Ich bin Marc, begeisterter Papa, Blogger, Foto- und Reisefuzzi.

Als Familie sind wir jedes Jahr zwei bis drei Monate unterwegs. Immer dabei sind verschiedene Kameras, um das Erlebte festzuhalten.

Auf meinem Blog nehme ich dich mit auf unsere Reisen, gebe dir Tipps für bessere Fotos und Empfehlungen für Kameras und Zubehör, die den Anforderungen im Familienurlaub gerecht werden.

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Lanzarote, die östlichste der Kanarischen Inseln, ist stark vom Vulkanismus geprägt. Neben riesigen Lavafeldern und kargen Landschaften gibt es weitere Sehenswürdigkeiten. Die Insel bietet ideale Bedingungen für einen Badeurlaub das ganze Jahr über und ist auch bei Sportbegeisterten sehr beliebt.

In diesem Beitrag stelle ich dir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel vor und gebe dir Tipps für deinen Urlaub.

    Die geschätzte Lesezeit liegt bei ca. 18 Minuten. Zum Kommentieren solltest du drei Minuten einplanen und zum Teilen mit deinen Freunden eine weitere Minute.

    Lanzarote: Sehenswürdigkeiten, Klima, Wetter und Tipps für deinen Urlaub

    Auf Lanzarote teilen sich die Sehenswürdigkeiten hauptsächlich in 2 Kategorien ein:

    1. Natur, allen voran der Vulkanismus, aber auch die schönen Strände
    2. Bauten und Werke von César Manrique

    Selbstverständlich gibt es auch anderes zu sehen, bspw. Museen, Städte und Dörfer und vieles mehr. Aber um den Vulkanismus kommst du auf Lanzarote genauso wenig herum wie um César Manrique.

    Ich habe mit meiner Familie (ich, Frauchen und meine 2 Kinder (3 Monate und 3 Jahre) einen zweiwöchigen Urlaub auf der Insel verbracht. 2 Wochen reichen um das Meiste der Insel zu sehen, ohne dabei in Sightseeing-Stress zu geraten.
    Über diesen Link kommst du zu meinem kompletten Reisebericht, bei der Beschreibung der einzelnen Sehenswürdigkeiten habe ich zusätzlich einen Link zur entsprechenden Stelle im Reisebericht gesetzt.

    Da es sich anbietet den Besuch einzelner Sehenswürdigkeiten zu bündeln, habe ich diese nach ihrer geografischen Lage eingeteilt. Nord, Ost, Süd und West.

    Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Lanazrote

    Nord

    Cuevas de los Verdes

    Ein Lavatunnelsystem, welches beim Ausbruch des Vulkans la Corona entstanden ist.

    Koordinaten: 29.160631,-13.439016
    Preise: 9 € Erwachsene, Kinder (7-12 Jahre) 4,50 €

    Meine Meinung:
    Ich mag Höhlen generell, deshalb hat mir auch die Cueva de los Verdes super gefallen. Es ist die einzige richtig Höhle auf Lanzarote und definitiv einen Besuch wert.
    Wenn du mit Kindern unterwegs bist, dann eignet sich ein Besuch auch, um die Mittagshitze im Sommer zu überbrücken oder bei schlechtem Wetter.

    Künstliches Wasserbacken in den Cuevas de los Verdes

    Bericht unseres Besuchs der Cuevas de Los Verdes und der Jameos del Agua

    Jameos del Agua

    César Manrique baute hier die Vorgaben der Natur, seinen Vorstellungen entsprechend aus. Auch die Jameos del Agua sind Teil des Höhlensystems, welches durch den Ausbruch von La Corona entstanden ist.
    Im namensgebenden Wasserbecken des Jameo leben als Kuriosität kleine Krebse. Diese Art von Krebsen findet man normalerweise erst in Meerestiefen von 3000m, scheinbar fühlen sie sich in den Jameos del Agua aber auch wohl. Warum weiß keiner, ich auch nicht.
    Außerdem findest du im Jameos del Aqua einen Pool (Baden verboten) umsäumt von Palmen, Feigenbäumen und anderem Gewächs. Als Abschluss gibt es noch das Casa de los Volcanos. Dort wird mit Schautafeln, Modellen und etwas in die Jahre gekommenen Effekten der Vulkanismus auf Lanzarote erläutert. Garniert ist das ganze mit 2 kleinen Restaurants (eigentlich sind es nur Imbisse), einem Café und dem obligatorischen Souvenirshop.

    Koordinaten: 29.157685,-13.43076
    Preise: 9 € Erwachsene, Kinder (7-12 Jahre) 4,50 €

    Meine Meinung:
    Ich bin mit großen Erwartungen zu den Jameos del Agua gefahren und wurde ein bisschen enttäuscht. Keine Frage, es ist absolut sehenswert. Aber überall stand, dass es dort schöne Restaurants gibt und das stimmt einfach nicht.

    Der Pool der Jameos del Agua

    Bericht unseres Besuchs der Cuevas de Los Verdes und der Jameos del Agua

    Mirador del Río

    Vom Mirador del Río hast du eine grandiose Aussicht auf die Nachbarinsel La Graciosa und den gesamten Archipelago Chinijon. César Manrique baute hier in ca. 470m Höhe ein Panoramecafé mit verschiedenen Aussichtsplattformen.
    Ein Besuch des Mirador lohnt sich alleine schon wegen der Aussicht, aber auch das Gebäude besticht durch seine eigenwillige Architektur, ganz ohne rechte Winkel.

    Koordinaten: 29.214157,-13.481143
    Preise: 4,50 € Erwachsene, Kinder (7-12 Jahre) 2,25 €

    Meine Meinung:
    Ich weiß gar nicht so recht, was mir mehr gefallen hat, das Gebäude oder die Aussicht. Wahrscheinlich war es eine Mischung aus beidem. Toll ist, im Cafè zu sitzen, einen Kaffee schlürfen und dabei die Aussicht genießen.
    Der Mirador del Río hat meine Erwartungen übertroffen und ist einer meiner 5 besten Fotospots der Insel.

    Panoramaaufnahme von La Graciosa. Aufgenommen von der Aussichtsplattform

    So haben wir die Aussicht genossen.

    Teguise

    Die älteste Stadt der Kanarischen Inseln und frühere Hauptstadt Lanzarotes. Sehr beliebt ist der Markt am Sonntag.
    Als wir Teguise besucht haben war Markttag. Am Ortseingang gibt es Parkplätze, die restlichen Meter in die Stadt legst du zu Fuß zurück.
    Teguise selbst ist wirklich ein schönes Städtchen, wenn du die Stadt besichtigen willst, rate ich dir allerdings den Sonntag zu meiden. Neben der Stadt empfehle ich dir aber auch den Figurenpark von Don Pillimpo. Dieser ist am Ortseingang auf der linken Seite, wenn du aus Richtung San Bartolomé kommst. Den Figurenpark, “Museo Mara Mao” genannt, beschreibe ich jetzt einfach mal als eine Ansammlung von Krimskrams. Was Besseres fällt mir nicht ein, macht aber wirklich Spaß sich den Kram anzuschauen! Übrigens, der Figurenpark steht auch auf meiner Liste der 5 besten Fotospots auf Lanzarote.

    Koordinaten Teguise: 29.214157,-13.481143
    Koordinaten Figurenpark: 29.058154,-13.562644

    Meine Meinung:
    Der Markt von Teguise ist ganz ok, ziemlich groß, ziemlich auf Touristen ausgelegt. Nichts Besonderes.
    Die Stadt ist auf jeden Fall eine Besichtigung wert, wir sind ab und an durch kleine Gassen gelaufen, abseits des Marktes. Besser wäre es aber gewesen, die Stadt nicht am Sonntag zu besuchen.
    Richtig umgehauen hat mich aber der Figurenpark am Ortseingang, eigentlich das Beste an Teguise!

    Teguise

    Bericht: Wir in Teguise

    Playa de Famara

    Riesiger Strand mit dem Famara-Massiv im Hintergrund. Ideal für Kitesurfer, Windsurfer und Wellenreiter.
    Die Playa de Famara ist nicht unbedingt ein Strand zum Baden, es ist ein Strand für Wassersportler, aber auch ein Strand um zu verweilen.

    Koordinaten: 29.114975,-13.555692

    Meine Meinung:
    Ich habe mich sofort in die Playa de Famara verliebt, allein schon die Fahrt dahin, mit den Sandverwehungen auf der Straße, die Dünen dahinter, die Abgeschiedenheit. Super. Für Kitesurfer, Wellenreiter und Windsurfer ideal!

    Panorama der Playa de Famara

    An der Playa de Famara waren wir natürlich auch

    Ost

    Fundación César Manrique

    Das ehemalige Wohnhaus des Künstlers ist selbst ein Kunstwerk und beherbergt heute die César Manrique Stiftung.
    Manrique baute das Haus 1968 auf einem Lavafeld. Die Stelle entdeckte er eher zufällig, als er sich über die grüne Spitze eines Feigenbaumes wunderte, die aus der Einöde herausschaute. Der Baum wuchs in einer Blase, einem Hohlraum im Lavagestein.
    Gebaut wurde das Haus schließlich um 5 solcher Lavablasen herum. Der Rundgang führt dich zuerst in das ebenerdige, obere Stockwerk. Hier befindet sich die Gemäldesammlung. Zu sehen sind neben Werken von César Manrique auch Bilder von Miró, Picasso und anderen Künstlern. Durchaus sehenswert. Viel interessanter ist aber die offene Bauweise des Hauses mit großen Fenstern. Im Untergeschoss führt der Rundgang durch das Innere der 5 Lavablasen. Total irre. Die Blasen sind zu Lounges im Stil der 60er und 70er Jahre eingerichtet.

    Koordinaten: 29.001999,-13.546637
    Preise: 8€ Erwachsene (Kinder weiß ich leider nicht, meine haben nix gekostet).

    Meine Meinung:
    Auf Lanzarote kommst du um César Manrique nicht herum, gefällt dir, was du von ihm siehst, dann ist ein Besuch der Stiftung auf jeden Fall lohnenswert. Mir hat es sehr gut gefallen, die Bauweise, die offene, in die Landschaft integrierte Architektur und natürlich die Lavablasen. Könnte ich mir nochmal anschauen.
    Unserem 3-jährigen Sohn hat der Rundgang durch die Lavablasen sogar so gut gefallen, dass wir ein 2. mal durchgelaufen sind.

    Windspiel am Parkplatz der Stiftung

    Unser Besuch der Stiftung

    Strände von Puerto del Carmen

    Die Küste entlang des Touristenzentrums bietet abwechslungsreiche Strände. Dabei ist es ganz egal, ob du einen riesigen Strand, wie die Playa de los Pocillos, suchst oder lieber eine kleine, private Badebucht. Puerto del Carmen bietet alles. Die beiden großen Strände von Puerto del Carmen:

    • Playa de los Pocillos (28.924937,-13.636869)
      Die Playa de los Pocillos liegt östlich der Promenade und ist mit Abstand der größte Strand von Puerto del Carmen. Einfach riesig!
      Unser Tag an der Playa de los Pocillos
    • Playa Grande (28.91996,-13.662447)
      Die Playa Grande (manchmal auch Playa Blanca genannt) beginnt im Zentrum der Promenade und geht bis ans westliche Ende. Auch die Playa Grande ist sehr groß und bietet unendlich viel Platz.
      Unser Tag an der Playa Grande

    Zwischen diesen beiden großen Stränden findest du, je nach Tidenstand, immer wieder verschiedene Badebuchten. Gerade bei Ebbe ist es toll an Strände zu gehen, die es bei Flut gar nicht gibt. Da hast du dann, umgeben von Felsen, einen kleinen Privatstrand.

    Meine Meinung:
    Ich liebe Sandstrände, egal ob groß oder klein. Was ich nicht mag, sind volle Strände. Als wir auf Lanzarote waren, war kein Strand voll und die angesprochenen, kleinen Buchten hatten wir oft für uns alleine. Fand ich super!

    Sonnenuntergang am Strand von Puerto del Carmen

    Planespotting Flughafen Arrecife

    Der Flughafen von Lanzarote liegt direkt hinter der Playa de Matagorda. Ideale Bedingungen um hautnah dabei zu sein, wenn ein Flugzeug landet oder startet.
    Direkt vor der Start- und Landebahn geht eine Promenade vorbei, diese verbindet Arrecife mit Puerto del Carmen. Ideal um hinzukommen ist das Fahrrad, du kannst aber auch laufen. Von Playa Honda aus ist es nicht weit, von den östlichen Ausläufern von Los Pocillos/Matagorda auch nicht.
    Mit dem Auto fährst du von der Autobahn kommend einfach den Schildern “Matagorda” hinterher. Parken kannst du direkt an der Promenade. Dort ist ein kleiner Hügel, von dem du auf den Flughafen schauen kannst. Ich fand es unten am Strand aber viel besser!

    Koordinaten: 28.934836,-13.611407

    Meine Meinung:
    Mich hat das Planespotting so sehr fasziniert, dass ich darüber sogar einen extra Artikel geschrieben habe. Das sagt wohl alles: MACHEN!.

    Planespotting Arrecife Lanzarote

    Wir beim Planespotting

    West

    La Geria

    Weinanbau in Vulkanasche. Außerdem gibt es ein Museum und Weinproben (haben wir nicht gemacht).
    Wir sind nur durchgefahren. 2 kleine Kinder und eine stillende Frau, da ist Wein nicht die beste Idee. Aber allein die Fahrt durch La Geria lohnt. Wir sind von Monumento al Campesino Richtung Uga und dann ein paar Seitenstraßen gefahren.

    Koordinaten: 28.982503,-13.67202

    Meine Meinung:
    Wie gesagt, ich bin nur durchgefahren, aber alleine das lohnt schon.

    Parque Nacional de Timanfaya

    Das Markenzeichen der Insel. Vulkankegel und endlose Lavafelder.
    Der Timandfaya Nationalpark, die Montañas del Fuego, oder wie auch immer du dieses unwirtliche Gebiet nennen willst, ist das MUST SEE auf Lanzarote. Es ist eine faszinierende Landschaft aus erstarrten Lavaflüssen, Vulkankegeln und weiten Lavafeldern.

    Allein schon die Fahrt durch den Park ist lohnenswert (Straße von Yaiza Richtung Mancha Blanca). Rund um den Parque Nacional de Timanfaya gibt es 3 wichtige Haltepunkte.

    • Kamelreiten
      Kamele gibt es seit Anfang des 15. Jahrdhunderts auf Lanzarote. Sie wurden eingeführt, um in der Landwirtschaft zu arbeiten.
      Koordinaten: 28.991583,-13.742196
      Preis: 18€ als Familie
    • Ruta de los Volcanes / Restaurant El Diablo
      Der eigentliche Nationalpark, du zahlst den Eintritt schon am Abzweig von der Straße. Selbst fahren darfst du dann bis zum Restaurant El Diablo. Von dort aus starteten Bustouren durch die Ruta de los Volcanos. Es gibt Vorführungen, die zeigen wie heiß die Erde hier ist. In nur 10cm Tiefe herrschen Temperaturen von 140°C, in 6m Tiefe sind es schon 400°C!!! Das ist beeindruckend.
      Koordinaten: 29.005982,-13.753223
      Preise: 9€ Erwachsene, Kinder (7-12 Jahre) 4,50€
    • Centro de Visitantes (haben wir nicht gemacht)
      Im Informationszentrum des Nationalparks waren wir nicht, aber ich denke es gehört mit auf die Liste hier. Dort findest du Hintergrundinformationen über die Entstehung der Vulkanlandschaft.
      Eintritt ist frei.
      Koordinaten: 29.033087,-13.703766

    Meine Meinung:
    Die Landschaft ist einfach faszinierend und hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Ich würde sofort wieder durch den Nationalpark fahren.
    Auch die Busfahrt über die Ruta de los Volcanos lohnt sich, genau so wie die Vorführungen. Das kann man sich ruhig alles mal anschauen. Aber auch die Landschaft, die man von der normalen Straße aus sieht, ist schon gewaltig und reicht eigentlich auch.

    Lavafelder rund um den Timanfaya, die Montañas del Fuego

     Hier geht es zum Bericht unseres Besuches in den Montañas del Fuego

    Charco de los Clicos

    Der Charco de los Clicos ist ein grün schimmernder See im Vulkankrater El Golfo. Er liegt an einem schwarzen Strand, direkt neben dem tosenden Atlantik.
    Den Strand mit dem See erreichst du vom Ortseingang El Golfo aus. Dort gibt es einen Parkplatz, von diesem führt ein Weg zu einem Aussichtspunkt. Bist du mutig, so kannst du über einen steilen Weg hinabsteigen in den Krater und zum Strand.

    Koordinaten (Parkplatz): 28.979873,-13.829052

    Meine Meinung:
    Wir waren bei sehr schlechtem Wetter dort, kann sein, dass der Atlantik deshalb noch etwas wilder war als sonst. Ich fand es total beeindruckend im Krater zu stehen und das Echo der Brandung zu hören. Aber auch der Charco de los Clicos ist mit seiner abgefahren grünen Farbe sehenswert.
    Sohnemann hatte riesigen Spaß am Strand an dem er die ganze Zeit nach Olivin gesucht hat. Ist also ein Ausflug für die ganze Familie!

    Charco de los Clicos

    Charco de los Clicos, Salinas de Janubio, Los Hervedares in einem Abwasch

    Los Hervideros

    Die Los Hervideros sind eine schroffe Felsformation an der Steilküste, mit wilden Wellen und tosendem Wasser. Das Besondere: Du kannst extrem nah ran. Ich ware leider bei Regen dort, deshalb bin ich nur schnell durchgesprintet und kann wenig dazu sagen.

    Koordinaten: 28.95383,-13.833228

    Meine Meinung:
    Wie gesagt, wir waren nur kurz bei Regen da. Ich fands nicht so super beeindruckend. Extra hinfahren würde ich nicht, aber wenn du bei einer Tour vorbeikommst, dann lohnt ein Halt.

    Die Los Hervideros

    Charco de los Clicos, Salinas de Janubio, Los Hervedares in einem Abwasch

    Salinas de Janubio

    Die Salinas de Janubio bilden die größte Salzgewinnungsanlage der Kanaren. Die Salinen sind nach wie vor in Betrieb und es werden jährlich ca. 2000 Tonnen Salz gewonnen.
    Toll sind die verschiedenen Farben der einzelnen Salzbecken.
    Leider kannst du die Salinen nicht besichtigen, aber der Blick von den Aussichtspunkten lohnt.
    Es gibt 2 Aussichtspunkte:

    • An der LZ703 das Restaurant “Mirador Salinas”
      Koordinaten: 28.942019,-13.819511
      Für einen kurzen Blick über die Salinen ok, es geht aber noch besser. Größter Vorteil des Aussichtspunktes: Im Restaurant kannst du das Salz der Salinen kaufen.
    • Südlich der Salinen auf dem Berg neben der LZ701 befindet sich ein Parkplatz.
      Dort steht auch ein Schild mit Kamera, der Aussichtspunkt ist nicht zu übersehen.
      Koordinaten: 28.93262,-13.820828

    Meine Meinung:
    Hier gilt das Gleiche wie bei den Los Hervideros, extra hinfahren lohnt nicht, aber wenn du eh vorbeikommst, dann auf jeden Fall anhalten.
    Schön soll die Playa de Janubio sein, eigentlich wollten wir dort hin, aber das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.

    Panorama der Salinas de Janubio vom südlichen Aussichtspunkt

    Charco de los Clicos, Salinas de Janubio, Los Hervedares in einem Abwasch

    Süd

    Playas de Papagayo

    Die Playas de Papagayo sind mehrere Badebuchten mit den schönsten Stränden der Insel. Die Fahrt dorthin ist etwas abenteuerlich über eine unbefestigte Straße. Aber es lohnt sich. Vor allem findest du dort auch windgeschütze Buchten.
    Wir waren an der Playa del Mujeres und an der namensgebenden Playa de Papagayo.

    Koordinaten (Einfahrt): 28.869477,-13.793665
    Preis: 3€ je Auto

    Meine Meinung:
    Ich weiß gar nicht wie viele Buchten es tatsächlich gibt, aber allein die Beiden, die wir genauer angeschaut haben lohnen sich. An der Playa de Mujeres war leider zu viel Wind, vor diesem waren wir an der Playa de Papagayo dafür komplett geschützt. Für einen ruhigen Tag am Strand und ohne Trubel ideal.

    Die namensgebende Playa de Papagayo

    Auch wir haben uns die schönen Buchten angeschaut

    Playa Blanca

    Das touristische Zentrum ganz im Süden der Insel lädt mit seiner schönen Promenade, direkt am Wasser, zum Bummeln ein. Der Blick auf Los Lobos und Fuerteventura ist inklusive.

    Koordinaten: 28.862767,-13.829972

    Meine Meinung:
    Playa Blanca hat für meinen Geschmack die schönste Promenade der Insel. Keine Autos, direkt am Wasser, schöner Blick. Hat mir wirklich gut gefallen.

    Fette Regenwolke über Playa Blanca

    Weitere Sehenswürdigkeiten, die wir nicht gemacht haben

    • Aquarium in Costa Teguise
      Das größte Aquarium der Kanarischen Inseln. Ideal um die Mittagshitze im Sommer zu überbrücken oder auch bei schlechtem Wetter.
    • Jardín de Cactus
      Ein von César Manrique angelegter Kakteengarten.
    • Monumento al Campesino
      15m hohe Skulptur, erschaffen von César Manrique. Angeblich steht das Monumento am geografischen Mittelpunkt der Insel. Wir sind ein paar mal daran vorbeigefahren.
    • Museo de las Piratas (Castillo de Guanapay)
      Das Castillo liegt am Rand eines Vulkankraters hoch über Teguise. Im Museum werden die vielen Piratenüberfälle auf die Insel dargestellt.

    Ein paar Worte zu Arrecife

    Arrecife hatten wir uns auch angeschaut, dort sind wir von  Parque Isals Canarias am Ufer entlang bis zum Castillo de San Gabriel gelaufen und haben uns das Museum darin angeschaut.
    Danach ging es noch in die Fußgängerzone. Allerdings war Siesta und die meisten Geschäfte geschlossen.

    Auch wenn Arrecife die Hauptstadt der Insel ist, ich finde nicht, dass sich ein Besuch lohnt.

    Panorama von Arrecife vom Castillo de San Gabriel aus gesehen

    Unser Besuch der Hauptstadt

    Weitere Informationen über Lanzarote

    Lanzarotes Nachbarn

    Der bekannteste Nachbar Lanzarotes ist sicherlich, die südlich gelegene Insel, Fuerteventura. Ich liebe Fuerteventura, ein Tagesausflug dorthin lohnt sich meiner Meinung nach jedoch nicht, auch wenn in vielen Reiseführern diese Option vorgeschlagen wird. Ein Tag reicht nicht, um die Insel richtig zu erkunden. Außerdem ist Fuerteventura ganz anders als Lanzarote. Auf diese Insel musst du dich neu einstellen.
    Solltest du vor der Frage stehen ob du deinen Urlaub eher auf Fuerteventura oder auf Lanzarote verbringen solltest, dann will ich nicht in deiner Haut stecken 🙂
    Kurz:
    Fuerteventura ist mehr Wüste, Lanzarote ist mehr Vulkan.
    Fuerteventura hat noch mehr Strände, Lanzarote ist dafür abwechslungsreicher.
    Viel weiter will ich darauf aber jetzt nicht eingehen, hast du noch Fragen, dann frag mich, ich war schon auf beiden Inseln.

    Der nördliche Nachbar Lanzarotes ist die kleine Insel La Graciosa. In der Meerenge zwischen Fuerte und Lanzarote liegt die Insel Lobos. Ich war weder auf Lobos, noch auf La Graciosa, aber beide sind sicherlich besser geeignet für einen Tagesausflug.

    Klima, Wetter und Reisezeit

    Klimadiagramm von Lanzarote

    Lanzarote ist angeblich die trockenste und kargste aller Kanarischen Inseln. Nach unserem Besuch kann ich das nicht bestätigen. Kurz vor unsere Ankunft gab es heftige Regenfälle und auch während unseres Aufenthalts hat es ab und zu Regen. Aber Regen ist definitiv die Ausnahme auf Lanzarote.

    Wir waren Anfang Dezember dort und das Wetter war – vor allem im Vergleich zu Deutschland – prima. Auch die Wassertemperatur war angenehm. Ich fand das Wasser sogar wärmer als im Mai auf Teneriffa.

    Generell sind die Kanaren das ganze Jahr über ein ideales Reiseziel. Klar kann es im Sommer auch richtig heiß werden und das Thermometer über die 40°C Marke steigen, aber das ist eher selten. Die Inseln sind umgeben vom kühlen Atlantik, das dämpft die Temperaturen. Außerdem geht meistens ein Wind. Im Sommer kühlt der Wind angenehm, im Winter kann es dadurch aber ganz schön frisch werden.

    Ich selbst war bis jetzt 4x auf den Kanaren, 1x im Mai, 1x im September und 2x im Dezember und ich kann jeden dieser Monate empfehlen.

    Praktische Informationen und Reiseführer

    Der ideale Ausgangspunkt

    Die drei großen touristischen Zentren auf Lanzarote sind:

    1. Puerto del Carmen
    2. Playa Blanca
    3. Costa Teguise

    Selbstverständlich gibt es noch andere Orte, an denen du übernachten kannst. Aber die meisten Besucher der Insel werden wohl einen dieser Orte wählen.

    Wir haben uns für Puerto del Carmen entschieden. Puerto del Carmen liegt halbwegs zentral und verkehrsgünstig. Zudem hat es eine riesige Promenade mit Shops und Restaurants und tolle Strände direkt im Ort. Für uns, mit 2 kleinen Kindern, war es einfach ideal. Das Wichtigste ist fußläufig zu erreichen, das ist schon toll. Außerdem halten sich die Wege zu den Sehenswürdigkeiten alle im Rahmen.

    Costa Teguise gibt sich von der Lage her mit Puerto del Carmen eigentlich nichts. Auch von Costa Teguise sind alle Sehenswürdigkeiten in annehmbarer Zeit zu erreichen. Mir persönlich hat aber das ganze Flair in Costa Teguise einfach nicht so gefallen, dort ist es windig und die Strände sind nicht so schön…
    Als Windsurfer würde ich aber sofort nach Coste Teguise gehen, denn dort hast du mit Las Cucharas einen super Spot direkt vor der Tür (siehe dazu auch meinen Beitrag: Windsurfer in Action auf Lanzarote: Costa Teguise)
    Übrigens, wenn es um Sport geht, im Westen der Insel gibt es mit La Santa Sport einen ganzen Hotelkomplex, der voll und ganz auf einen sportlichen Urlaub ausgerichtet ist, ich war allerdings nicht dort.

    Playa Blanca liegt ganz im Süden der Insel. Zu den Sehenswürdigkeiten im Süden und Westen ist es nicht weit, die Papageienstrände sind mit etwas Ausdauer sogar zu Fuß zu erreichen und obendrauf kommt noch die, meiner Meinung nach, schönste Promenade. Aber es ist einfach zu weit ab vom Schuss.

    Verkehr & die Insel erkunden

    Ich empfehle dir einen Mietwagen. Es werden zwar auch organisierte Ausflüge angeboten, aber ich selbst bevorzuge die Flexibilität eines Mietwagens, vor allem wenn ich mit meinen Kindern unterwegs bin.
    Den Mietwagen haben wir von zu Hause aus gebucht, am Flughafen abgeholt und wieder abgegeben.
    Die Straßen auf Lanzarote sind erstaunlich gut, einzig die Straßen durch La Geria sind etwas schmal und die Strecke zu den Playas de Papagayo sind abenteuerlich. Aber alles ist mit einem normalen Mietwagen machbar, ein Geländewagen ist nie erforderlich.
    Die Beschilderung könnte etwas besser sein, aber man kommt ans Ziel.

    Geld

    Da Lanzarote zu Spanien gehört, kannst du dort überall mit Euro bezahlen. Geldautomaten gibt es, vor allem in den touristischen Zentren an jeder Ecke.

    Vergünstigungen

    Viele Sehenswürdigkeiten sind in einem Kombiticket zusammengefasst. Wenn du also eh mehr als eine Sehenswürdigkeit besuchen willst, dann hol dir solch ein Ticket.
    Das Ticket bekommst du sowohl in den Touristeninformationen als auch direkt an der Kasse der Sehenswürdigkeiten.

    Gesundheit und Impfungen

    So weit ich weiß brauchst du für Lanzarote keine besonderen Impfungen. Auch ein Mückenschutz ist nicht notwendig. Da Lanzarote so karg ist, ist es auch super für Allergiker geeignet.
    Die ärztliche Versorgung habe ich nicht in Anspruch genommen, aber es gibt viele deutsche Ärzte vor Ort, sodass dir im Fall der Fälle auch ohne Sprachprobleme geholfen werden kann.

    Meine Reiseführer für Lanzarote

    Ich bin ja bekennender Fan von gedruckten Reiseführern. Auf Lanzarote habe ich, wie so oft, einen Beadeker benutzt. Den Beadeker Lanzarote kann ich dir guten Gewissens ans Herz legen.
    Dieser Link führt dich direkt zum Lanzarote Reiseführer bei Amazon.de.*

    Und du?

    Warst du schon auf Lanazrote oder auf einer anderen kanarischen Insel? Was sind deine MUST SEES? Wo war deine Basis?

    Wie hat dir mein Beitrag gefallen?

    Ich freue mich über Kommentare!

    Na dann… gehe raus und habe Spaß!

    Marc


    Bist du zum ersten Mal auf meinem Blog? Hier erkläre ich dir, worum es bei Reisezoom.com geht.
    Gefallen dir meine Fotos? Hier stelle ich dir meine aktuelle Fotoausrüstung vor.

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    6 Kommentare zu “Lanzarote: Sehenswürdigkeiten, Klima, Wetter und Tipps für deinen Urlaub

    1. Elisabeth

      Hallo Marc,

      was für eine Ansammlung toller Informationen, vielen Dank.

      Ich habe eine Frage in Bezug auf die Kinder-Autositze bei den Autovermietstationen? Mir ist es wichtig, dass die Kinder auch im Urlaub sicher reisen. Wie sind da deine Erfahrungen? Hattet ihr eure eigene Babyschale mit?

      Wir denken an eine Reise im März dann mit Kindern im Alter von 1Jahr und 2,5Jahren.

      Vielen Dank für Deine Mühen!

      Elisabeth

      1. Marc Autor des Beitrags

        Hallo Elisabeth,
        wenn dir wichtig ist, dass deine Kinder sicher reisen, sollten sie im Flugzeug schon in entsprechenden Sitzen sitzen. Vor allem die 1-jährigen.
        Zu dem Thema habe ich einen eigenen Beitrag geschrieben.

        Wenn du das machst, hast du die Babyschale eh mit dabei.

        Einen normalen Kindersitz kannst du in der Regel kostenlos als Gepäck aufgeben. Das machten wir schon mehrmals und hat immer geklappt. Packe das Ding vorher sicherheitshalber in einen großen Müllsack oder so ein. Auch wenn man denkt, dass Kindersitze nicht mehr dreckiger werden können… sie können es! 😀
        Informiere dich aber sicherheitshalber bei der Airline, vielleicht musst du ihn anmelden.
        Gemietet habe ich einen Sitz noch nie.

        Beim Auto empfehle ich dir nicht zu sparen. Wir fahren zu Hause einen VW Caddy und einen Mercedes Viano. Im Urlaub mieten wir deshalb auch immer ein recht großes Auto (Renault Kangoo, Citroen Berlingo o.ä.). Damit ist alles immer schön stressfrei.
        Am besten mietet ihr direkt am Flughafen (dann muss das Auto wegen dem Gepäck eh groß sein), das ist meiner Erfahrung nach viel günstiger als im Urlaubsort.

        Für März rate ich dir außerdem zu einem kurzen Neoprenanzug für das 2.5 jährige Kind, so kann auch am Strand, halb im Wasser gebuddelt werden. Sonst wird das viel zu schnell kalt.

        Viel Spaß!

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