PR & Media | Neu hier? | Über mich

Sony a6300 – meine Meinung [+ Vergleich mit der a6000]

Mit der ICLE a6300 stellt Sony nun endlich den langersehnten Nachfolger der erfolgreichen a6000 vor. Aber lohnt sich ein Upgrade und ist die Alpha 6300 jetzt das neue APS-C Flaggschiff im Hause Sony?

Hach, wie habe ich mich gefreut, als die Katze aus dem Sack war. Endlich eine neue APS-C e-Mount-Kamera. Endlich ein neues Top-Model, endlich ein Grund, mir eine neue Kamera zu kaufen.
Und so hüpfte mein Herz beim Lesen der Pressemeldung immer höher und höher. Neuer und besserer Sensor, schnellerer Autofokus, mehr Fokuspunkte, 4k, 120fps in Full HD und all das in einem abgedichteten Gehäuse! Das klingt fett!
Das Beste: Mit dem Adapter LA-EA3 kannst du daran alle A-Mount Objektive betreiben und trotzdem den Autofokus der a6300 nutzen. Genau das, was ich brauche!

Warte! Habe ich was vergessen? Ah, verdammt, die Kamera hat keinen internen Bildstabilisator! Blöd, saublöd!

Update-History des Beitrags
09.02.2016 – die 1. Version des Beitrags erscheint
15.02.2016 – Abgedichtetes Gehäuse, AF/MF-AEL-Switch, Firmware-Funktionen erwähnt; Quellen ergänzt. Danke an die tollen Kommentare mit den Hinweisen!

Aber der Reihe nach …

Die wichtigsten Daten im Vergleich zur a6000

Sony a6300 vs. a6000 vs. a7
Abmessungen (BxHxT)120 x 66.9 x 48.8mm120 x 66.9 x 45.1mm126.9 x 94.4 x 48.2mm
Gewicht inkl. Akku und Speicherkarte404g344g474g
Auflösung24.2MP24.3MP24.3MP
Anzahl Fokuspunkte425 Phasenvergleich & 169 Kontrastmessung198 Phasenvergleich & 25 Kontrastmessung117 Phasenvergleich & 25 Kontrastmessung
Phasendetection bei A-Mount ObjektivenMit der Kamera und Adapter LA-EA3*.Nicht mit der Kamera; aber mit den Adaptern LA-EA2 & LA-EA4*Nicht mit der Kamera; aber mit den Adaptern LA-EA2 & LA-EA4
LCD schwenkbarca. 90° hoch und 45° nach untenca. 90° hoch und 45° nach untenca. 90° hoch und 45° nach unten
Auflösung Sucher2.359.296 Pixel1.440.000 Pixel2.359.296 Pixel
VideoXAVC S 4K 30p/100Mbps / XAVC S HD 120p/100MbpsAb Firmware 2.0 XAVC S Full HD 50 MbpsAVCHD 2.0 / MP4 HD 60p
Serienaufnahme11 Bilder / Sekunde 11 Bilder/s5 Bilder/s
min. Verschlusszeit1/4000 Sek1/4000 Sek1/8000 Sek
ISO-Empfindlichkeit100 – 51200100 – 2560050 – 25600
Internter Bildstabilisatorneinneinnein
abgedichtetes Gehäusejaneinja
Akkulaufzeitbis zu 400 Bilderbis zu 360 Bilderbis zu 340 Bilder
Preise (Body)**983,26*541,83*1004,90*

** Stand der Preise: 03.01.2017

Die vollständigen technischen Daten findest du bei Sony.de:

Die wichtigsten Vorteile der Sony a6300

Der Sensor

Die a6300 hat einen nigelnagelneu Sensor bekommen. Dieser ist jetzt mit Kupfer statt mit Aluminium verdrahtet, was der gesamten Performance zugutekommt.

Der Sensor soll in Kombination mit einem weiterentwickelten BIONZ X Prozessor einen größeren Dynamikumfang und besser Low-Light-Leistung bieten.
Ob das stimmt, müssen unabhängige Tests noch klären.

Der ISO-Bereich geht bis zu 51.200 im Vergleich zu 25.600 bei der a6000.

Der Sucher + Liveview

Ich finde elektronische Sucher super. Der Sucher der a6300 hat gegenüber der a6000 eine deutlich höhere Auflösung spendiert bekommen. Das ist nicht schlecht, allerdings muss ich zugeben, dass ich zwischen den Suchern der RX100 III und IV kaum einen Unterschied gesehen habe. Wahrscheinlich wird es bei der a6300 im Vergleich zur a6000 genauso sein.

Trotzdem rockt der Sucher der a6300 im Serienbild alles andere in Grund und Boden. Schießt du im Serienbildmodus (11fps), bekommst du das Bild nahezu live angezeigt (8fps). Damit wird es deutlich leichter, Objekte zu verfolgen.

Der Autofokus

Sony bewirbt die a6300 mit dem schnellsten Autofokus der Welt. Aber hier musst du die Kirche im Dorf lassen. Die a6000 lieferte ihren Bestwert mit 0,06 Sekunden ab, die a6300 mit 0,05 Sekunden. Schneller ist immer gut, aber soooo viel besser ist die reine Geschwindigkeit nicht.

Besser ist allerdings die Anzahl der AF-Punkte. Die a6300 kommt mit 425 Phasenvergleichs-Punkten und 169 Kontrastmesspunkten, die nahezu den gesamten Bildausschnitt abdecken.

Außerdem soll der Autofokus beim Filmen doppelt so schnell arbeiten.

A-Mount-Objektive an der a6300

An der a6000 konntest du zwar a-Mount Objektive nutzen, allerdings ohne die Phasendetektion der Kamera. Bei der a6300 geht das mit dem Adapter LA-EA3. Das ist super für alle, die noch A-Mount-Objektive haben.

Wahrscheinlich wird das auch mit Adaptern für andere Objektive funktionieren.

Videomodi

4k, 120 fps Full HD, s-Log2, S-Gamut und und und …
Ich kenne mich mit dem Thema Video viel zu wenig aus, um all das richtig bewerten zu können, aber die Zahlen und die Features sind denen der a6000 überlegen.

Als Videograf darfst du dich zudem über einen Mikro-Eingang freuen.

Gewicht & Größe

Auch wenn die Kamera deutlich schwerer wurde, im Verhältnis zur Leistung sind die Abmessungen und das Gewicht super.

Abgedichtetes Gehäuse

Die Gehäuse der a6300 und die a6000 sehen auf den ersten Blick nahezu identisch aus, sie sind es aber nicht!
Sony spendierte der a6300 ein gegen Staub und Spritzwasser abgedichtetes Gehäuse aus Magnesium. Das kommt der Lebensdauer der Kamera zugute und lässt auf eine stabilere Verarbeitung schließen.

AF/MF-AEL – Switch

Einen weiteren, unscheinbarer Unterschied findest du auf der Rückseite des Gehäuses. Statt einem einfachen AEL-Knopf (a6000), gibt es jetzt einen AF/MF – AEL – Switch. Damit kannst du weiterhin die Belichtung »locken« (AEL), kannst das Prinzip aber auch auf den Fokus anwenden und manuell eingreifen, wenn es notwendig ist.

Firmware mit neuen Funktionen

Leider bringt Sony mit seinen Firmware-Updates selten neue Funktionen auf alte Kameras.
Eine geniale Funktion ist z.B. ISO AUTO Min. VS. Du kannst damit bestimmen, ob der ISO-Wert eher schnell erhöht werden soll, oder ob die Kamera länger belichten soll.
Die a6300 sollte diese Funktion beherrschen.
(Mehr dazu habe ich in meinem Test der Sony RX100 IV / RX10 II geschrieben).

Die wichtigsten Nachteile der Sony a6300

Kein GPS

Dieser Punkt steht in all meinen Kamerabesprechungen und er wird so lange drinstehen, bis endlich wieder ein GPS-Modul verbaut wird.
In meinen Kopf geht einfach nicht hinein, warum man solch kleine, mobile Kameras baut und ohne GPS ausliefert.
Meine alte Sony Alpha 65 hat GPS und das ist genial und einer der Gründe, wieso ich die Kamera gar nicht hergeben will.

Display nur begrenzt schwenkbar

Das Display lässt sich ca. 90° hoch und 45° runter schwenken. Du hast also keinen Selfiemodus und kannst es auch nicht seitwärts drehen.
Das ist kein Beinbruch, aber auch nicht ideal.

Kein Touchscreen

Ich bin der Meinung, dass eine Kamera mit vielen Knöpfen ausgestattet sein muss, um sie intuitiv und »blind« zu bedienen.
Es gibt aber Situationen, in denen ein Touchscreen super ist. »Touch to Focus« ist eine davon. Dabei tippst du die Stelle auf dem Display an, auf die fokussiert werden soll.
Aber auch das Sichten der Bilder geht mit einem Touchscreen schneller und intuitiver – wie auf dem Smartphone.

Kein interner Bildstabilisator

Ich war felsenfest davon überzeugt, dass ein Nachfolger der a6000 mit internem Bildstabi kommt. Warum dieser jetzt fehlt … ich weiß es nicht. Vielleicht will Sony »Luft« nach oben lassen für eine a7000 oder so.
Bei der a7-Serie war ein großer Schritt zur neuen Generation der interne Bildstabilisator. Gerade in Verbindung mit einem Adapter, um A-Mount und andere Objektive zu nutzen, ist das genial.

Schade, dass er bei der a6300 fehlt.

Kleine Auswahl nativer Objektive

Richtig gute und lichtstarke APS-C E-Mount Objektive sind bei Sony Mangelware. Die Japaner geben bei den E-Mount Objektiven zwar richtig Gas und stellten zeitgleich mit der a6300 die neue G Matser Objektive vor. Diese sind jedoch alle vollformattauglich und entsprechend teuer.

(Keine Sorge, du kannst Vollfomat-Objektive an einer a6300/a6000 nutzen.)

Preis

Kein Wunder, dass der Preis in der Pressemitteilung erst ganz unten stand. Aktuell steht das Gehäuse bei Amazon.de für 983,26€ im Regal. Happig!

Mein Fazit und Kaufempfehlung

Ich bin zwiegespalten. Die a6000 ist eine super Kamera und die a6300 setzt in fast jedem Punkt noch einen oben drauf.
Es stellt sich also gar nicht die Frage, ob die a6300 gut ist oder nicht: Sie ist grandios!

Ziehe ich zu allem aber den Preis hinzu und ein kleines bisschen meine persönliche Situation (APS-C A-Mount-User), dann verliert die Kamera Stück für Stück ihren Reiz.

Ich finde es super, dass ich mittels Adapter A-Mount Objektive mit dem Autofokus der a6300 betreiben kann. Das ist ein großer Fortschritt. Allerdings sind A-Mount Kameras in der Regel mit einem Bildstabi ausgestattet, weshalb die Objektive ohne diesen auskommen. Oft ist das auch bei Fremdherstellern so.

Sprich: Bei der a6300 müsste ich bei all meinen Objektiven auf den Stabi verzichten und auch bei neuen Objektiven ist nicht garantiert, dass diese immer mit Stabi erhältlich sind.
Für mich ist dieser Punkt fast ein K.-o.-Kriterium. Hinzu kommt, dass Filmen aus der Hand ohne Stabi auch nicht das Gelbe vom Ei ist. Aber das Thema Video wird bei mir immer noch stiefmütterlich behandelt.

Der fehlende Stabi wäre nicht ganz so wild, wenn der angekündigte Preis etwas niedriger wäre. Was da verlangt wird, ist eine ordentliche Stange Geld, um genau zu sein, so viel, dass du dir dafür auch eine a7 kaufen kannst.

Richtig, du kannst dir die alte Vollformat a7 kaufen. Die kann zwar Vieles nicht, was die a6300 kann, dafür hat sie aber einen Vollformat-Sensor.

Ich wechselte bis jetzt nicht auf das Vollformat, weil mich die Folgekosten für Objektive abschreckten. Aber auch hier muss die a6300 Federn lassen. Wenn überhaupt gibt es nur eine Hand voll wirklich guter APS-C Objektive für e-Mount. Fast alle richtig guten Objektive, die Sony für den e-Mount auf den Markt bringt, sind für das Vollformat.

D.h., willst du ein saugutes, natives (ohne Adapter) e-Mount-Objektiv, wirst du in vielen Fällen sowieso ein vollformattaugliches Objektiv kaufen.
Es gibt also fast keinen Preisvorteil für die a6300.

Für wen ist die a6300 die richtige Kamera?

Ich gehe stark davon aus, dass Sony die a6000 weiterhin verkauft. Diese Kamera ist für fast alle Anwender mehr als ausreichend!

Du solltest zur a6300 greifen, …

  • wenn du A-Mount-Objektive mittels Adapter betreiben willst,
  • wenn dir der Dynamikumfang der a6000 nicht ausreicht,
  • wenn dir die Low-Light-Leistung der a6000 nicht ausreicht,
  • wenn du Videos drehen willst,
  • wenn dir der Autofokus der a6000 zu langsam ist,
  • wenn du unbedingt das Neueste haben musst.

Kannst du keine der Fragen mit einem lauten »JA« beantworten, solltest du in dich gehen und dir genau überlegen, ob du die a6300 wirklich brauchst.

Entschieden? Klicke hier, um zum Angebot bei Amazon.de* zu kommen.

Haderst du mit dem Dynamik-Umfang und High-ISO, solltest du den Blick auch ins a7-Regal schwenken. So lange wir aber keine Tests in diesen Bereichen haben, ist all das Spekulation.

Die a6300 und ich …

Ich sagte es ja schon: Ich bin zwiegespalten.
Wäre die Kamera etwas günstiger, würde ich zuschlagen. Aber bei dem Preis und ohne Bildstabi sehe ich mich eher mit einer Alpha 77 II herumlaufen. Diese habe ich teilweise schon für unter 800€ gesehen.

Aber so, wie ich mich kenne, bleibe ich bei meiner aktuellen Kombination Alpha 65 und RX100 III. Schließlich sagte ich in Fototipp 43 schon »Kaufe KEINE neue Kamera«.

Was meinst du? Ist die a6300 die richtige Kamera für dich? Was fehlt dir? Was wünscht du dir?

Anmerkung: Ich konnte die a6300 bis jetzt nur kurz testen. Sobald mit die Kamera für einen ausführlichen Test zur Verfügung steht, wird dieser Beitrag überarbeitet.

Meine wichtigsten Quellen:


Bist du zum ersten Mal auf meinem Blog? Hier erkläre ich dir, worum es bei Reisezoom.com geht.
Gefallen dir meine Fotos? Hier stelle ich dir meine aktuelle Fotoausrüstung vor.

Abonniere meinen Newsletter und meinen RSS-Feed, damit du auf dem Laufenden bleibst.

41 Kommentare zu “Sony a6300 – meine Meinung [+ Vergleich mit der a6000]

  1. Helmut Langner

    Hallo Marc,

    erstmal ein Lob zu Deinem Blog. Bin durch Zufall drauf gestossen und werde sicher jetzt öfters mal erscheinen, gibt ja noch einiges zum lesen für mich :-)) . Zur kurzen Übersicht was die A6300 betrifft, da hast Du den auch für mich entscheidenden Nagel auf den Kopf getroffen, was den Bildstabi betrifft. Die A6000 ist ja schon eine wirklich toll ausgestattete Kamera, vor allen für den Preis. Für die A6300 wäre ein interner Bildstabi ein muss für den Kauf gewesen, leider Fehlanzeige. Allerdings stellt sich die Frage wo der Einstiegspreis dann plaziert wurden wäre. Ich habe schon irgendwo was von einen Kit-Peis (16-50mm) von um die 1250,00 Euro gelesen. Ob man sich wirklich schon langsam mit dem Thema Vollformat vertraut machen sollte? 🙁

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hallo Helmut,

      irgendwie habe ich tatsächlich das Gefühl, dass es bei Sony mehr und mehr Richtung Vollformat geht. Ob das so eine gute Idee ist bezweifle ich allerdings.
      Aber warten wirs mal ab.

      Die a6300 sollte man vielleicht eher als aus der Sicht eines Videographen betrachten … aber selbst der hätte gerne einen Stabi. Was weiß ich, was die sich dabei gedacht haben. Ich denke, die heben sich das für die a7000 auf.

      Viele Grüße,
      Marc

  2. Marco

    Ich würde die a6300 nicht als Nachfolger der 6000er sehen sondern als neues zusätzliches Modell.
    Höchstens als würdiger Nachfolger der nex7.

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hallo Marco,

      ja, das ist bei Sony manchmal etwas undurchsichtig, vor allem weil sie die „alten“ Modelle oft noch im Programm behalten. Finde ich allerdings ganz gut die Praxis.
      Es ist auf jeden Fall das neue APS-C E-Mount Topmodell und löst damit die a6000 ab.

      Viele Grüße,
      Marc

  3. Bastian

    Respekt! Der Artikel ist genau das, was ich (über Google) gesucht (und gefunden) habe.
    Ich habe selbst die A6000 (und bin sehr glücklich damit).

    Punkte die mich jedoch stören:
    – Kein GPS
    – Kein Stabi
    – Kein AF/AM – AEL Switch (ich glaube auf den Unterschied bist Du nicht eingegangen)
    – Kein wasserfestes Gehäuse
    – Kein Selfie Display-Modus (geht aber per Handy sogar aus größerer Entfernung, ist also nicht so wichtig)
    – Keine Software um Bilder auf Win8.1 Handys zu übertragen

    Ohne GPS werde ich – vor allem auf Grund des Preises – auf keinen Fall wechseln, auch wenn das wasserfeste Gehäuse, der neue Switch, die Sucher-Auflösung, die Fokuspunkte und die 4K-Videofunktion (für mich auch nicht so wichtig) schön sind – und vor allem der hier nicht erwähnte AF/FM – AEL Switch.

    Außerdem hat die Kamera anscheinen jetzt 2 Memory-Abrufe über das Wählrad – auch nett aber auch nicht ausreichend für einen Neukauf.

    Unterm Strich kann ich jetzt das Geld sparen und warten ob irgendwann einen Alpha APS-C kommt, die meine Wünsche erfüllt und so lange mit der A6000 weiter glücklich sein 🙂

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hi Bastian,

      danke erst mal und ja, der Artikel ist (noch) nicht vollständig, sollte aber auch nicht den Rahmen sprengen.
      Stimmt, auf den AF/MF – AEL Switch bin ich gar nicht eingegangen, aber das ist tatsächlich ein guter Punkt!
      Werde ich nachtragen!

      Viele Grüße,
      Marc

  4. Henrik Bruns

    Lieber Marc,

    tolle Zusammenfassung, alles sehr gut auf den Punkt gebracht!
    Ich persönlich würde jedoch der offenbar solideren Verarbeitung der Alpha 6300 mehr Gewicht einräumen: Als Journalist, der zugleich fotografiert, bin ich auf die Alpha 6000 umgestiegen, die gegenüber einem Spiegelreflex-Equipment einfach einen deutlichen Gewichtsvorteil hat. Ich bin auch sehr zufrieden, wechsele allerdings bei schlechter Witterung sicherheitshalber auf meine alte, schwere Alpha 700 und die A-Objektive – bei zwei Stunden im Regen beispielsweise ist mir das sicherer. Wenn man also wie ich bei Wind und Wetter mit der Kamera raus muss, wäre die vermutet bessere Verarbeitung der Alpha 6300 also schon noch ein entscheidendes Kaufargument. Die UVP erscheint mir allerdings auch sehr hoch gegriffen. Beste Grüße, Henrik

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hallo Henrik,

      da hast du recht, das abgedichtete Gehäuse ist ein wichtiger Punkt! Werde ich nachtragen.
      Vielen Dank!

      Grüße,
      Marc

  5. Thorsten

    Hallo Marc,

    vielen Dank für Deine interessante Meinung zur 6300.
    Ich war auch erst begeistert als ich von ihr las und wollte eigentlich mir die 6000 oder die 7 zum kaufen als Umstieg von Spiegel auf „Spiegellos“ bzw. Vollformat.
    Und dachte, ich hab Glück, dass zu dem Zeitpunkt gerade die 6300 erscheint.
    Da ich Landschaftsfotograf bin ist mir die Geschwindigkeit rekativ egal. Überhaupt reizt mich höchstens das verbesserte Gehäuse.

    Das Wichtigste ist und bleibt für mich die Bildqualität und hier kommt ein kleiner Kritikpunkt. Es wird soviel über alle Features gesprochen und diskutiert – die Bildqualität aber nicht mal erwähnt. Klar, die Tests fehlen noch aber die Bildqualität sollte doch immer das Hauptargument bzw. die Bewertung für oder gegen eine Kamera sein,oder? Natürlich immer in Relation zum Preis.
    Und dadurch könnte es wiederum eine differenzierte Sicht geben, denn nehmen wir mal an, dass die Bildqualität zwischen der 6000 und der 6300 nahezu identisch ist (ich spreche hierbei von „normalen“ ISOwerten) und das Kit-Objektiv auch das gleiche bzw, vergleichbar gleich in Qualität ist.
    Dann wäre der Kauf der 6000 doch zu empfehlen, da ich das gesparte Geld zur 6300 wiederum in ein hochwertigeres Objektiv (z.B. SEL10-18) stecken kann um somit – und das möchte ich in erster Linie – noch bessere Bildqualität zu erzielen.
    Dann hätte in der Kombination die alte 6000 für ca. das gleiche Geld eine bessere Bildqualität! Vermutlich wird der Preis der 6000 durch die Einführung der 6300 weiter fallen und diese bessere Bildqualität wird auch immer günstiger 😉

    Es bleibt nur abschließend die Frage ob wegen der Bildqualität nicht doch das Geld in die alpha 7 gesteckt werden sollte aber ist dieses wert…?

    Was meinst Du?

    Viele Grüße
    Thorsten

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hallo Thorsten,

      richtig, die Bildqualität ist ein wichtiger Punkt. Die a6000 liefert hier aber schon grandiose Ergebnisse, so dass schon jetzt nur selten Wünsche offen bleiben. Wenn die a6300 noch eins drauf setzte (höherer ISO und wichtiger höherer Dynamikumfang), dann ist das natürlich super. In der Praxis wird man dieses „Mehr“ an Leistung aber wahrscheinlich selten brauchen.
      Ich teile Deine Meinung, dass du mit der a6000 + besseres Objektiv bessere Bilder machst als mit der a6300 und dem Kit-Objektiv. Dieser Fehler wird leider viel zu oft gemacht. Das Geld wird in einen teuren Body gesteckt und dann bleibt das Kit-Objektiv drauf.
      Aber Features, Knöpfe, Displays und Co. lassen sich einfacher bewerben und verkaufen als ein gestapeltes und teures Glas 🙂
      Zu den a7-Kameras kann ich wenig sagen, da ich mich aus Kostengründen bis jetzt vom Vollformat ferngehalten haben. Aber ich glaube das ändert sich langsam …

      Viele Grüße,
      Marc

  6. Michi

    Moin,
    also aus Sicht eines „Videografen“ ist die 6300 einfach mal der Oberknaller! (Ich beziehe mich hier nur auf die Specs)

    Sie ist nicht der große Bruder der 6000, sondern wohl eher die kleine Schwester der A7RII, da sie fast alle Specs dieser Vollformatkamera hat. (außer den Sensor natürlich)

    – 4k intern
    – Full HD mit 120 fps
    – s-log
    – Mikro input
    – Low-light qualität
    – Fokus Features …

    Daher kann ich nicht verstehen, warum sich einige über den Preis aufregen (nicht persönlich gemeint).
    Der Body kostet 1250€, ja eine große Stange Geld. Aber gibt es eigentlich vergleichbare aktuelle APS-C Kameras in dieser Preiskategorie?

    Eher Nein!
    Was andere Hersteller für diesen Preis anbieten ist gegen die Alpha 6300 fast schon lächerlich.
    Canon? Nikon? Fuji? Olympus?
    Selbst die Panasonic GH4 kann einpacken! Nicht nur videotechnisch, sondern auch im Bereich Fotografie.

    Ich habe auch lange überlegt endlich auf Vollformat umzusteigen, aber warum 3500 € für die A7rii und ein bisschen mehr Tiefenschärfe ausgeben, wenn man die gleichen Funktionen auch für 1250 € haben kann?

    Einziger Minuspunkt geht an den fehlenden Kopfhörer Anschluss. Einen internen Bildstabi kann man selbst bei dem Preis nicht erwarten. Und ehrlich gesagt bin ich froh, dass es kein Touchscreen ist 🙂

    Das Gesamtkonzept der 6300 stimmt einfach, ich habe lange auf so eine Kamera gewartet.
    Ja Vollformat ist geil, aber nicht um jeden Preis!

    LG,
    Michi

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hi Michi,

      danke für deinen Kommentar, endlich mal einer der Videos dreht. Gut zu hören, dass meine Einschätzung richtig ist, dass für Videos die a6300 der a6000 deutlich überlegen ist.
      Stimmt natürlich, wenn man die Video-Features betrachtet ist der Preis nicht mehr so hoch.

      Viele Grüße,
      Marc

  7. Peter

    Hallo Marc,

    eine sehr schöne Zusammenfassung und wie man an den Kommentaren sieht, hat fast jeder andere Prioritäten.
    Ich finde Liveview sehr interessant, möchte das aber erst mal in der Praxis sehen. Wie Sucher und Display sich verhalten, ist eines meiner größten Probleme mit der ansonsten tollen a6000.
    Und war da nicht auch noch ein Silent-Modus? Der könnte auch ein Kaufargument sein.
    Nach Deiner Liste oben, brauche ich auch keine Neue Kamera und der Preis ist wirklich abschreckend (aktuell 1.250 Euro nur für das Gehäuse).
    Die Kamera wird ja als robuster und spritzwassergeschützt beschrieben. Und was ist mit den Objektiven?
    Ich bin unentschlossen oder sagen wir, es bedarf einer deutlichen Preissenkung bis ich in Versuchung gerate. 🙂
    Auf Vollformat möchte ich aus Kosten- und Gewichtsgründen nicht umsteigen.

    Ein schönes Wochenende,
    Peter

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hallo Peter,

      shame on me! Stimmt, den Silent-Shutter habe ich unterschlagen! Das kann durchaus mal ein Argument sein. Werde ich ergänzen.

      Viele Grüße,
      Marc

  8. Dimitri Stathis

    Hallo Marc

    Vielen Dank für den „gesunden“ Vergleich der Kameras.
    Ich durchforste seit Wochen das Netz nach brauchbaren Gesamtübersichten, da ich komplett neu einsteige. Leider zählen die meisten Berichte bloss die Pixel, also super, dass du da menschlicher ran gehst.

    Kannst du mir einen Tip geben, wenn beim eh schwierigen Entscheid eben noch gar kein System vorgeht, also weder Kamera-upgrade noch alte Objektive.
    Also die einzigen Objektive die ich hab, sind etliche Konika-Dinger, womit ich vor 10-
    20 Jahren hobbymässig rumgerannt bin. Gibt sogar einen Adapter dafür, zu meinem begeisterten Verwundern 🙂 ob das was gescheides rausbringt?

    Niergens wird wirklich erläutert wie wichtig und wirkungsvoll der interne Bildstabi der 7ii ist und ob es sich dadurch lohnt in die teure Vollvormat-Objektivfamilie einzuheiraten.
    Ich überleg mir drei Varianten:
    1. ob es nicht völlig reicht eine a6000 zu kaufen und damit überhaupt mal wieder in Fahrt zu kommen, die nächsten 3-4 Jahre sicher nicht an die Grenzen zu stossen und dann vielleicht den Sprung auf die eventuelle a7000 (dann hoffentlich mit Stabi) zu machen, wo ich die selben Objektive benutzen kann.
    2. Oder gleich als Erstkamera die a6300, damit das neuste da ist und jahrelang nichts neueres her muss. (Da die Erweiterungen sich schon gut anhören)
    Aber bei beiden Varianten macht mir die Entwicklung der e-mount Produktion sorgen.
    3. oder in den teuren Apfel beissen und gleich auf die Zukunft setzen und die 7ii mit allen Vollformat-Wuchernachteilen in kauf nehmen. Was sicher für einen Anfänger völlig übertrieben ist, aber so hätte ich den internen Bildstabi (dessen Wichtigkeit ich noch immer nicht einschätzen kann) und wär direkt in dem Objektivsystem wo die Neuproduktionen stattfinden.
    Sehr wahrscheinlich ist alles für einen Anfänger übertrieben, aber alle andern Systeme überzeugen mich zu wenig.
    Wird auch überall zu wenig kommuniziert, dass mit der Kamerawahl eben die Abhängigkeit der Objektivauswahl und deren Weiterentwicklung, sowie den enormen Preis- und Auswahlunterschieden in den verschiedenen Systemen mit entscheidend ist.

    Lange Rede, kurzer Sinn (sorry)
    Ich danke für ehrliche Antwort und hoffe nicht auf den Verweis zu Kompaktkameras.
    Freundliche Grüsse, Dimitri

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hallo Dimitri,

      haben die Konica-Objektive ein A-Bajonet? Den alten Konica-Minolta Anschluss?
      Falls ja, kannst du dir auch eine „große“ Alpha kaufen. Eine Alpha 77ii oder eine Alpha 68 (noch nicht lieferbar).
      Beide haben einen internen Stabi und stehen einer a6000 praktisch in Nichts nach.

      Aber erst mal zum Stabi.
      Für mich persönlich ist der fehlende Stabi ein absolutes k.o.-Kriterium. Aber eben nur für mich, weil ich nicht in neue Objektive mit Stabi investieren will. Machst du das eh, ist es egal ob die Kamera einen Stabi hat oder nicht.
      Es kommt auch darauf an, was und wie du fotografieren willst. Den Stabi brauchst du nur, wenn du aus der Hand fotografierst. Sobald ein Stativ zum Einsatz kommt ist der Stabi überflüssig (störend sogar).
      Ich bin viel mit meinen Kindern unterwegs und habe selten die Zeit das Stativ zu nutzen. Und ja, ob der Stabi aktiviert ist oder nicht, merke ich sofort.

      in Fototipp 5, bin ich auf das Thema eingegangen und auch bei meinem Test des Makroobjektivs von Sigma habe ich den Stabi getestet.
      Vielleicht hilft dir das etwas weiter.

      Zur a6300 würde ich an deiner Stelle wohl nicht greifen, auch eine a77ii oder eine a6000 sind so gut, dass du damit lange nicht an die Grenzen stößt, vielleicht sogar nie.

      Ich weiß, das ist immer eine schwere Entscheidung.

      Ah, zum Schluss noch ein Pluspunkt des E-Mounts:
      Da die Adapter immer besser werden, legst du dich damit nicht unbedingt auf ein Objektivsystem fest.

      Viele Grüße,
      Marc

  9. Dimitri Stathis

    Vielen Dank, Marc

    Super nett, dass du so schnell antwortest und auch auf Komplettneulinge eingehst.
    So sind sie halt, die Wahlberliner, hab ja auch mal 7 Jahre dort gelebt.
    Bin heute gleich nach seitenweiser Lektüre deiner tollen Berichte, trotz aktueller Grippe in meine Schreinerei gerannt (gewankt) und hab im Lagerraum die alte Fototasche durchsucht.
    Sind alles AR Objektive (Hexanon und Tamron) und zwar einiges mehr als ich mich erinnern konnte.
    Das verändert glaubs mein Entscheidungsrahmen schon deutlich in Richtung mit welcher Kamera ich die alten Objektive am besten verwenden kann und da kommt wohl die Wichtigkeit des internen Bildstabi ins Spiel.
    Wie meintest das mit der A77ii ? Einfach wegen dem vorhandenen Bildstabi, denk einen Adapter brauchts ja auf jeden Fall.
    Und die Kompatibilität der Objektive nimmt sich ja nichts, ob A-Mount oder E-Mount, solang man den Adapter findet. Sind ja die gleichen Sensoren.
    Der Verkäufer im Profifachhandel meinte eben, das gehe gar nicht, weil die Empfindlichkeit des Sensors viel besser sei als Film usw. Der hat mir dann auch zwei Angebote zusammengestellt. A7ii mit 2 Profiobjektiven für ca 4200 CHF und ein X T1 gleiche Ausstattung für 4000 CHF. Da wusste ich als Neueinsteiger gar nicht, ob ich jetzt die günstigere oder teure Variante nehmen soll 🙂
    Die Schweizer seien ja reich, aber die Ausnahme bestätigt die Regel.
    Sorry für die ganzen Anfängerfragen, bin fleissig am reinlesen…
    Mega Super Seite hast du da!!!
    Berlinnachtrauernde Grüsse, Dimitri

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hi Dimitri,

      wenn du einen Adapter brauchst, wird es mit der A77ii und Co. schwer. Adapter funktionieren in der Regel nur an den Spiegellosen-Modellen, also a7, a6000, a6300 … Weil der Abstand zwischen Objektiv und Sensor passen muss (Flanschbrennweite nennt man das.)
      Der Verkäufer ist halt einer, das verkaufen will.
      Es kann sein, dass die Objektive nicht gut genug sind, aber pauschal zu sagen, dass das nicht geht stimmt nicht.
      Guck mal hier:
      http://petapixel.com/2016/01/11/shooting-with-a-136-year-old-lens-from-1880/
      http://petapixel.com/2015/11/02/using-a-vintage-1910-lens-on-a-modern-sony-a7ii/

      Ob du die Objektive dann tatsächlich nutzt oder nicht, ist eine andere Frage. Zumal da sicherlich nix mit Autofokus geht, aber wenn ich einen Sack voller alter Objektive hätte, dann würde ich mir wenigstens die Option lassen, dass ich die auch nutzen kann.

      Wenn du dich als Komplettneuling bezeichnest, würde ich keine Vollformatkamera kaufen (a7ii), da reicht eine a6000 locker – viel billiger, aber halt kein Stabi (irgendwas ist halt immer!).
      Aber die Kamera ist meiner Meinung nach für 95% der Anwendungsfälle eines durchschnittlichen Hobbyfotografen ausreichend.

      Zur Fuji kann ich nix sagen, damit kenne ich mich nicht aus.

      Ich weiß, ist immer eine schwere Entscheidung 🙂 Ich persönlich tendiere aber generell zur günstigen Lösung und fahre damit ganz gut.

      Gute Besserung und viele Grüße in die Schweiz,
      Marc

  10. Andreas Hellmer

    Hallo Marc,

    vielen Dank auch von meiner seite für deinen Test und Vergleich zur 6000 u A7.

    Für mich war er auch sehr hilfreich.

    Ich besitze die A 6000 und mache überwiegend Landschaftsbilder.

    Da ist die 6000 wirklich klasse.

    Selbst mit dem Kitobjektiv SEL 55-210 mache ich klasse Bilder.

    Anzusehen zb. bei 500px.com unter Andreas Hellmer Fotografie.

    Dazu habe ich mir noch einige Festbrennweiten von Sigma dazugekauft für kleines Geld.

    Die 6300 ist für mich jetzt auch kein Quantensprung so das ich sofort vorbestelle bei Amazon.

    Vielen Dank und nette Grüsse aus Zürich,

    Andreas Hellmer

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hallo Andreas,

      wenn du schon mit E-Mount-Objektiven versorgt bist und dir Dynamikumfang und High-ISO der a6000 reichen, gibt es wirklich keinen Grund zu wechseln.
      Was ich in der Zwischenzeit von der a6300 gesehen habe ist zwar wirklich beeindruckend, aber ob man all das in der Praxis braucht ist eine andere Frage.
      Sony arbeitet eben Schritt für Schritt daran Video- und Fotokameras zu verschmelzen und im Bereich Video hat die a6300 schon eine ordentliche Schippe drauf gelegt … blöd nur, dass wir Fotografen das gar nicht brauchen 😀

      Viele Grüße,
      Marc

  11. Rene

    Hallo,
    Danke für die super erklährung!
    ich besitze die a6000 und würde mich in zukunft gerne mehr auf video konzentrieren, ich habe bereits an der a6000 gemerkt das der bildstabi an objektiven fast ein muss beim filmen ist, nun da die a6300 dies nicht hat weiß ich nicht ob sie ihr geld wert ist
    Ich hatte vor meine a6000 zu verkaufen und die objektive für die neue zu benutzen
    Sollte ich vieleicht das system wechseln? eventuel gh4? Oder gh5 warten? Die haben aber einen sehr kleinen sensor..

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hallo Rene,

      mit dem Thema Video kenne ich mich nur am Rande aus und kann dir deshalb keine Tipps geben. Ich persönlich würde mir für Videos eine RX10 II kaufen, allein schon wegen der Zeitlupe.
      Aber wie gesagt, ich kenne mich nicht besonders gut aus mit dem Thema.

      Viele Grüße,
      Marc

  12. Sebastian

    Hmmm, interessanter Bericht und ein hilfsbereiter und antwortfreudiger Autor 🙂
    Traumhaft. Also lege ich Anfänger mal los.
    Meine Fotografie derzeit mit einer Nikon Coolpix P900 (die mit dem 83x Zoom), weil ich so ein Zoomfanatiker bin und nicht nur vom Mond gerne Bilder mache, sondern auch vom Hund.
    Letzteres ist mir übrigens noch nie gelungen (also das Bild was ich schießen möchte, dass er beim Rennen in der Luft fotografiert wird), weil ich entweder die Landschaft dahinter scharf habe oder es schlichtweg verwackelt oder unscharf ist. Dazu kommt noch natürlich die Familie als Zielobjekte und die Vögel, die wir zahlreich im Garten haben als Landeier.

    Also auf die Suche nach der passenden Kamera gewesen und da sie ja alle übelst teuer sind, wenn es um die Objektive geht, kam halt die P900 oben zum Zuge. Mit einem AF von einer halben Sekunde kann das vermutlich der Grund sein, warum ich das mit dem laufenden Hund nie hinbekomme, oder?

    Sei es drum: mit meinen Zwecken oben: reicht mir da die 6000aus oder hat die 6300 die Features mehr, die ich benötigen würde?

    Und was ist das mit der AF/irgendwas-Umschaltung?
    Und können denn beide das fokkusieren, was man anschaut? Diese Funktion habe ich in einem englischsprachigen Video gesehen und hoffe, dass ich das richtig verstanden habe 🙂

    Ja, das mit dem fehlenden GPS und Bildstabilisator finde ich auch schade. Als Grobmotoriker finde ich beide Funktionen bei der P900 top 🙂

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hi Sebastian,

      sorry für die späte Antwort. Die P900 hatte ich leider noch nicht in der Hand und kann deshalb auch nicht viel dazu sagen. Aber die Kamera hat doch bestimmt eine „Objektverfolgung“. Da sagst du der Kamera, welches Objekt sie scharf halten soll (der Hund) und die macht das die ganze Zeit. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass im richtigen Moment der Hund auch tatsächlich scharf ist.
      Ich kann mir ehrlichgesagt nicht vorstellen, dass solche Bilder mit der P900 nicht möglich sind.

      Wenn du doch umsteigen willst: Die 6000er reicht locker für deine Zwecke.
      Vergiss den AF/MF-AEL – Switch. Der bring keine neue Funktionalität, macht nur die Arbeit manchmal leichter. Dabei geht es um das Umschalten zwischen Autofokus und manuellem Fokus (=AF/MF) und um das speichern der aktuell gemessenen Belichtung (AEL = Auto Exposure Lock).

      Ich würde dir aber raten erst mal mit den verschiedenen Fokussiermethoden der P900 zu experimentieren. Das ist definitiv die günstigste Lösung 🙂

      Viele Grüße,
      Marc

  13. Andreas

    Hallo Marc,

    Danke für den Beitrag, insbesondere die Vergleichstabelle. Ich bin kürzlich von Canon DSLR auf Sony A6300 umgestiegen. Viele Punkte (Gewicht, Sensorqualität, Wifi etc) waren dafür ausschlaggebend. Im Bereich DSLR hat sich da aus meiner Sicht zu wenig getan und die Hersteller geraten und Druck. Dass ein Stabi fehlt, stört mich persönlich weniger, da es genug stabilisierte Objektive gibt. Ich hab mal aus Sicht eines Canon-Umsteigers die A6300 getestet und die wichtigsten Punkte angeschaut.
    Grüße,
    Andreas

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hallo Andreas,

      DSLR vs. Spiegellos; Optischer vs. Elektronischer Sucher usw. ich glaube das geht noch eine ganze Weile. Aber ich sehe das ähnlich wie du: Die Innovationen kommen bei den Spiegellosen!

      Viele Grüße,
      Marc

  14. Michael

    Hallo Marc, du hast einen schön gemachten Blog und dein Beitrag zur neuen a6300 ist sehr interessant! Ich habe noch die a6000, da ich damals etwas „kleineres“ als eine D7200 gesucht hatte, die aber von den Leistungsdaten in etwa mithalten kann. Mein Eindruck ist, dass SONY mit der a6300 eine konsequente Weiterentwicklung betreibt, aber hauptsächlich Details verbessert. Schaut man sich die Leistungsmerkmale an, ragt natürlich der Autofokus heraus. Der war ja bereits bei der a6000 klasse. Ansonsten geht es aber eher, sieht man mal von den Videofunktionen ab.

    Ich verfolge gespannt, ob zwei der größten Mankos der a6000 mit der a6300 behoben werden:

    – die äußerst schwache Akkulaufzeit (soll ja auf 400 Bilder angehoben worden sein, aber leider immer noch kein Vergleich mit „echten“ Akkus, mit denen man wie bei den D-Serien der Nikons auf über 1000 Bilder kommt (sorry, ich bin Nikon-Fan, daher meine Referenz)
    – nach Benutzungspause geht die a6000 zuweilen in einen Standby-Schlummer über, aus dem sie erst nach etwa 5 Sekunden wieder erwacht – das widerspricht natürlich dem Anwendungsziel mit dem Superautofokus

    Das Sucherdisplay scheint ja nunmehr wie bei der A7 eine recht brauchbare Auflösung erfahren zu haben, bleibt zu hoffen, dass der Akkuverbrauch dadurch nicht deutlich steigt.

    Bin über deine weiteren Berichte gespannt!

    Michael

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hi Michael,

      ich habe mich schon für ein Testmodel angemeldet, sobald das da ist, kann ich all das Testen.
      Mit dem Akku ist schon Käse, der Sucher frisst halt ordentlich Strom und Platz für einen größeren Akku ist auch nicht 🙁 Ich weiß nicht, wie viel man da technisch noch machen kann um die Akkulaufzeit signifikant zu verbessern.

      Viele Grüße,
      Marc

  15. Andreas Woernle

    Hallo, ich fotografiere mit A7II und A7RII. Die A7II mit eingebautem Stabi zum fest gleichen Preis wie die 6300 lohnt sich wohl für die meisten Fotografen eher, als die neue 6300. Ich überlege mir die 6000 als Ergänzung zur A7II / A7RII zu kaufen um diese mit manuellen Teleobjektiven z.B. Canon 200 Makro FD zu verwenden oder den kleinen manuellen Voigtländer Ojektiven mit 21 oder 25 mm Brennweite – die eigentlich für die Leica M gebaut sind – mit Leica-E-Mount Apapter. Gegen den Akkuverbrauch hilft nur ein Batteriegriffe, den es auch für die 6000 von Fremdherstellern gibt und 2 Akkus fasst. Damit kann man ein paar Stunden fotografieren – nachgebaute Ersatzakkus mit Ladegeräten sind nicht sehr teuer – aber lohnen sich.

    1. Marc Autor des Beitrags

      Ja, ich denke auch, dass der Blick Richtung a7 für Fotografen, die an der a6300 interessiert sind auch der richtige ist.
      Der Tipp mit dem Batteriegriff ist super und das mit den Erstzakkus stimmt natürlich auch, ich habe schon seit meiner aller ersten kleinen Digitalknipse immer mindestens einen Ersatzakku dabei. Das Ding frisst vom Gewicht und von Platz her ja kein Brot!

      Viele Grüße,
      Marc

  16. UweDD

    Interessante Diskussion und immer wieder wichtig, einen Kamerakauf an den eigenen Foto-/Videointeressen zu messen.
    Ich bin von der NEX7 auf die a6300 umgestiegen, die a6000 habe ich ausgelassen, weil sie

    – kein abgedichtetes Metallgehäuse hatte
    – keine elektronische Wasserwaage hatte (halte ich bei kleinen Kameras für wichtig)
    – den praktischen AEL/AF/MF – Swiitch nicht hatte
    – ein Bedienrad ggü. der NEX weniger hatte
    – immer noch keinen Silent Shutter hatte (der mechanische Verschluss ist m. E. wie Spiegel und opt. Sucherdem analogen Film geschuldet und bei digitaler Aufzeichnung eigentlich anachronistisch…)

    Die NEX7-Nachfolgerin sollte all das haben und keinesfalls wesentlich größer sein als diese NEX.

    Habe die Kamera jetzt einige Wochen im Einsatz und stelle fest, dass fast alle meine Wünsche erfüllt sind, fast: leider ist die Kamera eben doch etwas größer als NEX7 geraten. Zusätzlich gibt es noch

    – einen spürbar verbesserten Sensor (z. B. High ISO),
    – super Videoqualitäten (insbesondere 120fps HD!!),
    – schnellen und genauen Autofokus (das lahme, ständig fehlfokussierende E30f3.5 Macro erwacht zum Leben…)

    UND: Sie hat zum Glück KEINEN internen Bildstabilisator, sonst wäre sie nochmal größer ausgefallen. Wichtige Brennweiten gibt es ja mit Stabi im Objektiv, ist oft auch wirksamer als im Gehäuse: 10-18, 16-50, 18-55, 16-70, 18-105, 18-200, 35, 50, 55-210 und FE-Objektive, z. B. 24-240, 85, 90, 70-200, 70-300…

    Ich denke, das aktuell Angebot an APSC-Gehäusen ist geeignet, für unterschiedliche Bedürfnisse und Geldbeutel ein gutes Angebot zu machen (a5100, a6000, a6300).

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hallo Uwe,

      genau so ist das. Jeder muss das richtig für sich selbst finden. Gut finde ich, dass Sony recht lange auch die „alten“ Modell weiter produziert, so wird jeder fündig.

      Viele Grüße,
      Marc

  17. Klaus Peter Zechmeister

    Hallo
    Gute Seite. Will aus Gewichtsgründen zu meiner Canon 6d eine Sony kaufen.
    Habe einige Canon Objektive. Fragt sich. A 6300 oder A7 oder gar nur A 6000.
    Bin für jeden Tipp dankbar
    Klaus

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hallo Klaus,

      die Entscheidung kann ich dir natürlich nicht abnehmen. Willst du deine Canon Objektive aber weiterverwenden würde ich wohl zu einer A6300 greifen, denn bei der A6000 kannst du mit einem Adapter für Canon den Autofokus nicht nutzen.
      Bei der A7 Serie geht das auch erst ab der A7 II.

      Viele Grüße
      Marc

  18. Marco Hoffmann

    Hallo,

    ich bin gerade im Begriff mir die 6300 zu kaufen, obwohl sie ein paar Zinken hat. 😉 Ich hatte zuletzt eine Kombi aus einer Lumix GX8 (für kleineres Gepäck) und einer Nikon D610 (für anspruchsvollere Aufgaben). Allerdings habe ich die Nikon kaum genutzt, weil sie mir einfach zu klotzig ist. Nachdem ich mich an Systemkameras gewöhnt habe, erscheinen mir klassische Spiegelreflex inzwischen auch irgendwie altbacken.
    Da der kleine MFT-Sensor bei schlechten Lichtverhältnissen aber schnell seine Grenzen erreicht, dachte ich mir, dass eine Alpha 6300 ein guter Kompromiss zwischen Vollformat und kleiner MFT ist.
    Es gibt aber auch ein paar Punkte, die mich bei der Sony stören. Da wäre der völlig unsinnig platzierte Video-Record-Knopf, die lose Augenmuschel, die geringe Objektivauswahl, die sehr langsame Reaktionszeit, wenn die Kamera aus dem Standby aktiviert werden soll, die schlechte Akkuleistung, das überfrachtete Menü und kein Akku-Ladegerät dabei. Außerdem finde ich den Preis im Vergleich zur 6000 überzogen. Ich kaufe sie trotzdem, weil es sonst kaum eine Kamera mit APS-C-Sensor gibt, die so kompakt ist.

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hallo Marco,

      da kann ich dir überall zustimmen. Ich persönlich habe für mich in letzter Zeit allerdings wieder eine Vorliebe für größere Kameras entdeckt. Die Bedienung ist hat doch einfacher … immer dabei habe ich sie aber trotzdem nicht … da geht es mit wie dir mit der 610.

      Viel Spaß mit der neuen Kamera!
      Marc

  19. Joachim Rybol

    Hallo Marc, hallo zusammen,
    bei aller Zustimmung möchte nur anmerken, dass der klappbare Bildschirm gegenüber einem schwenkbaren durchaus auch Vorteile hat. Die wichtigste Anwendung ist doch das schnelle hoch – oder runterklappen um ohne Verzögerung in Frosch- oder Vogelperspektive fotographieren zu können. Das geht bei einem klappbaren Bildschirm intuitiv bliltzschnell. Bei einem schwenkbaren ist es eher umständlich und langsam
    ( erst ausklappen dann drehen) und dann ist das display auch nicht mehr in der Bildachse, was eine Neuausrichtung der Kamera erfordert. Ich empfinde das als eine Zumutung, zumindest wenn einem „selfies“ egal sind. Kameras mit diesen Schwenkdisplays empfinde ich als „billig“, als fotographischen Beinbruck und fast schon als „würdelos“ ( ja ich weiß, ist ziemlich übertrieben) . Ich hoffe sehr, dass die Hersteller noch lang dabei bleiben und sich nicht von Video- Smartphone freaks verleiten lassen, dieses Konstruktionsprinzip völig aufzugeben.

    Gruß

    1. Marco Hoffmann

      Ich gehöre auch zu den wenigen, die den klappbaren Bildschirm gegenüber einem schwenkbaren bevorzugen. Das mag daran liegen, dass ich reiner Fotograf bin. Video nutze ich überhaupt nicht. Ich finde auch, dass ein schwenkbares Display irgendwie billiger wirkt. Und auf einem Stativ finde ich es irgendwie komisch, wenn sich das Display quasi neben der Kamera befindet.

      1. Marc Autor des Beitrags

        Bei der Bildachse gebe ich euch absolut recht, Displays die zur Seite ausgeklappt werden, wie bei Videokameras oder auch bspw. bei der Canon G5 x, bringen mich auch etwas aus dem Konzept.
        Guckt euch aber mal den Mechanismus an der Alpha 77ii an oder auch schon die einfache Variante der alten Alpha 65, dort kannst du schwenken, in jede Richtung klappen und hast trotzdem noch die Bildachse. Außerdem lässt sich mit dem Mechanismus das Display zuklappen, was für den Transport super ist.
        Ich weiß nicht, warum Sony diesen Mechanismus nicht an auch an den E-Mount-Kameras verbaut, mir gefällt er auf jeden Fall besser.

        Viele Grüße
        Marc

  20. David

    Toller Artikel.
    Fotografiere momentan noch mit einer ganz alten Canon, jedoch stoße ich absolut an meine Grenzen.
    Ich stehe gerade vor der Entscheidung 6300 oder A7M2, bei der A7M2 reizt einfach der Bildstabilisator.
    So ziemlich jeden Testbericht etc. habe ich durchgelesen aber bin noch zu keiner Entscheidung gekommen, da ich einfach eine Kamera brauche die ich draußen immer dabei haben kann kommen beide für mich in Frage, am aller wichtigsten ist aber denke ich verwacklungsfreie scharfe Fotos von spielenden Kindern zu bekommen (meine eigenen 😉 ) Das soll mit der A7M2 wohl nicht so ganz einfach sein wie mit der 6300, hast du Erfahrungen damit?

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hallo David,

      dass die a6300 keinen internen Bildstabi hat, ist wirklich schade, dast stimmt. Aber es gibt zum Glück ja stabilisierte Objektive.

      Um die Kinder zu fotografieren ist es eigentlich egal, ob du eine A7M2 oder eine a6300 nimmst. Der Autofokus der a63000 ist zwar schneller, aber für spielende Kinder sollte die Geschwindigkeit der a7ii auch ausreichen.
      An deiner stelle würde ich aber zur a6300 greifen, weil sie kleiner ist und weil die Folgekosten bei den Objektiven geringer sind.

      Viele Grüße
      Marc

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Reisezoom.com
×