Nebel in Warnemünde

Letzte Woche hatten wir einen Familienausflug nach Rostock und Warnemünde gemacht. Dort waren wir schon oft, aber Nebel hatten wir noch nie. Ich fand das sehr beeindruckend.

Warnemünde ist toll, der Strand ist der Hammer, bummeln am Alten Strom macht Spaß und auch eine Hafenrundfahrt durch den Rostocker Überseehafen, vorbei an der Werft, kann man immer mal wieder machen.
Ich habe das alles schon oft gesehen und schon oft gemacht, aber noch nie bei Nebel. Das war neu, denn das ist selten.

Wenn du nur Bilder gucken willst, kannst du direkt zu Galerie scrollen, dort ist alles auf einen Blick.
Ansonsten wünsche ich viel Spaß mit meinem Ausflug durch das neblige Warnemünde.

Die Schiffe im Hafen von Rostock und Warnemünde

Seit ich nach Warnemünde komme faszinieren mich die großen Kreuzfahrtschiffe.
Das aller erste mal als ich dort war lag die Arosa im Hafen. Hammer!
Wie ich gerade sehe gibt es die Arosa gar nicht mehr (MS A’Rosa Blu bei Schiffsspotter), aber egal. Das war irgendwie mein Einstieg, um von großen Schiffen fasziniert zu sein.

Kreuzfahrtschiffe sind einfach so unglaublich gigantisch groß! Leider habe ich es bis jetzt erst einmal geschafft so eine Art Kreuzfahrt zu machen und zwar von Kiel nach Oslo und wieder zurück. Nur 2 Nächte. Aber immerhin!

Aber zurück nach Warnemünde und dem Rostocker Hafen.
Letzte Woche lag dort die AIDAmar.

AIDAmar in Warnemünde

AIDAmar in Warnemünde. Im Vordergrund die Warnow-Fähre.

Von der Größe her liegt die AIDAmar (hier geht’s zum Wikipedia-Artikel der AIDAmar) ungefähr in den gleichen Dimensionen wie die Arosa, aber das ist mir egal, ich finde es jedes mal aufs neue faszinierend.
Vor allem im Nebel! Da wirkte das riesen Ding nochmals ganz anders.
Wenn du jetzt irgendwie Sehnsucht hast und gerne mitfahren würdest, als kleinen Trost kannst du dir ja die Bugcam der AIDAmar angucken 🙂

AIDAmar mit anderen Schiffen in Warnemünde

AIDAmar mit anderen Schiffen in Warnemünde

Wie man auf dem Bild sieht, lagen aber natürlich noch andere Schiffe im Hafen. Neben dem imposanten 2-Master, der mich dieses mal irgendwie nicht so richtig interessiert hat, lag hinter der AIDAmar noch die Fregatte Hamburg der Deutschen Marine.

Fregatte Hamburg in Warnemünde

Fregatte Hamburg in Warnemünde

Krieg finde ich scheiße, dementsprechend holen mich Kriegsschiffe auch nicht so recht von den Socken. Kurioserweise finde ich auch bei allen Schiffen der Marine, dass sie uralt aussehen. Ich dachte echt, dass das Schiff bestimmt schon 50 Jahre alt sei. Jetzt lese ich bei Wikipedia aber, dass die Hamburg erst 2004 fertiggestellt wurde. Nun ja.
Aber die Position war gut, mit der nebligen Einfahrt in den Hafen dahinter 🙂

Fregatte Hamburg F220 im Nebel

Fregatte Hamburg F220 im Nebel

Die Hafenrundfahrt

Wer Schiffe gucken will kommt um eine Hafenrundfahrt durch den Rostocker Überseehafen nicht herum.
Klar kann man den Hafen nicht mit Hamburg vergleichen, aber trotzdem macht solch eine Rundfahrt immer wieder Spaß. Vor allem muss man es ja seinen Kinder zeigen!
Also ist die ganze Familie im Alten Strom von Warnemünde in das Fahrgastschiff „Markgrafenheide“ gestiegen und hat mit Kind, Kamera und Kegel eine Rundfahrt gemacht!
Das Ganze geht übrigens auch problemlos mit Kinderwagen! Klar kommt man damit nicht die Treppen hoch, aber wir haben den Kinderwagen einfach unten abgestellt, haben die kleine Maus ins Tragetuch genommen und alles war gut!

Wie oben schon einmal erwähnt, war das nicht meine erste Hafenrundfahrt, aber eben meine erste im Nebel. Und das war echt der Hammer.
Ein paar Meter hinter der AIDAmar klarte es dann ein Bisschen auf, so dass es kein rausgeschmissenes Geld war um durch eine grau-weiße Suppe zu fahren. Ganz im Gegenteil!
Guck dir die Bilder einfach selbst an. Mir hat es auf jeden Fall super gut gefallen und ich würde es gleich wieder machen.

Dock der Neptun Werft in Rostock im Nebel

Dock der Neptun Werft in Rostock im Nebel

Monsterkran mit Flusskreuzfahrtschiff der Neptun Werft Rostock

Monsterkran mit Flusskreuzfahrtschiff der Neptun Werft Rostock

Hafenrundfahrt in Rostock bei Nebel

Hafenrundfahrt in Rostock bei Nebel

Scan Lines Fähre Prins Joachim in Rostock

Scan Lines Fähre Prins Joachim in Rostock

Neben dem Hafen hat man bei einer Hafenrundfahrt auch die Chance den Alten Strom in Warnemünde von oben zu sehen.
Der Alte Strom war bis 1903 die einzige Zufahrt zum Hafen Rostock, jetzt ist rund um den Alten Strom die Faliniermeile von Warnemünde mit Geschäften, Kneipen und Bars.
Im alten Strom selbst liegen Fischerboote, die direkt ihren Fang verkaufen, Segalyachten und die Schiffe für die Hafenrundfahrt.
Wenn du mal nach Warnemünde kommst, wirst du nicht am Alten Strom vorbeikommen.
Und das aller beste dort! Das dänische Softeis! 🙂

Der Alte Strom in Warnemünde im Nebel

Der Alte Strom in Warnemünde im Nebel

Der Strand von Warnemünde im Nebel

Warnemünde ist offizielles Seebad, was auch immer das heißt 🙂
Der Strand ist ca. 5km lang und bis zu 100m breit und gilt damit als größter Strand der Osteseeküste Mecklenburg-Vorpommerns.

Strand von Warnemünde im Nebel

Strand von Warnemünde im Nebel

Neben den Kreuzfahrtschiffen war der Strand von Warnemünde der andere Punkt der mich bei meinem ersten Besuch dort umgehauen hat.
Eigentlich fahre ich viel lieber in Süden, ans Mittelmeer, oder auf die Kanaren (siehe meinen Teneriffa-Artikel). Dort ist es warm und dort hat man riesige Sandstrände.
Aber riesige Sandstrände haben wir auch in Deutschland! Mit ultimativem Hammersand! 🙂
Mir fällt da echt kein besseres Wort ein, aber wenn man runter kommt von der Promenade oder von der Mole und barfuß den Sand von Warnemünde betritt. Hammer!
Echt!
Klar ist es dort selten so warm wie am Mittelmeer, Palmen stehen nur in Küblen und die Wassertemperatur wird man immer als „frisch“ bezeichnen. Aber trotzdem, es ist schön da. Wirklich schön.
Ich bin ein Fan davon!

Strandkörber am warnemünder Strand im Nebel

Strandkörbe am warnemünder Strand im Nebel

Das Wahrzeichen von Warnemünde: Der Leuchtturm und der Teepott

Das Wahrzeichen von Warnemünde: Der Leuchtturm und der Teepott hinter den Dünen

Das Titelbild des Beitrags stammt übrigens auch von Strand und zeigt meinen Sohnemann wie er im erstaunlich warmen Wasser (laut BSH 18° am 20.09.!!!!) Quallen jagt!

Was ich noch gemacht habe ist ein Bild der einlaufenden Fähre, wie sie an der Mole vorbeifährt.
Das Foto habe ich gemacht als ich am Strand saß und zugeguckt habe wie Sohnemann sich dann doch noch die hochgekrempelte Hose nass gemacht hat. (Ich hatte Ersatz dabei!)

Einlaufende Fähre an der Mole in Warnemünde im Nebel

Einlaufende Fähre an der Mole in Warnemünde im Nebel

Warnemünde das Reiseziel

Ich glaube es kam schon raus, ich bin Fan von Warnemünde!
Im Sommer kann man Glück haben und richtig heiße Tage erwischen, ansonsten… ist es halt die deutsche Ostsee und nicht das Mittelmeer 🙂
Aber wenn man das weiß und sich darauf einstellt. Hammer! Echt!

Neben dem gigantischen Strand, dem Alten Strom und dem Hafen hat man außerdem mit Rostock direkt eine Großstadt dahinter. Dort kann man durch die Kröpeliner Straße bummeln und shoppen oder sich in ein schönes Cafe setzen.
Ich muss jedoch zugeben, dass ich es noch nie geschafft habe mir den Stadthafen richtig anzugucken oder den Zoo, den IGA-Park oder oder oder.
Also es gibt viel zu gucken und zu erleben.

Warnemünde mit Kinder

Eigentlich sollte der Strand allein als Argument reichen. Schon auf der Fahrt nach Rostock hat mich mein Sohnemann ständig gefragt wann wir denn endlich an den Strand gehen.
Ok, der ist auch echt eine Wasserratte und ein Sandbaumeister.
Dort angekommen hat er sich dann sofort die Schuhe ausgezogen und ist losgestiefelt. Buddeln, Steine sammeln, Quallen sammeln (keine Feuerquallen!) und im seichten Wasser waten.
Je näher du an die Mole kommst, desto flache fällt der Strand ab. So das es auch kein Problem ist mit kleineren Kindern dort ins Wasser zu gehen.

Am Strand werden außerdem noch mehr oder weniger sportliche Aktivitäten angeboten. Als wir dort waren, waren zwei große Hüpfburgen dort, es gibt Beachvolleyball, du kannst einen Drachen steigen lassen oder auch Kitesurfen gehen.
Langweilig wird es so schnell also nicht.
Ahh und nicht zu vergessen, das Dänische Softeis am Alten Strom! 🙂

Fotografieren bei Nebel

Oh man.
Im Nebel zu fotografieren ist echt schwer. Hätte ich nicht gedacht. Ich dachte eigentlich, dass ich mit einer Ladung geiler Bilder nach Hause komme. Aber so ist es leider nicht.
Man hat halt viel Suppe drauf, grau-weiß 🙂

Wichtig!
Das Objektiv muss tipp topp sauber sein!
Weil in dieser Nebelsuppe sieht man jeden Fleck!

Hafeneinfahrt Rostock im Nebel

Hafeneinfahrt Rostock im Nebel

Wie eigentlich immer habe ich sauber darauf geachtet, dass ich keine überstrahlten Bereiche aufnehme, weil ich dachte, dass ich dann noch irgendwelche Strukturen im Nebel sichtbar machen könnte. Aber das kannst du vergessen. Da ist einfach nix!

Ein weiteres Problem war dann der Weißabgleich.
Selbstverständlich habe ich alles in RAW-Fotografiert um mich erst bei der Nachbearbeitung um den Weißabgleich kümmern zu müssen. Aber ganz ehrlich. Das war gar nicht so leicht.
Die Morgensonne hatte so ein komisches Licht, das ist auch der Grund wieso ich manchen Bilder einen grünlichen Ton gegeben habe.
Allerdings finde ich das Grün auch ein Bisschen Tschernobyl-Style.

Nur grau ist aber auch irgendwie langweilig und es gibt auch die Stimmung nicht so recht wieder. Deshalb habe ich auch mit einer leichten Sepia-Tönung experimentiert.

Warnowfähre im Nebel

Warnowfähre im Nebel

Galerie: Warnemünde im Nebel

Hier noch alle Bilder auf einen Blick!

Zum Abschluss bleibt mir nur zu sagen:
Na dann… gehe raus und habe Spaß!

Marc

PS: Warst du schon mal in Warnemünde? Was gefällt dir dort am besten?

@MauroPicottoDJ – Ministry of Sound London – 19-09-2014 by Technolivesets on Mixcloud


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2 Kommentare zu “Nebel in Warnemünde

  1. Jürgen

    Hallo Marc,

    verrückt, an dem Tag war ich auch in Warnemünde – zum Klassentreffen 🙂 Und in der Tat, der Nebel war super! Ich bin vom elterlichen Dorf aus mit dem Rad „angereist“ und 20 km davon immer mitten durch die Waschküche.
    Noch verrückter, mittlerweile wohne ich 30 km von Pforzheim entfernt.

    Übrigens scheint mir, dass Du Deine Bilder mit dem Image Metadata Cruncher tagst? Du hast bei der Angabe der Brennweite einen Bruch – „180/10“ – statt einer ganzen Zahl stehen … falls dem so ist, mit einem kleinen Trick kann man das beheben – siehe „Anzeige der Brennweite“.

    Besten Gruss und einen guten Rutsch,
    Jürgen

    1. Marc

      Hi Jürgen,
      die Welt ist manchmal echt erschreckend klein 🙂

      Richtig ich mache das mit dem Cruncher und wollte das mit der Brennweite schon lange mal umschreiben. Danke für den Tipp, das werde ich sofort umsetzen!

      Grüße, Marc

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