Beschäftigst du dich mit dem Thema Schärfentiefe in der Landschaftsfotografie, stolperst du irgendwann über die hyperfokale Distanz.
Was das ist und wie du damit arbeitest, zeige ich dir heute.
Hast du meinen letzten Fototipp zum Thema »Berechnung der Schärfentiefe« gelesen und verstanden? Dann wird es heute einfach, ich führe nur einen neuen Begriff ein: Die hyperfokale Distanz.
Falls nicht empfehle ich dir, den Beitrag zu lesen. Denn darauf baut alles auf.
Hyperfokale Distanz klingt ultimativ kompliziert. Ist es aber nicht.
Als hyperfokale Entfernung beziehungsweise hyperfokale Distanz wird in der Fotografie diejenige endliche Gegenstandsweite bezeichnet, bei der, wenn man genau auf diese Entfernung fokussiert, im Unendlichen liegende Objekte ebenfalls gerade noch mit akzeptabler Unschärfe abgebildet werden.
Ich gebe es zu, es klingt immer noch ultimativ kompliziert.
Machen wir es einfach:
Willst du deine Schärfentiefe bis ins unendliche ausdehnen ohne die Blende weiter zu schließen? Dann musst du auf einen weiter entfernten Punkt fokussieren.
Die hyperfokale Distanz ist genau dieser Punkt ab dem du eine akzeptable Schärfe im Unendlichen hast.
Kappiert?
Letzte Woche habe ich die Schärfentiefe ausgedehnt in dem ich mit dem Fokus von Mickey (50cm) auf die Giraffe (100cm) gewechselt habe.
Das hat funktioniert, aber wäre auch näher gegangen?
Ja! Schmeiße ich den DOF Calculator an, dann sehe ich, dass bei Blende f/8 und 9mm Brennweite 93cm (= hyperfokale Distanz) gereicht hätten.
Alles klar?
Was du zur Berechnung der hyperfokalen Distanz brauchst?
- Sensorgröße
- Brennweite
- Blende
Was du noch wissen musst
Fokussierst du auf die hyperfokale Distanz, dann reicht deine Schärfentiefe von der halben hyperfokalen Distanz bis ins Unendliche.
