Erleben statt fotografieren (und die Zeit besser nutzen) [Fototipp]

Vielleicht kannst du dich noch an den Fototipp »Du musst nicht immer und alles fotografieren« erinnern.

Im Prinzip will ich dir heute nochmal dasselbe sagen.
Vielleicht ist dir aufgefallen, dass in letzter Zeit deutlich mehr Beiträge zum Thema Reisen bei mir erscheinen und wir auf unserem Familien-YouTube-Kanal ein Reise – bzw. Ausflugsvideo nach dem anderen raushauen.

Das liegt daran, dass ich im Moment voll die Erleben-Schiene fahre.
Die Motive, die durch meine Brille und meine Augen auf meiner Netzhaut landen, sind mir wichtiger als das, was durch das Objektiv auf den Sensor fällt.
Das heißt nicht, dass ich den Spaß an der Fotografie verloren habe.
Nein, überhaupt nicht!

Ganz im Gegenteil: Weniger ist oft mehr!

Klar ist es nicht einfach, sich Zeit für Fotos zu nehmen, wenn man ständig mit der Familie unterwegs ist, unterm Strich hat aber jeder mehr davon.

Als wir mit der Königscard im Allgäu unterwegs waren, habe ich mir seit langem wieder bewusst Zeit für Fotos auf unseren Reisen genommen.
Das Wetter und das Licht haben zwar nicht richtig mitgespielt, aber das ist egal.

Es geht nicht um das perfekte Foto!

Es geht ums Fotografieren an sich. Überhaupt nicht fotografieren zu gehen, ist viel schlimmer als schlechtes Wetter oder nicht perfektes Licht!

Und so schlecht sind die Fotos aus dem Allgäu gar nicht.

Der Sonnenuntergang hinter unserer Ferienwohnung im Allgäu [Canon EOS M6 – ISO 100 – 45 mm – f/29 – 1/25 Sek.]

Ein anderes Beispiel ist unser Ausflug in den Harz. Dort bin ich allein losgezogen, um den Sonnenuntergang auf der Teufelsmauer zu fotografieren. Hat sich gelohnt!

Die Teuefelsmauer [Sony a5100 – ISO 100 – 12 mm – 1/40 Sek.]

Selbes Spiel in Bremen letztes Wochenende. Auch da bin ich abends nochmal losgezogen und konnte den dann deutlich leereren Marktplatz besser fotografieren. Schöne Wolken und ein Timelapse des Sonnenuntergangs gab es als Bonus dazu.

Der Marktplatz von Bremen [Sony a5100 – ISO 100 – 12 mm – 1/40 Sek.]

Die Minidisco: Ein Segen für fotografierende Väter

Klar, während ich zu eine Fototour losziehe, passt meine Frau auf die Kinder auf. Da wir bei unseren Reisen und Ausflügen eigentlich alles gemeinsam machen, ist das manchmal gar nicht so leicht den Kindern zu erklären.
Die mit Abstand beste Lösung für dieses Problem ist die Minidisco! 🙂
Meine Kinder sind verrückt danach und ich kann mich in dieser Zeit locker abseilen und fotografieren.
Oft ist während der Minidisco sogar perfektes Licht!

Eines meiner Lieblingsbilder habe ich während der Minidisco geschossen. Es zeigt den Sonnenuntergang an der Costa Adeje auf Teneriffa. [Sony a65 – ISO 100 – 18 mm – f/22 – 1/2 Sek.]

Hast du also die Möglichkeit ein Hotel mit Minidisco zu buchen, mach es! Bei mir scheitert das jedoch meist am Budget. Eine Ferienwohnung ohne Schnickschnack ist eben günstiger.

Klappt es mit der Minidisco nicht, wartest du einfach, bis die Kinder schlafen. Nachts hast du deine Ruhe und eine ganz besondere Lichtstimmung.

Hier war ich mit meinem Sohn allein in Südfrankreich. In Ruhe fotografieren ging nur nachts. [Sony RX100 III Erstellt aus 2 Aufnahmen]

Zusammengefasst

Willst du mit der Familie etwas erleben, muss darunter der Spaß an der Fotografie nicht leiden.
Nutze die Zeit mit der Familie intensiv und fotografiere in dieser Zeit weniger und gönne dir am Abend oder in der Nacht dafür ein Stündchen und ziehe allein los.

So haben alle mehr von der Reise!

Wie machst du das auf Reisen mit der Familie?

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5 Kommentare zu “Erleben statt fotografieren (und die Zeit besser nutzen) [Fototipp]

  1. Christoph (travel_chris)

    Hallo Marc,

    netter Beitrag!!!
    Sag mal, womit setzt du die Timelapse zusammen und auf welches Interval hast du die Verschlußzeit in Bremen gesetzt?

    Viele Grüße
    Christoph

    1. Marc Autor des Beitrags

      Ich setze die Bilder direkt in der Kamera zusammen. 🙂
      In Bremen habe ich sogar einfach gefilmt, weil ich mir nie merken kann, welches die richtigen Einstellungen sind. Hinterher habe ich den Film einfach schnellerlaufen lassen und zwar 400x (!!!) so schnell! 😀
      Wenn ich jetzt keinen Denkfehler habe, sollte das einem Bild alle 16 Sekunden entsprechen.
      Nimm dir also was zu lesen mit!

      Viele Grüße
      Marc

  2. Marcel

    Ich nehme mir auch bewusst die Zeit an wenigen Tagen, gerne auch früh morgens, wenn die Familie noch schläft. Da schläft eh der ganze Ort / das ganze Hotel und man kann herrlich ruhig fotografieren. Und vor allem auch Bilder einfangen, die man kaum sieht – ein ruhiger Pool, der leere Strand, und all die schönen Details, weil man einfach Zeit hat. Außerdem ist es da noch nicht so warm (Sommerurlaub) und das Licht ist morgens auch herrlich.

    1. Marc Autor des Beitrags

      Morgens ist echt nicht so meine Zeit, aber für diesen Sommer habe ich mir das auch vorgenommen … mal sehen, ob ich aus dem Bett komme.
      Du hast aber schon Recht, der Morgen ist eigentlich die beste Tageszeit für Fotos im Urlaub.

      Viele Grüße
      Marc

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