Vom Landleben und Städtereisen (mit Kind und Kamera)

Ich bin ein Landei und das ist gut so.
Aufgewachsen bin ich in einem kleinen schwäbischen Dorf: Mönsheim. Damals war es die 2. kleinste Gemeinde im Enzkreis. Ich fands toll und mir gefällt es noch immer dort.

Von Mönsheim aus zog ich an den Bodensee. Ich studierte in Konstanz und wohnte in Allensbach – wieder ein Dorf.
Konstanz ist super schön aber eben eine Kleinstadt. Ich war viel in Zürich unterwegs und auch oft in Berlin.

Berlin? Ab nach Berlin!

Irgendwann verspürte ich den Drang, in eine richtige Stadt zu ziehen. Also packte ich meine Sachen und zog kurzentschlossen nach Berlin-Prenzlauer Berg.
Man war das geil! Damals gab es noch das Ostgut und den alten Tresor. Das war fett! Aber es verlor seinen Reiz. Ich kann dir nicht sagen warum, aber das Nachtleben der Stadt interessierte mich nicht mehr. Vielleicht weil es nichts Besonderes mehr war. Ich weiß es nicht.

Trotzdem wohnte ich 10 Jahre in Berlin.

Ich bin aber kein Stadtmensch. Um das herauszukriegen, musste ich es ausprobieren.
In der Zwischenzeit wohnen wir an der Berliner Stadtgrenze im Grünen. Hier ist es nicht laut, wenn wir wollen, sind wir mit der S-Bahn aber in 30min am Alex. Perfekt!

Mir gefällt es hier. Für die Kinder kann ich mir nichts Besseres vorstellen. Großer Garten, Wald, Natur, Badeseen. Alles mit dem Fahrrad oder sogar zu Fuß zu erreichen.

Die Landschaft ist grandios. Ich liebe es, hier zu wohnen. Es vergeht kaum eine Woche, in der ich keine Fototour mache. In der Stadt wäre das nicht so.
Klar haben Städte ihren Reiz, aber wohnen muss ich da nicht.

2min mit dem Fahrrad … und es sieht z.B. so aus.

Der Reiz einer Städtereise

Auch wenn Berlin zum Greifen nah ist. Ich fühle mich nicht als Berliner, auch nicht als Stadtmensch.
Es ist toll, in der Stadt zu sein, aber es ist auch toll wieder raus zu kommen.

In die Stadt zu fahren ist wie eine kleine Reise.
Vielleicht unternehme ich deshalb so gerne Städtereisen?

Eine Städtereise ist die geballte Ladung an Eindrücken! Dort hast du alles komprimiert und keine Zeit es auf dich wirken zu lassen.
BÄMM BÄMM BÄMM! Stadt ist eben Stadt. Dicht, laut, dreckig und viele Menschen.

Städtereisen sind anstrengend – in der Stadt machst du keinen Urlaub zur Erholung, dort gehst du hin, um etwas zu erleben, um Eindrücke zu sammeln.

(Wahrscheinlich heißt es genau deshalb Städtereise und nicht Städteurlaub.)

Selbst jetzt mit Kindern machen wir das. Erst letztes Jahr fuhren wir nach Amsterdam, Paris, Bamberg, Innsbruck …

Mit den Kindern in Paris

Aber wir wohnten nicht mehr in den Städten. Mit Kindern bin ich sogar auf Reisen froh, wenn ich wieder aus der Stadt raus bin.

Städtereisen mit kleinen Kindern ist anstrengen. Will man dabei noch fotografieren – wie ich – ist es richtig anstrengend.
Nennen wir es doch die 1. Bundesliga des Reisens mit Kindern. Es ist toll, da zu sein, aber eben sau anstrengend. Das muss ich nicht ständig haben, da steige ich gerne wieder in die Regionalliga ab 🙂

Und du? Bist du Stadtmensch oder Landei?

PS: Mit diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade  „Stadt oder Land?“ teil.


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10 Kommentare zu “Vom Landleben und Städtereisen (mit Kind und Kamera)

  1. Ilona

    hihi, so siehts am Münchner Stadtrand auch aus 😀 Allerdings seh ich mich – obwohl ich da gerne lebe – durchaus als Stadtmenschen. Ich wäre auch voll zufrieden, wenn ich mitten in Schwabing, nahe am Englischen Garten eine Wohnung gefunden hätte 😉 🙂

    1. Marc Autor des Beitrags

      Nee nee nee. Ich Berlin waren innerhlab von 10min zu Fuß 4 große Parks zu erreichen (Volkspark Friedrichshain + Prenzlauer Berg + Anton Saefko Park + Ernst Thälmann Park) Aber das ist einfach nicht so, wie auf dem Land oder an der Stadtgrenze.

      1. Ilona

        Ich ziehe jeden Park der niederbayerischen Einöde, die ich genießen „durfte“ vor.
        Allerdings fehlte da auch jegliche Anbindung an eine größere Stadt.

        Ich hab auch festgestellt, dass die Landliebhaber für gewöhnlich auch nie alleine „raus“ ziehen, sondern mit Partner oder Familie. Damit sind sie schon mal nciht so einsam, wie ich es war – so als kinderloser Single. Denen würde ich das Landleben nämlich gar nicht empfehlen.

        1. Marc Autor des Beitrags

          Stimmt, als Single sieht man das vielleicht anders. Wobei nach Fuerte in eine Wagenburg ziehen würde, wenn ich Single wäre.
          Da ist die niederbayrische Einöde wahrscheinlich eine Großstadt im Vergleich 🙂

  2. Gela

    Da muss ich Marc recht geben. Wir haben hier mitten in Kreuzberg auch in jede Himmelsrichtung Grün um uns. Das ist aber Grün mit vielen Menschen drin. Land ist was anderes.

  3. Markus

    Ich bin ein Landkind. Seit vielen Jahren. Und ich liebe das Landleben. Ich find es genial in der Bäckerei mit Namen begrüßt zu werden 😉 Aber es gibt auch ganz wenig spannenderes als eine Städtereise. Ich liebe das. Allerdings nur dann, wenn ich weiß ich bin in 1, 2 oder 3 Wochen wieder zuhause 😉

    1. Marc Autor des Beitrags

      Ich wohne hier noch nicht lange genug als dass das mit dem Namen funktioniert. Außerdem sind wir zu nah an Berlin dran… vielleicht funktioniert das nie.
      Aber in Mönsheim (da wo ich ursprünglich herkomme) funktioniert das noch heute, obwohl ich schon ewig nicht mehr dort wohne. Das ist jedes Mal aufs Neue schön.

  4. Sabine

    Hey Marc, da haben wir eine Gemeinsamkeit: ich bin auch ein echtes Landei! Und was soll ich sagen, ich liebe es und meine Kinder auch! Nichts desto trotz liebe ich Städtetrips, aber eben nur zeitlich begrenzt. Liebe Grüße, Sabine

  5. Pingback: Von Landeiern und Stadtkindern: Auswertung der Blogparade | wandernd

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