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Fototipp 32: So stellst du den Weißabgleich an deiner Kamera ein

Heute zeige ich dir, wie du die Voreinstellungen des Weißabgleichs in deiner Kamera einsetzt und wie du den Weißabgleich manuell steuerst.

Weißabgleich-Voreinstellungen

Je nach Kameramodell kommst du auf verschiedenen Wegen zu den Einstellungen für den Weißabgleich.
Entweder

  • drückst du den Knopf mit der Bezeichnung WB
  • oder du gehst über das Menü.

Mein Sony a65 hat einen Knopf, bei der RX100 geht es über das Menü.

Findest du die Einstellung bei deiner Kamera nicht, verweise ich dich auf meinen 2. Fototipp: »Lese die Anleitung oder etwas Vergleichbares«.

Ich liste dir die gebräuchlichsten Weißabgleich-Einstellungen auf, ohne großartig etwas dazu zu schreiben. Die sind selbsterklärend:

  • AWB – automatischer Weißabgleich
  • Tageslicht
  • Schatten
  • Bewölkt
  • Glühlampe
  • Leuchtstofflampe (ggf. gibt es Einstellungen für verschiedene Leuchtstofflampen)
  • Blitz
Hier geht's zum Weißabgleich

Hier geht’s zum Weißabgleich

So stellst du den Weißabgleich manuell ein

Auch hier gilt: Die Funktionalität ist von Kamera zu Kamera unterschiedlich.

In der Regel gibt es 2 Möglichkeiten für die manuelle Einstellung:

  • Du bestimmst den Wert in Kelvin. Das geht sogar so weit, dass du die Gewichtung der einzelnen Farben bestimmen kannst.

    Wenn du willst, kannst du die Gewichtung der Farben anpassen

    Wenn du willst, kannst du die Gewichtung der Farben anpassen

  • Du greifst der Kamera unter die Arme und zeigst ihr, was tatsächlich weiß ist.

Die genaue Einstellung (1.) halte ich für überflüssig. Ich rate dir, solche Feinheiten in der Nachbearbeitung anzupassen.

Punkt 2 macht aber Sinn.
Der automatische Weißabgleich versagt, wenn die Kamera keine weiße oder graue Fläche im Bild finden kann. Das kommt vor.
Wird den Motiv von mehreren Lichtquellen gleichzeitig beleuchtet, tut sich die Automatik auch schwer.

In diesem Fall suchst du eine weiße Fläche als Referenz in der Umgebung (gibt es fast immer!) und teilst der Kamera mit, dass es sich dabei um Weiß handelt.

Bei Sony heißt die Funktion »Benutzer-Setup«, bei Canon »Manuell: Aufnahme mit zuvor festgelegtem benutzerdefinierten Weißabgleich«.

Und so geht’s!

Zeige der Kamera einen Referenzpunkt

Zeige der Kamera einen Referenzpunkt

  1. Benutzer-Setup bzw. Manuell beim Weißabgleich auswählen.
  2. Ziele mit der Kamera auf eine weiße Fläche, so dass sie in der Mitte des Displays ist. Die Kamera unterstützt dich mit einem markierten Bereich dabei.
  3. Drücke den Knopf zum Speichern.
    In der Regel steht auf dem Display, was du drücken musst. Bei meiner RX100 ist es der Knopf in der Mitte des Drehrads. Bei der Canon G3x ist es der Knopf »Disp.«
  4. Bei Sony wirst du jetzt gefragt, wo du diese Einstellung speichern willst. Bei Canon wird es in dem »Fach« gespeichert, über das du die Funktion aufgerufen hast.

Das war’s! Probiere es am besten direkt aus. Das Ergebnis ist verblüffend!

Übrigens: Du musst keine Foto machen, um das Ergebnis zu sehen. Änderst du etwas an den Einstellungen für den Weißabgleich, dann siehst du das Ergebnis sofort auf dem Display!

Über Fototipp

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Alle bisherigen Beiträge aus der Reihe findest du hier: Alle Fototipps!

Na dann… gehe raus und habe Spaß!

Marc

PS: Bist du beim Weißabgleich unentschlossen? Nächste Woche habe ich einen Tipp für dich!


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2 Kommentare zu “Fototipp 32: So stellst du den Weißabgleich an deiner Kamera ein

  1. Markus

    Wieder mal ein sehr schön zu lesender Beitrag. Und ja, ich gestehe, ich mag diese Sache mit dem Weißabgleich überhaupt nicht und hab auch keine Lust es zu verinnerlichen 😉 Da leb ich frei nach dem Motto: Man muss nicht alles können 😉

    1. Marc

      Stimmt, man muss nicht alles können. Außerdem gibt es ja Lightroom.
      Ich bin aber selbst erstaunt, wie ich mich mehr und mehr um den Weißabgleich kümmere, direkt bei der Aufnahme.

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