Anfang November war ich auf dem Aussichtsturm Hohe Warte in Pforzheim-Hohenwart. Fotos vom Turm und der Aussicht sowie Fakten zum Bauwerk und der Umgebung findest du hier.

Fast da – Hohe Warte Pforzheim

Pforzheim ist irgendwie meine Stadt, dort bin ich geboren, dort habe ich mein Abi gemacht, dort habe ich wilde Partys gefeiert und dort habe ich meinen ersten richtigen Kuss bekommen. All das hat zwar absolut gar nichts mit dem Aussichtsturm Hohe Warte zu tun, zeigt aber, dass ich mit der Stadt Pforzheim emotional verbunden bin, auch wenn ich schon mehr als ein Jahrzehnt in Berlin und Brandenburg mein Unwesen treibe.

Mein Video von der Hohen Warte und dem Monbachtal

Bitte auf das Bild klicken, das Video öffnet sich dann direkt bei YouTube.

Der Aussichtsturm Hohe Warte

Jetzt aber wirklich zum Aussichtsturm! Der Turm steht im Stadtteil Pforzheim-Hohenwart auf einem Höhenrücken der schon beachtliche 537m über NN ist.
Mit einer Gesamthöhe von 40m ist die Hohe Warte der höchste Turm im Nordschwarzwald. Die Aussichtsplattform befindet sich in einer Höhe von 36m, so dass du dort oben insgesamt auf einer Höhe von 573m über NN bist.
Errichtet wurde der Aussichtsturm 2002 aus Lärchenholz und Stahl. Er dient der Erinnerung an den Orkan Lothar (26.12.1999), der an dieser Stelle verheerende Waldschäden verursachte. Lothar hatte damals auf einer Fläche von fast 2km² fast alle Bäume umgeknickt. (Mehr zu Lothar gibt es bei Wikipedia)

Die technischen Daten der Hohen Warte

Hohe-Warte das Gedicht

Am Fuße des Turmes habe ich folgendes Gedicht gefunden. Wenn ich es richtig verstanden habe stammt es vom Turmfest 2006. Der Autor ist mir leider nicht bekannt.

Der Turm, der stramm gen Himmel ragt
Der schöne Aussicht bietet
der sicher seine Krone trägt
Weil Holz und Stahl vernietet

Von seiner Kanzel weit ins Land
Blickt der Besucher munter
Die Rundschau ist ein breites Band
Von oben reichlich bunter

Ob Ost, ob West, ob Nord, ob Süd
Die Sinnen sich auch schoben
Das Auge wird dabei nicht müd‘
Die Landschaft hier zu loben

Das ist der Turm von Hohenwart
Der Lothar war sein Pate
Er gründet tief in Gegenwart
Und hält dem Wind die Latte

Hohe-Warte ist sein Name
Ist ein Andenken an sich
Die Natur war hier die Amme
Schwer gebeugt und außer sich

Nach der Schwere jetzt die Eintracht
Steht im Einklang zur Natur
Menschen schufen diese Pracht
Und besiegelten mit Schwur

Hohe-Warte, deine Stufen
Führen hoch hinauf
Von der Kanzel weit ins Land
Lässt der Blickt sich leiten
Diesem Turm von Meiserhand
Wünscht man frohe Zeiten.

Blick in den Nordschwarzwald, beim Abstieg von der Hohen Warte

Die Aussicht und Fotografieren vom Turm

Ein Aussichtsturm wäre kein Aussichtsturm, wenn man von dort aus keine grandiose Aussicht hätte. Am interessantesten fand ich natürlich den Blick auf den Nordschwarzwald und das Nagoldtal Ricthung Bad Liebenzell.
Mit dem 300mm-Tele konnte ich im Osten den Stuttgarter Fernsehturm sehen und im Westen die Stadt Karlsruhe und darüber hinaus. Im Nordosten habe ich auch das Kernkraftwerk Philippsburg am Rhein entdeckt.

Stuttgarter Fernsehturm Crop mit dem 300mm Tele frei Hand

Kernkraftwerk Phillipsburg von der Hohen-Warte aus gesehen

Kurzum, die Aussicht ist spitze! Der Turm ist eine super Fotolocation und dient definitiv als Ausflugsziel für Groß und Klein. Aber sieh einfach selbst! 🙂

Blick in den Nordschwarzwald von ganz oben

Blick Richtung Bad Liebenzell in das Nagoldtal

Lage, Anfahrt und Öffnungszeiten

Karte anklicken, dann öffnet sie sich direkt in Google Maps!

Die Hohe Warte (roter Marker „A“) liegt zwischen Neuhausen-Schellbronn, Pforzheim-Hohenwart und Unterreichenbach.
Parken kannst du an der Straße von Schellbronn nach Hohenwart (gelb „B“), dort haben wir geparkt. Aber es gibt auch einen Wanderparkplatz auf der Straße von Hohenwart nach Unterreichenbach (grün „C“).
Von dort aus machst du dann eine schöne Wanderung durch den Norschwarzwald und folgst den Schildern zum Turm.

Mit den Öffentlichen kannst du bis Hohenwart mit dem Bus fahren, von dort aus folgst du der blauen Raute des Schwarzwaldvereins. Auch so gelangst du zur Aussichtsplattform.

Spaziergang im Herbst zum Aussichtsturm

Der Turm ist das ganze Jahr über geöffnet, Eintritt ist frei!
Bei Sturm oder Vereissungen kann es aber sein, dass das Tor unten abgesperrt ist. Aber bei solch einer Witterung solltest du auch bei offenem Tor den Turm nicht besteigen. Das dient schließlich auch deiner eigenen Sicherheit.

Wenn du auf den Turm willst, dann solltest du aber schwindelfrei sein, denn die 197 Stufen der Wendeltreppe bestehen nur aus Stahlgitter!

Schwindelfrei? Das ist die Treppe!

Aber alle Achtung, Sohnemann ist alleine die gesamte Treppe hoch und wieder runter gelaufen und das mit 3 1/2, dass er keine Probleme mit der Höhe hat, hatte er ja schon auf der Abraumförderbrücke F60 bewiesen.

Galerie: Aussichtsturm Hohe Warte – Pforzheim-Hohenwart

Wie so oft ist im Artikel einfach nicht genug Platz für alle Bilder, da kann ich noch so viel aussortieren. Deshalb findest du hier in der Galerie alle Bilder aus dem Artikel und zusätzlich noch ein paar mehr.
Aber generell solltest du dir die Aussicht eigentlich selbst angucken!

Na dann… gehe raus und habe Spaß!

Marc

PS: Exakt den gleichen Turm gibt es übrigens bei Wilhelmsfeld im Odenwald nochmal! (Siehe hierzu den Eintrag bei der Wikipedia)

PPS: Unweit der Hohen Warte gibt es in Büchenbronn einen weiteren Aussichtsturm.

 


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Ein Kommentar zu “Aussichtsturm Hohe Warte: Blick in den Nordschwarzwald

  1. Pingback: pfstudy | Pforzheimer Stadtteile: #7 Würm, Huchenfeld, Hohenwart

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