Tschechien: Franzensbad und Soos mit Kind und Smartphone

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Franzensbad oder Františkovy Lázne (so heißt es auf Tschechisch) hatte ich nie als mögliches Reiseziel auf dem Schirm. Ich wollte nach Österreich, nicht nach Tschechien!

Aber um nach Österreich zu kommen braucht man von uns aus 7.5 Stunden und Samstags, am Anfang der Sommerferien noch viel viel länger! Gemäß meiner Tipps für lange Autofahrten mit Kindern habe ich also nach einer Möglichkeit für einen Stop-Over gesucht und diesen mit Franzenbad auch gefunden.

Franzensbad liegt ganz im Westen von Tschechien, direkt hinter der deutschen Grenze und Nahe der A93 Richtung Regensburg: Passt also!

Ich buchte uns ein günstiges Mobilheim … dazu sage ich nur »You get, what you pay for« und schon schlugen wir in Franzensbad auf.

Unser Video zu Franzenbad und dem Naturschutzgebiet Soos

Wie schon zu unseren letzten Reisezielen, haben wir auch über unseren Besuch in Franzensbad und dem Soos ein Video gedreht.

Das Bild anklicken, das Video öffnet sich dann direkt bei YouTube.

Franzensbad war der Auftakt unseres Sommerferien-Raodtrips. Alle Vides dazu findest du hier.

Beeindruckende Gebäude und widerliche Quellen

In Franzensbad gibt es zwei Dinge, die mich beeindruckt haben. Zum einen ist es die Architektur der tollen Gebäude in der Stadt, zum anderen die Vielzahl an verschiedenen Quellen.
Klar, die Gebäude gibt es nur, weil den Quellen eine heilende Wirkung nachgesagt wird, ob das stimmt, weiß ich nicht. Das Zeug ist ungenießbar!
Wir probierten bei unserem Besuch wirklich viele Quellen (es gibt weit über 20 verschiedene!) Und keine, absolut keine war genießbar! Von daher mein Tipp: Schön anzugucken, aber trinken muss echt nicht sein!

Franzenquelle

Der Pavillon der namensgebenden Franzenquelle

Franzenquelle abfüllen

Abfüllen des Wassers ist erlaub aber sinnlos – es schmeckt nicht!

Halle Glauberquellen Franzenbad

In dieser schicken Halle sind gleich mehrere Quellen zu finden.

Franzensbad selbst ist recht überschaubar, es wurde auch erst 1793 nach einem Erlass des Kaisers Franz II. als Kurort gegründet, erlebte dann aber einen schnellen Aufstieg. Goethe war 1808 da und 1812 schrieb Beethoven dort seine 7. Sinfonie.

Naturschutzgebiet Soos: Das Blubber-Moor

Wie gesagt, Franzensbad ist recht überschaubar, aber in der Umgebung finden sich weitere Sehenswürdigkeiten. Eine davon ist das Naturschutzgebiet Soos. Dort wanderst du durch eine moorige, blubbernde Mondlandschaft voller Schlammvulkane (Mofetten).

Total abgefahren, eine Art Mini-Yellowstone in Tschechien! Auf einen Schlag wächst überhaupt nichts mehr und hier und da blubbert es aus dem Boden.

Das Natuschurzgebiet Soos liegt nur 6 km von Franzensbad entfernt.
Nicht wundern, wenn du auf dem Weg dorthin zwischendurch zweifelst, ob du richtig bist. Du bist richtig!

Naturschutzgebiet Soos

Plötzlich wächst nichts mehr und aus dem Boden blubbert es heraus

See beim Naturschutzgebiet Soos

Ein paar Meter weiter gedeiht die Vegitation üppig!

Das Smartphone als Urlaubskamera?

In letzter Zeit will ich es ja wissen und fotografiere extrem viel mit dem Smartphone. Manchmal bin ich überrascht, was direkt aus der Kiste rauskommt, manchmal erstaunt, wie beschissen die Ergebnisse sind.
Probleme bekommst du mit dem Smartphone, wenn ein großer Dynamikumfang gefordert wird. Wenn es sehr dunkle und sehr helle Bereiche im Bild gibt, gehen irgendwo Bildinformationen verloren.
An meinen Bildern siehst du das oft an den Wolken. Die von der Sonne angestrahlte Seite ist komplett weiß. Das passiert auch bei HDRs oder wenn du mit dem Smartphone in Raw fotografierst.
Meine Lösung dagegen: So wenig wie möglich davon zeigen! 😀

Aber wenn du genau solche Dinge zeigen willst, wie bspw. beim Sonnenuntergang, musst du mit dem Smartphone derzeit noch Abstriche machen. Zur Verdeutlichung ein Foto mit dem Smartphone und dieselbe Szene nochmal mit der Lumix LX15 fotografiert.

Fotografiert mit dem Galaxy S7. Der Himmel ist ganz schön ausgefressen.

Fotografiert mit der Lumix LX15, hier sind viel mehr Details im Himmel zu sehen.

Auch hier ist der Trick, die Dinge, die das Smartphone nicht hinkriegt möglichst wenig zu zeigen. Beim nächsten Beispiel habe ich die Position gewechselt und den überstrahlten Bereich des Himmels möglichst weit nach links geschoben.

Standort und Blickrichtung leicht verschoben und schon bekommst du auch mit dem Smartphone mehr Details im Himmel

Im Großen und Ganzen bin ich wirklich zufrieden, was ich mit dem Smartphone geschafft habe und ich bin mir immer sicherer, dass es eine Edel-Kompaktkamera als Immer-Dabei-Kamera bei mir früher oder später ablösen wird.

Bei ausgewogenen Lichtverhältnissen sehe ich kaum noch einen Grund eine andere Kamera zu nehmen. Für die meisten Anwendungen reicht mir dabei die Qualität, die aus dem Smartphone kommt locker aus.

Auch das ist mit dem Smartphone fotografiert. Für das Web ist das mehr als ausreichende Qualität und selbst groß ausdrucken wäre kein Problem.

Warst du schon in Franzensbad?