Fototipp 12: Ein schiefer Horizont ist total out

Auslaufende Gewässer sind uncool. Dieser Tipp ist wirklich einfach umzusetzen. Achte darauf, dass du deine Bilder am Horizont ausrichtest. Am besten, bevor du den Auslöser drückst. Zur Not bei der Nachbearbeitung.

Ich weiß nicht, wie es dir geht, mir fallen schiefe Bilder sofort auf. (Bei meinen Eigenen übersehe ich es gerne :))
Schiefe Bilder sind nicht harmonisch, unser Gehirn erwartet einen ausgerichteten Horizont, also müssen wir diesen liefern. Bei Landschaftsaufnahmen ist es wichtig, dass die Aufnahme ausgerichtet ist. Erst recht, wenn ein Gewässer teilweise auf dem Bild ist und über den Rand hinaus geht.
Auch andere Arten von Fotos wirken harmonischer, wenn sie nicht schief sind.

Bilder korrekt ausrichten: bei der Aufnahme

Der Königsweg ist, wenn du direkt bei der Aufnahme alles ausrichtest. Ich kenne 4 Möglichkeiten.

  • Du hast Adleraugen und erkennst direkt, ob alles ausgerichtet ist. Super!
  • Arbeitest du mit einem Stativ, dann hat das Stativ vielleicht eine Wasserwaage (Libelle). Alternativ kannst du dir eine Wasserwaage in den Blitzschuh stecken (siehe hier bei Amazon.de*).
  • Wenn du dir im Sucher oder auf dem Display im Liveview Hilfslinien einblenden kannst, dann nutze sie um das Bild auszurichten.
  • Viele Kameras haben eine eingebaute Wasserwaage, eine Art künstlichen Horizont. Damit ist das Ausrichten ein Kinderspiel. Ich arbeite ausschließlich damit.

Integrierte Wasserwaage meiner Sony Alpha 65

Bilder korrekt ausrichten: bei der Nachbearbeitung

Reißen alle Stricke und das Bild ist schief, kannst du es in der Nachbearbeitung retten.
In Lightroom gehst du dazu in das Modul Entwicklen.
Dort wählst du das Freistellungswerkzeug (Taste »r«).

„Ausrichten-Werkzeuge“ in Adobe Lightroom

Mit dem Gerade-ausrichten-Werkzeug (Wasserwaage) kannst du eine Linie entlang des Horizonts ziehen. Lightroom richtet das Bild automatisch entlang der Linie aus. Alternativ kannst du rechts neben dem Gerade-ausrichten-Werkzeug den Winkel einstellen. Entweder du verschiebst den Slider oder du tippst den gewünschten Wert in das Feld dahinter ein.

Den gleichen Effekt erzielst du, wenn du das Bild mit der Maus an einer Ecke »packst«. So kannst du es frei drehen. Ich mache es meist so und prüfe mit einer Hilfslinie, ob es passt.

Zum Thema perspektivisches Ausrichten von Fotos habe ich für Lightroom 4 an einem Beispiel gezeigt wie man es macht. (Ist immer noch gültig).

Über Fototipp

Fototipp ist eine Artikelserie, in der ich dir regelmäßig einen mehr oder weniger kleinen Tipp für bessere Bilder gebe. Die Serie basiert auf meinen eigenen Erfahrungen und hilft dir dabei, Fehler zu vermeiden und deine Lernkurve zu beschleunigen. Willst du keinen Beitrag verpassen, dann abonniere meinen Newsletter oder meinen RSS-Feed..

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Na dann… gehe raus und habe Spaß!

Marc

PS: Nächste Woche tauchen wir in die Tiefen das Kamera-Menüs hinab! 🙂


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