Sony RX10 IV – Meine Meinung und warum ich mir nicht sicher bin, ob ich träume

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Achtung, der Artikel ist noch kein Test. Stattdessen erfährst du hier die wichtigsten Neuerungen der Sony RX10 IV im Vergleich zur RX10 III und meine ganz persönliche Meinung zum neuen Superzoom-Schnittchen von Sony.

    Ich bin übrigens Marc, begeisterter Papa, Blogger, YouTuber, Foto- und Reisefuzzi.
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    Scheiß die Wand an! Als die RX10 III vorgestellt wurde, war ich schon ganz aus dem Häuschen, bei meinem Test dann aber doch etwas enttäuscht. Hauptsächlich wegen des schwächelnden Autofokuses und dem fehlenden Touchscreen.

    Aber hey, ein Traum wird wahr! (Oder zwickt mich noch jemand???)

    Die RX10 IV ist da und wie von mir schon vermutet, werkelt in ihr der 1«-Sensor der RX100 V mit 315 Phasenvergleichs-AF-Punkten! Das macht dem AF definitiv Dampf!
    Außerdem wird der Phasenvergleichs-AF durch den Kontrast-AF unterstützt, das schadet ganz bestimmt auch nicht.

    Hinzu kommt ein neues Tracking-Verfahren für die Objektverflogung (High-density Tracking AF Technology).

    Im zweiten Teil meines Traums spendiert Sony der RX10 M4 doch tatsächlich einen Touchscreen. Damit kannst du entweder den Fokuspunkt direkt wählen oder ihn wie mit einem Touchpad verschieben.

    Hallo, zwickt mich jemand???

    Ich träume nämlich immer noch oder ist das wirklich alles wahr? Bei der RX10 M3 beschwerte ich mich über die mangelnde Individualisierung … wie frei sich die Knöpfe bei der M4 belegen lassen, kann ich dir noch nicht sagen, da ich das Ding noch nicht in der Hand hatte, aber ich kann dir sagen, dass es ab jetzt ein My Menu geben wird. Darin kannst du bis zu 30 Menüpunkte konfigurieren.
    Ob man das braucht, ist natürlich eine andere Frage. Das Fn-Menü gibt es schließlich auch noch.

    Ok, es ist kein Traum. Ich habe den Preis gesehen. In den USA soll das Ding $1.699 kosten, für Europa kann man vermutlich das Dollarzeichen durch eine € ersetzen und weiß dann, wie viel die Kamera hier kosten wird. (Wenn das überhaupt reicht!)

    Außerdem gibt es weiterhin kein GPS und ein ND-Filter fehlt leider auch wieder.

    Irgendwas ist halt immer, aber die RX10 IV ist definitv die beste Bridgekamera und kann auf weiten Strecken locker mit Kameras mit größeren Sensoren mithalten. Vor allem, wenn es um maximale Brennweite und krasse Video-Features geht. Rechnest du all das zusammen, wirst du schnell merken, dass die Kamera gar nicht so teuer ist.

    Die technischen Daten den Sony RX10 IV im Vergleich zur RX 10 III

    Gegenüberstellung Sony RX10-Modellreihe
    RX10 Mark I RX10 Mark IIRX10 Mark IIIRX10 Mark IV
    Abmessungen (BxHxT)129 x 88.1 x 102.2 mm 132.5 x 94.0 x 127.4mm
    Gewicht inkl. Akku und Speicherkarte813 g 1095 g
    SensorEXMOR R 1" BSIExmor RS 1"
    Auflösung20.2 Megapixel 20.1 Megapixel
    BildprozessorBIONZ X
    ISO-Empfindlichkeit125-25600100-12800 (Erweitert 64 – 25600)
    Brennweite (KB)24-200mm24-600mm
    Brennweite (nativ)8.8 – 73.3 mm8.8 – 220 mm
    Optischer Zoom 8.3fach25fach
    max. Blendef/2.8f/2.4 – f/4
    Naheinstellgrenze Weitwinkel3cm
    Naheinstellgrenze Tele30 cm (200 mm)72 cm (600 mm)
    Belichtungszeit1/3200 Sek. – 30 Sek.; bei f/2.8 max. 1/1600 Sek1/2000s – 30s1/32000s – 30s
    Serienaufnahme10 Bilder / Sek.14 Bilder / Sek.24 Bilder / Sek.
    Video Bitrate1920 x 1080 Full-HD AVCHD (MPEG-4 AVC/H.264)4k 100MBps (XAVC S)
    Super-Slowmotionneinja
    ND Filterjanein
    Wi-Fi & NFCja
    Bluetoothnein ja
    Zubehörschuhja
    LCD Schwenkbar90° hoch / 45° runter 107° hoch / 42° runter
    Internter Bildstabilisatorja
    abgedichtetes Gehäuseja
    Akkulaufzeit340 Bilder400 Bilder420 Bilder420 Bilder
    Preis**699,00€* 999,00€*1244,99€* 1779,00€

    ** Stand der Preise: 07.09.2018

    Die vollständigen technischen Daten kannst du auf der Webseite von Sony finden:

    1. RX10 Mark 1
    2. RX10 Mark 2
    3. RX10 Mark 3
    4. RX10 Mark 4

     

    Hier findest du meinen Vergleich aller Sony RX10-Modelle.

    Achtung: Ich hatte es oben schon gesagt. Ich konnte die Kamera noch nicht test. Dieser Beitrag nach und nach erweitert und ergänzt. Wegen eines Testmodels liege ich Sony aber schon in den Ohren! 🙂
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    Nun aber zu meiner Meinung:
    Allein schon der Name meines Blogs sollte klar machen, dass ich ein Fan der RX10-Serie bin. Schließlich sind das schon immer tolle Kameras, mit einem tollen Reisezoom-Objektiv.
    Die RX10 M1 und M2 kommen mit einem 24 – 200mm und einer durchgehenden Blendenöffnung von f/2.8 und die M3 und M4 eben mit dem 24 – 600mm mit f/2.4 – f4.

    Klingt so, also wäre für jeden etwas dabei und ja, die RX10 M3 und insbesondere  die M4 ist so nahe an einer eierlegenden Wollmilchsau dran wie sonst keine Kamera auf dem Markt.

    Aber will ich das? Brauche ich das?

    Tut mir leid Sony, aber ich brauche das nicht. Für mich gibt es schlicht und einfach viel zu wenig Situationen, in denen ich mehr als 200mm brauche. Ja liebe Ingenieure von Sony, baut doch mal an die RX10 M4 das gute alte 200mm Objektiv der M1 und M2. Ein ND-Filter, durchgehend f/2.8 und nur 2 Ringe auf dem Objektiv sind mir persönlich, nämlich viel lieber als das 600mm-Monster der M4.

    Ach, wenn ihr eh schon mit dem Schraubenschlüssel an der Kamera rumschraubt, dann baut am besten noch ein vernünftiges Klappdisplay ran. Am besten guckt ihr dazu, wie Panasonic das macht. So frei dreh und schwenkbar und zur Seit ausklappbar. Ja?

    Danke! Das ist cool!

    Warum das Klappdisplay der RX10 M4 nicht reicht? Ist doch klar! Die Kamera hat überragende Video-Features und sogar einen Mikrofon-Eingang. Damit könnte die RX10 M4 die ideale Vlogging-Kamera sein (mit 200mm und ND-Filter)… aber wenn man das Display nicht nach vorne klappen kann ist das ganz schön doof!

    Aber weißt du was? Auch wenn die M4 nicht perfekt ist, ich will sie trotzdem! 🙂
    Wäre ja auch traurig, wenn dem nicht so wäre.

    Ich würde sie zwar nicht als einzige Kamera nutzen, dafür ist sie mir zu groß, zu schwer und hat nicht genug Weitwinkel. Aber ich würde sie als Ergänzung nutzen. Ich würde kein Teleobjektiv mehr mitnehmen, das brauche ich eh viel zu selten. Stattdessen würde ich die RX10 M4 nehmen.
    Ich würde mehr mit Mikrofon filmen, ich würde mehr Zeitlupe machen, ich würde mehr in 4K filmen … hm … genau, ich würde sie hauptsächlich als Videokamera nutzen …

    … und dann schnell merken, dass sie mir zu schwer ist …

    Ich bin wirklich hin- und hergerissen. Klar fasziniert mich die Sony RX10 IV aber es fehlt einfach das letzte Quäntchen, um begeistert durch den Garten zu hüpfen.
    Vor einem halben Jahr wäre ich vielleicht gehüpft, aber seit ich mich intensiver mit Videos beschäftige bleibe ich am Boden. Der fehlende ND-Filter macht aus der eierlegenden Wollmilchsau nur noch eine Wollmlichsau. Filmst du im Freien mit offener Blende, bekommst du schnell recht kurze Belichtungszeiten. Was bei Fotos gut ist, ist bei Videos aber schlecht. Ein ND-Filter hilft!
    Fehlt der, legt die Kamera eben keine Eier.

    Natürlich kannst du einen Filter aufschrauben und natürlich macht so ein Filter den Kohl nicht mehr fett, wenn du eh schon den RX10-Klopper schleppst, aber ich bin faul und die RX100 und die RX10 M1 und M2 haben schließlich auch einen ND-Filter!

    Und ja, ich bin tatsächlich auch von den Frameraten bei den Videos etwas enttäuscht. 4K mit 60fps? Gibt es nicht. Echtes Full-HD mit 240fps!? Gibt es auch nicht.

    Das ist schade, denn das iPhone 8 kann das! Das ist zwar auch nicht gerade billig, aber zeigt mal wieder, dass Smartphones auch großen und teuren Kameras mehr und mehr Konkurrenz machen. Was jetzt nicht heißen soll, dass man keinen Qualitätsunterschied zwischen einem Smartphone-Foto oder Video und dem Material des RX10 IV sieht!

    Was denkst du über die Sony R10 M4?