10 Tipps, um dein Fernweh vom Sofa aus zu bekämpfen

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In diesem Artikel erfährst du, warum wir im Moment selten unterwegs sind und wie ich mein Fernweh auch von zu Hause aus bekämpfe.

    Ich bin übrigens Marc, begeisterter Papa, Blogger, YouTuber, Foto- und Reisefuzzi.
    Mehr über mich, findest du hier. Und hier findest du meine aktuelle Fotoausrüstung.

    Du hast Fragen, Anregungen...?
    Schreib mir: marc@reisezoom.com

    Großartige Reisen und Ausflüge fallen für uns in nächstes Zeit flach. Meine Frau ist schwanger und soll sich viel hinlegen. Und selbst wenn die Schwangerschaft durch ist, werden wir mit dem Neugeborenen nicht gleich losziehen, sondern die ersten Wochen das neue Wesen zu Hause kennenlernen.

    Fernweh habe ich trotzdem. Heute stelle ich dir ein paar Lösungsansätze vor, mit denen du dein Fernweh auch vom heimischen Sofa aus bekämpfen kannst.

    1. Google Maps & Street View

    Bei mir vergeht kein Tag, an dem ich nicht einmal auf Google Maps schaue. Oft bleibe ich dabei sogar hängen und scrolle mich durch die Welt.
    Es ist verrückt, wie viel spannende Orte ich so schon entdeckt habe. Oft fange ich dann sogar an, zu googlen, was sich dahinter verbirgt und ob ich dort irgendwann tatsächlich mal hinfahren sollte.

    Spontan fällt mir
    diese Wüste in Polen,
    dieses Militärgelände in Sachsen-Anhalt,

    und diese Felder in Saudi-Arabien ein.

    Noch spannender wird die Geschichte, wenn du dich mit Street View auf die Reise begibst. Aber Achtung! Einmal richtig angefangen, kommst du so schnell nicht wieder los davon.
    Was du alles auf Street View entdecken kannst, siehst du auf dem Instagram Account von The Agoraphobic Traveller.

    Einen guten Einstieg für neue Abenteuer findest du auf der Street View Startseite.

    2. Bücher

    Bei Büchern ist es fast egal, was du liest, so lange es nicht gerade ein hardcore Fachbuch ist, bekommst du in der Regel auch mit, wo es spielt. Und irgendwie lebt man in der Welt dann ja auch.
    Ich lese jeden Abend und wenn ich Zeit habe, auch zwischendurch. Festgelegt auf ein Thema bin ich nicht.
    Gute Reisebuchautoren, die mir spontan einfallen, sind:

    Falls du gar keine Idee hast, was du lesen sollst, findest du auf dem Blog lieschenradieschen-reist.com ständig neue Inspirationen.

    3. Reiseberichte / Reiseblogs

    Reiseblogs lese ich natürlich auch. Ich habe eine ganz Latte von Blogs in meinem Feedreader und lese immer dann, wenn mich irgendwas interessiert.
    Oft stoße ich auch über irgendwelche Umwege auf einen Reisebericht.
    Wird mein Interesse während der ersten Zeilen geweckt, wird er gelesen.

    Ich lese kreuz un quer, deshalb fällt mir eine konkrete Empfehlung schwer.
    Auf dem Blog Family4Travel lese ich fast jeden Beitrag, weil es immer Themen sind, die ich umsetzten könnte. Real und greifbar eben.

    4. Bildbände

    Eine Mischung aus Bücher, Google Maps und Blogs sind Bildbände. Bücher, bei denen es einfach darum geht, schöne Fotos zu zeigen.
    Wenn es noch ein paar Infos dazu gibt, ist das umso besser.

    Ich blättere gern in den Bildbänden des Knuth Verlags.

    5. Reiseführer

    Das Gegenteil zum Bildband ist ein Reiseführer. Darin überwiegt der Text. Früher habe ich Reiseführer von vorn bis hinten durchgelesen. Das mache ich nicht mehr.
    Jetzt schmökere ich darin und träume von zukünftigen Reisen.

    Ich kaufe hauptsächlich Reiseführer von Baedeker, weil ich die beigefügte Karte mit den Sternchen toll finde, um Spannendes zu entdecken.

    6. Dokumentationen oder Tutorials

    Reine Dokumentationen übers Reisen schaue ich mir ganz selten an. Sehr gut gefallen mir die Filme von Michael Martin.

    Viel lieber gucke ich mir Tutorials über Reisefotografie an. Das sind oft Vermischungen aus Reisefilm und Tutorial.
    Sehr gut finde ich

    7. Filme

    Ganz normale Filme finde ich dann spannend, wenn sie an Locations spielen, die man kennt. So machen die Filme gleich viel mehr Spaß und wecken Erinnerungen.

    Ich muss aber zugeben, dass ich mir ganz selten nur Filme anschaue.

    8. Computerspiele

    Klingt vielleicht komisch, aber Computerspiele eignen sich wunderbar, um den Entdeckerdrang zu befriedigen.
    Früher bin ich mit dem MS Flightsimulator die Straßen Washingtons und Chicagos so genau abgeflogen, dass ich mich vor Ort ohne Karte orientieren konnte.

    Aber auch Spiele in weniger realistischen Szenarien helfen gegen chronisches Fernweh.

    Ganz frisch habe ich mit Forza Horizon 3 auf der XBOX angefangen (hier als Bundle bei Amazon.de*). Dort fahre ich gerade durch Australien. Auch nicht schlecht. 🙂

    9. Eigene Erinnerungen

    Tatsächlich stillt auch das Schwelgen in eigenen Erinnerungen an vergangene Reisen mein Fernweh.
    Ich gucke mir immer wieder alte Fotos an und auch all die Videos, die wir jetzt ja wieder öfter von unseren Reisen machen, werden bei uns zu Hause immer wieder geguckt.

    10. Offene Augen

    Wenn du mit offenen Augen durch die Welt gehst, kannst du vor deiner Haustür jeden Tag etwas Neues entdecken.
    Dazu musst du zwar die Couch verlassen, aber du musst nicht gleich ins Auto oder den Flieger steigen.
    Die Makrofotografie ist z.B. solch ein Thema, bei dem du ganz andere Welten entdecken kannst, ohne dich weit wegzubewegen.
    Aber auch schon der Weg zum Bäcker kann spannend sein, biege doch einfach in eine andere Straße als sonst ein und schon entdeckst du etwas Neues.
    So was mache ich ständig.

    Nichts ist besser als eine echte Reise

    All die hier vorgestellten Dinge, helfen deinen Entdeckerdrang und dein Fernweh zu bekämpfen, wenn du gerade nicht reisen kannst.
    Bei mir funktioniert das aber nur für begrenzte Zeit und auch nur deshalb, weil ich weiß, dass es für uns irgendwann wieder losgehen wird.

    Viele der hier vorgestellten Tipps funktionieren bei mir nur, weil ich schon so viel unterwegs war. Wie könnte ich sonst in Erinnerungen schwelgen oder mich an Drehorten in Filmen erfreuen, an denen ich auch schon war?

    Schlussendlich bleibt das echte Erleben auf Reisen immer noch das Beste!

    Achtung!
    Planst du tatsächlich eine Reise, solltest du dich nicht zu genau mit dem Reiseziel beschäftigen. Ich sagte es oben schon, früher las ich Reiseführer komplett durch und recherchierte zusätzlich noch im Netz.
    Am Zielort angekommen, musste ich mich dann nur noch davon überzeugen, dass tatsächlich alles so ist, wie ich es mir vorgestellt hatte.

    Das ist langweilig! In der Zwischenzeit informiere ich mich vorher nur noch ganz grob über das Reiseziel und plane die Details vor Ort.