Wer soll das bezahlen? Buchtipp: Reisebudget-Planung für Familien

Du kennst sicher das Lied »Wer soll das bezahlen …wer hat so viel Geld …«.
Genau dieser Satz geht mir durch den Kopf, wenn ich unsere Reisen plane.

Reisen ist teuer, erst recht, wenn du mit Kindern unterwegs bist. Wollen wir fliegen, muss ich die Flugpreise mit 4 multiplizieren, selbst bei Hotels wird manchmal kräftig zugelangt und auch die Eintrittsgelder in unsere geliebten Freizeitparks oder Zoos schlagen riesige Löcher in die Reisekasse.

Reisen ist zumindest dann teuer, wenn du weiter weg willst und du auf ein Mindestmaß an Komfort bei der Übernachtung nicht verzichten willst.

Die Hauptsaison versuchen wir trotz Schulferien weitestgehend zu meiden, fahren viel mit dem eigenen Auto, wohnen in Ferienwohnungen, kochen selbst und kaufen lieber in großen Supermärkten am Stadtrand ein, statt mitten im Touristenzentrum.
Außerdem überlegen wir uns, was wir zu Hause wirklich brauchen, ob diese Ausgabe notwendig ist oder ob es nicht besser wäre, das Geld in die Reisekasse zu packen.

Irgendwo habe ich mal den Spruch gelesen: Collect Moments, Not Things!

Und der stimmt! Wir dienen zwar nicht als Vorbild und sind weit entfernt von einem minimalistischen Lebensstil, aber trotzdem wägen wir bei unseren Anschaffungen ab.

Sonst machen wir aber nichts. In Sachen Finanzen sind wir eher dilettantisch, ich setzte kein Budget für eine Reise fest und kontrolliere auch die Ausgaben während und nach der Reise nicht. Manchmal führt das zu bösen Überraschungen und endet dann in einer von mir verhängten Haushaltssperre.

Das ist zwar dämlich, aber für uns funktioniert es – wahrscheinlich deshalb, weil ich in der Zwischenzeit verinnerlicht habe, wie ich spare, wenn ich unsere Familienreisen plane und dabei Reiseleiter fungiere.

Buchtipp: Reisebudget-Planung für Familien

Vermutlich hat die Autorin und Bloggerkollegin Jenny Menzel das gesehen und wollte nicht mit ansehen, wie wir ins Verderben rennen.
Jenny ist das Gesicht des wunderbaren Blogs weltwunderer.de und Autorin des Buchs »Reisebudget-Planung für Familien«.

Als sie mir das Buch zur Rezension schickte, dachte ich noch: »Das weiß ich doch eh schon alles!«
Und tatsächlich, bei den 180 Fragen und Antworten, die vom Buch abgedeckt werden, war viel Bekanntes dabei.

Trotzdem gibt es hier und da Tipps, die ich entweder so nicht wusste oder die mir den nötigen Arschtritt geben, endlich zu handeln.
So will ich jetzt bspw. eine unnötige Auslandskrankenversicherung und eine Kreditkarte kündigen, zwei alte Plattenspieler verkaufen, meine Hausratsversicherung überprüfen und vom ADAC zum Bruderhilfe Automobil Club wechseln.

Außerdem werde ich eine Reisevollmacht aufsetzen, mit der die Daheimgebliebenen in meinem Namen handeln können … man weiß ja nie.Eine Vorlage für eine Vollmacht ist direkt im Buch abgedruckt – praktisch!

Neu für mich sind ein paar Sachverhalte zum Sabbatical. Mir war nicht bewusst, dass es sowas offiziell gibt. Bis jetzt dachte ich, dass man dazu einfach kündigt oder um unbezahlten Urlaub bettelt.

Interessant fand ich auch den Hinweis auf iGraal.com, dort kannst du einkaufen und Reisen oder Hotels buchen und dabei Cashback-Vergünstigungen sammeln.
Oder der Asien-Spezialist agoda.com, dort gibt es Bonuspunkte bei der Buchung für weitere Übernachtungen.

Auch neu für mich: Der Airpass!
Damit lassen sich günstig Flüge innerhalb eines Landes oder Kontinents zusammenstellen.

Unterm Strich lässt sich also sagen:
Das Buch hat sich auch für mich gelohnt und dass, obwohl ich mich als alten Hasen beim Thema »Sparen auf Reisen« sehe.

Du kannst es hier bei Amazon.de kaufen.

Einzig die Sie-Form und die vielen Querverweise im Buch, haben mir nicht so gut gefallen. Ich bin halt eher der Du-Typ und hätte lieber einen Hyperlink, auf den ich klicken kann … aber in gedruckter Form geht das halt nicht! 🙂
Überrascht hat mich auch, dass sich vieles im Buch um Langzeit- bzw. Weltreisen dreht. Das hatte ich beim Titel so nicht erwartet, klar wird das erst durch den Text auf der Rückseite.
Aber auch das macht nichts, die meisten Tipps sind universell und auch für kürzere Reisen anwendbar.

Zusammengefasst

Reisen ist teuer, aber es gibt viele Stellschrauben, um es auch für Familien erschwinglich zu machen.
Das Buch »Reisebudget-Planung für Familien« von Jenny Menzel beantwortet 180 Fragen zum Thema und deckt damit alles ab, was man als Familie wissen muss, um auch mit Kindern tolle Reisen zu erleben.

Nach der Lektüre werde ich zwar weiterhin keine Checklisten für die Reiseplanung erstellen und ich werde auch keinen Überblick über unsere Finanzen im Stil von Peter Zwegert erstellen.

Trotzdem hat mir – dem alten Hasen – das Buch einiges an neuem Wissen vermittelt und mir den nötigen Arschtritt verpasst zu handeln.

Du kannst das Buch hier bei Amazon.de kaufen.

Wie läuft das bei dir? Bist du eher der Listen-Typ und führst genau buch? Legst du dir ein Budget fest?

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Bist du zum ersten Mal auf meinem Blog? Hier erkläre ich dir, worum es bei Reisezoom.com geht.
Gefallen dir meine Fotos? Hier stelle ich dir meine aktuelle Fotoausrüstung vor.

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Offenlegung:
Auch wenn ich das Buch kostenlos als Rezensionsexemplar erhalten habe, spiegelt der Beitrag meine persönliche Meinung wieder.

4 Kommentare zu “Wer soll das bezahlen? Buchtipp: Reisebudget-Planung für Familien

  1. Thomas

    Interessant.
    Die Bruderhilfe hab ich gleich mal gecheckt: zahlen die bei Reifenpannen nix?
    Egal.
    Als alten Urlaubs-Hasen würde ich mich zwar nicht bezeichnen, ich versuche irgendwie immer gleich so zu leben, dass eine Erholung davon nicht erforderlich ist 🙂

    Was mir bei unseren Touren aber immer wieder hilft sind Check-Listen für das Gedöns, das man dabei haben muss:
    Angefangen bei Steckdosen-Adaptern, HDMI-Kabeln für den PC-TV Anschluss. Sehr wichtig hierfür etwa: ein kleiner Spiegel nebst Taschenlampe, um so ein Kabel auch an einen dicht vor der Wand hängenden Bildschirm anschl. zu können….
    Die Liste ist nat. wesentlich länger und wird ständig aktualisiert, weil sich immer Sachen ergeben, die nicht bedacht wurden. Etwa in GB, ich sag nur: Linksverkehrt!
    Die ersten 3 Tage waren der Horror. Besonders wenn die dortigen Fahrzeuge gegen die Fahrtrichtung geparkt waren. Wir waren zwar zu zweit um uns gegenseitig im Auge zu behalten -aber unsere Motorräder zogen trotzdem wie von selbst nach rechts. Der geringen Verkehrsdichte ist es wohl geschuldet, dass wir unversehrt blieben.
    Damals dachte ich mir eine Überlebens-Erinnerung aus: eine rot blinkende wasserdichte LED die rechts und eine grüne, die links auf den Spiegel geklebt wird! Gibts sowas? Naja, nach drei Tagen waren wir dann so weit fit -selbst die schottischen „Röndebös“ ließen sich problemlos, selbst auf mehreren Spuren umrunden…

    Aber was das ganze kostet -naja eben Geld, da halte ich es ganz mit dir 🙂

    • Könnte man gemeinsam hier eine Urlaubs-Check-Liste zusammentragen?

    Grüße
    Thomas

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hallo Thomas,

      ich hatte irgendwo eine Gegenüberstellung von ADAC und Bruderhilfe (ich finde sie leider nicht mehr!!!), da war die Bruderhilfe fast überall zumindest gleich gut oder besser als der ADAC, aber sooo genau habe ich mir das nicht angeguckt.

      Solch eine Checkliste hatte ich sogar schon angefangen aber nie fertig gemacht. Ich such die mal raus, die können wir dann gerne Stück für Stück erweitern. Am besten auch für verschiedene Arten von Urlaub.
      Mit dem Motorrad bin ich bspw. nie unterwegs, das würde sich also ganz gut ergänzen.

      Viele Grüße
      Marc

    1. Marc Autor des Beitrags

      Nein, das war eine andere Liste. Die hier hatte ich vorhin auch gefunden.
      In meiner Liste standen konkrete Zahlen, aber ich finde sie immer noch nicht 🙁

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