Rollei Compact Traveler No. I: Das neue Stativ in meinem Fotorucksack

Nach dem ich jahrelang immer nur billige Stative hatte, habe ich endlich mal etwas mehr ausgegeben und mir das Reisestativ Rollei Compact Traveler No. I gekauft. Seit dem ist das Stativ mein ständiger Begleiter und nicht mehr wegzudenken.

Das Stativ habe ich jetzt schon einige Wochen und ich hatte es auf Lanzarote im Härtetest. Das Compact Traveler hat alles mit Bravour gemeistert und ich bin jeden Tag mehr begeister, ja fast schon verliebt in das Teil.
Zum Fotografieren bin ich viel unterwegs, da ist mir ein geringes Packmaß extrem wichtig und auch auf längeren Reisen finde ich es klasse. Es passt in meinen Fotorucksack, so dass es ohne Problem im Handgepäck mitfliegen kann. Somit habe ich meine komplette Fotoausrüstung bei mir und spare zu dem noch etwas Gewicht im Koffer.

Aber lasse mich von vorne anfangen:

Rollei Compact Traveler No. I: Warum ich mir das gekauft habe?

Ich war schon lange auf der Suche nach einem bezahlbaren und vor allem kompakten Stativ. In Peru hatte ich ein riesen Teil von Manfrotto im Koffer (hab vergessen welches genau es war), ein super Stativ, aber es blieb die ganze Zeit im Koffer, weil es einfach viel zu groß war um es rumzuschleppen.
Vor Peru und auch danach habe ich mich dann mit einem billigen Stativ von Hama (10€ hält seit Jahren, aber ist trotzdem Scheiße) und einem Miniding (von dem ich 1.) vergessen habe wo ich es her habe und 2.) den Hersteller nicht weiß, weil nix drauf steht) über Wasser gehalten. Irgendwann kam noch ein Gorillapod Nachbau von Tschibo dazu.
All das was ich hatte, hatte den riesen Vorteil, dass es kompakt und unglaublich leicht war, aber den gewaltigen Nachteil, dass es fast unbenutzbar war. Gut, man gewöhnt sich zwar an alles, aber irgendwie ist so ein Stativ ja auch ein Stück Lebensqualität und die ging bei meiner alten Combo echt flöten.

Trotzdem habe ich lange nichts besseres gekauft, weil ich einfach nicht das richtige gefunden hatte. Meistens waren die Stative zu groß oder zu schwer oder zu teuer. Ich wollte ein Stativ, welches quer in meinen Fotorucksack passt und siehe da, das Rollei Compact Traveler No. I passt mit seiner zusammengefalteten Länge von 32cm locker rein. Vom Gewicht her liegt es bei knapp unter 1200g inkl. Kugelkopf, auch damit kann ich leben.

Komplett ausgezogen ist es ca. 140cm hoch, das brauche ich fast nie, die geringste Arbeitshöhe liegt Konstruktionsbedingt bei ca. 32cm, wenn es tiefer gehen soll greife ich zum Gorillapod.
Ich finde das Stativ super stabil, unter der Mittelsäule gibt es einen Haken für ein Gewicht, damit erreichst du noch mehr Stabilität, habe ich bis jetzt aber nicht gebraucht.

Das Rollei Compact Traveler No. I zusammengeklappt

Bedenken hatte ich bei den Schnellklemmverschraubungen beim Auszug der Stativbeine. Ich machte mir Sorgen wegen Sand und Schmutz. Aber trotz Einsatz am Strand und meinem gewohnt rüpelhaften Umgang mit der Ausrüstung, kann ich nicht klagen. Es funktioniert noch alles tadellos. Die Bedenken waren unbegründet.

Der mitgelieferte Kugelkopf

In Sachen Kugeklöpfen bin ich fast Neuling, mein Tschibo-Gorillapod hat zwar einen, aber der ist dem Preis entsprechend absolut unbrauchbar. Als einzigen Vergleich kann ich deshalb den Kugelkopf nehmen, der auf dem Manfrotto war, welches ich mir für Peru ausgeliehen hatte. Blöd nur, dass ich nicht mehr weiß welcher das war. Aber eigentlich ist das auch egal, ich finde den Kopf des Rollei Stativs nämlich besser!
Meine Sony a65 hält mit ausgefahrenem 18135 Reisezoom-Objektiv (bei Amazon.de*) bombig und der Kopf bleibt auch nach dem Festschrauben da wo er soll.
Genau das soll ein Kugelkopf meiner Meinung nach leisten und das tut er: Perfekt.

Rollei Compact Traveler No. I: Auf einen Blick

Arbeitshöhe ca. 32 – 140cm
Packmaß 32cm Länge; ca. 8cm Durchmesser
Gewicht 1200g inkl. Kugelkopf
Belastbarkeit 5kg
Anzahl Segmente 5 + Mittelsäule

Lieferumfang:
Stativ, Kugelkopf, Stativtasche (auch als Rucksack zu tragen)

Hier geht es direkt zur Webseite von Rollei mit noch ein paar mehr Informationen.

Über diesen Link kannst du das Reisestativ direkt bei Amazon.de* kaufen.

Als kleines Schmankerl gibt es das Stativ zudem in verschiedenen Farben, meins ist Orange.

Fazit

Ich glaube es kam schon rüber, ich bin voll und ganz begeistert und baue das Stativ teilweise schon in Situationen auf in denen ich es gar nicht brauche, einfach nur weil es so schnell geht und weil es solch einen Spaß macht.

Gerade auf Reisen, wo ich auf das Packmaß achten muss. Für mich eine absolute Kaufempfehlung.

Das Stativ ist übrigens immer in meinem Fotorucksack, und damit immer griffbereit. Wäre es größer würde es sicher viel zu oft zu Hause oder im Hotel im Schrank liegen. Da nützt das Ding nur nix.

Langzeitbelichtung am Strand vom Charco de los Clicos

Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade Fotografieren auf Reisen.
Das Bild zeigt eines meiner Lieblingsbilder, mit Stativ und Graufilter, von Lanzarote. Es ist am Strand vom Charco de los Clicos, in der Nähe des Dorfes El Golfo entstanden.

Na dann… gehe raus und habe Spaß!

Marc

Falls du dich erst jetzt dazu entschlossen hast, die Seite des Statives bei Amazon.de zu besuchen: Hier nochmals der Link*.


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8 Kommentare zu “Rollei Compact Traveler No. I: Das neue Stativ in meinem Fotorucksack

  1. Florian

    Krass, Du hast es noch kurz vor Schluss geschafft mit der Blogparade 😉

    Dass man ein Stativ im Handgepäck mitnehmen kann, ist mir neu. Ich hatte eine Weile ein harmloses Monopod, damit ging das nicht. Musste ich am Airport in Tijuana abgeben, weil es als Waffe verwendet werden kann.

    Es ist halt auch so, dass 1, 2 oder sogar 10 Mal Handgepäck Kontrolle nicht viel aussagt. Ich habe meine kleine Nagelschere schon durch mehr als 50 Handgepäck Kontrollen gebracht. Aber am Airport in Kuala Lumpur war die dann plötzlich eine Waffe und musste weg, keine Diskussion.

  2. Thomas

    Das mit dem Handgepäck muss man wirklich vorsichtig sehen. Ich hatte immer einen Blasebalg im Fotorucksack. Das Teil ist mit mir um die halbe Welt geflogen, bis ein Sicherheitsmensch in Düsseldorf auf einmal eine Handgranate daraus machte. In der daraus resultierenden Diskussion stimmte selbst der dazu gekommene Grenzschutzmann für die Variante „weg nehmen“.

    Der größte Witz: Hinter der Sicherheitskontrolle konnte man so Teile in einem Laden kaufen.

    Naja! Seit dem habe ich immer alles im Koffer was geht. Auch meine Stative. Wenn man aber nur mit Handgepäck reist, dann ist das natürlich ein Problem. Schlimmstenfalls muss man das Teil dann am Flughafen deponieren, was ja kein Problem ist, wenn man nicht auf den letzten Drücker zur Sicherheitskontrolle geht.

    Danke überigens für die Teilnahme an unserer Blogparade.

    LG Thomas

  3. Marc

    Uhhh krass! Ich wurde schon öfter zu so einer extra Sprengstoff-Kontrolle rausgezogen, aber abgeben musste ich noch nie was.
    Mit dem Stativ bin ich erst 2x im Handgepäck geflogen und diese 2x ging es auch gut. Als Waffe kann man doch alles möglich benutzen, die spinnen langsam immer mehr mit diesen scheiß Kontrollen.
    Und dann auch noch einen Blasebalg als Handgranate???? Also sorry, so heftig kann ich gar nicht mit dem Kopf schütteln… man man man.
    Da fällt mir ein, der Blasebalg ist bei mir schon öfter im Handgepäck mitgeflogen.

    Oh man ey…

    Grüße, Marc

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  5. Hartmut von 4aufeinenstreich

    Vielen Dank für diesen Beitrag, Marc. Bin gerade auf der Suche nach einem guten Reisestativ, wobei gerade Platz, Gewicht und einfache Bedienung eine große Rolle spielen. Das Rollei klingt ja echt gut (und die Farbe – Orange ist echt chic!!) – bist du immer noch so sehr zufrieden? Werde mir das mal im Original anschauen.

    /Hartmut

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