Ich bin Marc, begeisterter Papa, Blogger, Foto- und Reisefuzzi.

Als Familie sind wir jedes Jahr zwei bis drei Monate unterwegs. Immer dabei sind verschiedene Kameras, um das Erlebte festzuhalten.

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Einen variablen ND-Filter zum Filmen wollte ich schon lange ausprobieren ... jetzt hab ich einen! 🙂

    Die geschätzte Lesezeit liegt bei ca. vier Minuten. Zum Kommentieren solltest du drei Minuten einplanen und zum Teilen mit deinen Freunden eine weitere Minute.

    Transparenz-Hinweis:
    Der ND-Filter wurde mir von K&F Concept kostenlos zur Verfügung gestellt.Ich wurde von K&F Concept gefragt, ob ich an Tests ihrer Produkte interessiert sei. Und ja, es gibt tatsächlich ein paar spannende Produkte in deren Portfolio. Ein variabler ND Filter stand bei mir eh auf der Kaufliste, also habe ich ihn ausprobiert.
    Vorgaben für meinen Testbericht wurden mir nicht gemacht.

    Test: Variabler ND-Filter von K&F Concept für Fotos und Videos

    Nun beschäftige ich mich schon eine ganz Zeit mit dem Thema Video und so sollte es den Fachmann nicht wundern, dass ich irgendwann auf die Idee gekommen bin, mir einen variablen ND-Filter anzuschaffen.
    Der Grund dafür ist ganz einfach. Werden die Belichtungszeiten bei Videos zu kurz wirkt der Film rucklig. Das will ich nicht (das siehst du oft bei Smartphone-Videos). Deshalb peile ich bei meinen Videos mit 25 fps eine Verschlusszeit von 1/50 Sek an.

    Rufe dir kurz das Belichtungsdreieck ins Gedächtnis. Dort hängen ISO-Empfindlichkeit, Blende und Belichtungszeit zusammen.
    Ist meine Belichtungszeit also zu kurz, kann ich entweder die ISO-Empfindlichkeit verringern und/oder die Blende schließen, damit länger belichtet wird.
    Kann oder will ich das nicht, könnte ich als letzte Rettung das Licht dimmen. Aber gerade bei Sonnenlicht könnte sich dieses Unterfangen als recht schwierig gestalten.
    Also setze ich dem Objektiv einfach eine Sonnenbrille in Form eines ND-Filters (du kannst auch Graufilter sagen) auf.

    Klingt einfach. Ist einfach!

    ND-Filter gibt es in verschiedenen Ausführungen. Speziell fürs Filmen, so wie ich es mache, also Vlogs für YouTube von unseren Reisen, meinen Fototouren und dem ganzen Technikkram, ist ein passender variabler Schraubfilter ideal.

    Genau deshalb habe ich mich für den 49mm variablen ND-Filter von K&F Concept entschieden. Er lässt sich im Bereich von ND 2 – 400 einstellen, passt direkt aufs Objektiv und macht die Kamera kaum größer.
    Zwar hält der Objektivdeckel dann nicht mehr richtig, aber der Filter ist ja auch irgendwie ein Schutz und zudem so günstig, dass ein kaputter Filter zu verschmerzen wäre, ganz im Gegenteil zum Objektiv.

    Kleiner Nebeneffekt, der Filter lässt sich natürlich auch wunderbar für die Fotografie nutzen. Du kannst ihn so weit dimmen, dass du damit problemlos Wasser „glatt ziehen“ kannst.

    EOS M6 – 23 mm – ISO 100 – f/4.5 – 0.8 Sek.

    Test: Variabler ND-Filter von K&F Concept

    Warum ich solch einen Filter haben wollte, sollte jetzt klar sein. Aber taugt das Ding auch was? Immerhin kostet er bei Amazon.de nur rund 18€*, also nicht gerade viel für einen Filter.

    Kurz: Ja, er taugt was, wenn du ihn richtig anwendest!

    ABER!

    Schraubst du den Filter auf, wird dein Bild wärmer. Die Farben verändern sich ins gelbliche und bräunliche. Willst du das nicht, musst du mit einem Custom Weißabgleich gegensteuern.
    Das geht zwar, ist aber etwas nervig, weil eben der Auto-Weißabgleich und auch die voreingestellten Werte mit dem Filter ein zu warmes Bild liefern.

    Hier siehst du schön, wie das Bild mit aufgeschraubtem Filter wärmer wird.

    Blöd ist auch, dass der Ring, mit dem du die Filterstärke einstellst, keinen Anschlag hat.
    Bewegst du dich innerhalb der Markierung von MIN und MAX sind alle Bereiche gleich hell. Also so, wie es sein soll. Drehst du aber minimal zu weit, erhältst du verschieden unschöne Vignetteneffekte. Und zu weit gedreht ist schnell, es gibt kein haptisches Feedback, wenn du am Anschlag bist.
    Erschwerten kommt hinzu, dass bei meinem Objektiv der Bereich, über den der Filter bewegt werden kann, unten ist. Die Skala, zum Einstellen und aufpassen, dass nicht zu weit gedreht wird, ist also gar nicht so einfach zu sehen. Oben drauf wäre viel besser.

    Es hat tatsächlich ein paar Tage gedauert, irgendwann bin ich aber auf den Trichter gekommen, dass ich mir oben einfach selbst Markierungen anbringe und so ganz ohne Verrenkungen sehen kann, wo ich stehe.

    Nicht schön, funktioniert aber: Meine eigenen Markierungen auf dem Filter. Bleibe ich in diesem Bereich, gibt es keine Vignette usw.

    Positiv überrascht bin ich von der Schärfe. Ich hätte erwartet, dass

    1. ein variabler ND-Filter generell viel Schärfe kostet und
    2. ein Filter dieser Preisklasse Schärfe kostet.

    Beides ist nicht der Fall. Es lässt sich sicher messen, wie die Schärfe leidet, aber mit bloßem Auge sehe ich keinen Unterschied.
    Bravo!

    Ich bin zwar kein Pixelpeeper, will dir aber trotzdem zwei 1:1 Ausschnitte nicht vorenthalten.

    Ohne Filter

    Mit Filter

    Mein Fazit zum variablen ND-Filter von K&F Concept

    Das ist meiner zweiter variabler ND-Filter (mein erster war fürs Smartphone und der war durchgehend Müll) und ich bin wirklich positiv überrascht, zumal mich die vielen negativen Bewertungen bei Amazon wirklich abgeschreckt hatten. Aber das Ding ist besser als gedacht und die negativen Bewertungen bemängeln fast alle das normale Verhalten des Filters außerhalb der Markierung.
    Ja, dann gibt es komische Vignetten-Effekte, aber das ist normal. Ich konnte bei mir im Bereich zwischen der MIN und MAX-Markierung auf dem Filter keine nennenswerte Vignette entdecken.

    Das sind 3 Fotos mit unterschiedlichen Filtereinstellungen und unterschiedlichen Belichtungszeiten. Alle anderen Einstellungen blieben gleiche. Die Belichtungszeiten: Ohne 1/50 Sek. | min 1/15 Sek. | max 2 Sek.

    Der Farbstich nervt etwas, aber damit komme ich zurecht. Richtig blöd finde ich, dass ich den Filter zu leicht aus dem „korrekten“ Bereich herausdrehen kann.
    Ob es aber Filter mit „Anschlag“ gibt, weiß ich gar nicht. Weißt du das?

    Die Schärfe hingegen ist gut und im Verhältnis zum Preis erhältst du viel Nutzen.
    Ich habe mich auf jeden Fall schnell an den Filter gewöhnt und nutze ihn gern und viel.

    Kaufen kannst du den Filter bei Amazon.de* oder auch direkt auf der Webseite von K&F Concept.

    Mein Video über den variablen ND-Filter von K&F Concept

    Das Bild anklicken, das Video öffnet sich dann direkt bei YouTube.

    Welche Filter nutzt du?

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    Offenlegung:
    Der ND-Filter wurde mir von K&F Concept kostenlos zur Verfügung gestellt. Vorgaben für meinen Testbericht wurden mir nicht gemacht.

    7 Kommentare zu “Test: Variabler ND-Filter von K&F Concept für Fotos und Videos

    1. Seh-N-Sucht

      Hi Marc! Unschärfe??? Im Nahbereich 😉 Teste den Filter mal auf Entfernung – also bei Landschaftsaufnahmen – die Mauer war ja doch sehr nah. Ich hatte bei meinem ordentlich Unschärfe in den Bildern. Komische dunkle Streifen kamen auch noch dazu. Dadurch, dass der ND-Filter 2 Polfilter ist, die man gegeneinander dreht, gibt es wohl Schwierigkeiten mit dem Sperrfilter vor dem Sensor. Bei der Nikon eines Fotofreundes sah das noch schlimmer aus. Also ich kann die Dinger nicht empfehlen.

      Ist halt doof, wenn man das Problem erst erkennt, wenn man schon zu Hause ist und alle Bilder versaut hat 🙁 Billige Polfilter machen ja auch gerne mal ähnliche Fehler.

      https://www.seh-n-sucht.de/BLOG/wp-content/uploads/2018/05/©-2018-Birgit-Franik-20140917-5318.jpg

      Da kauft man ne Kamera die gut und nicht gerade günstig ist – kauft gute Objektive, weil die ja noch wichtiger sind als das Gehäuse und dann macht man einen Filter drauf, der möglichst billig sein muss? Sorry – aber den Sinn habe ich noch nie verstanden …

      LG, Birgit

      1. Marc Autor des Beitrags

        Ich kann das wirklich nicht bestätigen. Ich bin gerade nochmal losgezogen und habe in verschiedene Richtungen mit verschiedenen Einstellungen Fotos in die Ferne gemacht. Ich sehe weder Probleme in der Schärfe noch sehe ich dunkle Streifen.
        Was ich mir aber gut vorstellen kann ist, dass bei einen bestimmten Winkel der Sonne die Streifen auftreten, weil es eben 2 Polfilter sind. Ich hab versucht das zu simulieren, indem ich in verschiedene Richtungen fotografiert habe. Aber auch da habe ich bis jetzt keine dunklen Streifen erhalten.
        Ich teste aber natürlich weiter!

        Generell teile ich aber deine Auffassung, dass man das Bild einer teuren Kamera mit einem teuren Objektiv nicht mit einem billigen Filter versauen sollte.
        Wie in der Einleitung schon geschrieben, nutze ich den Filter eigentlich für Videos. Da ist die Auflösung viel geringe und die Anforderungen an Filter und Objektive entsprechend niedrig.

        Viele Grüße
        Marc

    2. Marko

      Hi Marc,

      interessanter Artikel. Hatte die ND Verlaufsfilter immer verschmäht, weil genau die Tatsache mit den unschönen Vignetten mich abgeschreckt hat. Und dieser Artikel lässt mich nun wieder anders denken. Das Problem an diesen Filtern ist aber die Gleichmäßigkeit der Verdunkelung. Will ich zb nur den Horizont (Himmel) verdunkeln, ist so ein Filter blöd. Da sollte man dann einen Verlaufsfilter nehmen. Blöd halt nur, dass die Verlaufsfilter zum aufschrauben nicht dazu geeignet sind und die zum stecken mir nicht gefallen. Unpraktisch würde ich sowas auch nennen. Da du ja so eine gute Connection zu K&F hast, könnten sie dir auch mal so einen Verlaufsfilter (zum schrauben) zum testen geben.
      Gibt bei Amazon so ein Set, wo dann auch ND Filter bei sind.

      1. Seh-N-Sucht

        Die eckigen Filter haben aber auch den Vorteil, dass man für egal welches Filtergewinde nur einen Filter braucht. Je nach Objektiven, die ich mit den Filtern nutzen möchte brauche ich nur passende Adapterringe. Für eine kompakte Kamera oder wenn dafür nur ein Objektiv in Frage kommt, würde ich mir 3 gute ND-Slim-Filter kaufen, die man einzeln oder auch in Verbindung nutzen kann. Damit kann man den blöden Streifen, die je nach Lichteinfall entstehen, aus dem Weg gehen.

        Das blöde an der Sache war, dass ich das beim Fotografieren selber nicht gesehen habe. Und das ist doof, weil man in der Situation nichts dagegen machen kann, weil man es gar nicht sieht und diese Streifen lassen sich später auch nicht gut weg bearbeiten. Dann sind die Bilder einfach für die Tonne. Und das weil man 40 Euro sparen wollte???

        ND-Verlaufsfilter mit Filtergewinde … da verstehe ich leider den Sinn nicht – der erklärt sich mir nur in der rechteckigen Version als Steckfilter. Die meisten neueren Kameras können wohl auch durch einen BigStopper messen und scharf stellen – meine ältere Kamera bekommt das nicht hin – also muss ich vorher scharf stellen und dann den Filter aufsetzen. Bei den Schraubfiltern verdrehe ich dabei aber immer wieder die Schärfe oder die Zoomeinstellung. Der Halter der eckigen Filter wird nur aufgesnappt. So verkehrt ist das nicht, auch wenn es im ersten Moment unhandlich ausschaut.

        LG, Birgit

      1. Marc Autor des Beitrags

        Hehe, genau. Ich habs zwar noch nie ausprobiert, aber Verlaufsfilter zum Schrauben finde ich irgendwie doof. Da kannst du ja gar nicht bestimmen wo der Verlauf beginnt.
        Und gute Connection … na mal sehen, ob die mir nochmal was geben 😀

    3. Bruno Hennek

      Diese variablen ND-Filter taugen nichts bei langen Brennweiten, Mit meiner Kamera nehme ich bis 600mm KB-äquivalenter Brennweite z.B. Kleintiere in meinem Garten auf.
      Die Aufnahmen werden unscharf, und auch mit einigen V-ND werden die Aufnahmen zusätzlich farbstichig.

      Deshalb nehme ich ND-Festwertfiller, habe zwei davon ND8 von Hoya, komme damit als Videofilmer meist aus.

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