Buchvorstellung: Makrofotografie von Kyra und Christian Sänger

| Lesezeit ca. zwei Minuten

Seit ein paar Wochen arbeite ich das Buch »Makrofotografie – der große Fotokurs« von Kyra und Christian Sänger durch. Jetzt bin ich so weit, dass ich ruhigen Gewissens meine Empfehlung für das Buch aussprechen kann.

Bücher sind zwar zum Lesen da, dieses Buch arbeitest du aber besser Stück für Stück durch. Nur Lesen reicht nicht.

Der Inhalt

Die ersten Kapitel behandeln die Grundlagen. Es geht um die Technik, deren Einsatz und um allgemeine Bildgestaltung. Das klingt jetzt theoretischer, als es ist. Die Kapitel sind locker geschrieben und erzählen dir nur das, was du wissen musst.

Richtig spannend wird es ab Kapitel 3. Hier beginnt der Praxisteil. Dieser gliedert sich zunächst in die Outdoor Kapitel »Blumen, Pilze und Pflanzen« und »Kleine Tiere ganz groß«.
Ein Blick auf den Jahreszeitenkalender auf Seite 94 verrät dir, dass dafür der Winter nicht die richtige Jahreszeit ist. Von den dort aufgelisteten Pflanzen findest du fast alle nur im Sommer.
Schlimm ist das nicht, denn die nächsten beiden Kapitel sind wetter- und jahreszeitenunabhängig.

Kapitel 5 nennt sich »Unterwegs im Zoo und Aquarium«. Dort geht es um die Fotografie von Reptilien und Fischen. Kapitel 6 »Faszinierendes aus dem Heimstudio« erklärt dir, wie du in den eigenen 4 Wänden zu Makros kommst.
Mir persönlich ist dieses Kapitel aber zu »materiallastig«. So schlagen die Autoren z.B. vor, ein kleines Tabletop-Studio einzurichten und es wird mit mehreren Blitzgeräten und Softboxen gearbeitet.
Das Kapitel ist nicht schlecht, ich persönlich fühle mich draußen in der Natur aber wohler.

Kapitel 7 »Das Spiel mit Farben und Strukturen« schult deinen fotografischen Makroblick. Dabei geht es zum einen darum, wie du mit Hilfe des richtigen Lichts, Details zeigst, zum anderen aber auch, wie du sie nicht zeigst. 🙂

Kapitel 8 nennt sich »Mit dem Makroobjektiv auf Reisen« und beschreibt das, was ich immer wieder sage: Zeige nicht nur das große Ganze sondern auch Details. Ein besonderes Augenmerk wird auf das Fotografieren in Museen gelegt.

Kapitel 9 beschäftigt sich mit den Spezialdisziplinen Panorama und HDR und Kapitel 10 gibt dir eine Einführung in das Filmen im Makrobereich. (Darin probierte ich mich auch schon, siehe dazu meinen Beitrag »Filmen mit der RX100 IV / RX10 II«).

Kapitel 11 »Makrobilder nachbearbeiten« rundet das Buch ab.

Mein Fazit

Das Buch nimmt dich an die Hand und schlägt dir realistische Motive vor. Anhand dieser Praxisbeispiele wird dir dann die Theorie beigebracht.
Das hat den Nachteil, dass du das Buch Stück für Stück durcharbeiten musst – das kann dauern. Dafür hast du danach etwas geschafft. Fotografie ist nun mal etwas Praktisches. Rausgehen und üben! So wirst du zum Meister.

Ein bisschen enttäuscht war ich, dass viele Aufnahmen laut Definition gar keine Makroaufnahmen sind, sondern »nur« Nahaufnahmen. Ich hatte etwas Anderes erwartet. Das Buch schaffte es aber, mich von meiner Begeisterung für die ultimative Vergrößerung abzubringen – schließlich ist es egal, ob du Makro – oder Nahaufnahme machst. Hauptsache Spaß und schöne Bilder! Die gezeigten Beispiele sind toll und animieren zum Nachmachen.

Von mir gibt es eine 100%ige Empfehlung, egal ob du Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi bist. Selbst wenn du alles weißt, das Buch lohnt sich, weil es zum Fotografieren animiert.

Infos zum Buch

Makrofotografie – Der große Fotokurs
Autoren: Kyra und Christian Sänger
erschienen im Vierfarben-Verlag
Preis: 39,90
ISBN: 978-3-8421-0107-4

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PS: Beim Schreiben dieser Rezension bekam ich soviel Lust, dass ich direkt die Blumen auf dem Esstisch fotografieren musste.
Hier die Ergebnisse:

Offenlegung:
Danke an den Vierfarben Verlag, der mir das Buch für dieses Rezension zur Verfügung stellte.