Fototipp 13: Stelle deine Kamera für dich ein

Nimmst du eine Kamera zum ersten Mal in die Hand, dann ist der richtige Zeitpunkt die Einstellungen auf deine Bedürfnisse anzupassen.

Je nach Kameratyp kannst du mehr oder weniger ändern. Bei Smartphones und einfachen Kompkatkameras hast du nicht viele Möglichkeiten.
Bei einer Edelkompaktkamera wie der RX100 (bei amazon.de*), bei einer Bridgekamera oder bei einer DSLR sieht das schon anders aus. Je nach Kameramodell kannst du sogar die einzelnen Knöpfe mit eigenen Funktionen belegen oder eigene »Modi« auf das Moduswahlrad legen.

Einstellmöglichkeiten gibt es also viele und es ist wichtig, dass du eine Kamera auf deine Bedürfnisse einstellst.
Wie du das machst, musst du in der Anleitung deiner Kamera nachlesen, siehe dazu auch meinen Fototipp Nr. 2.

Die Grundeinstellungen

  • Uhrzeit und Datum
    Ganz wichtig! Überprüfe, ob die interne Uhrzeit und das Datum stimmen.
    Tipp: Bei einer Reise in eine andere Zeitzone die Uhrzeit anpassen!
  • Auflösung und Dateiformat
    Ich fotografiere ausschließlich im RAW-Format, kann deine Kamera das nicht, dann wähle die Einstellung für die höchste Auflösung und die geringste Kompression.
    Ich kenne keinen Grund, wieso du dich mit weniger zufriedengeben sollst. Kleiner machen kannst du das Bild immer noch.
    Kleine Korrektur: Dank dem Kommentar von Patrick kenne ich jetzt doch einen Grund, nicht die höchste Auflösung zu wählen. Beim EXR Sensor von  Fuji kann durch das Zusammenschalten von Pixeln das Rauschen reduziert und der Dynamikumfang erhöht werden.
  • Seitenverhältnis
    Ich fotografiere in 3:2, das klassische Kleinbild-Verhältnis.
    Ist Geschmacksache. Willst du das maximale aus deiner Kamera herausholen, dann stelle das Seitenverhältnis auf das Verhältnis des Sensors ein.
    (Vollformat und APS-C = 3:2; Mittelformat, viele Kompaktkameras und Smartphones = 4:3)
  • Auflösung und Format für Videos
    Ähnlich wie bei Fotos, müssen Auflösung, Qualität und Format auch für Videoaufnahmen eingestellt werden.
  • Signaltöne
    Wieder Geschmacksache, aber ich hasse es! Dieses Piepen und womöglich ein simuliertes Shutter-Geräusch bei einer Kompaktkamera …
    Mein Tipp: Schalte alles ab, was Töne macht.
    Mit einer »stillen« Kamera kannst du in Situationen fotografieren in denen es leise sein soll. Aber auch in anderen Situationen nervt das Piepen deiner Kamera deine Mitmenschen.

Erweiterte Einstellungen

Je nach Kamera kannst du unterschiedliche Dinge einstellen. Nimm dir etwas Zeit und beschäftige dich damit, es lohnt sich!
Hier ein paar Beispiele:

  • Display
    Stelle ein was auf dem Display und ggf. im Sucher angezeigt werden soll.
    Stelle ein, wie lange ein Bild nach der Aufnahme zur Kontrolle angezeigt werden soll
  • Stand by – Zeit
    Stelle ein, nach welcher Zeit deine Kamera sich automatisch abschaltet oder in den Stand by-Modus geht.
  • Benutzerdefinierte Tastenbelegung
    Bei meinen Kameras kann ich die Tastenbelegung ändern, das habe ich auch gemacht. Bei der RX100 habe ich bspw. auf »C« die Einstellung für den ISO-Wert gelegt.
    Kann deine Kamera das, dann überlege dir, welche Funktionen du oft brauchst. Vielleicht gibt es eine Taste, der du die Funktion zuweisen kannst.

Wie gesagt, je nach Kamera kannst du noch viel mehr einstellen.
Noch ein Tipp zum Schluss: Prüfe immer wieder, ob es ein Firmwareupdate gibt. Das lohnt sich manchmal wirklich.

Über Fototipp

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Na dann… gehe raus und habe Spaß!

Marc

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12 Kommentare zu “Fototipp 13: Stelle deine Kamera für dich ein

  1. Thorsten

    Hi Marc,
    wieder mal ein sehr guter Fototipp.

    Du solltest mal ein Buch ins Auge fassen. Was Benjamin Jaworskyj kann, kannst Du auch.
    Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Gerade die häufig genutzte persönliche Ansprache motiviert zur Umsetzung.

    Gruß
    Thorsten

    1. Marc

      Hi Thorsten,
      Benjamin Jaworskyj musste ich erst mal googlen, kannte ich bis jetzt gar nicht 🙂
      Ich habe tatsächlich schon über ein Buch nachgedacht, weil mir Schreiben einfach total viel Spaß macht. Im Moment (man mag es kaum glauben) fehlt mir aber einfach die Zeit.
      Dafür beschäftige ich mich aktuell recht viel mit dem Schreiben an sich, weil ich da noch besser werden will.

      Danke und liebe Grüße,
      Marc

  2. Thomas

    Für mich die schönste Zeit mit einer neuen Kamera. Der erste Kontakt, das Lernen neuer Funktionen, die Einstellungen der eigenen Vorlieben an der Kamera.

    LG Thomas

    1. Marc

      Jupp, wahrscheinlich kauft man sich deshalb immer etwas Neues. Gar nicht weil es besser ist, sondern weil man unbedingt mal wieder etwas neu einstellen will! 🙂

      Liebe Grüße,
      Marc

  3. Patrick

    Hi,

    es gibt schon Gründe nicht die höchste Auflösung zu wählen. Bei einem EXR Sensor von Fujifilm z.B. sollte man besser nur die halbe Auflösung wählen, weil so zwei benachbarte Pixel zusammengeschaltet werden können. Durch die doppelt so großen Pixel hat man so deutlich weniger rauschen oder kann durch unterschiedliche Belichtung beider Pixel mehr Dynamikumfang erreichen.

    Grüße.

    Patrick

    1. Marc

      Hi Patrick,
      den EXR Sensor kenne ich nicht, hab das jetzt nur kurz überflogen. Die Sache mit dem größeren Dynamikumfang ist ja der Hammer! Vor allem für sich bewegende Motive ist das super, weil man mit einer Aufnahme eine Art echtes HDR erzeugen kann.
      Mist, jetzt will ich so ein Teil 🙂
      Danke für deinen Kommentar und den Tipp.

      Liebe Grüße,
      Marc

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hallo Alex,

      ich fotografiere ausschließlich im Raw-Format, da habe ich die Wahl nicht.
      Aber auch bei JPEGs sehe ich keinen Grund nur mit 12 MP zu fotografieren. Speicherkarten und Festplatten kosten heutzutage ja kaum noch was.

      Viele Grüße
      Marc

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