Wandertagebuch 09/21: Der Berliner Mauerweg ist geschafft!

| Lesezeit ca. fünf Minuten

Zeit für einen Rückblick auf meine Wanderungen im September.

    Ich bin übrigens Marc, begeisterter Papa, Blogger, YouTuber, Foto- und Reisefuzzi.
    Mehr über mich findest du hier. Und hier findest du meine aktuelle Fotoausrüstung.

    Du hast Fragen, Anregungen...?
    Schreib mir: marc@reisezoom.com

    Habe ich letzten Monat noch von Gewaltmärschen geschrieben, so waren Strecken von über 40 oder sogar 50 km im September fast normal.
    Der Grund für die massive Steigerung meiner Streckenlängen liegt zum einen an einer neuen Schuh-/Sockenkombination. Zum anderen einfach daran, dass ich bei langen Anfahrten das Verhältnis aus Wanderzeit und Anfahrtszeit verbessere. Außerdem bin ich so seltener weg und habe mehr Zeit für die Familie. Zusätzlich kommt dazu, dass ich ungern Bus fahre und deshalb immer zu Bahnhöfen laufen muss.

    Schlussendlich ist es auch egal. Im September waren es weite Wanderungen und das war gut so, hat nämlich Spaß gemacht. Jetzt wo die Tage aber kürzer werden, werden es die Wanderungen auch. Ich will auf meinen Touren schließlich etwas sehen!

    Neue Schuhe, Socken und sonstiges Equipment

    Meine neuen Schuhe und Socken hatte ich auch letzten Monat schon angesprochen. Schuhe sind die Altra LonePeak 5 und Socken sind Lurbel Tierra*. Bei den Socken hatte ich mir noch andere von Lurbel bestellt und auf verschiedenen Touren ausprobiert. Ich hätte es selbst kaum geglaubt, dass man große Unterschiede merkt, aber das tut man und mir persönlich gefällt das Modell Tierra am besten.

    Meine LonePeaks mit Lurbel Socken (in dem Fall sind es aber nicht die Tierra). Beim Megamarsch habe ich jedoch nicht mitgemacht.

    Außerdem bin ich von meinem großen Rucksack, der eh fast leer war, wieder auf meinen alten, kleineren von Berghaus umgestiegen. (Das Modell weiß ich nicht.)
    Der Grund ist, dass er leichter ist (nicht, leicht. Gibt leichtere Modelle, aber den habe ich nun mal) und ich ohne Hüftgurt laufen kann. (Die Haltrungen dafür habe ich in der Zwischenzeit sogar abgeschnitten, die haben gescheuert.)
    Auch um Gewicht zu sparen, bin ich von meiner großen Powerbank auf eine Anker PowerCore Slim 10000 PD* umgestiegen. PD brauche ich zwingend, damit ich die Kameras unterwegs nachladen kann.

    Das gesparte Gewicht habe ich allerdings durch ein faltbares Sitzkissen* wieder ausgeglichen. Jetzt wo die Tage kürzer werden, wird es halt doch ab und zu frisch am Hintern, das muss ja nicht sein.
    Außerdem ist es bei langen Touren manchmal ganz angenehm, die Schuhe und Socken während einer Pause auszuziehen. Wenn ich die Füße dann nicht in den Dreck stellen muss, ist das auch gut und im Rucksack dient das Sitzkissen als zusätzliche Polsterung des Rückens. Da ist es dann egal, wenn mal eine Flache nicht richtig liegt.

    Regeln für die Wahl der Kamera

    Es hat sich gezeigt, dass ich nur dann Fotos mache, wenn ich die Kamera griffbereit habe. Griffbereit heißt bei mir “in der Hand halten.”
    Ob es aber ratsam ist, meine große R6 50km lang in der Hand zu halten, weiß ich nicht. Ich habe es noch nicht ausprobiert und will es irgendwie auch nicht ausprobieren.
    Bis jetzt lautet meine Regel:

    • Ist die Wanderung länger als 30km, dann nehme ich meine Canon G5X Mark II.
    • Ist sie kürzer, nehme ich die R6 oder von mir aus auch gern die M6 II.

    In Stein gemeißelt ist diese Regel natürlich nicht, aber das ist mein Richtwert. Zumindest hier im Flachland.

    Und tatsächlich bin ich auch ganz zufrieden damit. Klar schießt die EOS R6 bessere Fotos als die G5X II … aber da kostet allein das 24-240mm-Objektiv so viel wie die ganze G5X II!
    Und die ist definitiv nicht schlecht! Mich begeistern beide Kameras.

    Weil ich so begeistert bin von der G5X Mark II, habe ich zu ihr auch ein Video im September erstellt. Darin zeige ich dir auch meine Hülle und mein kleines Stativ für die Hosentasche:

    YouTube

    Mit dem Laden des Videos akzeptierst du die Datenschutzerklärung von YouTube.
    Mehr erfahren

    Video laden

    Mehr Videos über die Kamera und auch zum Vorgänger, findest du in meiner Playlist über die Canon G5X (Mark II).
    Videos über meine EOS R6 und das gesamte R-System findest du in meiner Canon EOS R-Playlist.

    Dieses Selfie habe ich bei einer Wanderung durch das Briesetal (bei komoot) mit der Canon EOS R6 aufgenommen.

    Dieses Selfie ist mit der Canon G5X Mark II am Lehnitzsee entstanden, auf der ersten Etappe des Ruppiner-Land -Rundwanderwegs (bei komoot).

    Der Berliner Mauerweg in 3 Etappen

    Der Berliner Mauerweg ist eigentlich ein Radweg entlang der ehemaligen Mauer um West-Berlin. Ich bin ihn zu Fuß gegangen. Die erste Etappe (quer durch die Stadt) war noch im August und jetzt im September ging es einmal von zu Hause in Bergfelde nach Wannsee und ein anderes Mal von Wannsee nach Schönefeld.

    Hier meine 3 GPS Tracks in einer Karte.

    Insgesamt war ich so 172 km unterwegs und durfte drei komplett unterschiedliche Etappen erleben. Am besten gefallen hat mir dabei die West-Etappe von Bergfelde nach Wannsee. Der Abschluss der Wanderung ist eine 20 minütige Fahrt mit der Fähre über den Wannsee.

    Aber auch die anderen Etappen müssen sich nicht verstecken. Etappe 1 verlief quer durch die Stadt, an jeder Menge Sehenswürdigkeiten und Gedenkstätten vorbei. Und bei Etappe drei – der Südetappe – hat mich das alte Gleis der ehemaligen Friedhofsbahn von Wannsee nach Stahnsdorf fast umgehauen.

    Kennt man aus der Netflix-Serie „Dark“. Alte Gleise der sogenannten Friedhofsbahn. Übrigens auch wieder ein Seflie mit der Canon G5X Mark II

    Neues Projekt: Der Ruppiner-Land-Rundwanderweg

    Neulich habe ich entdeckt, dass der Ruppiner-Land-Rundwanderweg durch Birkenwerder verläuft (das ist eine S-Bahnstation neben Bergfelde). Was liegt also näher, als diesen Weg zu erwandern?

    Offiziell ist der 250km lange Wanderweg in 13 Etappen unterteilt, ich habe ihn mir (von Bahnhof zu Bahnhof) in 6 Etappen aufgeteilt. Die 1. bin ich von Birkenwerder bis Zehdenick im September gewandert.
    Mal sehen, wie viel ich davon im Oktober schaffe.

    Falls dich der Weg jetzt schon interessiert, bei Fräulein Draußen findest du ihre Eindrücke des Rundwanderwegs von 2019.

    Verrückt, wie oft ich plötzlich Wegweiser für Wanderwege in der Gegend entdecke. Vor einem Jahr hat mich das noch gar nicht interessiert, auch wenn ich schon immer viel durch die Gegend gelaufen bin.

    Und sonst so?

    Ansonsten bin ich im September einmal vom Augenarzt in Berlin durch den Westteil der Stadt zurück nach Hause gelaufen. Im Januar bin ich auch vom Augenarzt durch den Ostteil gelaufen. Hat mir sehr gut gefallen, weil ich da durch Gegenden gekommen bin, in denen ich vorher noch nie war.

    Außerdem war ich endlich mal wieder im Briesetal (von dort stammt auch das Titelbild dieses Beitrags). Dort ist es einfach unfassbar schön und von mir aus wirklich nicht weit. Sodass ich noch vor Sonnenaufgang zu Hause losgewandert bin und dann in der Morgendämmerung das Briesetal für mich allein hatte.
    Gewandert bin ich bis Zühlsdorf und von dort dann über den Mühlenwanderweg nach Summt und zurück nach Bergfelde. (Die Tour bei Komoot)

    Zum Briesetal gibt es noch keinen eigenen Beitrag von mir, ich kann dich für weitere Infos aber an Ines von Viermal Fernweh verweisen.

    Ein Selfie im Kollwitzplatz bei meiner Augenarzt-Tour durch Berlin (Canon G5X Mark II)

    Selfie im wunderschönen Briesetal (diesmal wieder mit der EOS R6)

    Der September war also ein toller Wandermonat für mich.