3 Tage in Bremen mit Kind und Kamera: Was wir erlebten und warum wir nochmal nach Bremen müssen

Ich war tatsächlich noch nie in Bremen und vor unserem Besuch in der Hansestadt wusste ich auch nicht besonders viel darüber.

Ich wusste:

  • Bremen ist die Hauptstadt des kleinsten deutschen Bundeslands
  • Bremen liegt an der Weser
  • Becks kommt aus Bremen (das Bier!)
  • Der Fußballverein heißt Werder Bremen

Mir wären sicherlich noch mehr Sachen eingefallen, wenn ich mich etwas angestrengt hätte. Trotzdem: Mein Wissen über Bremen war bescheiden!

Das sollte sich über das Pfingstwochenende ändern!

Inhalt:

Die geschätzte Lesezeit liegt bei ca. fünf Minuten. Zum Kommentieren solltest du drei Minuten einplanen und zum Teilen mit deinen Freunden eine weitere Minute. 😉

Unser Familienausflug nach Bremen als Video

Bremen mit Kind und Kamera: Das haben wir gemacht + Tipps zum Nachmachen

Tag 1: Das Universum Bremen

Unseren ersten Tag in Bremen verbrachten wir fast vollständig im Universum. Im Flyer des Universums steht: »Hier tauchen kleine und große Besucher mit allen Sinnen in die spannende Welt der Phänomene ein.«
Genau so ist es! Das Universum ist ein Science Center, du kannst aber auch Mitmach-Museum sagen.

Du findest dort jede Menge Versuche aus verschiedenen Bereichen zum selbst ausprobieren.

Beispiel:
Du kurbelst, um Strom zu erzeugen. Mit verschiedenen Schaltern kannst du unterschiedliche Verbraucher dazu schalten. So merkst du, wie einfach es ist, eine Glühlampe zum Leuchten zu bringen, und wie viel Energie notwendig ist, um eine Pumpe zu betrieben, die einen Luftballon aufbläst.

Das ist aber nur ein Versuch aus rund 300 (!!!). Hier gibt es einen 3D-Rundgang durch das Universum.

Während unseres Besuchs fand außerdem die Sonderausstellung »Lieblingsräume« zum Thema Inklusion statt.
Auch dort konnte vieles ausprobiert werden. Wie ist es im Rollstuhl zu fahren und zu arbeiten? Wie orientiert sich ein Blinder an den Platten im Bürgersteig? Usw.

Die Sonderausstellung läuft noch bis zum 07. Januar 2018.

Ich kann dir das Universum Bremen wirklich ans Herz legen. Abgefahren ist übrigens auch das Gebäude, in dem das Universum untergebracht ist: Sieht aus wie ein Wal!

Abgefahrenes Gebäude mit tollem Inhalt: Das Universum Bremen [Panasonic Lumix LX15 – ISO125 – 12mm – f/4.5 – 1/400 Sek.]

Web: universum-bremen.de

Tag 2: Innenstadt, Stadtmusikanten, Schifffahrt und Schnoor

Bei unserem Besuch im Universum konnten wir zwar jede Menge über unsere Umwelt lernen, mit Bremen hatte dies jedoch nur indirekt zu tun.

Um dieses Manko nachzuholen gaben wir uns am 2. Tag unseres Kurzurlaubs die volle Breitseite.
Direkt nach dem Frühstück ging es zur Touristeninformation am Marktplatz. Ausgestattet mit Audioguides suchten wir die Bremer Stadtmusikanten – die gibt es sonntags im Sommer sogar als Schauspiel – und folgten der Nagelroute durch die Stadt.
Dank der in den Boden eingelassenen Nägeln ist ein Stadtrundgang durch die wichtigsten Gassen und Ecken in Bremen wirklich idiotensicher. Hast du einmal die Route gefunden, musst du nur den Nägeln hinterherlaufen und kommst automatisch an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei.

Praktisch!

Total praktisch: Die Nagelroute durch Bremen. [Panasonic Lumix LX15 – ISO125 – 8.8mm – f/1.4 – 1/400 Sek.]

Die wichtigste Sehenswürdigkeit Bremens ist übrigens nicht der Marktplatz, es sind nicht die Bremer Stadtmusikanten und der Roland schon gar nicht. Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist das Schnoor-Viertel!
Der Schnoor ist der älteste noch erhalten Teil der Stadt mit Fachwerkhäuschen, enger Gassen, Cafes, Shops und dem Geschichtenhaus.

Hast du in Bremen nur Zeit für eine Sache, dann geh ins Geschichtenhaus!
Dort wird die Geschichte Bremens von Schauspielern kurzweilig und spannend erzählt. Richtig gut!
Ich frage mich wirklich, warum es das nicht in jeder Stadt gibt?

UNESCO Weltkulturerben: Der Marktplatz von Bremen [Zusammengesetzt aus 9 Einzelbildern: Panasonic Lumix LX15 – ISO125 – 8.8mm – f/4 – 1/400 Sek.]

So sieht es im Schnoor-Viertel aus [Panasonic Lumix LX15 – ISO125 – 9 mm – f/5.6 – 1/80 Sek.]

Spannend ist auch die Böttcherstraße, diese verbindet den Marktplatz mit den Schiffsanlegern. Die Böttcherstraße ist eine Art Gesamtkunstwerk, entstanden in den 1920er und 1930er Jahren. Schwer zu beschreiben … schön da und eine Bonbonmanufaktur gibt es auch. 🙂

Nachdem wir durch die Böttcherstraße schlenderten, bestiegen wir das Fahrgastschiff »Hanseatic« für eine Hafenrundfahrt auf der Weser.
Ich könnte stundenlang auf dem Schiff sitzen und die Landschaft an mir vorbeiziehen lassen. Dem Rest der Familie war die Fahrt aber zu lang. Ich würde es trotzdem wieder machen.

Die Böttcherstraße [Panasonic Lumix LX15 – ISO 250 – 8.8 mm – f/5.6 – 1/60 Sek.]

Bekannt aus der Becks Werbung: Die Alexander von Humboldt [Panasonic Lumix LX15 – ISO 250 – 11 mm – f/5.6 – 1/200 Sek.]

Infos:

Tag 3: Der Rhododendronpark und die botanika

In Bremen steht die zweitgrößte Rhododendren-Sammlung der Welt nach dem Greater Windsor Park des britischen Königshauses. Das wusste ich nicht und eigentlich ist mir das auch egal. Ich bin nicht so der Botanik-Freak.

Gut zu wissen ist aber, dass der Park super schön ist und sich für einen Ausflug lohnt.
Eigentlich war unser Ziel die botanika, mitten im Park. Vom Parkplatz bis dorthin brauchten wir allerdings über eine Stunde. Nicht weil der Weg so weit ist, nein, das ist ein Katzensprung, sondern weil die Kinder ständig irgendwas entdeckten. Lustigerweiße lief uns sogar eine kleine Maus in die Hände.

Die botanika sind große Gewächshäuser mit tropischen Pflanzen aus Asien. Der Rundgang ist spannend angelegt mit verschiedenen Stempelstationen.
Neben den Gewächshäusern gibt es auch ein Entdeckerzentrum, in dem, ähnlich wie im Universum, Wissen über die Pflanzenwelt vermittelt wird.

Die botanika ist ein tolles Ausflugsziel für schlechtes Wetter. Bei schönen Wetter empfehle ich dir, den Rhododendronpark voll auszukosten.

De botanika ist asiatisch … [Panasonic Lumix LX15 – ISO 125 – 26.4 mm – f/2.8 – 1/125 Sek.]

… und futuristisch [Panasonic Lumix LX15 – ISO 125 – 8.8 mm – f/1.8 – 1/80 Sek.]

Web: botanika-bremen.de

Warum wir nochmal nach Bremen müssen

Lustig irgendwie, vor unserem Besuch in Bremen wusste ich fast nichts über die Stadt und jetzt weiß ich so viel, dass ich gar nicht weiß, wann ich mir all das angucken soll.

Ich muss nochmal nach Bremen,

Natürlich gibt es in Bremen noch viele mehr und Bremerhaven gibt es auch noch, aber das ist eine andere Geschichte.

Fazit: 3 Tage in Bremen mit der Familie

Die Bremer Stadtmusikanten gibt es Sonntags als Schauspiel [Panasonic Lumix LX15 – ISO 125 – 26.4 mm – f/2.8 – 1/800 Sek.]

Der Ausflug hat sich definitiv gelohnt! Nicht nur, weil ich jetzt mehr über die Stadt Bremen weiß, sondern hauptsächlich, weil es ein kurzweiliger Ausflug war, bei dem alle Familienmitglieder auf ihre Kosten kamen.
Die Bremer Stadtmusikanten machen es leicht, die Kinder für eine Entdeckungstour durch die Stadt zu begeistern.
Und mit dem Geschichtenhaus und dem Universum lernen alle sogar etwas auf unterhaltsame und spielerische Weise.

Toll!

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Offenlegung:
Wird wurden von der Bremer Touristik-Zentrale eingeladen. Der Beitrag spiegelt aber rein unsere Meinung wieder.

12 Kommentare zu “3 Tage in Bremen mit Kind und Kamera: Was wir erlebten und warum wir nochmal nach Bremen müssen

  1. Eddy

    Eine tolle Zusammenfassung – vor allem das Video gefällt mir super gut: Daumen hoch (hab ich natürlich auch bei YT schon geklickt :-).

    Es gibt noch mehr Gründe, Bremen noch einmal zu besuchen: Beck’s Besichtigung und ein Besuch in der Überseestadt zum Beispiel. Dort würde ich Euch dann auf Kaffee und Kuchen einladen! 😉

    1. Marc Autor des Beitrags

      Hallo Eddy,

      stimmt natürlich Becks, wie konnte ich nur Becks vergessen!
      Kaffee und Kuchen bei dir merke ich mir definitiv für den nächsten Ausflug nach Bremen! 😀

      Viele Grüße
      Marc

  2. Hubert

    Was mir in Bremen am besten gefallen hat? Die Burger im The L.O.B.B.Y ☺️

    Aber ja, Schnoorviertel war auch nett – und ich hoffe, dieses Jahr auch nochmal nach Bremen zu kommen.

  3. Lena

    Das Geschichtenhaus ist das beste, fanden Janis und ich damals auch! Wir haben im Juli nur einen Tag Zeit und einen 14-jährigen francophonen Schweizer im Gepäck. Ich glaube, wenn das Wetter halbwegs ist, schlendern wir nur den Nagelweg ab und sehen uns das Geschichtenhaus an.
    Das Überseemuseum ist aber auch ganz, ganz klasse, das empfehle ich dir auch noch wärmstens! (Hab ich auch mal drüber geschrieben, falls du noch einen Ansporn brauchst 😉 ).

    Liebe Grüße!

    1. Marc Autor des Beitrags

      Wir wollten ja ins Überseemuseum, aber Montags hatte es leider zu und an den anderen Tagen hat’s einfach nicht gepasst.
      Aber ich sag ja … ich muss nochmal nach Bremen! 🙂

  4. Stefanie Thimm

    Hey Marc, sehr schöner Beitrag, den Einstieg über das Video finde ich klasse. Wir sind im August auch in Bremen und da war dein Artikel jetzt eine richtig gute Inspiration – danke schön 🙂
    Liebe Grüße aus deiner Heimat, Stefanie

  5. Pingback: Von Schiffen, Geschichten und weiter Ferne: Bremen mit Kindern rockt! - Family Escapes

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