Ich bin Marc, begeisterter Papa, Blogger, Foto- und Reisefuzzi.

Als Familie sind wir jedes Jahr zwei bis drei Monate unterwegs. Immer dabei sind verschiedene Kameras, um das Erlebte festzuhalten.

Auf meinem Blog nehme ich dich mit auf unsere Reisen, gebe dir Tipps für bessere Fotos und Empfehlungen für Kameras und Zubehör, die den Anforderungen im Familienurlaub gerecht werden.

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Heute zeige ich dir, wie du schnell und schlampig eine Karte vor dem Weihnachtsbaum mit deinen Kindern drauf erstellen kannst.

    Die geschätzte Lesezeit liegt bei ca. acht Minuten. Zum Kommentieren solltest du drei Minuten einplanen und zum Teilen mit deinen Freunden eine weitere Minute.

    Transparenz-Hinweis:
    Logischerweise ist das kein bezahlter Beitrag. Das Foto schoss ich mit einer Canon EOS M5, einer Leihgabe von Canon. Die Kamera gebe ich zu deiner Information an, nicht, um Werbung dafür zu machen. Die Kamera nutzte ich, weil ich an Praxiserfahrungen interessierte bin, für meine Kamera-Tests. Meinen Canon SELPHY habe ich selbst gekauft und ich liebe das Ding. Neuer Modelle hatte ich jedoch schon als Leihgabe von Canon für einen Test hier. Auch hier gilt, das ist eine Information für dich und nicht als Werbung zu sehen. Die Bilder kannst du natürlich auch irgendwo drucken lassen ...

    Kinder vor dem Weihnachtsbaum fotografieren: So geht’s!

    Zu Weihnachten erstellen wir jedes Jahr Grußkarten mit einem Foto der Kinder. Seit 3 Jahren machen wir das sogar mit meinen beiden Nichten, die in Wirklichkeit ab und zu auch ohne Weihnachtsmannmaske herumlaufen. 🙂

    Die Karte soll nichts Großartiges sein. Schnell gemacht, in Photoshop aufgepeppt, in 10×15 gedruckt, Text und Briefmarke drauf und schon freuen sich Freunde und Bekannte.

    Als Bonus drucken wir das Bild für Groß- und Urgroßeltern in 20×30 aus, stecken es in einen Rahmen und haben ein Weihnachtsgeschenk!

    Dieses Jahr sieht unsere Weihnachtskarte so aus:

    Die fertige Weihnachtskarte 2017

    Die Anforderungen

    Die Aufgabe für das Bild lautet also:

    • weihnachtliche Stimmung
    • Kinder in omafreundlicher Pose
    • Qualität ausreichend für 20x30cm großen Druck

    Schritt für Schritt zum Weihnachtsbaum-Foto mit Kindern

    Die Location

    Vermutlich hast du kein Fotostudio zu Hause. Egal. Ich habe auch keins.
    Unser Foto habe ich bei uns im Wohnzimmer aufgenommen.

    Die idealen Bedingungen für solch ein Foto wären:

    • genug Platz
    • genug Licht
    • neutraler Hintergrund
    • Weihnachtsbaum im Raum

    Aber wer hat solche Bedingungen schon? Bis auf den Weihnachtsbaum passte bei meinem Shooting fast nichts. Aber auch das ist egal, es muss nicht perfekt sein.

    Meine Lösungen:

    • Zu wenig Platz?
      Scheiß auf die Porträtbrennweite. Meine Fotos habe ich mit 18mm an einer Canon EOS M5 geschossen. Passt!
    • Zu wenig Licht?
      Hoch mit der ISO-Empfindlichkeit! Das Bild wird maximal in 20×30 cm ausgedruckt, auch das passt!
      Die Kinder sind mit ISO 1600 fotografiert.
    • Kein neutraler Hintergrund?
      Ich schneide die Fotos eh hinterher aus, um die Szene irgendwo anders zu platzieren. Wenn das »irgendwo anders« auch einen unruhigen Hintergrund hat, ist der Hintergrund auf dem Foto nicht so wichtig. Außerdem gilt auch hier: Das Foto wird maximal mit 20×30 cm ausgedruckt!

    Rechts am Fenster siehst du meinen kläglichen Versuch, alles mit Bettlaken abzuhängen. Ich musste aber schnell einsehen, dass wir gar nicht so viele Laken haben. 😀
    Egal!

    Eine Ecke im Wohnzimmer reicht aus. Aus diesem Foto habe ich auch den Baum für die Karte genommen.

    Das Shooting Teil 1: Die Kinder fotografieren

    Bevor du den Auslöser drückst, ein paar Einstellungen:

    1. Stelle die Kamera auf ein stabiles Stativ.
    2. Schließe die Blende etwas. Je nach Lichtverhältnissen eben mehr oder weniger. Bei diesem Foto geht es nicht um eine geringe Schärfentiefe, sondern darum (mit etwas Glück) alle Kinder in richtiger Position scharf auf dem Foto zu haben.
      Ich hatte die Blende auf f/4.5.
    3. Stelle die ISO-Empfindlichkeit so ein, dass du mindestens 1/50 Sek. belichten kannst. Kürzere Verschlusszeiten sind sogar noch besser. Die Kinder (zumindest meine) halten selten still.
      Bei mir war das ISO 1600.

    Jetzt passt du den Bildausschnitt an, positionierst die Kinder und machst möglichst viele Fotos.
    Ich schoss in kürzester Zeit 60 Fotos und es war keins (!!!) dabei, auf dem alle Kinder halbwegs brauchbar in die Kamera guckten!

    Das ist verrückt, aber nicht unerwartet. Genau deshalb steht die Kamera auf dem Stativ.
    Findest du zu jedem Kind eine akzeptable Pose, kannst du die einzelnen Fotos hinterher in Photoshop kombinieren.

    Das Shooting Teil 2: Den Weihnachtsbaum fotografieren

    Die Kinder sind hoffentlich im Kasten, jetzt brauchst du noch einen schönen Baum. Den Baum fotografieren wir ohne Kinder, weil die Belichtungszeit jetzt deutlich länger wird.

    Bewege die Kamera nicht, aber ändere die Einstellungen:

    • ISO 100
    • Belende schließen. Ich wählte f/16.

    Die Belichtungszeit ist egal, so lange wie nötig. Die Kamera steht ja auf dem Stativ.

    Je nach Objektiv solltest du jetzt schöne Sterne um die Lichtlein haben, außerdem bekommst du Dank ISO 100 den Baum in der besten Qualität.

    Die Kinder kombinieren

    Vielleicht hast du Glück und es ist ein Foto dabei, auf dem alle Kinder passend gucken.
    Ich hatte das Glück nicht, deshalb kombinierte ich zuerst 3 Einzelbilder, um ein passendes Foto zu haben.
    Da deine Kamera auf einem Stativ stand, ist das schnell gemacht.
    Ich versuchte es zunächst mit Affinity Photo auf dem iPad Pro, wechselte dann aber doch zu Photoshop, weil ich mich damit einfach besser auskenne.
    Du kannst das aber auch mit On1 PhotoRAW im Layers-Modul machen. Schlussendlich maskierst du einfach den Bereich, der nicht gezeigt werden soll. Für On1 PhotoRaw habe ich das hier gezeigt.

    Egal, in welchem Tool du das machst, das Vorgehen ist immer ähnlich. Du legst die Bilder als einzelne Ebenen übereinander und aktivierst dann die Ebenenmaske.
    Jetzt kannst du auf der Ebenenmaske herumpinseln und Teile des Bilds ein- oder ausblenden.
    Malst du mit schwarz, scheint der Inhalt der darunterliegenden Ebene durch, malst du mit weiß, wird der Inhalt der aktuellen Ebene angezeigt.

    Das klingt komplizierter, als es ist. Probiere es einfach aus. Maskierungen detailliert zu erklären, würde hier zu weit führen.

    So brachte ich meine Kinder mit Affinity Photo auf dem iPad Pro zumindest halbwegs zum Lachen.

    So sehen die Maskierungen der Bilder in Affinity Photo aus

    Das muss alles nicht besonders genau sein. Guckst du bei meinem Bild genau hin, siehst du recht schnell, dass das Hemd meines Sohnes eine harte Kante hat. Aber auch hier gilt wieder: Das Bild wird maximal in 20x30cm ausgedruckt. Fehler siehst du da nur, wenn du sie kennst.

    Den schicken Weihnachtsbaum einfügen

    Jetzt könntest du das Bild eigentlich schon ausschneiden und vor einen anderen Hintergrund stellen. Aber es gibt ja noch das Bild des einzelnen Weihnachtsbaums mit den funkelnden Lichtern.

    Lege jetzt dieses Bild als oberste Ebene in das Tool deiner Wahl und maskiere alles, was nicht zum Baum gehört.
    Das musst du gar nicht besonders sauber machen, wenn der »alte« Baum etwas durchscheint, fällt das überhaupt nicht auf.

    Links der langweilige Baum, rechts der funkelnde Baum. Und nein, dein Monitor ist nicht dreckig. Ich habe mir bei der Maske nicht viel Mühe gegeben 😀

    Meine schlampige Weihnachtsbaum-Maske 🙂

    Freistellen & neuer Hintergrund

    Falls noch nicht passiert, suchst du jetzt einen Hintergrund, vor dem du dein Bild positionieren willst.
    Je nach Hintergrund, musst du nämlich mehr oder weniger sorgfältig beim Freistellen sein.

    Auch hier habe ich nicht lange gefackelt, sondern einfach diesen Hintergrund von pixbay heruntergeladen:

    Verfranze dich bei der Suche nach einem passenden Hintergrund nicht. Die Grußkarte landet eh im Müll und die Bilder im Rahmen hängen (wenn überhaupt) nur während der Weihnachtszeit.

    Vielleicht hast du dein Motiv in den letzten Schritten eh schon komplett freigestellt. Falls nicht, musst du das jetzt machen.
    Am besten fügst du alle Ebenen zu einer zusammen und wählst dann alles mit dem Schnellauswahlwerkzeug in Photoshop aus oder befolgst mein Tutorial für On1 PhotoRaw.

    Ich habe es mit dem Schnellauswahlwerkzeug in Photoshop gemacht, da Affinity Photo auf dem iPad bei mir dabei abgestürzt ist.

    Ist alles freigestellt, positionierst du den Hintergrund und passt ggf. die Farben und die Helligkeit davon etwas an.
    Ich dunkelte den Hintergrund mit einer Einstellungsebene etwas ab.

    Unser Weihnachtsbild mit Hintergrund

    Kaschieren und Feinschliff

    Fast fertig!

    Jetzt musst du noch dafür sorgen, dass der Blick nicht Richtung Füße – der Schwachstelle des Fotos – geht.

    Ich habe das Bild dazu in Lightroom importiertAll das kannst du auch mit Photoshop und Co. machen. Ich kenne mich mit Lightroom aber am besten aus, nur deshalb habe ich Lightroom dafür gewählt. und mit einem umgekehrten Radialfilter eine Vignette erstellt.

    Direkt unterm Baum habe ich noch etwas abgedunkelt, damit er nicht ganz so offensichtlich schwebt. 😀
    Das ist jetzt zwar ziemlich dunkel da unten, anders hat es mir aber nicht gefallen.

    Anschließend passte ich die Farben an, damit das Bild nach dem Druck mit meinem Canon SELPHY korrekt aussieht.

    Das war’s!

    Hier nochmal die fertige Karte:

    Die fertige Weihnachtskarte

    Zusammengefasst

    Ganz grob teilt sich die Sache in zwei Bereiche.

    1. Das Foto schießen
    2. In Photoshop (oder woanders) zusammensetzten.

    Der Trick an der Sache ist, dass du dich von vornherein darauf vorbereitest, mehrere Fotos zusammenzusetzen (=Stativ). So musst du dir keinen Stress machen, falls die Kinder nicht stillhalten (=Baum wird extra fotografiert) und es ist auch nicht so wild, wenn nicht alle gleichzeitig ordentlich in die Kamera gucken.

    Beim Zusammensetzten der Bilder, musst du nicht besonders sorgfältig sein, schließlich ist es »nur« eine Grußkarte, die sowieso im Müll landet.
    Und bei den paar wenigen groß ausgedruckten Bildern haben die Groß- und Urgroßeltern eh nur Augen für die Kinder. Da fallen kleine Fehler gar nicht auf.

    Mach dir also nicht zu viel Stress! Du siehst schließlich, den habe ich mir auch nicht gemacht.
    Hätte ich nicht versucht, das Bild in Affinity Photo auf dem iPad zu erstellen, hätte die Bearbeitung in Photoshop und Lightroom kein 10 Minuten gedauert.

    Der wichtigste Tipp ist wohl: Verfranze dich nicht in Kleinigkeiten, die eh keinem auffallen. 

    Viel Spaß damit und frohe Weihnachten.


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    4 Kommentare zu “Kinder vor dem Weihnachtsbaum fotografieren: So geht’s!

    1. Marcel

      Total schlampig hingerotzt und dennoch hast du so Recht damit, dass die Karten im Müll landen und die Überraschung der Effekt sind. Und nicht die perfekte Karte.
      Gute Idee!

      1. Marc Autor des Beitrags

        Ist halt eine schönes Beispiel für das 80:20-Prinzip. Außerdem würde sie niemand auch nur ein kleines bisschen mehr freuen, nur weil ich 2h länger den Baum sauberer maskiert hätte.

    2. Jochen

      Geniale Idee, alles in Schichten übereinander zu legen. Das ist echt ein Thema, wenn die Kinder nicht alle gleichzeit lachen…

      1. Marc Autor des Beitrags

        Hat bei mir auch eine Weile gedauert, bis ich auf die Idee gekommen bin … aber so geht es echt am einfachsten 😀

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