Test: Insta360 ONE X2 – Kamera für neue Kreativität (+ Vergleich mit ONE R)

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Die Insta360 ONE X2 hat micht überrascht. Eigentlich dachte ich, dass die Kamera nur gut ist, um Videos zu erstellen, bei denen man im Nachhinein den Blickwinkel ändern kann. Das geht! Aber gleichzeitig lassen sich noch weitere kreative Aufnahmen damit erstellen. Fotos und Videos! Inhalt:

Offenlegung:
Die Kamera wurde mir von Insta360 für meinen Test zur Verfügung gestellt. [mehr dazu]
Ich bin übrigens Marc, begeisterter Papa, Blogger, YouTuber, Foto- und Reisefuzzi.
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Die Insta36 ONE X2 bräuchte ich eigentlich gar nicht. Schließlich habe ich mir erst vor ein paar Wochen eine Insta360 ONE R gekauft. Die ONE R ist eine modulare Kamera, die entweder Actioncam oder 360 Grad-Kamera sein kann. Die Insta360 ONE X2 hingegen ist eine reinrassige 360 Grad-Kamera.

Die ONE R ist gut, ohne Frage. Allerdings habe ich sie ausschließlich als 360 Grad-Kamera genutzt und dafür war sie mir dann zu groß, zu unhandlich, zu unförmig. Das macht die Insta360 ONE X2 für mich besser. Viel besser.
Deshalb geht es hier auch um die Insta360 ONE X2 und nicht um die R. Einen Vergleich beider Kameras findest du weiter unten. Trotzdem gilt natürlich: Alles was du mit der X2 machen kannst, kannst du auch mit der ONE R mit dem 360 Grad Modul machen.

Beide Kameras gibt es bei Aamazon.de oder direkt im Shop von Insta360:

Insta360 One X2:

Insta360 ONE R: Twind Edition:

Video: Vorstellung der Insta360 ONE X2 in der Praxis

Insta360 ONE X2: Die andere Kreativität im Praxis-Test + Vorstellung

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Kamera und nützliches Zubehör

Zur Kamera lässt sich eigentlich nicht viel sagen. Es ist ein kleiner, handlicher Knochen mit 2 Knöpfen und 2 Linsen. Der Akku lässt sich wechseln (sehr gut!) und geladen werden kann die Kamera über eine USB-C-Buchse. Sind die Abdeckungen von Akkufach und USB-C-Port richtig verschlossen, ist die Kamera sogar bis zu 10m wasserdicht!

Gesteuert wird die Kamera über einen kleinen runden Touchscreen. Dort siehst du auch, was du aufnimmst und kannst deine Aufnahmen kontrollieren. Erfreulich ist, dass die Kamera sogar einen kleinen Lautsprecher hat, sodass du auch den Ton (zumindest grob) kontrollieren kannst. Den Ton kannst du entweder über interne Mikrofone aufzeichnen. Die Qualität könnte allerdings besser sein. Willst du besseren Ton, kannst du über einen Adapter ein Mikrofon anschließen. Blöd dabei ist nur, dass du das Mikro dann im 360° Bild siehst. Eine bessere Alternative (die ich aber noch nicht ausprobiert habe) sind Bluetooth-Headsets. Diese kannst du mit der Insat360 One X2 koppeln und den Ton davon nehmen.

Der invisible Selfiestick

An der Unterseite der Kamera findest du ein normales Stativgewinde. Daran schraubst du das mit Abstand wichtigste Zubehör der Kamera: Den invisible Selfiestick!

Den Stick gibt es in verschiedenen Längen und da er selbst auch wieder ein Stativgewinde hat, lässt er sich problemlos verlängern. Die „Drohnen“-Aufnahmen auf dem Turm habe ich z.B. mit einem Einbeinstativ aufgenommen, an welches ich den Selfiestick geschraubt hatte.

Das ist nur ein einfaches Beispiel, wie das mit dem Selfiestick aussieht. Ich habe den tatsächlich in der Hand, aber er wird ausradiert! 😀

Weiteres nützliches Zubehör wären:

  • Die Bullettime-Schnur
  • Linsenschutz aus Gummi
  • Ersatzakku

Filmen und Fotografieren mit der Insta360 ONE X2

Mein letzter Test einer 360° Kamera auf dem Blog liegt über 4 Jahre zurück. Damals war ich mit einer Ricoh Theta S unterwegs. Die Kamera war gut und hat mich begeistert. Allerdings war die Auflösung so gering, dass eigentlich nur komplette 360° Fotos sinnvoll nutzbar waren. Das ist in Ordnung und macht eine Weile Spaß, tatsächlich musste ich aber schnell feststellen, dass es wenig Situationen gibt, in denen man ein komplettes 360° Foto braucht, schließlich will man selten alles zeigen. Außerdem kommt das Problem dazu, dass man bei einem 360° eigentlich nicht alles auf einmal sehen kann. Dadurch schaut man sich nur einen Teil des Bildes (oder des Videos … all das hier gesagte gilt nämlich auch für Videos) an. D.h., beim Betrachten schneidest du aus dem kompletten Bild mit eh schon geringer Auflösung noch weiter aus, was die Auflösung und die Qualität des Bildes weiter reduziert.

Dieses Problem hat die Insat360 One X2 natürlich auch, allerdings ist die Auflösung, die aus der Kamera kommt deutlich höher. Das komplette 360° Video hat 5.7k! Du kannst also ordentlich beschneiden und hast trotzdem noch HD oder sogar FHD Qualität. Damit kann man arbeiten.
Und genau deshalb geht es bei mir auch kaum noch um komplette 360° Anwendungen. Für mich sind diese nicht interessant. Viel spannender ist, was man mit einer 360° Aufnahme machen kann. Wie man bei Videos die Kameraführung ändern kann oder wie man bei Fotos ungewohnte, kreative Bilder erstellen kann.

Fotografieren mit der Insta360 ONE X2

Tatsächlich habe ich die Insta360 ONE X2 zunächst nur als Filmkamera gesehen, bis ich die kreativen Möglichkeiten bei Fotos entdeckt habe! Fotografieren kannst du in JPEG oder in DNG. Aber sieh einfach selbst, was sich damit machen lässt:

Der Tiny Planet: Der Klassiker unter den möglichen Bildern einer 360° Kamera.

Auch das ist ein Tiny Palnet: Mitten im Wald!

Das hier ist quasi das Gegenteil des Tiny Planet. Finde ich viel spannender!

Auch das ist eine spannende Perspektive.

Oder das hier … sieht im Turm zwar nicht so verdreht aus, aber es geht um Kreativität und nicht um Dokumentation!

Die Insta360 ONE X2 als Videokamera

Die Stärke der Insat360 One X2 liegt eindeutig bei Videos. Dank der hohen Auflösung und dank des großen Weitwinkels kannst du im Nachhinein den Bildwinkel ändern und so Perspektiven filmen, die mit anderen Kameras kaum möglich sind. Vielleicht mit einer Drohne noch.
Im Video oben hast du schon einiges davon gesehen und auch mit der Inst360 ONE R habe ich schon viel mit dem 360-Grad-Modul experimentiert, schau dir dazu einfach dieses Video an:

Fail-Day! Kreative Ideen mit der Insta360 One R

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Ein weiterer Vorteil der 360 Grad ist, dass viel Material vorhanden ist, um das Bild im Nachhinein zu stabilisieren. Die Technik heißt bei Insta360 FlowState-Stabilisierung und ist bei guten Lichtverhältnissen sehr gut. Bei schlechten Lichtverhältnissen lässt die Qualität zwar nach, ist aber gerade mit der Insat360 ONE X2 immer noch brauchbar.

Aber auch das ist noch nicht alles, was sich mit der Kamera machen lässt. Mit Bulletime bietet dir die Insat360 einen abgefahrenen Modus, bei dem dich die Kamera umkreist. Dazu schraubst du die Kamera an die Bullettime-Schnur und schwingst sie um dich herum. Nur Mut, die Aufnahmen sind gigantisch!

Mit dem Shotlab bietet dir Insta360 in der App viele Tutorials und Vorlagen, um kreative Videos zu erstellen. Davon habe ich auch noch nicht viel ausprobiert, aber das ist wirklich der Hammer! Außerdem bietet dir die Kamera intern noch weitere Modi wie HDR, Timelapse, Starlapse und vieles mehr. Auch da habe ich bis jetzt viel zu wenig probiert. Das wird aber nachgereicht!

Natürlich kannst du direkt in der Kamera auch einstellen, dass du nur einen Bildausschnitt filmen willst und nicht die kompletten 360° Grad. Das funktioniert, aber das ist nicht der Sinn dieser Kamera, deshalb gehe ich darauf nicht weiter ein.

Insta360 Studio und App

Der Nachteil einer 360° Kamera ist, dass du die Bilder und Videos nicht direkt Out of Cam nutzen kannst. Solch ein flaches 360° Bild sieht einfach blöd aus 😀
Deshalb musst du es zuerst in die App (Andriod und iOS) oder ins Insat360 Studio (Mac und Windwos) laden. Bei Videos kannst du damit Objekte automatisch verfolgen lassen, das nennt sich Deep Track und funktioniert sehr gut. Du kannst aber auch Keyframes setzen und so selbst Schwenks und Änderungen des Bildwinkels veranlassen.

Das funktioniert alles einfach und intuitiv, aber man muss es eben machen!

Übrigens kannst du die Kamera auch über die App steuern. Dazu verbindest du dein Smartphone einfach per WLAN mit der Kamera.

Mein Fazit zur Insta360 ONE X2

Zugegeben, nach dem Kauf der ONE R war ich zunächst skeptisch und tatsächlich konnte ich mich wegen der Größe der modularen Kamera nie so richtig damit anfreunden. Die ONE X2 hingegen ist Hosentaschen-freundlicher und deshalb öfter mit dabei. Klar ist es keine Kamera für alle Situationen, das musste ich auch erst lernen. Es ist eine Kamera für besondere Situationen. Das gilt für Fotos und Videos.
Gerade bei Videos unterstützt mich die Kamera ab jetzt aber auch bei eher normalen Aufnahmen, weil ich mich eben im Nachhinein verfolgen lassen kann. Das ist schon super.

Kurz: Mit der Kamera lässt sich nicht alles machen, aber sehr viel und sie wertet Videos und Fotos durch neue, kreative Möglichkeiten auf!

Falls du auch eine möchtest, kannst du sie direkt bei Insta360 oder bzw. auch bei Amazon.de kaufen:

Offenlegung:
Die Kamera wurde mir von Insta360 für meinen Test zur Verfügung gestellt und ich darf sie auch behaten.