Ich bin Marc, begeisterter Papa, Blogger, Foto- und Reisefuzzi.

Als Familie sind wir jedes Jahr zwei bis drei Monate unterwegs. Immer dabei sind verschiedene Kameras, um das Erlebte festzuhalten.

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In diesem Artikel erfährst du, wie du ohne Internet, ohne Mac und ohne PC Fotos und Videos auf dein iPad oder iPhone importieren kannst.

Der Inhalt:

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iPad Pro: 6 Möglichkeiten, um Fotos und Videos unterwegs zu importieren [ohne iTunes & ohne Internet]

Seit ich mein iPad Pro habe, versuche ich, möglichst unabhängig damit zu arbeiten. Ich möchte damit unterwegs Fotos bearbeiten und Videos schneiden. Eine Grundvoraussetzung dafür ist, dass die Daten von meinen Kameras auf das iPad kommen, und zwar ohne Mac, ohne PC und ohne Internet!

Apple und iOS machen dir das nicht gerade einfach, mit den folgenden Tipps, sollte der Import für dich aber kein Problem mehr darstellen.

Methode 1: Apple Lightning auf SD-Card Reader

Der einfachste und schnellste weg, um die Daten auf das iPad zu kriegen, könnte der SD-Card Reader von Apple sein.

Könnte …

Leider ist das Lesegerät extrem wählerisch. Gelesen werden nur Dateien, die auf der SD-Karte im DCIM-Ordner abgelegt wurden und auch davon nur Dateiformate, die iOS unterstützt.

Bei meiner Panasonic Lumix LX15 klappt das wunderbar solange ich im MP4-Format filme. Bei meinen Sony-Kameras kann ich mit dem Lesegerät nur Bilder importieren, Videos aber nicht.

Kurz: Hast du eine Kamera, die Fotos und Videos im DCIM-Ordner abspeichert und die Formate von iOS unterstützt werden, ist das die einfachste und schnellste Methode für den Import.

Methode 2: Apple Lightning auf USB-Adapter

Statt die Karte aus der Kamera zu nehmen, kannst du deine Kamera mit dem Lightning auf USB-Adapter auch direkt an dein iPad oder iPhone anschließen.
Wichtig: Du musst die USB-Verbindung der Kamera auf »MTP« stellen, dann werden auch die Videos übertragen, die nicht im DCIM-Folder liegen.

Klingt gut, hat aber auch einen Haken!

  1. Dauert die Übertragung deutlich länger als mit dem Kartenleser,
  2. kannst du so auch nur von iOS unterstützte Formate importieren und
  3. klappt der Import nur bis zu einer Dateigröße von ca. 4 GB problemlos.

Filmst du mit Sony heißt das, dass du im XAVC S-Format filmen musst und deine Videoschnipsel nicht zu lang werden dürfen. Dann klappt diese Methode.

Im Video erkläre ich dir, wie du die Kamera einstellen musst, dass der Import mit dem USB-Adapter klappt:

Methode 3: iUSB Pro SD-Card Reader

Hier handelt es sich um einen Kartenleser eines Drittherstellers, der mit einer eigenen App auf alle Daten der SD-Karte zugreifen kann.
Klingt einfach – ist es auch, hat aber auch einen Haken.

Aber zuerst zu den positiven Eigenschaften dieser Methode:

  • Über die iUSB Pro-App kannst du beliebig große Dateien auf das iPad kopieren.
  • Es ist egal, in welchem Ordner die Daten auf der SD-Karte gespeichert sind.
  • Du kannst auch unbekannte Formate kopieren oder diese an eine App übergeben und sie damit konvertieren.

Klingt gut, oder?

Die Nachteile:

  • Der Importvorgang ist komplizierter als mit den ersten beiden Methoden (mehr Geklicke, was bei vielen Datein nervt).
  • Ein einziges Mal ist es mir bis jetzt passiert, dass schlicht und einfach nicht alle Dateien angezeigt wurden … ich konnte also auch nicht alles importieren. 🙁

Trotz der Nachteile bevorzuge ich diese Methode für den Import meiner Videos von Sony-Kameras.

Bonus: Mit iUSB Pro kannst du Dateien auf der SD-Karte umbenennen, Ordner erstellen und sogar Datein vom iPad auf die SD-Karte kopieren.
Im Video zeige ich dir, wie du Datein von der SD-Karte auf das iPad kopierst:

Methode 4: WLAN-Verbindung der Kamera

Halbwegs moderne Kameras kommen mit eingebautem WLAN. Die Kamera zeigt sich ihrer Umgebung als WLAN-Hotspot. Verbindest du dich, kannst du mit der App des Herstellers Videos und Bilder auf das iPad oder iPhone übertragen.

Klingt eigentlich sehr gut, ist es aber nicht.
Ich kenne die Apps von Canon, Sony und Panasonic und keine ist für die Datenübertragung brauchbar.
Entweder kannst du keine Raw-Files übertragen oder es gehen nicht alle Video-Format oder du kannst immer nur einzelne Dateien übertragen …

Um schnell ein geschossenes Bild aufs Smartphone zu ziehen, sind die Apps super. Willst du aber am Ende des Tages zig Videodateien und Bilder kopieren, bist du hier falsch.

Methode 5: WLAN-Kartenleser

Wenn wir schon von WLAN sprechen. Es gibt Kartenleser, die du über WLAN mit dem iPad oder iPhone verbinden kannst.
Das Prinzip ist dasselbe wie mit der Kamera. Den Kartenleser siehst du als Hotspot. Du verbindest dich mit ihm und mit einer speziellen App kannst du dann die Daten übertragen.
Die eigentliche Datenübertragung entspricht grob der Methode 3 mit iUSB Pro. Mit dem WLAN-Kartenleser kannst du auch alles lesen und auch auf die SD-Karte schreiben.

Der größte Nachteil: Das Ding hat einen eigenen Akku und du hast ein Gerät mehr, bei dem du darauf achten musst, dass genug Saft da ist.

Ich habe einen RP-WD03 von RavPower, das Ding kann nicht nur SD-Karten lesen, sondern noch viel mehr. (Ich nutze das Teil, um WLAN-Zugänge in Hotels, die nur auf ein Gerät beschränkt sind, mit mehreren Geräten zu nutzen.)

Methode 6: Der Umweg über ein Andorid-Gerät und Feem

Liebe Apple-Fanboys, bitte schlagt mich jetzt nicht. Android ist auch gut und wenn es um den professionellen Umgang (= du weißt, was du tust) mit externen Datenträgern geht, ist es iOS deutlich überlegen.

Mit einem USB-OTG-Kartenleser kannst du nicht alles lesen, aber deutlich mehr als mit dem iPad.

Funktioniert keine der oben vorgestellten Methoden und kein Mac und kein PC ist greifbar, kannst du es mit einem Android-Gerät versuchen.
Damit kannst du frei auf der SD-Karte navigieren, kopieren, umbennen, löschen und sogar schreiben.Ich benutze die App ES Datei Exlorer, in meinem Beitrag »So sicherst du deine Fotos auf Reisen ohne PC: Mit dem Tablet oder Smartphone« habe ich ausführlich beschrieben, wie du damit Dateien auf dein Android-Gerät kopierst.

Kommst du an die Daten ran, kannst du mit der App Feem v4 einen WLAN-Hotspot öffnen und alles kabellos an dein iOS-Gerät kopieren.

Klar, diese Methode ist die mit Abstand komplizierteste, kann dir unterwegs aber den Arsch retten! Deshalb solltest du sie im Hinterkopf behalten.

Im Video erkläre ich, wie der kabellose Filetransfer mit Feem funktioniert:

Zusammengefasst und welche Methoden ich nutze

Auf den ersten Blick erscheint der Import großer Datenmengen auf das iPad als kompliziert und fast schon unmöglich. Wie du jetzt aber weißt, gibt es viele Wege, um deine Dateien auf das Tablet zu bringen.

Die hier vorgestellten Methoden funktionieren alle ohne den Umweg über einen großen Computer und ohne Internetverbindung. Geordnet habe ich die Methoden von einfach nach kompliziert.

Am einfachsten ist der SD-Kartenleser von Apple, mit dem großen Nachteil, dass er nicht unbedingt alles importiert. Umgehen kannst du das mit dem USB-Adapter von Apple und den richtigen Einstellungen in der Kamera.
Klappt das auch nicht, greifst du zu Kartenlesern von Drittherstellern und nutz deren App. Das funktioniert entweder über den Lightning-Anschluss des iPads oder per WLAN.
Per WLAN kannst du auch die meisten Kameras mit deinem Tablet oder Smartphone verbinden und so Fotos und Videos übertragen. Für einen ganzen Schlag Bilder oder Videos ist diese Methode jedoch nicht geeignet.

Wenn du als Notanker einen Andoid-Telefon und einen USB-OTG-Adapter dabei hast, sollten auch schwere Fälle kein Problem mehr darstellen. Mit Android hast du einfacher Zugriff auf externe Datenträger und mit der App Feem v4 kannst du diese Daten an iOS-Geräte übertragen.

Ich nutze eine Mischung aus Methode 1 (Apple SD-Card Reader) und Methode 3 (iUSB Pro Kartenleser). Haut das nicht hin, probiere ich Stück für Stück die anderen Methoden durch.

Kennst du noch andere Methoden, um Fotos und Videos unterwegs aufs iPad zu kopieren?


Bist du zum ersten Mal auf meinem Blog? Hier erkläre ich dir, worum es bei Reisezoom.com geht.
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2 Kommentare zu “iPad Pro: 6 Möglichkeiten, um Fotos und Videos unterwegs zu importieren [ohne iTunes & ohne Internet]

  1. Günter

    Hi Marc,

    anhand der nicht vorhandenen Kommentare merkst Du schon, dass kein Mensch freiwillig Apple Produkte kauft.
    Anhand Deines Testes siehts Du ja, dass man mit einem Apple Produkt jegliche Kontrolle über sein Eigentum verliert!

    Kurzum, schmeiss das Zeug einfach weg und werd mit ehrlichen Produkten glücklich/er….😎

    Viele Grüsse
    Günter

    1. Marc Autor des Beitrags

      Günter, ich gebe dir nicht unrecht. Allerdings gibt es solch tolle Software wir Affinity Photo, Luma Fusion leider nur für iOS und auch LR CC Mobile hat einen größeren Funktionsumfang auf dem iPad als die Android-Version.
      Deshalb führt im Moment kein Weg an einem iPad herum, wenn man ernsthaft mobil Photos und Videos bearbeiten will.
      Aber wie im Beitrag schon geschrieben, ohne ein Android-Backup würde ich mich nicht aus dem Haus trauen 😀

      Viele Grüße
      Marc

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