So erstellst du ein Fotobuch: Bilder, die du in die Hand nehmen kannst

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Wetten, dass die meisten deiner Fotos auf der Festplatte vergammeln?
Bei mir ist das so. Ein paar landen im Blog und wenige lasse ich drucken, um sie an die Wand zu hängen. Der Rest gammelt.
Die Lösung: Erstelle ein Fotobuch!

Ich sitze im Garten und bewache beobachte die Kinder beim Spielen. Nach ein paar Minuten kommt mein Schwiegervater mit einem Stapel Bücher: »Guck mal, habe ich von unseren letzten Reisen gemacht!«
Er drückt mir den Stapel in die Hand. Es sind Fotobücher: Kenia, Mexiko, USA, Thailand usw.
Jetzt muss er auf die Kleinen aufpassen, ich gucke mir fasziniert die Bücher an.

Schicksal oder Zufall? Ich weiß es nicht. Kurz nach der Fotobuch-Attacke meines Schwiegervaters habe ich die Chance bekommen den Service von Smartphoto.de zu testen.

Im Folgenden zeige ich dir, wie ich das Fotobuch erstellt habe, und gebe Tipps für dein eigenes Fotobuch.

Schritt für Schritt zum Fotobuch

Das Thema

Überlege dir das Thema, bevor du anfängst. Eine Reise, eine Fototour, ein Jahrbuch?
Ich habe mich für unsere Elternzeit entschieden.

Die Bilder

Die passenden Bilder für dein Fotobuch auszuwählen ist die schwerste Aufgabe. Während der Elternzeit habe ich über 18.000 Fotos geschossen. Im Buch wollte ich nicht mehr als 200 zeigen.
Für die Auswahl saß ich mehrere Nächte am Rechner und habe sortiert und aussortiert und nochmals aussortiert.

Mein Tipp:

  1. Wähle zuerst grob aus, was in Frage kommt.
    Ich habe das Bild dazu mit »Fotobuch« getagged.
    Mein Ergebnis waren ca. 600 Bilder
  2. Gehe über deine 1. Auswahl und schmeiße Dopplungen raus. Ich hatte bspw. 6 verschiedene Maskottchen Bilder aus Disneyland. Das interessiert kein Mensch.
    So reduzierte ich mein Ergebnis auf ca. 400 Bilder.
  3. Gehe über deine 2. Auswahl und wähle Bilder nach ihrer Aussagekraft. Frage dich bei jedem Bild, ob es eine Geschichte erzählt.
    Klar kann zwischendurch auch ein Bild ohne Geschichte kommen, aber nicht zu viele.
    Ich hatte mehrere Bilder meiner Frau, mit der kleinen Maus auf dem Arm.
    Das sind tolle Bilder, ohne Frage. Aber 10 Stück müssen davon nicht ins Buch.
    Mein Ergebnis nach Runde 3: 300 Bilder
  4. Jetzt wirds hart!
    Gehe das Ergebnis aus Schritt 3 nochmals durch und überlege dir, ob das Bild wirklich, unbedingt, auf jeden Fall ins Buch muss.
    Das machst du so lange, bis du die Bilder so weit reduziert hast, das sie ins Fotobuch passen.

Wenn du es nicht schaffst, deine Bilder so weit zu reduzieren, ist dein Thema zu breit gewählt.
Mit unserer Elternzeit und den vielen Reisen, ist das eigentlich so. Besser wäre ein »grobes« Buch über die Elternzeit zu erstellen und eines für jede Reise.

Hinterher ist man immer klüger!

Nächtelang habe ich Fotos für das Buch gesucht

Nächtelang habe ich Fotos für das Buch gesucht

Noch ein Tipp:
Markiere spezielle Bilder, die du im Buch herausstellen willst! Bspw. Bilder für das Cover oder für die letzte Seite.

Das Buch: Format und Papier

Glückwunsch, die größte Hürde ist geschafft. Jetzt wird das Buch erstellt!

Zuerst musst du dich für ein Format und eine Größe entscheiden.
Hier will ich dir gar nicht reinreden, das ist allein deine Entscheidung.

Nach dem Format kommen Papier und Bindung. Fotopapier ja/nein? Hardcover ja/nein? Panoramabindung ja/nein?

Meine Entscheidung:

  • Fotobuch Large Hochformat – Hardcover klassisch
  • Qualitätspapier 200gr
  • Klassische Heiss-Klebebindung

Im Nachhinein kann ich sagen: Fotopapier lohnt sich! – hinterher ist man eben immer klüger 🙂
Das »normale« Papier ist nicht schlecht, aber die Bücher meines Schwiegervaters sind auf Fotopapier gedruckt und die Druckqualität ist einfach einen Zacken besser!

Das Layout

Bevor du deine Fotos im Buch anordnen kannst, kannst du dich für eine Vorlage entscheiden. Du kannst auch alles selbst anordnen, aber ein Blick auf die Vorlagen lohnt, und kann dir viel Arbeit ersparen.

Ich entschied mich für die Vorlage »Boy’s Party«.

Das Fotobuch gestalten

Die Gestaltung des Buchs nimmt nochmal viel Zeit in Anspruch.

Du kannst zwar alle Fotos automatisch im Buch anordnen lassen (habe ich gemacht), trotzdem musst du jede Seite durchgehen und anpassen.
Außerdem warten Textfelder auf deinen Text.

Hast du Zeit und Lust, kannst du jedes Foto einzeln ins Buch ziehen. Finde ich aber überflüssig. Bei der automatischen Anordnung kannst du hinterher auch alles ändern. So sparst du dir das erste »Reinziehen« der Bilder ins Fotobuch.

Achtung: Prüfe vor dem Anordnen, ob alle Bilder im Buch sind. Ich hatte zuerst zu viele Bilder (trotz 100 Seiten) und musste weiter aussortieren. Alternativ kannst du auch mehr Bilder je Seite anzeigen.

Lege besonderes Augenmerk auf das Cover und die letzte Seite. Vielleicht hast du dafür schon Fotos markiert.

Hast du keine Panoramabindung gewählt, dafst du Fotos nicht zu weit in die Mitte des Buches schieben. Beim Durchblättern siehst du das Bild sonst nicht vollständig.

Die Korrektur

Zeige dein Buch vor der Bestellung jemand anderem. Selbst findest du nicht alle Fehler.
Wichtig ist:

  • Texte auf Rechtschreib- und Gramatikfehler prüfen
  • Texte inhaltlich prüfen (passt der Text zu den Bildern?)
  • Bilder auf Schärfe und richtigen Ausschnitt prüfen
  • Checken, dass alle Rote Augen eliminiert sind.

Bestellen und warten

Zufrieden mit deinem Werk? Wunderbar! Ab in den Warenkorb und bestellen!

Ab jetzt heißt es warten auf die Lieferung.

Während du wartest kannst du andere Beiträge in meinem Blog lesen, einen Kuchen backen, raus gehen und neue Fotos schießen, den Rasen mähen, das Bad putzen, dich mit Freunden treffen ODER du erstellst ein weiteres Fotobuch oder machst etwas anderes mit deinen Fotos. Im Smartphoto Blog findest du weitere Ideen.

Freuen

Bei mir hat es nur 4 Tage gedauert, dann war mein Fotobuch da.
Hier ist es:

Fazit

Ein Fotobuch zu erstellen ist verdammt zeitaufwändig. Aber es lohnt sich. So werden die schönen Fotos öfter angeschaut.
Ja, es ist trotzdem nur ein kleiner Teil der geschossenen Bilder, aber immerhin etwas!
Ich bin froh, dass ich das Buch erstellt habe, und werde es in Zukunft wieder machen. (Ich nehme es mir auf jeden Fall vor!)

Und du?

Hast du schon ein Fotobuch erstellt? Was sind deine Erfahrungen? Für welche Anlässe hast du das gemacht?
Noch kein Fotobuch erstellt? Warum?

Na dann… gehe raus und habe Spaß!

Marc

Offenlegung: smartphoto unterstützte mich bei diesem Artikel. Meine Meinung bleibt davon unberührt.