Heinkel-Werk II Oranienburg

Man lernt nie aus, ich dachte die ganze Zeit, dass der alte Flugplatz in Oranienburg von den Russen stammt.
Die waren zwar auch da, aber die Halle und vieles mehr wurde zwischen 1936 und 1939 erbaut. Sie waren das Heinkel Werk II.
Ich war schon öfter dort, aber noch nie mit meiner Alpha 65 und meinem Sigma 8-16mm. Jetzt habe ich es endlich geschafft.

einflighalle-heinkel-werke-oranienburg-graffiti-aussen

Fast über die gesamte Breite der Einflieghalle geht ein Graffiti. Richtig gut!

Die Ernst Heinkel Flugzeugwerke A.G. war eines der größten deutschen Flugzeugbauunternehmen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Zunächst wurde nur in Rostock gefertigt, aber als dann die Nazis an die Macht gekommen sind und mit der Aufrüstung begonnen haben, wurde das Rostocker Werk zu klein. Deshalb wurde nach einem Standort für weitere Werke in der Nähe von Berlin gesucht.
Die Wahl viel auf Oranienburg, Germendorf und Berlin-Reinickendorf.

Ich war jetzt in Oranienburg und habe primär die Einflieghalle fotografiert. Diese ist auch das markanteste Gebäude auf dem Gelände.
Aber es stehen auch zahlreiche Nebengebäude, Bunker, verfallene Wohnhäuser und was weiß ich noch alles auf dem Gelände.

Da bis 1994 die sowjetischen Luftstreitkräfte den Flugplatz in Oranienburg genutzt haben, kann ich gar nicht genau sagen welches Gebäude jetzt von den ursprünglichen Heinkel Werk II stammt und welches später von den Russen errichtet wurde.

Aber, genug geredet. Wenn du mehr wissen willst, dann schaue dir bitte die folgenden Wikipedia-Links an.
Von dort habe ich auch mein Wissen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Heinkel-Werke_Oranienburg
http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Heinkel_Flugzeugwerke
http://de.wikipedia.org/wiki/Flugplatz_Oranienburg

Ich bin jetzt auf den Geschmack gekommen und werde ein Bisschen recherchieren und dann fahre ich sicherlich nochmal nach Oranienburg.

Bilder: Heinkel Werk II Oranienburg

Die Einflieghalle 2014

Einflieghalle Hinek-Werk Oranienburg von außen

Die Einflieghalle von außen – bei den Farben habe ich mich von Serge Ramelli beeinflussen lassen.

einflighalle-heinkel-werke-oranienburg-graffiti

Auch im Inneren der Einflieghalle gibt es gute Graffitis

einflighalle-heinkel-werke-oranienburg-innen

Die Einflieghalle von innen. Hier wurden mal Flugzeuge gebaut!

einflighalle-heinkel-werke-oranienburg-seite

Und nochmal die Halle von außen. Die Natur holt sie sich langsam aber sicher zurück.

Nebengebäude

Wir sind Weltmeister! Was nicht alles so rum liegt in verlassenen Gebäuden…

Kuscheltier im Lost Place – sah nicht gerade kuschelig aus.

Mein Fazit

Lost Places sind doch immer wieder eine Reise wert!
Und wenn man sich vorher etwas informiert findet man wahrscheinlich auch bessere Motive, zudem weiß man dann etwas über die Geschichte der Gebäude, was einen das Ganze dann ganz anders erleben lässt.

Der Flugplatz Oranienburg war heute gar nicht mein Ziel, er lag nur auf meiner Strecke, so dass ich kurz Halt gemacht habe für die Fotos.
Wie oben schon erwähnt hat mich die Recherche für den Artikel aber angestachelt bald wieder hinzufahren!

Außerdem habe ich wieder Gefallen an meinen Sigma 8-16mm Ultraweitwinkel (bei Amazon.de*) gefunden. Für solche Motive ist das einfach super. Und seit ich meinen Gorillapod-Nachbau (bei Amazon.de*) von Tschibo habe, ist auch immer ein Stativ mit dabei, so dass dem Fotografieren mit dem Sigma auch im Inneren der Gebäude nichts mehr im Weg steht.

Übrigens, allein schon die Strecke: Hohen Neuendorf – Birkenwerder – Oranienburg lohnt sich.
Entlang der Havel, traumhaft schön. Von dort habe ich auch noch ein paar Bilder.

Na dann… gehe raus und habe Spaß!

Marc


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4 Kommentare zu “Heinkel-Werk II Oranienburg

  1. Marcel

    Als „alter“ Oranienburger hab ich ja schon so einige Fotos von der Einfliegerhalle gesehen aber die sind wirklich Top.

  2. Peter Topf

    So ein Fussballspiel hatte ich als Kind auch. Gespielt wurde mit einer kleinen Stahlkugel. Die Figuren standen auf Federn und je nach dem wie weit man sie reinschraubte, konnte härter oder weicher spielen. Das war schon eine schöne Sache. Aber bei den Fotos werden ganz andere Erinnerungen wach. Nämlich das sich unser Ausbildungsgelände genau in der , in einem entgegengesetzten Richtung des Flugplatzes befand, an fliegende Hubschrauber, an einen besonderen Zwischenfall, wo ein Arzt der sowjetischen Streitkräfte einen Matrosen notärztlich versorgen musste, weil dieser eine Hitzschlag hatte. Gekühlt haben wir in mit dem Wasser der Flüsschen. Ja die Heinkelwerke Oranienburg wurden ja dann anderweitig militärisch genutzt. lag gesprengt auf der diese Geschichte steht nirgendwo. Das Schwimmbecken lag auf der Seite, war gesprengt. Die Bahngleise mit Verladerampe war unser Pausenort. Gegessen wurde immer noch nach preußischer Feldordnung „:Seine Majestät speist, ich esse und Du frißt.“ Offiziere vom Porzellanteller, Unteroffiziere vom Plastikteller und die Soldaten aus dem Kochgeschirr. Aber sowas steht natürlich nirgendwo. Arbeitsmarken aus Alu haben wir auch noch gefunden. Aber diese Geschichten stehen nirgendwo.

  3. michael piskorz

    Michael Piskoz,
    Es macht uns Bürger traurig und auch wütend, das in Oranienburg das Thema Heinkel nicht öffentlich existiert. Dieses Gebäude zu erhalten, Dauerausstellung und Zeitzeugenberichte, eine lohnenswerte Investition.
    Tourismusmagnet erster Güte mit Autobahnanschluss….mein Opa hat dort seine Lehre gemacht, er sagt immer mit wehmut : es interessiert heute keinen mehr, falsch !!!

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