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Hallstatt: Lohnt ein Besuch für Nicht-Fotografen und mit Kindern? [+ Ausflugtipps für die Region]

Seit ich gelesen habe, dass schon Alexander von Humboldt sagte, dass Hallstatt der schönste Ort an einem See sei, will ich ins Salzkammergut.
Hallstatt liegt nördlich des Dachsteinmassivs am gleichnamigen Hallstätter See. Seit 1997 gehört die Kulturlandschaft Hallstatt–Dachstein/Salzkammergut zum UNESCO-Weltkulturerbe und muss deshalb irgendwas besonderes sein.

Sooo besonders finde ich die Region allerdings gar nicht. Natürlich ist es traumhaft schön mit dem See zwischen den steilaufragenden Bergen und ja, Hallstatt ist ein besonders schönes Dorf.
Auf dem Weg dorthin kommen wir allerdings an anderen Seen zwischen Bergen vorbei und fahren durch andere schöne Orte. Das Salzkammergut ist groß und irgendwie überall schön.
Ach was sage ich denn!? Nicht nur das Salzkammergut! Innerhalb der gesamten Alpen findest du immer wieder schöne Bergseen mit grandiosem Panorama und gepflegten, herausgeputzten Dörfern.

Ein Besuch in den Bergen lohnt sich immer!

Die Region rund um Hallstatt hat allerdings noch mehr zu bieten:

  • Es gibt grandiose Fotospots!
  • Mit dem Vorderen Gosausee gibt es einen 2. See mit fast noch besserem Panorama.
  • In Hallstatt wird seit 7000 Jahren Salz abgebaut, ein Besuch im Salzbergwerk ist Pflicht.
  • Der 2108m hohe Krippenstein bietet nicht nur Aussichtspunkte in die Welterberegion, sondern auch Höhlen, um das Innere des Berges zu erkunden.
  •  …

Das waren jetzt nur die wichtigsten Punkte. Von daher kann ich die Antwort auf meine Frage in der Überschrift direkt liefern: Ja, ein Besuch in der Region lohnt sich für jeden! Besuchst du allerdings nur den Ort Hallstatt, werden deine Kinder vielleicht nicht glücklich.

Ausflugtipps für Hallstatt und Umgebung

Ausflugstipp 1: Salzwelten Hallstatt

Direkt oberhalb von Hallstatt befinden sich die hallstätter Salzwelten. Das ist das älteste Salzbergwerk der Welt und weil das nicht reicht, wurde darin die älteste Holztreppe Europas entdeckt.
Salzbergwerk und Treppe kannst du bei einer Führung erleben und bestaunten.
Die Führung selbst ist ziemlich multimedia-lastig, es werden viele Filme gezeigt oder eine sprechende Bergmann-Figur erzählt etwas. All das könntest du dir auch in einer Doku auf 3Sat angucken, aber am Ort des Geschehens macht es schon noch einen Unterschied.
Und was eine Doku überhaupt nicht kann: die beiden Holzrutschen ersetzen, mit denen du ins Bergwerk hineinrutschst!

Tunnel Salzwelten Hallstatt

Bevor es richtig los geht, bekommt du lustige Klamotten und läufst durch verschiedene Tunnel tief in den Berg hinein. [Lumix LX15 – ISO1600 – 8.8mm – f/1.6 – 1/60 Sek.]

Salzwelten Hallstatt

Tief in den Salzwelten! [Galaxy S7 – ISO200 – 4.2mm – f/1.7 – 1/25 Sek.]

Die Führung ist kurzweilig und macht Spaß. Ich kann sie dir insbesondere mit Kindern empfehlen.
Einziger Nachteil: Da in Hallstatt noch aktiv Salz abgebaut wird, dürfen Kinder unter 4 Jahren nicht ins Bergwerk.

Zu den Salzwelten kommst du mit der Salzbergbahn und anschließend einem kleinen Spaziergang. Parken kannst du idealerweise auf dem Parkplatz P2, direkt neben der Talstation. Den findest du an der Ecke Salzbergstraße/Kohlstattweg.

Achtung! Sei früh da (vor 10 Uhr!), die Parkplätze in Hallstatt sind heißbegehrt und schnell voll!

Weitere Infos: salzwelten.at

Unser Besuch in den Salzwelten und in Hallstatt als Video:

Ausflugstipp 2: Skywalk »Welterbeblick«

Der Welterbeblick ist eine Aussichtsplattform 360m über Hallstatt. Halte dich an der Bergstation der Bahn zu den Salzwelten rechts, dann kommst du automatisch zum Skywalk.
Von dort hast du einen tollen Blick auf Hallstatt, Obertraun (gegenüberliegenden Seeseite) und die Berge.
Ein Besuch lohnt sich allein deshalb, weil es ein super Fotospot ist, außerdem kannst du das wunderbar mit einem Besuch der Salzwelten kombinieren.

Blick vom Skywalk Hallstatt

Der Blick vom Skywalk [Lumix LX15 – ISO125 – 8.8mm – f/4.5 – 1/640 Sek.]

Ausflugstipp 3: Krippenstein und die Höhlen

Fährst du quer über den See oder drumherum, landest du in Obertraun. Dort findest du die Talstation der Seilbahn auf den Krippenstein und die Koppenbrüllerhöhle.
Die Koppenbrüllerhöhle befindet sich hinter Obertraun im Wald. Fahre dazu die Hallstätter Landstraße entlang bis zum Wanderparkplatz beim Gasthaus Koppenrast. Von dort aus musst du ein paar Minuten durch den Wald wandern, um zum Eingang der Höhle zu gelangen.
Auch wenn die Koppenbrüllerhöhle durchaus sehenswert ist, die Highlights findest du auf der Mittelstation der Krippenstein-Bahn. Dort befindet sich die Dachstein Rieseneishöhle und die gigantische Mammuthöhle.

Dachstein Reiseneishöhle

Die Eismassen in der Dachstein Rieseneishöhle. [Galaxy S7 – ISO640 – 4.2mm – f/1.7 – 1/10 Sek.]

Fährst du bis zur Bergstation, findest du verschiedene Wanderungen. Du kannst zum Skywalk »5fingers« laufen, mutig auf dem Glasboden stehen und die gigantische Aussicht über den Hallstätter See und das Dachsteinmassiv genießen.
Auch gut ist der Blick von der Welterbespirale auf dem Gipfel.
Läufst du von der Seilbahn aus nach links, kommst du zum Dachstein Hai. Die Figur ist ganz nett, viel besser ist allerdings der Weg dorthin. Du läufst durch die karstige, felsige Landschaft mit schroffen und bizarren Felsformationen. Lohnt sich!

Hast du noch Zeit, kannst du mit der Seilbahn zur Gjaid-Alm weiterfahren. Dort war ich nicht, aber es soll schön sein …

Die Talstation findest du in Obertraun in der Dachsteinhöhlenstraße.

Skywalk 5fingers Dachstein Krippenstein

Die 5fingers und der Blick in die Welterberegion [Galaxy S7 – ISO640 – 4.2mm – f/1.7 – 1/10 Sek.]

Schneefeld Krippenstein

Beeindruckend für die Kinder: In 2000m Höhe gibt es auch im Sommer vereinzelt Schneefelder. [Sony a5100|SEL16F28 – ISO100 – 16mm – f/8.0 – 1/640 Sek.]

Dachstein Hai

Ich und der Dachstein-Hai [Galaxy S7 Frontkamera – ISO50 – 2.1mm – f/1.7 – 1/3700 Sek.]

Unser Besuch auf dem Krippenstein als Video:

Ausflugstipp 4: Gosausee

Gosau liegt vom See aus gesehen hinter Hallstatt den Berg hoch.
Sobald du in Gosau bist, klappt dir der Kiefer herunter. Der Anblick der schroffen Felsen des Gosaukamms ist einfach gigantisch.
Es gibt sogar einen Wanderweg um die Felsformation, den bin ich aber noch nicht gegangen und kann daher nichts dazu sagen. Der Anblick allein ist aber auch schon gut.
Das Fotografenherz schlägt am Gosausee höher. Dort hast du den Gosaukamm und den Dachstein mit seinen Gletschern + den Gebirgssee im Vordergrund. Gigantisch, zumindest dann, wenn das Wetter mitspielt (war bei uns nicht der Fall).
Grob eine Stunde brauchst du für die Wanderung um den See herum, dabei gibt es einzelne Stationen, an denen erklärt wird, wie und was mit der Wasserkraft aus der Region geschieht.

Zum Gosausee kommst du über die Gosausee Bezirksstraße. Biege dazu von Hallstatt kommenden mitten in Gosau links von der Vorfahrtsstraße ab und fahre immer weiter und weiter. Das zieht sich. Irgendwann bist du aber da! 😀

Gosausee Gosaukamm

Gosausee mit Gosaukamm und links in den Wolken der Dachstein [Galaxy S7 Panorama]

Ausflugtipp 5: Urzeitwald

2km vor dem Gosausee liegt der Urzeitwald, eine Art Abenteuerspielplatz mit vielen originellen Spielgeräten. Der gesamte Park ist – wie der Name schon vermuten lässt – im Urzeit- bzw. Dinostyle gehalten.
Mit Kindern bis zum unteren Grundschulalter ist der Urzeitwald definitiv eine Empfehlung. Für Erwachsene gibt es nicht viel und auch größere Kinder kann ich mir dort nicht vorstellen.

Gästekarte nicht vergessen, dann wird’s günstiger!
Noch wichtiger als die Gästekarte sind Badesachen für die Kinder, neben einer Wasserrutsche gibt es noch weitere Attraktionen, bei denen die Kleinen nass werden können.

Urzeitwald und Gosausee sind locker an einem Tag zu schaffen und daher ideal zu kombinieren.

Am Urzeitwald kommst du automatisch vorbei, wenn du zum Gosausee fährst.

Weitere Infos: urzeitwald.at

Unser Besuch im Urzeitwald und am Gosausee als Video:

Und der Ort Hallstatt selbst?

Wie gesagt, Hallstatt ist wunderschön! Eine Empfehlung für einen Besuch fällt mir aber schwer. Mir tun die Menschen, die dort leben leid. Die Hallstätter teilen ihr Schicksal mit den Einwohnern von Venedig, Brügge oder auch Rothenburg ob der Tauber.
All diese Orte sind kein Museum! Es sind lebendige Städte oder Dörfer, die es nur gibt, weil sie von ihren Einwohnern erschaffen wurden und am Leben gehalten werden.
In Hallstatt siehst du das durch mehrere Schilder, auf denen in verschiedenen Sprachen erklärt wird, dass Hallstatt eben kein Museum ist, sondern ein echtes Dorf mit echten Menschen!
Neben den offiziellen Schildern findest du immer wieder selbstgemalte Plakate mit »Quiet Please« oder »No Drones!«. Nimm bei deinem Besuch also Rücksicht!

Von meiner Seite kann ich nur ein Dankeschön an alle Hallstätter sagen. Danke, für diesen wunderschönen Ort und danke, dass ihr uns Touristen aushaltet!

Dirndl-Verleih Hallstatt

Auch wenn die Touristen manchmal nerven, in Hallstatt ist man voll und ganz darauf eingestellt. Es gibt sogar einen Dirndl-Verleih, um stilecht durch die Gassen zu schlendern. 😀 [Lumix LX15 – ISO125 – 25.3mm – f/4.5 – 1/125 Sek.]

In Hallstatt schlenderst du am besten einfach durch den Ort. Von den Parkplätzen aus am Wasser entlang, über den Marktplatz, vorbei an der evangelischen Kirche, dem Schiffsanleger, den Berg hoch zur katholischen Kirche bis zum bekannten Fotospot. Zum Fotospot kommst du automatisch, wenn du diesen Weg gehst.

Konkret geht der Weg durch die Seestraße, Wolfengasse (Marktplatz), Landungsplatz bis zur Gosaumühlstraße (Aufstieg zur katholischen Kirche + Fotospot).

Empfehlenswert ist ein Abstecher zum Beinhaus der katholischen Kirche. Dort werden kunstvoll bemalte Schädel ehemaliger Einwohner aufbewahrt.
Das liegt auch auf dem oben beschriebenen Weg, du musst dazu allerdings ein paar Treppen nach oben steigen.

Ente Hallstatt

Schnappschuss! Da ist mir doch tatsächlich eine Ente ins Bild geflogen! [Lumix LX15 – ISO160 – 26.4mm – f/9.0 – 1/125 Sek.]

Fotospot Hallstatt

Der Blick von der bekanntesten Fotolocation in Hallstatt. [Sony a5100|Walimex 12mm – ISO100 – 12mm – 1/60 Sek.]

Hallstatt–Dachstein/Salzkammergut bei Regen und kein Bock auf Fotos

Wir verbrachten eine nasse Woche in der Kulturlandschaft!
Natürlich wollte ich die Region nicht nur sehen, nicht nur erleben, sondern auch fotografieren! Das habe ich auch getan, aber von Tag zu Tag mit weniger Freude. Es regnete nämlich: JEDEN TAG!
Meiner Familie hatte ich bestimmt 3 oder 4 Mal erklärt, dass ich nachher nach Hallstatt fahre, um den Ort während der blauen Stunde und bei Nacht zu fotografieren. Wenige Minuten später setzte der Regen ein oder es zog dicker Nebel auf.

Auf den Fotos kommt das vielleicht gar nicht rüber, weil ich ein glückliches Händchen bei der Wahl unserer Aktivitäten hatte und wir die größeren Ausflüge halbwegs trocken überstanden haben.
Die Koppenbrüllerhöhle besuchten wir aber bei strömendem Regen. Der Weg dorthin führt durch den Wald und in der Höhle ist es sowieso halbwegs trocken. Passt also!
Zwei komplette Regentage verbrachten wir in Bad Ischl mit Shopping (die Frau hat sich ein Dirndl gekauft) und einmal wanderten wir über den Soleleitungsweg und föhnten hinterher die Schuhe trocken. 😀

Spaziergang bei Regenwetter

Spaziergang bei Regenwetter – im Sommer halb so wild! [Galaxy S7 – ISO40 – 4mm + Weitwinkellinse – f/1.7 – 1/129 Sek.]

Schlussendlich führte das Wetter aber dazu, dass mir die Lust am Fotografieren vergangen ist. Immer dieser blöde weiße Himmel! Immer wieder alles einpacken, damit es nicht nass wird … und so kam es dann – wie schon zuvor in Franzensbad – dass viele meiner Fotos Schnappschüsse mit dem Smartphone sind. Das ist wasserdicht, das muss nicht umständlich ein und ausgepackt werden und die Qualität reicht meistens aus.

Schön war’s trotzdem! Und mich reizt jetzt eine Wanderung um und über den Gosaukamm … mal sehen, ob ich das irgendwann in Angriff nehme.

Warst du schon in der Kulturlandschaft Hallstatt–Dachstein/Salzkammergut? Wie hat es dir gefallen?

Bist du zum ersten Mal auf meinem Blog? Hier erkläre ich dir, worum es bei Reisezoom.com geht.
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Offenlegung:
In den Salzwelten und auf dem Krippenstein waren wir auf Einladung der Ferienregion Dachstein-Salzkammergut. Das ändert aber nichts an meiner Begeisterung an der Region, zumal wir die Anfahrt, die Unterkunft und alle anderen Aktivitäten aus eigener Tasche bezahlten.

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