es noch ein paar weitere mehr oder weniger nützliche Tools:

      • Selbstporträt
      • Glatte Haut
      • Sport
      • Nahaufname
      • Speisen
      • Schwenken
      • Nachtaufnahme ohne Stativ
      • HDR-Gegenlicht
      • Weichzeichner
      • Fisheye Effekt
      • Spielzeugkamera
      • Miniatureffekt

      Ich hoffe, ich hab keinen vergessen 🙂
      Doppelbelichtung gibt es nicht und einen Panoramamodus leider auch nicht. 🙁

      Zu Frage 2:
      Weniger Knöpfe und Drehräder sind immer schlecht, deshalb bleibe ich ja auch bei meiner M6, da gibt es auch für alles ein Drehrad.
      Der Unterschied zu Sony ist, dass du einen vernünftigen Touchscreen hast und du jede Funktion damit schnell anwählen kannst. Außerdem kannst du dir den M-Fn-Button oben so konfigurieren, dass du damit durch die einzelnen Punkte durchwechseln kannst (ist glaub sogar die Standardeinstellung).
      Und musst du doch irgendwann ins Menü, kannst du dir die oft benötigten Funktionen ins MyMenü packen, so musst du dich nicht durch das ganze Menü klicken. (Das können die neueren Sonys glaub jetzt auch.)

      Bitte und bei Fragen nur her damit!
      Viele Grüße
      Marc

      1. Sebastian

        Hallo Marc,
        ich habe mir gerade die M50 gekauft und festgestellt, dass man in den Modi M/Av/Tv/P über die +/- Taste die Blende, etc. auswählen kann und und dann über das Drehrad einstellen kann. Gekennzeichnet durch diesen kleinen orangen Bogen neben dem Wert. Funktioniert auch total intuitiv wenn man das Auge am Sucher hat.
        Viele Grüße
        Sebastian

  3. Frank

    Wenn man die M50 mit nur einem Objektiv verwendet ist sie sicher ganz toll und besser als die Mirrorless Alternativen anderer Hersteller v.a. wegen der guten Ergonomie und den schönen Canon-Farben. Der Gewichts- und Größenvorteil von Mirrorless ist jedoch fast weg, wenn man ein ganzes System mit mehreren Objektiven haben möchte. Zum Vergleich ist ein ganzes System mit der EOS 200D (ja eine DSLR aus vergangenen Jahrhunderten… – die gibts noch) gerade mal 100g schwerer, dafür aber 500€ billiger (vgl. meinen Kommentar mit einer genaueren Rechnung von Gewichten und Preisen zur 200D auf dieser Webseite hier:

    https://reisezoom.com/canon-eos-200d-erfahrungsbericht/

    – aber für die gesparten 500€ kann ich ja fast noch ne Eos M50 dazukaufen 🙂

    Vielen Dank für den informativen Blog und viele Grüße, Frank

    1. Marc Autor des Beitrags

      Unterm Strich lässt sich also sagen (und das sagen ja irgendwie alle): Canon muss definitiv bei den M-Objektiven nachlegen. Denn was bringt die beste Kamera, wenn es keine gescheiten Objektive dafür gibt und man mit einem Adapter rumfummeln muss und gleichzeitig den Gewichts- und Größenvorteil dabei verliert.
      Dass es möglich ist kleine und gute Objektive zu bauen zeigen andere Hersteller … kann man nur hoffen, dass sich Canon nur bei der Baugröße und nicht am Preis bei den anderen orientiert. Die M-Objektive sind ja jetzt schon teurer als die großen EF(-S) Objektive.

      1. Frank

        Stimmt genau, das gilt aber nicht nur für Canon, denn auch die (oft) kleineren und viel teureren Objektive anderer Hersteller sind nicht viel leichter (Sony) oder sogar schwerer (Fuji). Eine Standardausrüstung aus 3 Zooms (Normal, Weit und Tele) und einem Pancake ist bei EF-S weit billiger und nur wenig schwerer verglichen mit EF-M (selbst ohne Adapter und adaptierte Objektive) und Sony und sogar leichter als bei Fuji X:
        EF-S: 18-55 + 10-18 + 55-250 + 24 = 215g + 240g + 375g + 125g = 955g
        EF-M: 18-55 + 10-22 + 55-200 + 22 = 210g + 220g + 260g + 105g = 795g ( also -160g vs. EF-S)
        Sony: 18-55 + 10-18 + 55-210 + 20 = 194g + 225g + 345g + 69g = 833g (also -122g vs. EF-S)
        Fuji: 18-55 + 10-24 + 50-230 + 27 = 310g + 410g + 375g + 78g = 1173g (also sogar 218g schwerer als EF-S !!)
        Ich denke, man sieht daraus vor allem zweierlei:
        – das Objektivangebot bei EF-S (und sicher auch Nikon DX) ist supergut, im Vergleich zu Fuji sogar leicht, und verglichen mit ML sehr preiswert – den momentanen ML-Hype und die (nicht immer gegebenen) Größenvorteile lassen sich die Hersteller gut bezahlen
        – der Gewichtsvorteil (und sicher auch der Größenvorteil) von Mirorrless schrumpft erheblich, wenn man mehrere Objektive mitnehmen möchte (und das gilt noch mehr, wenn man das Vollformat betrachtet)

        1. Marc Autor des Beitrags

          Ich denke gute Objektive sind einfach groß und unter Umständen auch schwer.
          Und klar, der Größen- und Gewichtsvorteil gilt natürlich nur in Ausnahmesituationen. Wenn ich eine Fototour mit Rucksack und Stativ machen, dann wären mir +/-200g an Ausrüstung total egal und ob die Kamera 2cm breiter ist oder nicht, macht den Kohl da dann auch nicht mehr Fett.
          Ich bin eh gespannt, in welche Richtung es sich bei Canon und Nikon entwickelt, an deren Stelle würde ich wahrscheinlich einfach spiegellose Kameras bauen, an die direkt die alten Objektive passen … aber warten wir es ab.

  4. Werner

    Hallo Marc, derzeit ist meine Kamera eine Canon Powershot G5x, verwende diese eigentlich ausschließlich als Reisekamera, bin aber so richtig grün mit dieser bin ich oder noch nicht geworden. Meinst du die M50 als Kit Canon EOS M50 schwarz EF-M 18-150 Kit wäre da eine gute Alternative, oder fehlt es da einfach an Praxis generell??
    eine großen SLR schließe ich eher, vor allem aus Gewichtsgründen, aus. LG, Werner

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