Reiseerinnerungen in und aus der Konserve

Können Reiseerinnerungen konserviert werden? So, dass du fremde Konserven öffnen kannst und am Erlebten teilhast?
Kannst du deine eigenen Erinnerungen konservieren?

Ich finde, dass das geht. Das eine besser, das andere schlechter.

Reiseberichte anderer

Liest du meine Reiseberichte hier auf dem Blog? Liest du auf anderen Blogs? Liest du Bücher mit Reiseerinnerungen? Gehst du zu Diavorträgen oder schaust dir Filme über das Reisen anderer an?

Ich mache das!

Es inspiriert mich und gibt mir Anregungen für eigene Reiseziele. Ich will gar nicht wissen, wie oft ich schon sagte »Da will ich auch mal hin!«.
Aber dabei geht es nicht nur um das Reisen selbst – es geht auch um die Gefühle und Gedanken des Autors. Lese ich einen Reisebericht, tauche ich in den Kopf des Autors ein, ich erlebe mit ihm die Geschichte.

Klar ist das kilometerweit vom wahren Erlebnis weg – spannend und schön ist es trotzdem.

Reiseberichte sind wie eine Dose Ravioli. Nach der Lektüre weißt du, was es auf der Welt gibt. Es selbst zu erleben ist aber 1000x besser!

Die eigenen Konserven

Meine eigenen Erinnerungen speichere ich im Kopf ab – wo auch sonst? Ich bin froh darüber, dass ich mir solche Dinge sehr gut merken kann. So behaupte ich bspw., dass ich auch nach 10 Jahren noch den Weg vom Strand zur platten Ratte auf Fuerteventura finden werde. Ob die Ratte noch da liegt, ist natürlich eine andere Frage!

Manchmal brauche ich allerdings einen Trigger um die Erinnerungen zu wecken.

Ich fotografiere jeden Scheiß. Schaue ich mir später das Foto an, kommt alles wieder. Der Geruch, die Geräusche, die Jahreszeit ich erinnere mich an Erlebnisse unmittelbar vor und nach der Aufnahme …

Fotos sind mein Konservierungsmittel Nr. 1

Manchmal reicht aber auch ein Lied oder ein Geräusch und ich versinke in Erinnerungen.
Das sind dann eher allgemeine Erinnerungen an die Reise, nicht so konkret wie bei Bildern.

Musik ist mein Konservierungsmittel Nr. 2

Bevor ich hier über meine Reisen bloggte, erstellte ich private Videos mit Reiseerinnerungen.
Aber ganz egal ob es ein schriftlicher Reisebericht oder ein Video ist, so detailliert, wie die Erinnerungen im Kopf ist nichts.
Schreiben von Reiseberichten festigt bei mir viel mehr das Erlebte. Ich arbeite damit die Reise auf und ergänze zusätzliches Wissen. Es hilft mir, die Erinnerungen tiefer in mein Hirn einzubrennen.

Reiseberichte und Videos sind mein Konservierungsmittel Nr. 3

Mit diesem Beitrag nehme ich übrigens an der zweiteiligen »Blogparade Urlaubserinnerungen« von Melanie und Thomas teil.
Zweiteilig, weil ein Fotowettbewerb dazugehört. Letztes Jahr drückte ich mich beim Foto und auch diese Jahr dachte ich lange darüber nach. Schließlich zeigte ich dir meine besten Urlaubsfotos des 1. Halbjahres schon.Technisch wurden die Bilder im 2. Halbjahr nicht besser. Erlebt haben wir trotzdem viel.

Ein toller Moment war die Giraffe im Auto – aufgenommen im Serengeti-Park. Für mich eine super Erinnerung und für den Betrachter hoffentlich ein Foto mit Wow-Effekt.
Sprich: Ich bin beim Fotowettbewerb dabei! 🙂


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Bist du zum ersten Mal auf meinem Blog? Hier erkläre ich dir, worum es bei Reisezoom.com geht.
Gefallen dir meine Fotos? Hier stelle ich dir meine aktuelle Fotoausrüstung vor.

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15 Kommentare zu “Reiseerinnerungen in und aus der Konserve

  1. Gela

    Hallo Marc,
    die Giraffe im Auto ist unglaublich cool! Tolles Foto. Ich vergesse in solchen Momenten meist das Fotografieren – und doch bleiben die Momente unvergesslich.
    Liebe Grüße
    Gela

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hi Gela,

      danke!
      Bei solchen Moment ist das Fotografieren auch nicht so wichtig. Hauptsache, es gibt solche Moment und sie bleiben im Kopf!
      Das das Foto etwas geworden ist, ist auch mehr Glück 🙂

      Liebe Grüße,
      Marc

  2. Thomas

    Hallo Marc,

    vielen lieben Dank für den Beitrag zu unserer Blogparade.

    Das Foto ist ja wirklich klasse. Schickst Du mir das noch per Mail für den Wettbewerb oder soll (darf) ich das einfach hier weg kopieren?

    LG Thomas

  3. Pingback: Blogparade Urlaubserinnerungen mit Fotowettbewerb - Reisen-Fotografie.de

  4. Bee

    Bei mir ist das ähnlich, ich fotografiere sehr gerne. Aber ich habe im Rahmen dieser Blogparade festgestellt, dass die Erinnerungen (auch die bildlichen) mehr in meinem Kopf sind. Ein Trigger löst eine Erinnerung aus, das kann ein Bild, ein Lied oder auch ein Geruch sein.

    Ich lese gerne Reiseberichte, wobei mich da sowohl der Ort als auch das Hotel bzw die Unterbringung interessiert. Und ich bin ganz ehrlich, ein Hotel habe ich noch nie in einem Reisebericht gefunden. Bin einfach zu pingelig 😉

    1. Marc Autor des Beitrags

      Richtige Erinnerungen können glaube ich nur im Kopf sein. Aber es gibt halt Krücken, die diese Erinnerungen stützen 🙂

  5. Mario

    Hi Marc,
    toller Artikel und klasse Beitrag zur Blogparade! Ich habe auch teilgenommen und ganz wie du sehe ich auch in Fotos die beste Möglichkeit sich die Reiseerinnerungen zu bewahren. Man kann so viel leichter im Laufe des Jahres zurückschauen und die Seele in alten Erinnerungen schwelgen lassen.
    Beste Grüße!
    Mario

    1. Mario

      Servus Marc,
      kleiner Nachtrag: weil mir der Post so gut gefiel, habe ich mir erlaubt ihn in mein weekly reading KW 51/2015 aufzunehmen! Hoffe das geht klar.
      Schönes 4. Adventswochenende, Mario

      1. Marc Autor des Beitrags

        Hi Mario, natürlich geht das klar!
        Freut mich, dass dir mein Beitrag so gut gefallen hat!

        Viele Grüße,
        Marc

  6. Aleksandra

    Hallo Marc,

    die Giraffe im Auto ist ein unvergesslicher Moment. Super, dass es davon ein Foto gibt 🙂 Ich habe ja auch an der Blogparade teilgenommen, bei mir sind es neben den Fotos hauptsächlich Tassen, die mir helfen, Reise- und Urlaubserinnerungen wieder zu wecken.

    Viele Grüße
    Aleksandra

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hallo Aleksandra,

      das mit den Tassen habe ich gesehen. Meine Frau nimmt sich auch immer eine Tasse mit. Mir persönlich ist die Tasse egal, Hauptsache der Kaffee schmeckt 🙂 Scheint also eine Frauen-Sache zu sein 😀

      Liebe Grüße,
      Marc

  7. Foto UNICO

    Ich nenne es immer „Bild hinter dem Foto“… die oft ellenlange Geschichte des Fotografen was hinter einem für den Betrachter in diesem Sinne „banalen“ Foto steht…

    1. Marc Autor des Beitrags

      Genau so ist es, deshalb ist es auch total schwer wirklich gute Bilder von denen zu unterscheiden, die nur einem selbst viel bedeuten.