3 Tage in den Bayrischen Alpen mit Kind und Kamera – viel zu kurz aber unvergesslich schön

| Lesezeit ca. sieben Minuten

Ich denke immer, dass ich eher der Meer-Typ bin und nicht so auf Berge stehe, aber das stimmt nicht!
Die Alpen sind grandios und ich fühle mich in den Bergen genauso wohl wie am Meer. Zumindest im Sommer, denn auf Frieren und Wintersport habe ich gar keinen Bock.

Trotzdem wäre ich niemals auf die Idee gekommen, dieses Jahr in die Berge zu fahren! (Ok, ich war ein paar Tage im Harz, aber das sind ja nur Hügel!)

Aber wie das Leben so spielt, kommt es manchmal anders, als man denkt.
Im Rahmen einer Kooperation mit Reisehummel, konnte ich mit meinem 5-jährigen Sohn 2 Nächte im Hotel »Rosi Mittermeier« in Reit im Winkl übernachten.
Im Nachhinein bin ich total froh, dass ich das trotz der langen Anfahrt gemacht habe!

reisehummel

Aber lies einfach selbst, was wir alles erlebt haben.

Gießenbachklamm und Schopper Alm

Sonntag, 25. September, 22 Grad

Angeblich stehen wir vor dem größten Wasserrad Oberbayerns, ich weiß nicht, ob das stimmt, das lauteste ist es aber definitiv! Uns klingeln die Ohren und wir laufen schnell weiter. Das Wasserrad dient uns mehr als Wegweiser, denn als Sehenswürdigkeit.

Wir spazieren leicht bergan, überqueren den Gießenbach und gehen weiter bis zum Elektrizitätswerk.

Jetzt geht es los!

Wir stehen am Fuße der Gießenbachklamm und vor uns liegen die Stufen, die uns steil den Berg hinaufführen werden.

Die Stufen sind schnell genommen, so dass wir uns bald durch den schmalen, felsigen Weg entlang der Klamm quetschen.

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Am Fuße der Gießenbachklamm [Sony RX100 III – ISO 125 – 70 mm (25.7 mm) – f/5.6 – 1/6 Sek.]

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Der Weg entlang der Klamm [Sony RX100 III – ISO 125 – 24 mm (8.8 mm) – f/4 – 1/40 Sek.]

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Blick in die Gießenbachklamm [Sony RX100 III – ISO 125 – 24 mm (8.8 mm) – f/4 – 1/60 Sek.]

An einem kleinen Stausee geht es wieder über eine Brücke, weiter bergauf und plötzlich stehen wir im Märchen!

Mir fallen keine anderen Worte ein!

Zahlreiche kleine Bächlein laufen an uns vorbei, während wir über weiches, sattgrünes Gras wandern.

Irreschön!

Ein paar Meter weiter auf der Schopper Alm stärken wir uns mit einem Eis.
Die Schopper Alm ist genial für Kinder. Ein toller Spielplatz, integriert in die zahlreichen Bächlein, mit Streichenzoo und dem absoluten Highlight: einer Bobbycar Downhillstrecke.

Und so kommt es, dass wir gar nicht weiter gehen (ich wollte noch auf den Trojer Hof), sondern irgendwann von der Schopper Alm herabsteigen, noch eine Weile durch das Märchen wandern, um schlussendlich durch die Gießenbachklamm zurück zum Auto zu gehen.

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Das Märchen zu fotografieren ist unmöglich, das muss man erleben. [Sony RX100 III – ISO 125 – 24 mm (8.8 mm) – f/7.1 – 1/10 Sek.]

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Bobbycar Downhill auf der Schopper Alm [Sony RX100 III – ISO 125 – 47 mm (17.27 mm) – f/3.2 – 1/1000 Sek.]

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Der Blick von der Schopper Alm auf das Kaisergebirge [Sony RX100 III – ISO 125 – 64 mm (23.53 mm) – f/5.6 – 1/400 Sek.]

Freizeitpark Ruhpolding, Klausenbachklamm, Winklmoos Alm

Montag, 26. September, 20 Grad

Nach dem leckeren Frühstück im Hotel fahren wir zum Freizeitpark Ruhpolding.
Allein die Fahrt lohnt sich, vorbei an Bergseen und in Nebelschwaden getauchte Berggipfel.

Irre!

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 Der Chiemgau im Herbst [Sony RX100 III – ISO 125 – 31 mm (11,45 mm) – f/5.6 – 1/400 Sek.]

Aber auch der Freizeitpark gefällt uns so gut, dass wir die von Google angegeben 4 Stunden durchschnittliche Aufenthaltsdauer um eine Stunde überziehen.

Dumm nur, dass ich meine geliebte Sony RX100 III vor Schreck gegen die Wand einer Rutsche haue und sie durch den heftigen Schlag das Zeitliche segnet. 🙁

(Vor Schreck deshalb, weil die Rutsche fast senkrecht nach unten geht und ich noch nicht bereit war.)

Zurück im Auto wechsle ich notgedrungen die Kamera und fotografiere fortan mit dem SAL35F18 und der Sony Alpha 65. Du musst dich also nicht wundern, dass sich der Bildstil ab jetzt ändert. Weitwinkel hatte ich keinen mehr, dafür konnte ich das Spiel mit der geringen Schärfentiefe treiben.

Meine gesamte Fotoausrüstung findest du übrigens hier.

Zunächst fahren wir aber nach Reit im Winkl zum Spielplatz Blindau und marschieren zur Klausenbachklamm.

Im Vergleich zur Gießenbachklamm ist die Klausenbachklamm eine andere Nummer. Nicht so tief, nicht so steil, dafür hat es der Weg in sich. War es gestern ein leichter Spaziergang, so müssen wir heute fast klettern. Überall sind Felsen und der Weg verdient manchmal die Bezeichnung »Weg« gar nicht.

Ein richtiges Abenteuer!

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Der Weg zur Klausenbachklamm [Sony a65 SAL35F18 – ISO 100 – 35 mm – f/2.2 – 1/100 Sek.]

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In der Klausenbachklamm [Sony a65 SAL35F18 – ISO 400 – 35 mm – f/4 – 1/25 Sek.]

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Mein kleiner Abenteurer in der Klausenbachklamm [Sony a65 SAL35F18 – ISO 400 – 35 mm – f/1.8 – 1/125 Sek.]

Für heute haben wir eigentlich schon genug erlebt, aber eine Sache geht noch!

Also steigen wir wieder ins Auto und fahren auf die Winklmoos Alm. Ich staune nicht schlecht, als das Schild 18% Steigung verspricht und hoffe inständig, dass mir an einer der schmalen Stellen nichts entgegenkommt.

Mein Glück musst du erst einmal haben!

Natürlich kommt mir etwas entgegen: Ein dicker, fetter, roter Linienbus der Marke Setra. Wir passen aneinander vorbei und wenige Minuten später erreichen wir das Hochplateau der Winklmoss Alm.

Schön!

Ich schieße ein paar Fotos, dann setzten wir uns in das Restaurant »Sonnen Alm« und essen zu Abend.
Ok, ich esse – Sohnemann ist vom Spielplatz so angetan, dass ans Essen nicht zu denken ist.

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Kurz vor Sonnenuntergang auf der Winklmoos Alm [Sony a65 SAL35F18 – ISO 100 – 35 mm – f/2.8 – 1/2000 Sek.]

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Farbfeuerwerk nach dem Sonnenuntergang auf der Winklmoos Alm [Sony a65 SAL35F18 – ISO 200 – 35 mm – f/6.3 – 1/30 Sek.]

Wendelstein

Dienstag, 27. September, 20 Grad

Heute fahren wir nach Hause. Das Navi sagt mehr als 7 Stunden voraus, das geht natürlich nicht am Stück und so machen wir direkt in den Bergen – nach ca. 1 h – schon die erste Pause.

Pause?

Nein, wir machen keine Pause, wir stürzen uns in das nächste Abenteuer!

Vor uns ragt der Gipfel des 1838 m hohen Wendelstein in die Höhe. Da wollen wir hoch! Ca. 1100 Höhenmeter liegen vor uns, von denen wir 1000 m mit der Seilbahn ab Bayrischzell-Osterhofen meistern.
Die restlichen 100 Meter auf den Gipfel gehen wir zu Fuß.

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Auf dem Weg zum Gipfel des Wendelstein [Sony a65 SAL35F18 – ISO 100 – 35 mm – f/2.8 – 1/4000 Sek.]

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Der Weg zum Gipfel von oben [Sony a65 SAL35F18 – ISO 100 – 35 mm – f/7.1 – 1/200 Sek.]

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Panorama vom Wendelsteingipfel. Das Panorama besteht aus 14 Einzelbildern. [Sony a65 SAL35F18 – ISO 100 – 35 mm – f/7.1 – 1/400 Sek.] Bitte anklicken, um es groß anzugucken.

Oben angekommen, genießen wir die herrliche (wenn auch etwas eingetrübte) Aussicht, tragen uns ins Gipfelbuch ein und machen uns über den abenteuerlichen Panoramaweg an den Abstieg zur Bergstation.

Für den Weg brauchen wir mit Pause (aha, da war die Pause!) eine Stunde.

Direkt an der Bergstation der Zahnradbahn finden wir den Eingang zur Wendelsteinhöhle. Da wollen wir rein!

Also werfen wir 2 Euro in den Schlitz des Drehkreuzes und steigen hinab in Deutschlands höchste Schauhöhle.
Die Höhle ist größer als erwartet und das Geld allemal wert. Als Bonus entdecken wir sogar eine kleine Ecke Schnee!

Zusammengefasst

Ich kann dir nur raten, in die Berge zu fahren. Ich plane schon unseren nächsten Besuch, weil es so viel zu entdecken und erleben gibt.
Außerdem ist die Landschaft bombastisch schön, so dass du den Finger gar nicht mehr vom Auslöser nehmen musst.

Warst du schon an einem der hier beschriebenen Ziele? Was gefällt dir noch in den Alpen?

Offenlegung:
Wie schon geschrieben, handelt es sich hier um eine Kooperation mit Reisehummel - dem Portal für Kurzurlaub. Mir wurden 2 Übernachtungen, Frühstück und ein Abendessen gestellt. Anfahrt, Eintrittsgelder usw. für die restliche Recherche habe ich aus eigener Tasche bezahlt.
Die Kooperation hat keinerlei Einfluss auf meine Meinung!