Die dunkle Jahreszeit: Meine Winterdepression und ein hartes halbes Jahr

| Lesezeit ca. drei Minuten

Oh Mann, der Winter hat noch gar nicht angefangen und trotzdem sehne ich mich schon wieder nach Sommer, Sonne und Wärme.

Bei mir wird der Hass auf den Winter jedes Jahr größer. Will ich das Haus verlassen, muss ich mich warm anziehen und trotzdem ist es kalt.
Ständig läuft die Nase, fahre ich mit dem Rad und vergesse meine Mütze, tun mir die Ohren weh, fahre ich ohne Handschuhe, frieren die Finger ein.
Und dann die Nässe! Ständig ist es feucht, Regen, Nebel, Niesel, Schnee – pfui!
Ich liebe es, nur mit Flipflops herumzulaufen, als Alternative trage ich Barfußschuhe von Leguano. Bei diesem Wetter hole ich mir damit nasse Füße und eine Erkältung.

Sogar meinen Palmen im Garten wird es zu nass und zu kalt, so dass ich Gewächshäuser über sie gestellt habe und die Wurzeln dick mit Rindenmulch bedeckte.

Der Winter ist einfach nicht meine Jahreszeit und die der Palmen auch nicht.

Palme winter zelt

Mein Palme im Zelt 🙁 [Sony a65 | SAL18-135 – ISO 400 – 20 mm – f/5 – 1/60 Sek.]

Im Moment (Anfang November … es wird also noch schlimmer) sitze ich auf der Couch, der Kamin wärmt das Haus und ich tippe diesen Text.
Es ist 10:04 Uhr, draußen haben wir 2.5 Grad und es ist trüb, nass und kalt. Heller wird es heute nicht mehr. Unglaublich!
Und viel schlimmer, in weniger als 6 Stunden ist es schon wieder dunkel!

Wie muss das erst im Norden sein, wo die Tage noch kürzer sind oder es gar nicht mehr hell wird.
Unvorstellbar! Ich würde verrückt werden (und/oder mit dem Saufen anfangen).

Im falschen Land?

Neulich sagte ich zu meiner Frau, dass es mich nicht wundert, dass Çatalhöyük und Co. im fruchtbaren Halbmond liegen. Dort hat man den Stress mit dem Winter nicht.

Aber warum hat sich die Menschheit dann ausgedehnt mit ihren Siedlungen? Wie hart muss das zu Urzeiten gewesen sein? Keine gescheiten Häuser, keine richtige Heizung … brrr!

An solchen Tagen ärgert es mich, dass ich in Deutschland geboren bin. Ich weiß, das ist Jammern auf ultimativ hohem Niveau.
Ich sollte das positiv sehen, ich bin auf der richtigen Seite der Mauer geboren (in Pforzheim) und ich lebe im Überfluss!
Aber Winterdepression würde nicht Depression heißen, wenn man die positiven Dinge sehen würde.

Ich wäre jetzt viel lieber im Süden Spaniens, in Brasilien, Peru oder weiß der Kuckuck wo … nur nicht in diesem nasskalten Deutschland!

Aber ich bin hier!

Und so schnell wird sich daran auch nichts ändern. Für die Weihnachtsferien habe ich alle Pläne gestrichen. Meiner 90-jährigen Lieblingstante ging es in den letzten Wochen nicht so gut, sie hat sich zwar erholt, wegfliegen will ich trotzdem nicht.
Und für eine Reise mit dem Auto ins Warme sind die Weihnachtsferien zu kurz.

Also bleiben wir hier. Dasselbe gilt für die Winterferien Ende Januar/Anfang Februar, mit dem Auto ins Warme zu fahren ist da nicht machbar.

Next Stop Osterferien!

Bleiben die Osterferien! Die sind im April, also in 5 Monaten. (Für Depressive: »in einem halben Jahr!«). Hart!

Immerhin habe ich schon grobe Pläne. Mir hat es in Südfrankreich so gut gefallen, dass ich wieder hin will. Vermutlich geht es in die Camargue. Gucke ich mir die Bilder hier an, ist es eigentlich schon entschieden.
Aber ein bisschen recherchieren muss ich noch …

auqarium-le-grau-du-roi

Dieses Jahr machten wir eine Pause mit Erlebnis im Aquarium von Le Grau du Roi [Sony RX100 III – ISO 125 – 24 mm (8.8 mm) f/4 – 1/125 Sek.]

Think positive: So nutze ich die dunkle Jahreszeit

Und jetzt probiere ich doch etwas Positives in dieser Jahreszeit zu sehen.
Dadurch, dass ich nicht so viel unterwegs sein werde, habe ich mehr Zeit für meine Projekte. Ich habe so viele Ideen, dass ich gar nicht alle umsetzen kann. Aber ich kann damit anfangen. Wann, wenn nicht jetzt?

Ein kleiner Ausschnitt meiner Ideen:

  • Alte Beiträge überarbeiten
  • Übersichtsseiten für meine Kategorien basteln (ganz wichtig sind dabei Fototipps, Reiseziele und Kameras)
  • Neue Startseite basteln
  • Die Ladezeit optimieren
  • Mein G7x Ebook über Amazon verkaufen
  • Meinen YouTube-Kanal endlich füllen
  • Ebook zum Thema Fotografieren im Familienurlaub schreiben
  • Ebook oder Videokurs zum Thema Urlaubsbilder bearbeiten erstellen
  • Vergleiche verschiedener Reisekameras anfertigen

Außerdem will ich mir mehr Zeit fürs Fotografieren nehmen. Das Positive der kurzen Tage ist, dass die Sonne nie richtig hoch steht und der Sonnenuntergang so früh ist, dass ich danach die Kinder immer noch ins Bett bringen kann.

Dazu gibt es sogar Fototipps von mir:

Vielleicht sind die nächsten Monate doch nicht so hart!
Wärmer könnte es trotzdem sein oder zumindest die Sonne scheinen, dann würde es mir auch leichter fallen, mich zu motivieren.

Was sind deine Pläne und wie kommst du mit dem Winter zurecht?