Reisezoom GPS Studio — kostenlose Open-Source-App (Mac + Windows) für GPX-Workflows.
Kartenanimation aus dem Track, Karten-PNG, GPS in Fotos schreiben. Anreise-Route animieren, GPS-Tracks reparieren. Alles lokal, ohne Cloud, ohne Konto.

👉 Komplett kostenlos, Quellcode auf GitHub (GPLv3).

Reisezoom GPS Studio — Download Beta · Open Source · kostenlos

🍎 macOS (Apple Silicon) 🪟 Windows (x64) 🐙 Code auf GitHub

🐧 Linux-Nutzer: kein fertiges Paket mehr — die App lässt sich aber in wenigen Schritten aus dem Quellcode bauen, Anleitung im README.

Falls dein Betriebssystem beim Start meckert: siehe Installations-Hinweise weiter unten.

Aktuell ändert sich viel — siehe Changelog.

Warum überhaupt eine eigene App?

Wer regelmäßig draußen unterwegs ist und seine Touren mit Garmin, Komoot oder Strava aufzeichnet — und sie hinterher irgendwie weiterverwenden will, im Blog, auf Instagram, im Foto-Archiv, im eigenen Tour-Tagebuch oder im YouTube-Video — kennt das hier garantiert:

  1. „Wie kriege ich den Track als hübsche Animation, die ich überall einbauen kann?“
    Komoots Movie-Export rendert in 720p, packt ein dickes Wasserzeichen rein und lässt dich 10 Minuten in der Cloud warten. Relive macht’s ähnlich. Mapbox Studio kann das lokal und sauber — aber von Hand ist das ein Tagesprojekt.
  2. „Wie kriege ich ein gutes Karten-Bild mit der Route drauf?“
    Screenshot von Komoot, in Photoshop ziehen, Track-Linie nachmalen, Strecke und Höhenmeter aus dem Track-File raussuchen und händisch eintippen. Pro Bild 15 Minuten Geklicke.
  3. „Wie tagge ich 200 Fotos vom Wochenende mit GPS-Koordinaten aus dem GPX?“
    Photo Mechanic kann das, kostet aber 150 $ und kommt mit RAW-Files nur eingeschränkt klar. exiftool kann’s im Terminal vollständig, will aber bei jedem neuen Foto-Set wieder 20 Minuten Doku-Studium von dir und GeoTag … funktioniert mal so mal so …

Irgendwann hatte ich keine Lust mehr und hab mir gedacht: das muss doch alles in einer App gehen — lokal, ohne Cloud, ohne ständiges Hin-und-Her zwischen Tools. Also hab ich’s selber gebaut.

Rausgekommen ist Reisezoom GPS Studio, eine App mit aktuell drei Modulen, die genau diese drei Probleme erschlagen.

Oderlandweg, 59 km — mit dem Animator gerendert, läuft als Endlos-Loop direkt im Browser.
Die sechs Module — was die App kann

🎬 Animator — GPX als animiertes Video

Du lädst dein Track-File rein, drückst Render, und bekommst ein MP4 in dem die Track-Linie animiert über eine 3D-Karte gezeichnet wird — als Intro für ein Video, als Loop auf einer Webseite, oder einfach als hübsche Erinnerung an die Tour. Was sich davon einstellen lässt:

  • 6 Karten-Stile — von Satellite mit 3D-Terrain bis hin zu schlichten Outdoor-Layouts
  • 3D-Terrain mit regelbarer Überhöhung — bei Alpentouren sieht das richtig spektakulär aus
  • Kamera — Pitch, Rotation, Center auf Track-Mitte
  • Camera-Keyframes — Kameraposition an einzelnen Stellen im Track setzen (Pitch, Bearing, Zoom, Center), die App fährt zwischen den Punkten weich durch. Die Timeline lässt sich zoomen und scrollen — bei langen Touren mit vielen Keyframes deutlich übersichtlicher. Mit Probe-Lauf vorm Render: in ein paar Sekunden siehst du wie der Flug rauskommt — ohne fünf Minuten auf einen vollen Render zu warten.
  • Auflösungen — 4K, 1080p oder wie du halt willst, auch im Hochformat für Shorts und Reels
  • H.264 oder H.265 — letzteres spart rund 30 % Dateigröße
  • Welt-Drehung — die Kamera dreht zwischen Keyframes einmal um die Erde, sieht aus wie ein Globus der dann auf den Track herunterzoomt. Schicker Intro-Effekt für „von oben rein in die Tour“-Animationen.
  • Weiche Übergänge (Easing) — zwischen den Keyframes kann die Kamera sanft beschleunigen und abbremsen statt ruckartig springen. Macht die Fahrt deutlich filmischer.
  • Foto-Pins und Wegpunkt-Schilder — Fotos der Tour landen automatisch am passenden Punkt auf dem Track und tauchen während der Animation an der richtigen Stelle auf. Dazu eigene Text-Schilder an markanten Stellen („Hütte“, „Gipfel“, was du willst). Beides voll anpassbar — Farbe, Schrift, Ein-/Ausblend-Timing — und direkt aus dem Geotagger übernehmbar.
  • Schneller Render — rund 10× schneller als noch im Frühjahr. Was vorher fünf Minuten gedauert hat, ist jetzt in unter einer Minute fertig — bei gleicher Bildqualität.
  • Kamera-Trägheit — der „Kamera folgt Track“-Modus läuft jetzt ruhiger, statt jedem Zacken im GPS-Signal hinterherzuhüpfen.
  • Mehrere Tracks in einem Video — leg mehrere GPX übereinander (z.B. Hin- und Rückweg oder mehrere Etappen), jede mit eigener Farbe, und die Kamera fliegt sie nacheinander ab.
  • Stats-Overlays — Totals-Box (Strecke, Zeit, Bergauf, Bergab), Live-Box (Werte zählen während der Animation hoch), Höhenprofil als animierte Linie. Alles einzeln togglebar — frei platzierbar in den Ecken, oben mittig oder ganz in der Bildschirm-Mitte (gut für eine Titel-Einblendung am Anfang).

Praktisch beim Render: während die App das Video baut, siehst du im Vorschaufenster live das aktuelle Frame. Wenn dir die Kombination aus Stil und Kamera-Winkel nicht passt, brichst du ab — bevor du fünf Minuten auf einen Render gewartet hast, der dann nichts wird.

Reisezoom GPS Studio Animator UI
Der Animator: links die Einstellungen, rechts die Live-Vorschau mit Track.

🗺 Tour-Map — Statisches Karten-PNG für Thumbnails

Gleiche 3D-Pipeline wie der Animator, aber ein einziges Bild statt einem ganzen Video. Output in der Auflösung deiner Wahl.

Reisezoom GPS Studio Tour-Map UI
Tour-Map mit geladenem GPX-Track: links die Einstellungen, rechts die WYSIWYG-Vorschau im richtigen Format-Rahmen.

Hier vier Outputs aus derselben GPX-Datei (Oderlandweg, 59 km), je ein Klick zum Format-Wechsel:

GPS Studio: Shorts-Format 9:16
9:16 für Shorts und Reels.
GPS Studio: 1:1 Instagram-Square
1:1 für Instagram-Posts.

GPS Studio: Outdoors-Flat-Stil
Outdoors-Flat-Stil als Alternative zur Satelliten-Ansicht.

Neu: Du kannst deine Geotagger-Fotos direkt als Pins auf die Tour-Map holen — praktisch für „Wo war welches Bild“-Übersichten unter der Route.

🛣️ Reiseroute — die Anreise als Video

Manchmal will man im Video nicht nur die Tour selbst zeigen, sondern auch wie man hingekommen ist. Genau dafür ist die Reiseroute da: gib Start und Ziel ein, und die App berechnet die Anreise — entweder der Straße folgend (Auto, Bahn) oder als echte Flugroute (Großkreis, wie ein Langstreckenflug). Die Route wird wie ein normaler Track animiert. Dein eigentliches Wander-GPX läuft dabei als dezenter „Ghost“ auf der Karte mit, damit klar ist, wohin es eigentlich geht.

Praktisch fürs Intro: erst der Flug von Hamburg nach Teneriffa, dann nahtlos rein in die Wanderung.

Reiseroute Hohen Neuendorf → Liebenthal, als animierte Anreise — läuft als Endlos-Loop direkt im Browser.

📍 Geotagger — Fotos und Videos mit GPS aus dem GPX taggen

Wenn deine Kamera (wie bei mir die meisten) kein eingebautes GPS hat, hast du nach einer Tour einen Stapel Fotos ohne Koordinaten. Der Geotagger löst das in einem Rutsch:

  1. GPX-Datei der Tour reinziehen
  2. Fotos auswählen oder den ganzen Ordner draufziehen — inklusive aller Unterordner, und wenn ein GPX-Track mit dabei ist, erkennt die App ihn automatisch (Fotos und GPX kannst du auch gleichzeitig draufwerfen)
  3. Die App matched per EXIF-Aufnahmezeit jedes Foto zum passenden Punkt im Track
  4. GPS-Tags werden in die EXIF-Daten geschrieben — fertig

Was er kann:

  • JPEG, TIFF, HEIC/HEIF direkt
  • RAW-Files aller gängigen Hersteller (CR3, CR2, NEF, ARW, RAF, RW2, ORF, DNG, PEF, RWL, SRW) über ExifTool im Hintergrund
  • Videos ebenfalls — MP4, MOV, MTS sowie Insta360-Formate (INSV, INSP)
  • Zeitzonen-Auto-Detection aus den EXIF-Daten — Marker passen out of the box, ohne dass du am Offset rumschrauben musst
  • Offset-Slider für die Fälle wo die Kamera-Uhr trotzdem falsch stand — Eingabe wahlweise als Slider oder direkt im Klartext (z.B. „4s“ oder „1h30m“), Live-Validierung beim Tippen
  • Schnelle Video-Vorschau — Videos kannst du direkt in der App vorab abspielen, nutzt dieselbe Engine wie der macOS-Finder
  • Referenz-Foto — platziere ein Foto an der richtigen Stelle, die restlichen werden von der Aufnahmezeit her daran angepasst.
  • Track-Zeit ins Foto schreiben — bei Bildern mit kaputter Uhrzeit (z.B. WhatsApp-Fotos von Freunden, deren Kamera-Uhr daneben ist) übernimmt die App auf Wunsch die Uhrzeit aus dem Track-Punkt. So sortieren sich fremde Bilder wieder korrekt zwischen die eigenen ein.
  • Deine Originale bleiben unangetastet — beim Speichern legt der Geotagger die getaggten Fotos als Kopien in einen Zielordner ab, die Originaldateien fasst er nie an (kein Backup-ZIP mehr nötig)
  • Adressen automatisch — auf Wunsch schreibt der Geotagger zu jedem Foto den Ort (Land/Stadt) ins EXIF, praktisch fürs Sortieren in Lightroom & Co.
  • Blickrichtung pro Foto — ein interaktiver Kompass auf der Karte: du drehst, in welche Richtung das Foto zeigt, und es landet als Bild-Richtung im EXIF
  • Zeit-Offset pro Kamera — taggst du zwei Kameras gleichzeitig (z.B. Handy mit korrekter Uhr und Systemkamera mit verstellter Uhr), gibst du jeder Kamera ihren eigenen Zeit-Versatz
Reisezoom GPS Studio Geotagger UI
Geotagger: Fotos links, GPX-Track und Marker rechts. Wenn du in der Foto-Liste scrollst, pulsiert der dazugehörige Marker auf der Karte. 105 Fotos in zwei Sekunden geladen.

🔍 GPX-Inspektor — kaputte Tracks reparieren

Wer regelmäßig mit GPX-Files arbeitet, kennt das: irgendwo zackt das Signal kurz weg, am Anfang liegt ein langer Anfahrtsweg vom Auto bis zum Trailhead drin, oder eine Sektion fehlt komplett weil die App pausiert hat. Bisher Pech — den Track sauberzukriegen hieß eine andere App auf, oft kostenpflichtig.

Der GPX-Inspektor zeigt jeden einzelnen Track-Punkt auf der Karte. Was du damit machen kannst:

  • GPS-Ausreißer glätten — die Zacken wo das Signal kurz weggesprungen ist
  • Lücken füllen — von Hand oder entlang eines selbst gezeichneten Pfads
  • Punkte verschieben oder löschen — einzeln oder im Bereich
  • Anfang oder Ende abschneiden — die Anfahrt oder den Heimweg aus dem Track raus
  • Automatik findet Ausreißer — ein Knopfdruck markiert die problematischen Stellen, du heilst sie einzeln oder alle auf einmal

Wichtig: beim Glätten bleiben die Zeitstempel erhalten, dadurch stimmt hinterher auch die Geschwindigkeit wieder. Alles per ⌘Z rückgängig. Und der GPX-Inspektor funktioniert auch ohne Mapbox-Token — taugt also auch allein als kleines Reparatur-Werkzeug.

Reisezoom GPS Studio GPX-Inspektor zeigt einen Track mit deutlich sichtbarem GPS-Aussetzer auf der Karte
Vorher: ein typischer GPS-Aussetzer — der Track macht einen sichtbaren Schlenker abseits des echten Wegs.
Derselbe Track im GPX-Inspektor nach Korrektur — die Linie liegt wieder auf dem richtigen Weg
Nachher: zwei Klicks später ist die Linie wieder dort, wo die Tour wirklich verlief.

Was du davon hast: Apple Fotos, Lightroom und Capture One zeigen deine Bilder plötzlich auf einer Karte sortiert. Smart Albums per Region funktionieren wieder.

📈 Höhen-Animator — Profil als Video

Das jüngste Modul. Aus deinem GPX-Track wird ein animiertes Höhenprofil — die Linie wächst Schritt für Schritt mit dem Track mit. Praktisch als kleine Einblendung in einem Wandervideo: wo sind wir gerade auf der Tour?

Reisezoom GPS Studio Höhen-Animator UI mit animiertem Höhenprofil
Höhen-Animator: das Profil wächst entlang des Tracks mit. Hier eine Teide-Tour über 35 km, die Marker-Position gerade bei 3114 m.
  • Animation — die Linie wächst entlang des Tracks, synchron zur Track-Position
  • Trim-Funktion — Anfang und Ende der Animation festlegen, falls du nur einen Ausschnitt willst
  • Alpha-Kanal — Rendering mit transparentem Hintergrund, damit du das Höhenprofil im Schnittprogramm direkt über dein eigenes Footage legen kannst
  • Auflösung deiner Wahl — je nachdem wofür du es brauchst

Was über alle Module hinweg läuft: deine Arbeit bleibt erhalten. Jede Tour kannst du als eigenes Projekt speichern — mit Foto-Liste, Keyframes, allen Settings. Wechselst du den Tab im Programm oder schließt die App und öffnest sie wieder, ist alles da, wo du aufgehört hast. Wenn du komplett neu anfangen willst: ein rotes ✕ neben dem GPX-Namen oben setzt mit einem Klick alle Module zurück — kein App-Neustart nötig.

Du musst auch nichts vorher konvertieren. Die App liest neben GPX direkt auch FIT (Garmin, Wahoo, Coros, Suunto, Strava), NMEA (z.B. von Kameras mit GPS oder GPS-Loggern), KML/KMZ (Google Earth, Google My Maps), TCX und GeoJSON — du wirfst die Datei rein, das Tool rechnet im Hintergrund um. Wenn du am Ende ein einheitliches GPX brauchst (z.B. für eine andere App): „Als GPX exportieren“ im Menü, fertig.

Anfang oder Ende abschneiden geht in jedem Modul — praktisch, um den Anfahrtsweg vom Auto bis zum Trailhead oder den Heimweg aus dem Track rauszuhalten, ohne den Track selbst zu verändern.

Und falls die App veraltet ist, sagt sie es dir selbst: beim Start prüft sie auf neue Versionen und blendet oben einen dezenten Hinweis mit Download-Link ein. Kein Bookmarken nötig.

Was es kostet — und der Code ist offen

Nichts. Kein Abo, keine Testversion mit Limit, keine Pro-Variante. Und weil einige danach gefragt haben: der komplette Quellcode liegt jetzt offen auf GitHub unter der GPLv3-Lizenz.

Was das praktisch heißt:

  • Du kannst reinschauen, wie alles funktioniert. Nichts versteckt, kein Tracking, kein nach-Hause-Telefonieren — du kannst das im Code selbst nachvollziehen.
  • Du kannst mitentwickeln. Bugs melden, Pull Requests schicken, eigene Features bauen. Wer Lust hat, ist eingeladen.
  • Du kannst die App selbst kompilieren — Linux-Nutzer machen das ohnehin so. Mac- und Windows-Builds liefere ich fertig, weil das einmal eingerichtet automatisch durchläuft.
  • GPLv3 sorgt dafür, dass die App und alles, was daraus entsteht, frei bleibt. Niemand kann sie einfach „closed source“ weiterverkaufen.

👉 Code anschauen: github.com/docarzt123/reisezoom-gps-studio. Bugs und Wünsche kannst du dort als „Issue“ eröffnen — oder wie gehabt einfach per Mail an marc@reisezoom.com.

Die eine kostenpflichtige Komponente: Mapbox

Die einzige Abhängigkeit zu einem kommerziellen Dienst ist Mapbox für die schicken Karten in Animator, Tour-Map, Reiseroute und Höhen-Animator. Die haben aber einen Free-Tier mit 50.000 Map-Loads pro Monat — das reicht selbst bei intensivem Einsatz für über hundert Renders pro Tag. Token holst du dir in zwei Minuten auf mapbox.com, trägst ihn beim ersten App-Start ein, fertig. Ohne Token laufen Geotagger und GPX-Inspektor trotzdem voll — nur die karten-renderbaren Module brauchen ihn für die Optik.

Wer mir helfen will: bitte testen

Ich hab die App selber nur auf meinem Mac (Apple Silicon) intensiv getestet. Der Windows-Build entsteht automatisch via GitHub Actions, sollte also grundsätzlich laufen — aber ich hab kein Windows-Notebook zum Gegenchecken. Auf Linux läuft die App direkt aus dem Quellcode (Anleitung im GitHub-README); wer das aufsetzt, dem dank ich besonders für Rückmeldungen.

Wenn du Lust hast, die App auf einem der Systeme auszuprobieren, freu ich mich riesig über Feedback. Konkret hilft mir am meisten:

  • Klappt der erste Start? (Mapbox-Token-Setup, Sprachwahl, GPX-Datei laden)
  • Fehlermeldungen — am besten Screenshot oder der Wortlaut
  • Wünsche — was fehlt dir? Was würdest du anders machen?
  • Auf Windows/Linux — funktioniert überhaupt alles? Wo hakt’s?

Schick mir eine Mail an marc@reisezoom.com — ich freue mich darauf!

Beim ersten Start

🍎 macOS

Die App ist von Apple signiert und notarisiert — Apple prüft dabei jede Version automatisch auf Schadsoftware, bevor sie freigegeben wird. Beim allerersten Öffnen fragt macOS einmal kurz nach („… ist eine aus dem Internet geladene App. Möchtest du sie wirklich öffnen?“) und weist dabei darauf hin, dass Apple sie geprüft und keine Malware gefunden hat. Einfach auf „Öffnen“ klicken, fertig — ab dann startet sie per Doppelklick ohne jede Nachfrage. Kein Rechtsklick-Trick, kein Terminal-Gefummel mehr.

(Diese einmalige „Wirklich öffnen?“-Frage zeigt macOS bei jeder aus dem Netz geladenen App, auch bei signierten. Sie ist harmlos und kommt nur beim ersten Mal.)

🪟 Windows

Die Windows-Version ist aktuell noch nicht signiert — ein Code-Signing-Zertifikat kostet extra, und für ein kostenloses Hobby-Projekt spare ich mir das vorerst. Beim ersten Start blendet Windows daher „SmartScreen“ ein:

  1. .zip entpacken (Rechtsklick → „Alle extrahieren“).
  2. ReisezoomGPSStudio.exe doppelklicken.
  3. Im SmartScreen-Dialog auf „Weitere Informationen“„Trotzdem ausführen“ klicken.

Die Builds kommen aus einer automatisierten Pipeline auf GitHub — da packt niemand von Hand etwas dazwischen. Wer ganz sichergehen will, kann die heruntergeladene Datei vorab bei einem Dienst wie VirusTotal gegenprüfen.

Beim ersten Start lädt die App außerdem ein Chromium-Modul nach (rund 150 MB, einmalig — wird für die Karten-Render-Pipeline gebraucht). Das dauert ein bis zwei Minuten.

🐧 Linux — direkt aus dem Quellcode

Für Linux gibt es keinen fertigen Download. Das Karten-Backend (pywebview) braucht dort die System-GTK/WebKit-Bindings, die sich nicht zuverlässig in ein einzelnes Binary packen lassen. Stattdessen läuft die App direkt aus dem Repo — mit ein paar Befehlen aufgesetzt. Auf einem frisch installierten System installierst du vorher einmal git mit.

System-Pakete einmalig installieren (Fedora oder Debian/Ubuntu), dann:

git clone https://github.com/docarzt123/reisezoom-gps-studio.git
cd reisezoom-gps-studio
python3 -m venv --system-site-packages .venv
source .venv/bin/activate
pip install -r requirements.txt
python app.py

Komplette Schritt-für-Schritt-Anleitung inklusive der System-Pakete für Fedora bzw. Debian/Ubuntu: Anleitung im GitHub-README →

Mapbox-Token einrichten (kostenlos, einmalig)

Beim ersten Start fragt die App nach einem Mapbox-Token. Den brauchst du für die schicken 3D-Karten in Animator und Tour-Map. Geht in zwei Minuten:

  1. Account anlegen auf account.mapbox.com.
  2. Im Dashboard zu Access tokens wechseln, den „Default public token“ kopieren (beginnt mit pk.eyJ…).
  3. Im App-Modal einfügen → Speichern. Fertig.

Was du vorher wissen solltest: Mapbox will, dass du bei der Anmeldung eine Kreditkarte hinterlegst. Abgerechnet wird aber erst, wenn du den Free-Tier reißt — und das passiert im normalen Outdoor-Gebrauch praktisch nicht. Ich hab noch nie was bezahlen müssen.

Mapbox-Free-Tier: 50.000 Map-Loads pro Monat — das reicht für über 100 Renders am Tag locker. Ohne Token läuft der Geotagger trotzdem voll, nur Animator und Tour-Map brauchen ihn für die schicke Optik.

Download

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🍎 macOS (Apple Silicon) 🪟 Windows (x64) 🐙 Code auf GitHub

🐧 Linux-Nutzer: kein fertiges Paket mehr — die App lässt sich aber in wenigen Schritten aus dem Quellcode bauen, Anleitung im README.

Falls dein Betriebssystem beim Start meckert: siehe Installations-Hinweise weiter unten.

Aktuell ändert sich viel — siehe Changelog.

Bis dahin: Fragen, Wünsche, Tippfehler gerne per Mail an marc@reisezoom.com.