Wandertagebuch 08/21: Veränderungen und Gewaltmärsche

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Der August ist vorbei, die Tage werden kürzer, die Temperaturen tiefer, die Lust zu wandern ist aber ungebrochen. Das ist gut so und so kommt es auch, dass ich im August gleich 2 Gewaltmärsche über die magische Marathon-Distanz absolviert habe. Das macht Spaß!

Gewaltmarsch 1: Berliner Mauerweg am Jubiläum Teil 1

Eigentlich ist der Berliner Mauerweg ein Radweg durch und um Berlin, entlang des ehemaligen Mauerstreifens. Das hält mich aber nicht davon ab, den Mauerweg zu erwandern. Den Teil quer durch die Stadt (hier bei komoot), von Schönefeld im Süden nach Bergfelde im Norden (da wohne ich, welch ein Zufall) bin ich am 13. August gegangen. Lustigerweise war das genau das Jubiläum zum 60-jährigen Mauerbau. Geschnallt habe ich das aber erst auf dem Weg, weil an vielen Gedenkstätten Kränze lagen. 🙂

58,8 km waren das. An einem Tag. Für mich ist das ein neuer Rekord. Den Rest des Mauerwegs hab ich mit ähnlich langen Etappen geplant, bin bis jetzt aber noch nicht dazugekommen, diese in Angriff zu nehmen.

Solch eine lange Strecke bringt aber auch Probleme mit sich:

Problem Nr. 1:

Da ich morgens noch den Kurzen in die Kita bringen musste, bin ich recht spät am Start der Tour in Schönefeld angekommen. Ich musste mich also sputen, um nicht allzu spät nach Hause zu kommen. Zeit für ein Video bleibt da natürlich nicht, aber auch die Zeit für Fotos ist begrenzt und so war ich während der Tour die ganze Zeit hin- und hergerissen, ob ich mir nun Zeit nehmen sollte für Fotos oder lieber weitermarschieren sollte. Dabei ist mir irgendwann mein Fototipp „Du musst nicht alles fotografieren“ eingefallen.

Zu all den Überlegungen habe ich auch ein Video gemacht:

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Problem Nr. 2: Die Füße, die Socken und die Schuhe

Bei ziemlich genau 50km, habe ich mir die erste Blase gelaufen. Nicht dramatisch aber nicht schön. Außerdem taten mir die Fußsohlen weh. Auch nicht dramatisch, aber auch nicht schön. Und meine Zehen schmerzten. Auch das nicht dramatisch, aber eben auch nicht schön.

Kurz und gut, nach dieser Tour bin ich auf neue Schuhe und Socken umgestiegen. Ab jetzt bin ich mit Lurbel Socken (da probiere ich gerade verschiedene Modelle durch) und Altra Lone Peak 5 Schuhen unterwegs. Die ersten Erfahrungen sind genial.

Gewaltmarsch 2: Vom zu Hause zum Beetzer See

Die erste große Wanderung mit dem neuen Socken- und Schuhwerk ging zum Beetzer See (die Wanderung bei komoot).
Laut GPS waren es 47,2 km, ich bin an dem Tag aber noch weiter gelaufen. Probleme mit den Füßen hatte ich Null! Ob es Zufall war oder nicht, muss sich noch zeigen. Die ersten Erfahrungen sind auf jeden Fall sehr gut.

Auf dieser Tour ist auch ein kleines Video entstanden:

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Weitere Wanderungen

Sonst habe ich im August nur 2 weitere kleine Wanderungen von zu Hause unternommen. Bei komoot hier und hier. Insgesamt bin ich so „nur“ auf 129 km im August gekommen, was uns zum Thema Veränderungen bringt.

Das Foto ist bei meiner letzten Wanderung im August mit der Canon EOS R6 entstanden.

Veränderungen

Wer mir auf Instagram folgt, hat eine der großen Veränderungen vielleicht schon bemerkt. Bei meiner Wanderung zum Beetzer See habe ich angefangen eine Story über die Tour zu machen. Das kam so gut an, dass ich auf der nächsten Wanderung gleich wieder eine Story erstellt habe. Das wird es jetzt also öfter geben. Außerdem erstelle ich nach jeder Wanderung einen Post bei Instagram mit den wichtigsten Daten und den schönsten Fotos. Davon gibt es bis jetzt 2: Hier und hier.

Eine viel größere Veränderung ist aber mein Wanderverhalten. Seit ich meine 1000 km – Challenge erreicht habe, fällt es mir tatsächlich ein bisschen schwerer mich für kleinere Touren am Wohnort zu motivieren. Vor allem, weil ich die meisten Wege schon kenne. Für längere Touren brauche ich aber Zeit, die ich selten haben … das ist ein kleiner Teufelskreis. Ideen für Wanderungen und Lust habe ich aber ungebrochen unendlich viel.
Trotzdem höre ich jetzt auf die Kilometer genau zu zählen. Eine Wanderung ist eine Wanderung, wenn sie sich wie eine Wanderung anfühlt. So fühlten sich die 2,51 km mit den Kindern durch die Wolfschlucht (bei komoot) z.B. mehr nach Wanderung an, als die 9,47 km zum Frauenpfuhl und nach Hohen Neuendorf (bei komoot). Für meine Challenge zählten aber nur die 9,47 km. Das ist jetzt egal, die Challenge ist eh geschafft.

Eine weitere Veränderung ist dieser Beitrag hier. Ich möchte meine Wanderungen und die Gedanken dazu jetzt jeden Monat in einem eigenen Beitrag zusammenfassen. Dieser Beitrag macht den Anfang, die Zusammenfassungen der letzten Monate findest du hier.

Der Sonnenaufgang bei meiner Wanderung zum Beetzer See