Das Sonnenobservatorium Goseck – entdeckt bei der Ferienhausmiete!

Wusstest du, dass in Goseck in Sachsen-Anhalt das weltweit älteste Zeugnis für gezielte Himmelsbeobachtungen steht?
Mich erstaunt immer wieder, was es in Deutschland alles zu entdecken gibt und wie ich diese Sehenswürdigkeiten entdecke.

Sobald ich mich grob für eine Region entschieden habe und eine Ferienwohnung buchen will, lese ich die Beschreibungen und zusätzlichen Infos der Wohnungen ganz genau. Die Vermieter geben dort oft Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen und dort ist immer wieder etwas dabei, was ich vorher nicht auf dem Schirm hatte.
Beim Sonnenobservatorium war ich bspw. auf der Suche nach einer Wohnung in der Nähe von Naumburg an der Saale. Dazu klickte ich mich durch ferienhausmiete.de, einem Portal für Ferienwohnungen und Ferienhäuser. Dort entdeckte ich die Ferienwohnung Mitter in Goseck. In der Beschreibung stand etwas von Sonnenobservatorium, da dachte ich noch an eine Art Sternwarte, dabei ist es etwas ganz anderes.

Das Sonnenobservatorium von Goseck

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Das Sonnenobservatorium ist eine vollständig rekonstruierte Kreisgrabenanlage, die vor ca. 7000 Jahren errichtet wurde. (Um die Anlage geht ein kreisförmiger Graben.)
Entdeckt wurde die Anlage schon in den 70er Jahren von Agrarfliegern, aber erst seit 1991 gilt die Anlage als Bodendenkmal.

Ausgegraben, untersucht und datiert wurde die Kreisgrabenanlage von Goseck in den Jahren 2002 und 2003. 2005 wurde sie komplett wieder aufgebaut und am Tage der Wintersonnenwende, dem 21. Dezember, eröffnet.

Ohne die zahlreichen Hinweisschilder und Informationstafeln hätte ich an eine Verteidigungsanlage gedacht. Der Graben und 2 Palisadenwände deuten für den Laien darauf hin.
Interessant sind jedoch Öffnungen in den Palisadenwänden. Durch diese Öffnungen siehst du zur Winter- und Sommersonnenwende die Sonne auf- und untergehen.
Zusätzlich konnte mit der Anlage auch das Datum des Frühlingsfestes Anfang Mai bestimmt werden.

Lohnt ein Ausflug zur Kreisgrabenanlage?

Wenn du in der Gegend bist ist der Ausflug zu empfehlen. Mich fasziniert einfach das krasse Alter! Fast 7000 Jahre! Damals gab es keine Pyramiden in Ägypten, kein Stonehenge … einfach nix. Aber in Sachsen-Anhalt bestimmte man schon die Sonnenwenden!

Empfehlenswert ist auch das Informationszentrum über das Sonnenobservatorium im Schloss Goseck. Das Schloss erreichst du nach einer kleinen Wanderung locker von der Anlage aus.

Eintritt Infopoint: 2€
Die Besichtigung der rekonstruierten Anlage ist frei.

Im Infopoint erfährst du alles über die Entdeckung der Anlage, die Ausgrabung und die Zusammenhänge. Interessant finde ich die Luftbilder vor der Ausgrabung. Es ist Wahnsinn, wie genau man darauf sehen kann, dass da mal was war.
Spannend ist auch, wie die Tiefe des Grabens bestimmt wurde. Das geht recht einfach mit den verschiedenen Erdschichten, verdeutlicht wird dieses durch ein aussagekräftiges Foto.

Mit Kindern nach Goseck

Kleine Kinder begreifen natürlich die Dimensionen noch nicht. 7000 Jahre oder 7 Wochen ist für die Kleinen wahrscheinlich kein so großer Unterschied. Meine Kinder hatten trotzdem Spaß. In der Anlage rannten sie durch die Gräben und zwischen den Palisadenwänden umher. Im Informationszentrum gibt es immer wieder etwas zu drücken und kleine Kläppchen zum Öffnen – so bleibt es spannend.

Viel mehr gibt es in Goseck jedoch nicht zu sehen.

Alles in allem kannst du für den Ausflug ca. 1 – 2 Stunden einplanen + die Zeit für die Wanderung zum Schloss und wieder zurück.

Gibt es einen Zusammenhang mit der Himmelsscheibe von Nebra?

Nein, es kann keinen Zusammenhang geben. Die Himmelsscheibe ist ca. 3000 Jahre jünger. Zu dieser Zeit war die Kreisgrabenanlage von Goseck längst vergessen.

Auf der Himmelsscheibe wird unter anderem die Sommer- und Wintersonnenwende dargestellt. Die goldenen Bögen links und rechts stimmen dementsprechend mit den Öffnungen in den Palisaden überein. Das liegt aber an der Natur der Sache.

Wenn du Zeit hast, empfehle ich dir unbedingt einen Ausflug zur Arche Nebra. Im Informationszentrum Nebra erfährst du alles über die Himmelsscheibe und auch ein bisschen was zum Sonnenobservatorium von Goseck.

Mein Fazit

Ein Abstecher nach Goseck lohnt sich definitiv! Wir waren auch in der Arche Nebra, was das Ganze abrundete. Ich fühle mich gut informiert und kenne eine Sehenswürdigkeit mehr in Deutschland!

Also: Augen aufhalten, es gibt viel zu entdecken! Manchmal entdeckst du Dinge, wo du es gar nicht vermutest. Wie ich z.B. bei der Suche nach einer Ferienwohnung. 🙂

Wo hast du schon Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten entdeckt? Warst du schon in Goseck oder in Nebra? Ich freue mich auf deinen Kommentar!


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Offenlegung:
Dieser Beitrag wurde gesponsert von ferienhausmiete.de.

3 Kommentare zu “Das Sonnenobservatorium Goseck – entdeckt bei der Ferienhausmiete!

  1. Lena

    Nach Goseck haben wir es auf unserer kleinen Tour durch die Frühgeschichte leider nicht mehr geschafft, obwohl ich es auf dem Schirm hatte. Also, schön, dass wenigstens ihr dort ward und mich virtuell mitnehmen! ☺ Dafür kann ich noch das Museum für Vor- und Frühgeschichte in Halle empfehlen. Das ist auch für Kinder ziemlich toll.

    1. Marc Autor des Beitrags

      Na wie gesagt, extra hinfahren muss man nicht, wenn es nicht irgendwie auf dem Weg liegt.
      Nach Halle will ich eh mal richtig, dabei kann ich mir dann auch das Museum angucken. Steht schon auf der Todo … mal sehen, wann wir es schaffen.
      Die Welt ist einfach zu groß! 🙂

  2. Pingback: 7000 Jahre Geschichte. Eine kurze Zeitreise zum Sonnenobservatorium in Goseck - Teilzeitreisender.de

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