Wandertagebuch 01/22: Im Zeichen des Teleobjektivs

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Das trübe Januarwetter lud zwar nicht unbedingt zu ausgiebigen Wanderungen ein, dafür habe ich die Zeit genutzt, um längere Brennweiten in annehmbarer Größe und Gewicht zu testen.

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Hab ich am Anfang des Monats noch jeden größeren Spaziergang mitgetrackt, so war mir das im Laufe des Monats zunehmend egal. Mir geht es einfach nicht mehr darum auf Biegen und Brechen eine große Zahl an gewanderten Kilometern zu erreichen. Mir geht es um Spaß, Freude und darum, etwas zu erleben.

Deshalb bin ich im Januar auch nur eine große Tour – Richtung Heiligensee und zurück entlang des Tegler Sees – gegangen. Das war schön, aber eben nicht so schön wie während der anderen Jahreszeiten.

Im Zeichen des Teleobjektivs

Teil 1: Kompaktkamera

Dafür habe ich mich diesen Monat intensiv mit längeren Brennweiten beim Wandern beschäftigt. Die 120 mm meiner G5X Mark II sind zwar schön und gut, aber hier und da gibt es eben doch Situationen, wo mehr Brennweite nützlich wäre. Dazu habe ich mir im November schon die Sony RX100 VII gekauft, die kommt immerhin auf 200 mm, aber so richtig viel mehr ist das auch nicht. Außerdem ist die Kamera lichtschwächer und nicht so einfach zu bedienen wie die Canon, sodass sie wohl nicht unbedingt ein treuer Begleiter auf meinen Wanderungen wird.

Sony RX100 VII im Wald

Längere Brennweiten sind super, um das Bild zu komprimieren. Das hier sind bspw. die 200 mm der Sony RX100 VII. Die 120 mm der G5 X II wären zu kurz gewesen.

Hier mein Video zur Sony RX100 VII:

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Teil 2: Die Canon G3 X

Nach der Erkenntnis, dass 200 mm auch nicht genug sind, habe ich mich auf 600 mm – alles natürlich äquivalent zum Kleinbildformat – eingeschossen und mir eine gebrauchte Canon G3X (hier geht es zu meinem 7 Jahre alten Testbericht) gekauft. Und ja, 600 mm sind eine ganz andere Nummer als 200. Das Titelbild wurde z.B. damit aufgenommen.

Aber es müssen gar nicht immer die vollen 600 mm sein:

Villa Borig

Das ist die Villa Borsig mit ca. 160 mm

Kajak Tegler See

Und das ein Kajak auf dem Tegler See bei 354 mm

Vogel G3X

Ich weiß nicht, was das für ein Vogel ist. Aber es sind heftig gecropte 600 mm 🙂

Ja, ich mag die Kamera, auch wenn sie sicherlich nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist. Dafür ist sie für die enorme Brennweite klein und leicht und somit an sich eine perfekte Ergänzung meiner Canon G5X Mark II. An sich …

Es gibt nämlich zwei gravierende Nachteile:

  1. Die G3 X hat keinen integrierten Sucher.
    Ich kann zwar meinen Aufstecksucher der Canon EOS M6 wunderbar nutzen, aber damit ist die Kamera alles andere als klein und den Sucher ständig abmachen und wieder aufstecken ist natürlich auch doof.
  2. Die G3 X lässt sich nicht per USB laden.
    Auch hier gilt: Gerade für längere Touren muss man zur Größe und zum Gewicht der Kamera also auch ein Ladegerät und/oder Ersatzakkus zählen.

Natürlich könnte auch der Autofokus besser sein, Videos in 4K wären nett und Touch and Track, um den Fokuspunkt auf dem Display zu verschieben, während ich durch den Sucher gucke. Aber gut, die Kamera ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit, dafür ist sie günstig und macht trotzdem noch gute Fotos.

Ach und mit der Smartphone-App arbeitet sie leider auch nicht mehr richtig zusammen. Raws können nicht übertragen werden. Das nervt, aber auch damit ließe sich leben.

Hier mein Video zur G3X:

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Ich mag die Canon G3 X wirklich, wollte aber trotzdem wissen, ob es noch eine bessere Lösung gibt.

Teil 3: MFT und die Sony RX100 IV

Und so bin ich bei MFT, konkret einer Lumix G100 bzw. G110 und einem Panasonic 100-300 gelandet. Kurzes Fazit: ist mir zwar sympathisch, aber taugt für meine Zwecke nicht.

Also probierte ich – und das war ein Fehler!!! – die Sony RX10 IV. Nach meinem Test der Version 3 vor ein paar Jahren, wusste ich schon, dass es eine gute Kamera sein muss, schließlich wurde mein Hauptkritikpunkt – der miese Autofokus – enorm verbessert. Und so hat mir die Kamera total den Kopf verdreht:

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Die RX10 IV ist wirklich eine grandiose Kamera, allerdings auch schwer und groß und teuer und obendrein ist sie mir von der Bedienung und vom Griff her auch noch unsympathisch.

Reiher Sony RX10 IV

Auch dieses Bild ist heftig gecropt, aber die Details, die die Sony liefert sind grandios.

Fazit: Das Teleobjektiv auf Wanderungen

Meine Suche nach längeren Brennweiten auf Wanderungen ist also noch nicht vorbei. Das Problem ist der Spagat zwischen Größe, Gewicht, Preis und Sympathie für das System. Ansonsten bleibt die Kamera im Rucksack und ich lebe weiterhin mit den 120 mm der Canon G5 X II bzw. den 200 mm der Sony RX100 VII. Aber das ist ja nicht der Sinn der Sache.

Auch wenn ich im Moment stark zur Sony RX10 IV tendiere, werde ich im Februar weiter testen und nochmals in mich gehen. Mal sehen, was mir noch für Optionen einfallen …

… und hoffentlich fällt Petrus besseres Wetter ein 🙂