Ein Tag in Trier mit Kleinkind und Kamera

Es war bitterkalt, als wir aus der Tiefgarage an der Basilika kamen. Nieselregen von oben und Sturmböen kühlten uns aus. Mein erster Eindruck von Trier war dementsprechend durchwachsen.

Glücklicherweise änderte sich das Wetter im Laufe des Tages.
Trier wurde im Jahre 16 vor unserer Zeitrechnung als »Augusta Treverorum« gegründet und gilt damit als älteste Stadt Deutschlands. Die römische Geschichte siehst du der Stadt heute noch an.

Da wir direkt an der Basilika parkten (Mustorstraße 10, 54290 Trier, zentral und Einfahrtshöhe 2m), begannen wir unseren Rundgang auch dort.
Die Konstantinbasilika wurde ursprünglich als römische Palastaula (Aula Platina) im 4. Jahrhundert erbaut. Heute wird sie als evangelische Kirche genutzt.

Spannend finde ich, dass das Gebäude tiefer liegt als der Rest der Stadt. Ein ähnliches Phänomen findest du in Rom, auch dort ist die Stadt rund um die alten Gebäude etwas »angestiegen«.

Leider ist es schwer, den Kindern das Alter des Gebäudes klarzumachen, denn bis auf das hohe Alter handelt es sich um einen langweiligen Bau. Ich holte trotz Regen meine Kamera heraus, schoss ein paar Fotos, um dann unseren Rundgang Richtung Dom fortzusetzen.

Über die Liebfrauenstraße gelangten wir zur Liebfrauenkirche. Diese besichtigten wir von innen und gingen weiter in das Innere des Doms. Die Kirchen sind erstaunlich unterschiedlich. Während die Liebfrauenkirche verziert und schick ist, präsentieren sich Wände und Decken des Doms eher schlicht. An einzelnen Stellen befindet sich noch etwas Putz, das lässt vermuten, dass die Wände früher anders aussahen. Das Gebäude steht schließlich schon 900 Jahre.

Auf dem Vorplatz, dem Domfreihof, versuchte ich mich an einem HDR. Hier rächte es sich, dass ich mein Superweiterwinkel-Objektiv nicht eingepackt hatte .(Ich habe ein Sigma 8-16mm*, hier findest du meine gesamte Fotoausrüstung).

Vom Dom sind es nur wenige Schritte zum Hauptmarkt, dem zentralen Platz der Fußgängerzone.
Da die Kinder zwischenzeitlich in unseren Phil und Teds Navigator unter dem Regenverdeck schlummerten, machte ich mich auf den Weg zum Wahrzeichen der Stadt: der Porta Nigra.

Auch die Porta Nigra hat eine bewegte Geschichte. Erbaut im 2. Jhd als Stadttor, war sie später Teil einer Kirche!

Leider war ein Foto von der Außenseite nicht richtig machbar. Im Inneren der Porta Nigra wurde renoviert und die Firma parkte ihren Transporter direkt vor dem Stadttor. Störte mich aber nicht weiter, der Himmel war eh hässlich wie Hund! 🙂

Ich schoss trotzdem von allen Seiten ein paar Fotos.

Wir kehrten um, gingen zurück zum Hauptmarkt, um in der Fleischstraße der Shoppingwut in der »Trier Galerie« freien Lauf zu lassen. Gekauft haben wir fast nichts, aber es war warm und trocken! 🙂

In wenigen Schritten waren wir am Kornmarkt, wo wir uns eine Stärkung gönnten. Irgendwie half das nichts, die Kälte steckte uns schon wieder in den Knochen und alle waren fertig. Dabei hatte ich noch so viel vor!
Kaiserthermen und Amphitheater wollte ich mir unbedingt noch ansehen.

Die Kinder konnten sich noch etwas ausruhen, während ich nochmals zum Dom lief. Der Himmel klarte in der Zwischenzeit auf. Es war zwar nicht wärmer aber schöner.

Als wir uns später am Dom trafen, beschlossen wir, dass es genug war. Die Kaiserthermen schafften wir nicht mehr. Das ist eben der Preis, den du bezahlst, wenn du mit Kindern unterwegs bist.

In Trier mit der Kamera unterwegs

Ich konnte zwar nicht alles sehen und fotografieren, aber das, was ich gesehen habe, war fotogen. Wichtig: Nimm ein Weitwinkelobjektiv mit!

Die Porta Nigra ist recht schwer zu fotografieren, weil das Verhältnis von Größe und möglichem Abstand einfach nicht gegeben ist. Es ist eine Straße mit Ampeln und Schildern davor. Schade. Aber so ist das eben in einer Stadt.

Trier mit Kindern

Ich machte nichts speziell für die Kinder. Meine zwei sind es gewöhnt, dass wir uns Städte anschauen. Großartig begeistert waren sie allerdings nicht. Klar, die Dimension und Bedeutung historischer Gebäude sind für Kinder auch schwer zu begreifen.

Als Ass hatte ich das Spielzeugmuseum im Ärmel. Aber das klemmten wir uns auch.
Bei Stadtbesichtigungen mit Kleinkindern geht eben nur das Minimalprogramm.

Fazit: Trier und ich

Trier stand schon ewig auf meiner Bucket-List. Jetzt kann ich einen Haken drunter setzen, wenn auch mit gemischten Gefühlen – mir fehlt einfach noch zu viel von der Stadt.
Der Besuch hat sich trotzdem gelohnt und das eine oder andere brauchbare Foto ist auch dabei entstanden.

Warst du schon in Trier? Wie hat es dir gefallen?


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