Kriegt endlich Kinder und schützt die Umwelt!

Ich wollte schon lange einen Beitrag schreiben, der zum Kinderkriegen ermuntern soll. Heute ist mir aber eine Studie durch die Finger gerutscht, die sagt, dass weniger Kinder logischerweise weniger CO2-Ausstoß bedeuten und das wiederum hilft die Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen.

Hier die Studie und hier eine ultimative Zusammenfassung auf welt.de.

Klar: Weniger Menschen = weniger CO2-Ausstoß = besser fürs Klima.

Diese Gleichung will ich überhaupt nicht infrage stellen. Allerdings könnte man dann auch argumentieren, dass die Einführung der Todesstrafe besser fürs Klima sei oder Selbstmord oder das Einstellen lebenserhaltender Maßnahmen und und und …

Von daher gilt: Die Gleichung ist zwar richtig aber Quatsch!

Menschen, Tiere und Pflanzen entstanden aus einer Laune der Natur, aus Zufall – wir alle sind da, um zu leben und unsere Art zu schützen, und am Leben zu erhalten.

Genau deshalb ist die Sache mit den Kindern Quatsch!

Richtig ist, dass wir die Umwelt schützen müssen, denn sonst werden sich unsere Kinder bei uns »bedanken«. (Dazu gibt es übrigens eine gute Entschuldigung in der Süddeutschen Zeitung.)

Wie man das macht, will ich hier gar nicht erörtern. Eigentlich wissen wir, wie wir weniger Schadstoffe in die Natur pumpen, wie wir weniger Wasser verbrauchen und wie wir weniger klimaschädliche Gase ausstoßen. Wir alle sind nur viel zu kurzsichtig, um umzudenken und das Leben umzukrempeln. Und nein, es reicht nicht aus den Müll zu trennen, weniger Auto zu fahren, auf Fleisch zu verzichten und Sonnenkollektoren aufs Dach zu schrauben.
Das schadet zwar nicht, aber richtig helfen tut es auch nicht … sorry, ist so! Klar bringt es was, wenn wir das alle machen, die wahren Probleme sind aber Profigier und Macht!
Die Umwelt zu zerstören darf sich nicht lohnen! Fracking? Was soll der Bullshit? Dieselgate? Hallo!?
Monokulturen, Schädlingsbekämpfung und und und … all das bringt kurzfristigen Profit und macht das Leben kurzfristig vielleicht sogar besser. Aber langfristig schrotten wir den Planeten damit.

Aber darum soll es ja gar nicht gehen, ich habe mich nur über diese blöde Studie geärgert und wollte dir zeigen, dass die wahren Probleme woanders liegen.

Kriegt endlich Kinder!

Eigentlich will ich heute alle zögernden, »möglichen« Eltern dazu ermutigen den Schritt zu gehen und schwanger zu werden.

Achtung, kleines Update!
An den Kommentaren habe ich gemerkt, dass der Beitrag vielleicht falsch verstanden wird.
Ich will niemandem Kinder aufzwingen. Willst du keine Kinder, ist das völlig in Ordnung.
Mir geht es hier um diejenigen, die eigentlich schon gern Kinder hätten, sich aber nicht ganz sicher sind oder es immer wieder und wieder verschieben, bis der Zug abgefahren ist.

Dabei ist es echt komisch, dass ich sowas schreibe. Vor 7 oder 8 Jahren konnte ich mir das selbst noch nicht vorstellen: Vater sein!?
Welch monströse Aufgabe, was für eine Verantwortung!
Was das alles kostet? Kinder stinken, sind laut, machen Dreck und gehen einem auf die Nerven!
Windeln wechseln, bekotztes Bettzeug waschen, Besuche beim Kinderarzt, Bürokratieterror wegen des Kitaplatzes und den ganzen Tag den Kindern alles hinterher räumen!?

Ja, das stimmt! Kinder sind manchmal anstrengend und nerven, sie bringen dich an deine Grenzen und du wunderst dich, warum du dir vorgenommen hast, sie nicht zu schlagen. Sobald du Kinder hast, schaffst du nie wieder all das, was du dir vorgenommen hast. Fernreisen werden fast unbezahlbar und du wirst dich bei Kita- und Schulaufführungen langweilen …

Mir fallen noch mehr negativen Dinge ein. Alles hat seine Schattenseiten! Als ich durch die Felsenstadt lief, tat mir hinterher das Knie so stark weh, dass ich nur noch hüpfend die Treppen runtergekommen bin.
Bevor ich nach Peru geflogen bin, musst ich vorher stundenlang auf eine Impfung warten und bei der Rückkehr aus Brüssel musste ich so schnell zur S-Bahn rennen, dass ich eine halbe Stunde lang mir die Lunge aus dem Leib hustete.

Glück muss man sich erarbeiten!

Alles ist ein Auf und Ab, das ist bei Kindern nicht anders. Der einzige und bedeutendste Unterschied ist allerdings: Es gibt nichts Schöneres!

Egal wo, kein Sonnenuntergang kann mithalten, wenn dich dein eigenes Kind anlächelt, keine Beziehung zu Hund, Katze, Mensch (oder weiß der Geier was) kommt annähernd an die Gefühle heran, die du für deine eigenen Kinder haben wirst.

Es gibt nichts Schöneres!

Außerdem:
Kinder entschleunigen, du darfst spielen und du kannst die Welt mit den Augen deiner Kinder aber aus der Perspektive eines Erwachsenen entdecken.

Das ist der Hammer!

Du musst dich nur darauf einlassen und dir die Zeit für all das nehmen.

Wir haben das von Anfang an gemacht. So war ich schon während der Schwangerschaft bei jedem Frauenarztbesuch dabei und auch während der Elternzeit haben wir eigentlich alles zusammen unternommen.

Als es darum ging, die Kinder in die Kita zu schicken, war uns sofort klar, dass 7 Stunden am Tag das Maximum sind (in der Zwischenzeit sind es bei uns sogar nur noch 6h). Arbeiten wir halt weniger, verdienen weniger und haben dafür mehr Zeit für uns und die Familie. Bei uns funktioniert das und ich kann das nur jedem empfehlen, der es sich irgendwie leisten kann.
Scheiß auf die Karriere! Da bekommst du nur Burnout!

Mir ist bewusst, dass ich in einer ultimativ privilegierten Position bin. Wir können uns das leisten und haben vor allem die Fähigkeiten solch ein Leben zu führen. Ich will nicht sagen, dass das Einkommen unwichtig ist, aber ich kenne Leute, die deutlich mehr verdienen als wir und bei denen am Monatsende Geld knapp wird.
Neu, neu, neu, neu! Neuer Fernseher, neues Handy, neue Küche, neues Bad … und natürlich nur das Feinste, man gönnt sich ja sonst nix.
Und im Urlaub … wenn sie überhaupt einen machen … wird natürlich richtig Geld ausgegeben! Ist ja Urlaub, die schönste Zeit des Jahres!

Sollte man nicht versuchen immer eine schöne Zeit zu haben?

Ich stelle mir manchmal vor, wie diese Menschen auf dem Sterbebett liegen und denken: »War das geil, die Kinder in der Kita und ich packte den neuen Samsung 60 Zoll 4K TV aus, schloss die Playstation an und spielte 4 Stunden lang GTA«.

Vielleicht ist man damit tatsächlich zufrieden. Ich weiß es nicht. Ich wäre es nicht.

Ich denke lieber an die tollen Momente, die ich zusammen mit der Familie erlebt habe. Ja, das ist kurios, in meinem Leben habe ich so viele tolle, krasse, einprägsame Momente allein erlebt. Aber keiner kann mit den kleinen Dingen mithalten, die man als Familie erlebt.

Noch ein Grund Kinder zu kriegen: Die Erlebnisse werden intensiver!

Und wenn wir schon vom Sterbebett sprechen, wir sind vergänglich. Das ist eine Sache, mit der ich schlecht umgehen kann. Älter werden ist nicht schlimm, aber alt sein und zu sterben ist hart! Da habe ich keinen Bock drauf, aber das wird kommen.

Aber weißt du, was noch viel härter ist? Alt und alleine zu sein! Das muss die Hölle sein! Alle Freunde und Verwandte weggestorben. Eine Welt, die sich so schnell dreht, dass du sie nicht mehr verstehst und keine Sau, die nach dir guckt oder sich um dich kümmert.
Auch wenn es blöd klingt, aber auch das ist ein Grund für Kinder.

Auch die Sache mit »die Welt nicht mehr verstehen« ist ein Grund für Kinder, denn sie werden dich lange im Hier und Jetzt halten. Durch sie wirst du neue Technologien kennenlernen und wissen, was gerade angesagt ist. Kinder halten dich jung!

Von daher: Kriegt endlich Kinder! Schiebt es nicht mehr vor euch her, sonst verpasst ihr das schönste im Leben. Es gibt wirklich nichts Schöneres!

Wie siehst du das? Hast du Kinder?

PS: Ich weiß natürlich, dass es Menschen gibt, die keine Kinder bekommen können und sich damit abfinden. Zum Glück finden sie sich damit ab, anders wäre das Leben in solch einer Situation nicht lebenswert. Diese Menschen tun mir leid.
Ich weiß auch, dass es Menschen gibt, die sich bewusst gegen Kinder entschieden haben und damit glücklich sind. Ich bin der Meinung, dass das ein Fehler ist.
Und ich weiß, dass es Menschen gibt, die Kinder bekommen und nicht glücklich sind. Mir fällt es natürlich schwer, mich in solche Menschen hineinzuversetzen, und die Erörterung dieser Problematik würde diesen Beitrag sprengen.
Ich gehe aber stark davon aus, dass die meisten Menschen glücklich mit der Entscheidung für Kinder sind.
Von daher: wenn du den minimalsten Kinderwunsch hast. Mach es!


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26 Kommentare zu “Kriegt endlich Kinder und schützt die Umwelt!

  1. Planet Hibbel

    Danke, Marc! Wirklich der beste Beitrag den ich seit langer Zeit gelesen habe. Über den Artikel in der Welt habe ich mich nämlich echt geärgert. Klar, sind mehr Menschen auf diesem Planeten immer schlecht, aber den Eltern dieser Welt nun den schwarzen Peter zuzuschieben find ich echt dämlich. Genauso gut könnten wir nämlich auch sagen, alle ab 60 übern Jordan, weil zuviel Alte auf diesem Planeten sind auch schlecht für den CO2 Faktor und Mehrwert für die Gesellschaft bringen sie auch nicht mehr. Wer würde denn da bitte freiwillig die Löffel abgeben wollen? Und yep…..sehe ich ganz genauso….lieber mehr Zeit als Geld und all den teuren Mist den man eh nicht braucht und der auch nicht glücklich macht. Nur in einem Punkt muß ich widersprechen….manche Menschen sollten besser keine Kinder in die Welt setzen. Und wenn man keine haben möchte, kann ich das bis zu einem gewissen Punkt auch verstehen. Das ist dann auch total ok. Ich hoffe nur, daß sich diese Leute dann aber auch Gedanken um ihr einsames Alter und ihre Rente gemacht haben, die dann u.U. von den Kindern anderer Leute gezahlt wird.GlG, Nadine

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hallo Nadine,

      stimmt, es gibt Menschen, die besser keine Kinder bekommen sollten (oder nicht noch mehr). Die habe ich schlicht und einfach vergessen. Wobei das natürlich auch schwer zu sagen ist, wer das ist …
      Der Beitrag geistert schon lange in meinem Kopf herum und zielte eigentlich auf die ganzen digitalen Nomaden ab, die ständig so tun als hätten sie das geilste Leben. Dabei fehlt ihnen meiner Meinung nach ein wichtiger Punkt: Die Kinder!
      Jetzt habe ich den Beitrag einfach so hingerotzt, weil mich diese Studie so geärgert hat. Da ging das total unter.

      Viele Grüße
      Marc

  2. Hauke

    Ich habe den Artikel in der Welt nicht gelesen, und mich deshalb auch nicht darüber geärgert 🙂
    Aber, obwohl ich mit vier Kindern zumindest statistisch ganz weit vorne liegen dürfte: Deine pauschale Aufforderung „Kriegt endlich Kinder!“ kann ich so wirklich, wirklich überhaupt gar nicht teilen. Mal ganz abgesehen davon dass es auch eine ganze Menge Leute gibt die einfach kleine Kinder haben *wollen* (und das ist in einer Welt die eher an Über- als an Unterbevölkerung leidet auch echt ganz gut so!) gibt es ja auch noch die Gruppe derjenigen die besser mal einfach keine Kinder haben *sollten* – und damit meine ich jetzt vor allem diejenigen die von sich selber wissen dass sie die schier unendliche Geduld und das Durchhaltevermögen nicht aufbringen können oder wollen. Bei Eltern aufzuwachsen die eigentlich keine Kinder haben wollen ist auch nicht gerade das gelbe vom Ei, und deine Annahme das einfach *jeder* damit glücklich werden würde Kinder zu haben ist (sorry) einfach Quatsch.
    Keine Ahnung wie Du zu Hund und Katze stehst, aber deine Argumentation da oben liest sich genauso wie die eines überzeugten Tierfreundes der unbedingt alle Mitmenschen bekehren möchte das es nichts besseres als einen Hund im Leben gibt. Die sind da ähnlich überzeugt von.

    Übrigens, keine Kinder zu haben bedeutet jetzt nicht zwangsläufig dass man im Alter alleine sein muss. Und umgekehrt gilt auch: Kinder zu *haben* bedeutet nicht zwangsweise dass die dann im Alter auch für einen da sein werden.

    Das „ja“ zu Kindern passt prima zu Dir. Und zu Nadine. Und zu mir. Aber zu ganz vielen anderen Leuten passt es nicht, und denen jetzt sozusagen die Sinnhaftigkeit des Daseins abzusprechen ist unangemessen.

    /hauke

    1. Marc Autor des Beitrags

      Richtig. Genau deshalb steht im Text auch 2x, dass ich diejenigen meine, die einen Kinderwunsch haben, diesen aber aus irgendwelchen Gründen immer wieder hinausschieben.
      Vielleicht kommt das nicht deutlich genug rüber. Ich will hier niemanden Kinder andrehen, der nicht will.
      Gucke ich mich in meinem engeren Freundeskreis um, fallen mir spontan zwei Pärchen ein, die seit Jahren schieben. Immer weiter! Und bei einem Paar tickt die Uhr jetzt so laut, dass ich schon Ohrenschmerzen bekomme.
      Wenn die nicht bald loslegen, ist der Zug abgefahren und irgendwann werden sie es vermutlich bereuen. Das ist zumindest meine Meinung.

      Und klar, Kinder schützen nicht davor, im Alter nicht allein zu sein, aber die Wahrscheinlichkeit sinkt doch rapide.

      Viele Grüße
      Marc

      1. Hauke

        Hmm, welche zwei Stellen meinst Du? Das kam für mich in der Tat nicht so raus dass Du nur von Menschen sprichst die einen prinzipiellen Kinderwunsch haben. Sätze wie „Ich weiß auch, dass es Menschen gibt, die sich bewusst gegen Kinder entschieden haben und damit glücklich sind. Ich bin der Meinung, dass das ein Fehler ist.“ klingen für mich nach dem genauen Gegenteil, nämlich nach „es ist falsch dass ihr mit eurer Entscheidung *gegen* Kinder glücklich seid.“ Oder auch nach: „Ihr irrt euch, ihr *könnt* ohne Kinder gar nicht wirklich glücklich sein.“

        1. Marc Autor des Beitrags

          1. „Eigentlich will ich heute alle zögernden, »möglichen« Eltern dazu ermutigen den Schritt zu gehen und schwanger zu werden.“
          2. „Von daher: wenn du den minimalsten Kinderwunsch hast. Mach es“

          Ich habe jetzt noch einen Hinweis eingebaut, der das nochmal klarstellt, weil es scheinbar wirklich nicht so rübergekommen ist.

          Als ich den von dir zitierten Satz geschrieben habe, dachte ich eigentlich auch an diejenigen mit minimalstem Kinderwunsch. Von mir aus kann der aber auch für alle gelten.

          Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, dass man gar nie bereut, keine Kinder bekommen zu haben.

          Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass ich dieses Jahr ein paar mal in einem Altenheim war und mich die Einsamkeit dort erschlagen hat!
          Sonntags, der Parkplatz leer, der Garten leer und auf den Stationen, auf denen ich war, war ich der einzige Besuch.

          Klar, die meisten Bewohner dort wurden von den eigenen Kindern hingebracht. Ich denke trotzdem, dass es im hohen Alter besser ist mit Kindern als ohne.

          Ausnahmen gibt es natürlich immer!

          Ich denke auch, dass man von anderen Kindern nicht auf die eigenen schließen kann. Die Fortpflanzung liegt in unserer Natur und deshalb ist das Kinderhaben für die meisten gut. Viele wissen halt gar nicht, was sie verpassen.

          Auch da gibt es Ausnahmen, diese toleriere ich. Menschen ohne Kinder sind für mich ganz bestimmt keine schlechten Menschen.

  3. Inka

    Puh Nadine, ernsthaft? Wollen wir jetzt wirklich anfangen, Milchmädchenrechnungen aufzustellen? Gut, dann schmeiße ich mal in die Runde, dass ich, weil unverheiratet und ohne Kinderfreibeträge, seit ziemlich vielen Jahren sehr viele Steuern zahle, von denen u.a. Kitas und Schulen für die Kinder ANDERER Leute (das scheint ja wichtig für dich zu sein) bezahlt werden. Zusätzlich bekomme ich da keine Rentenjahre extra, oder bekomme Elterngeld gezahlt, von dem ich nach Thailand jette. Ich denke, die grundsätzliche Botschaft ist wohl angekommen. Vielleicht noch deutlicher: im heutiger Zeit noch „Blut ist dicker als Wasser“ anzudeuten (und das gilt auch für diesen unsäglichen Artikel insgesamt) ist m.E. unmodern, Grundlage für ideologische Auseinandersetzungen und geht gegen jede Auffassung von Gemeinschaft, die ich mir persönlich für meine demokratische Gemeinschaft wünschen würde, wo jeder nach seiner Fasson usw. und alle miteinander das bestmögliche für jede*n erreichen möchten.
    Ernsthaft, ich bin schwer schockiert über diese Aussagen im Artikel und Nadines Rentenkommentar, die aus dem vorletzten Jahrhundert zu stammen scheinen.
    Gruß
    Inka

    1. Marc Autor des Beitrags

      Dass das Steuersystem ausgerechnet zu dir so unfair ist, ist Kacke. Kann ich verstehen, dass dich das nervt. Würde es nach mir gehen, hätten wir eh ein anderes Steuersystem. Ich würde nicht die Einkommen sondern den Konsum besteuern … aber darum geht es hier nicht.
      Ich halte auch nichts vom Generationenvertrag für die Rente und bin nicht der Meinung, dass das noch lange gut geht. (Geht ja eigentlich schon nicht mehr gut.)
      „Blut ist dicker als Wasser“ wollte ich im Artikel nirgends andeuten und das entspricht auch nicht meiner Meinung, ich bin ein Freund der Solidargemeinschaft wo tatsächlich jeder nach seine Fasson tun und lassen kann, was er will, man sich aber gegenseitig unterstützt und denen Hilft, die es brauchen. Und wo ich auch sagen kann, dass diejenigen, die gern Kinder hätten, dies aber aus irgendeinem Grund immer wieder hinausschieben endlich die Kinder kriegen sollen. Sonst werden sie es irgendwann bereuen. Das ist meine Meinung.

      Ich will niemandem Kinder aufzwingen, aber diejenigen ermuntern, die sich nicht sicher sind oder zögern.

      Musst also nicht schockiert sein! 🙂

      Viele Grüße
      Marc

      1. inka

        Hm, ich kapiere leider nicht, wovon Du redest: Das Steuersystem ist überhaupt nicht kacke, ich fühle mich null benachteiligt. Das war lediglich eine Antwort darauf, dass Nadine meint, ich würde meine Rente durch anderer Leute Kinder – nunja, es hörte sich ein bisschen nach schmarotzen an. Und da, ja, da platzt mir bisschen Kragen und ich habe aufgezeigt, wo sie von ihren Kindern profitiert und dass ich für nicht nur für meine eigene Rente derzeit sorge sondern dafür auch noch für die Gesellschaft gerade bezahle, und so soll es ja auch sein.
        Wenn Du schreibst „Ich weiß auch, dass es Menschen gibt, die sich bewusst gegen Kinder entschieden haben und damit glücklich sind. Ich bin der Meinung, dass das ein Fehler ist.“ dann willst Du eigentlich schon Deine Sicht der Ding anderen aufdrücken, und zwar nicht nur den zögerlichen „vielleicht ja doch“-Sagern, oder wie soll das denn sonst gemeint sein?
        Sorry, ich kann dieses Gelaber, (m)ein Leben sei in dieser kinderlosen Art ein Fehler, echt nicht mehr hören und finde es erstaunlich, wie sich Leute anmaßen, über so eine Lebensentscheidung zu urteilen, die sie nicht einmal etwas angeht.
        Und der Artikel, auf den Du Dich beziehst – Du hast nicht wirklich geglaubt, der sei ernst gemeint, oder?
        VG
        Inka

        1. Marc Autor des Beitrags

          Inka, ich bin auch der Meinung, dass es falsch ist tagein, tagaus Cola zu trinken. Toleriere es aber, wenn jemand das macht. Ich bin auch der Meinung, dass ein Fehler ist, sich von Kopf bis Fuß tätowieren zu lassen, aber auch das toleriere ich.

          Wir sind hier eben unterschiedlicher Meinung. Das ist aber nicht schlimm. 🙂

          Und doch, ich glaube, dass dieser Artikel auf Welt.de ernst gemeint ist und die zugrunde liegende Studie auch.

          1. inka

            Marc, entschuldige, ein letztes Mal, aber hörst Du Dir denn eigentlich zu? „Keine Sorge, ich halte Dich nicht für einen schlechten Menschen“ (wow, danke!) und „ich toleriere das, halte das aber für falsch“? Findest Du das ernsthaft tolerant? Erzählst Du auch Dicken, dass sie abnehmen müssen, Homosexuellen, dass sie nix dafür können, wie sie sind und Dunkelhäutigen, dass es Dir leid tut, dass sie so sind? Marc, wirklich, ich glaube, wir definieren Toleranz komplett unterschiedlich.
            Und ich vermute, der Artikel in der Welt ist ungefähr genauso ernst gemeint wie Dein Spruch, dass die Pille eine Scheiß-Erfindung ist. Go figure.

          2. Stiller Beobachter

            Ich finde die Kritik am Artikel nicht gerechtfertigt. Erstens stellt Marc hier andere Lebensgestaltungen nicht als falsch, blöd oder sonst etwas dar, sondern will nur dazu ermuntern Kinder in die Welt zu setzen. Auch eine angedichtete Intoleranz kann man nicht erkennen. Da werden Dinge hinein interpretiert, die er so nicht ausdrücken würde und unpassende Vergleiche gezogen. Natürlich will er seine Sicht auf die Familie auch verkaufen, aber aufgezwungen wird hier eigentlich gar nichts. Es ist nun mal so, dass wenn ausnahmslos jeder auf Kinder verzichten würde (auch, um eine Erfüllung in anderen Bereichen des Lebens zu erleben), dann stellt sich die Frage nach den Lebensumständen in 30, 40 oder sonstwas Jahren überhaupt nicht mehr, denn obwohl vll einzelne Menschen immer noch ein gutes finanzielles Auskommen haben werden, gesellschaftlich der Kollaps ansteht. Nachrückende Generationen sind nicht nur als Zahlvolk anzusehen, sondern sorgen auch dafür, dass das gesellschaftliche Leben langfristig seinen Gang gehen kann. Jeder hat das Recht sich gegen Kinder zu entscheiden, muss aber auch in der Lage sein, so zu seiner Entscheidung zu stehen (die er aus welchen Gründen auch immer getroffen hat), dass andere Meinungen (und die sind hier sowas von deutlich gekennzeichnet) überhaupt nicht als Angriff gewertet werden können. /Ledig, m, 29 Jahre

          3. Marc Autor des Beitrags

            Ich sage einfach mal danke!

            Und Inka, du musst mir jetzt keine Sachen in den Mund legen, in einer Sache hast du aber Recht: Unsere Definitionen von Toleranz gehen wohl auseinander. Ist halt so. Macht aber nix.

            Viele Grüße
            Marc

    1. Marc Autor des Beitrags

      Ganz genau! In dieser Hinsicht ist die Pille eine scheiß Erfindung 😀
      Ich hatte es schon in einem anderen Kommentar geschrieben, ich kenne eben Pärchen, bei denen es fast zu spät ist, obwohl sie eigentlich wollen … und wenn die zu lange warten und es nichts mehr wird mit den Kindern, dann werden sie es bestimmt irgendwann bereuen. Das ist doch doof!

      Viele Grüße
      Marc

  4. Sabine

    “Ich weiß auch, dass es Menschen gibt, die sich bewusst gegen Kinder entschieden haben und damit glücklich sind. Ich bin der Meinung, dass das ein Fehler ist.” Marc, wie kann es ein Fehler sein, glücklich zu sein? Ich habe mich schon Anfang 20 bewusst gegen Kinder entschieden und weiß bei (fast) allen Begegnungen mit Kindern: Das war gut so! Ich und Kinder – das passt einfach nicht zusammen. Dazu stehe ich – und damit bin ich glücklich (auch noch mit Ende 40, no regrets!).

    1. Marc Autor des Beitrags

      Keine Sorge Sabine, du bist für mich deshalb kein schlechter Mensch 😀
      Das ist vollkommen in Ordnung. Mir fällt es aber brutal schwer, mir vorzustellen, dass man mit dieser Entscheidung wirklich sein komplettes Leben lang glücklich ist und es wirklich gar nie bereut.
      Freut mich, wenn es bei dir so ist und ich drücke dir die Daumen, dass es auch so bleibt.

      Viele Grüße
      Marc

      1. Sabine

        Das kommt wahrscheinlich davon, wenn man sich in seiner Blase bewegt. Ich nehme an, Du hast mit vielen Eltern zu tun, für die Kinder ebenfalls das Größte sind. Ich hingegen kenne viele Kinderlose, und von denen haben die meisten bewusst die Entscheidung getroffen und sind damit in der Tat glücklich.

        1. Marc Autor des Beitrags

          Ich glaube nicht, dass es von dieser Blase kommt in der ich sicherlich lebe.
          Ich denke eher an Altenheime, was ich selbst dort erlebe und was mir andere erzählen und an meinen Freundeskreis.
          Aber es ist immer schwer als „Kinder-Fan“ jemandem ohne Kinder zu erklären wie toll das ist. Man kann es eben nicht mal kurz ausprobieren und deshalb ist es auch vollkommen in Ordnung, wenn du und andere sich gegen Kinder entscheiden. Andere Menschen machen ständig Dinge, die ich nicht verstehe oder so nicht machen würde … das ist (in den meisten Fällen) auch in Ordnung 🙂

  5. Christian

    Super Artikel, Marc! Du sprichst mir damit echt aus der Seele. Genau die Gedanken habe ich mir vor etwas mehr als 9 Monaten auch gemacht … und was soll ich sagen, gestern Morgen um 0.55 Uhr ist es passiert 🙂

    Liebe Grüße
    Christian

    1. Marc Autor des Beitrags

      Juhu! Sehr cool und herzlichen Glückwunsch!
      Ich wünsche euch super viel Spaß mit dem neuen Erdenbewohner!

      Viele Grüße
      Marc

  6. tribaleye

    Hey! Ich sag einfach mal kurz und knapp “Danke!” Ein sehr inspirierender Artikel, der hilft, Bedenken wegzufegen.

  7. Florian

    Kinderlos bleiben mit Mord gleichzusetzen ist sehr weit hergeholt. Selbst Utilitaristen mit den merkwürdigsten Nutzenfunktionen würden kaum anfangen Menschen zu ermorden, nur um CO² zu sparen.

    Was die Zahlen bei CO²-Einsparungen klarmachen sollten ist, daß die Welt aus allen Nähten platzt und gerade wir in Industrieländern überproportional konsumieren.

    Am besten ist es für uns deshalb keine Kinder zu bekommen. Aber selbst ein Kind weniger zu bekommen oder 5 Jahre länger auf den Nachwuchs zu warten ist schon enorm klimafreundlich.

    Ich verstehe ja, daß Kinder ein emotional geladenes Thema sind. Aber das heißt doch nicht, daß es keine rationalen Gründe gibt auf Kinder besser zu verzichten, oder?

    Für uns ist das ökologische Argument ein weiterer guter Grund kinderlos zu bleiben. Aber keine Sorge, wir werden deshalb nicht zu Mördern……..

    P.S.
    Ich empfehle zum Unterschied zwischen virtuellen und lebendigen Menschen eine Vorlesung von Shelly Kagan. Frag dich danach nochmal ob Mord das gleiche ist, wie auf Kinder zu verzichten.
    https://www.youtube.com/watch?v=t7knGxL5DaU&index=17&list=PLEA18FAF1AD9047B0#

    1. Marc Autor des Beitrags

      Ich habe hier leider zu langsames Netz, um das Video zu gucken. Und natürlich gibt es einen Unterschied zwischen virtuellen und lebendigen Menschen. Aber hier ging es um den CO2-Ausstoß und weniger Menschen bedeutet nun mal automatisch weniger CO2. Von daher wäre Mord schon eine klimafreundliche Handlung, aber das ist selbstverständlich noch viel größerer Quatsch als auf Kinder zu verzichten.

      Klar gibt es rationale Gründe gegen Kinder, da kann ich dir sehr viele nennen. Aber sollten gerade bei solch zwischenmenschlichen Themen wie Kinder oder auch Liebe nicht eher die Gefühle zählen?

      Wo landen wir denn, wenn wir nur noch rational handeln?
      Dann sind wir Maschinen!

      1. Florian

        Naja, dazu müsste man erstmal rational handeln können. Und dafür sind wir als Spezies ja wirklich nicht bekannt und ich nehm mich auch gar net aus….

        Klar wäre Mord eine klimafreundliche Handlung. Nervige Leute einfach umzubringen könnte sicher auch andere Probleme lösen. 😉

        Aber es gibt ja für die allermeisten Menschen ein moralisches Dilemma beim Morden, ganz zu schweigen davon, daß es illegal ist. Das gilt für kinderlos bleiben beides nicht.

        Mir geht’s halt um deine unzulässige Verallgemeinerung vom Anfang. Wenn Mord schlecht ist, sind dann wirklich automatisch alle anderen bevölkerungssenkenden Maßnahmen schlecht? Ist die chinesische Ein-Kind-Politik wie Euthanasie?

        1. Marc Autor des Beitrags

          Da hast du natürlich recht. Wenn es schon eine bevölkerungssenkende Maßnahme sein muss, dann ist der Verzicht auf Kinder moralisch tatsächlich die beste Lösung.

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